Test Acer Aspire V5-573G-54208G50akk - Das Top-Notebook für fast alle Anwender

Mit dem Acer Aspire V5-573G 54208G50akk hat das taiwanesische Unternehmen einen echten Knüller im Angebot. Der 15,6 Zoller ist flach, ausdauernd und trägt ein mattes FullHD Display. Eine Intel Core i5 Stromspar-CPU trifft eine leistungsstarke Multimediagrafik. Kaufen sollte man auf jeden Fall bei einem Preis von 699 Euro, auf welche kleinen Häkchen muss man sich gefasst machen?

Einleitung: Vorab schon hohe Erwartungen

Acer Aspire V5-573G 54208G50akkBildquelle: Acer
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Acer Aspire V5-573G: Core i5-ULV, starke Nvidia Multimedia-Grafik, FullHD IPS

Das Acer Aspire V5-573G 54208G50akk erscheint uns wie das ultimative Notebook für eine breite Schicht von Anwendern. Es bietet ein geräumiges 15,6 Zoll Display und ist mit 2,1 Zentimeter Bauhöhe und 2 Kilogramm Gewicht trotzdem sehr handlich. Dank Intel Core i5-4200U Stromsparprozessor kommt es auf eine sehr lange Akkulaufzeit, dank Nvidia Geforce GT 750M Multimediagrafikkarte darf aber trotzdem gespielt werden. Der Innenraum ist mit Aluminium verkleidet und bietet eine Tastaturbeleuchtung, das matte Display löst mit der FullHD Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel auf und das ganze kostet nur 699 Euro? Dieses Paket erscheint wirklich unschlagbar und wir wollen daher umso penibler nach Schwächen suchen.

Gehäuse: Handlich, elegant aber auch anfällig

Im Innenraum hat das Acer Aspire V5-573G AluminiumDer Displaydeckel ist sehr instabil und zerkratzt schnellBildquelle: notebookinfo.de
Acer Aspire V5-573G: Nur im Innenraum Aluminium, empfindlicher Displaydeckel

In der Acer Aspire V5-573G Serie kommt größtenteils Kunststoff zum Einsatz. Mit 2 Kilogramm Gewicht gehört unser Testmodell zu den Magermodels in der 15,6 Zoll Kategorie. Die Bauhöhe von 2,1 Zentimeter lässt das Gerät als Ultrabook durchgehen, die Abwesenheit einer SSD verhindert das Label jedoch. Handlich und transportabel ist das Gerät auf jeden Fall und wir hätten kein Problem damit, das Notebook als Student jeden Tag mit in die Uni zu nehmen. Die Basiseinheit bekommt von einer gebürsteten Aluminiumplatte ihre Steifigkeit verliehen, der Displaydeckel imitiert diese Oberfläche nur. Dementsprechend leicht können der glänzenden Plastikoberfläche Kratzer zugefügt werden, die matte Unterseite der Basis ist da unempfindlicher. Die Spaltmaße sind gering und gleichmäßig, die zwei Kunststoffteile des Displaydeckels lassen sich jedoch auseinanderziehen. Das gesamte Display ist sehr labbrig, die Verklebung hält aber trotz massiver Verwindungen. Man muss bei der dünnen Kunststoffverkleidung aufpassen, dass man nicht zu viel Kraft verwendet und die Teile brechen. Die Möglichkeit ist nur gegeben, wenn man das Notebook auseinanderschraubt, im Verbund ist das Chassis stabil.

Ausstattung: Das Nötigste sehr praktisch platziert

Die rückseitigen Anschlüsse des Acer Aspire V5-573GÜber die Wartungsklappe kann eine mSata SSD ohne Garantieverlust ergänzt werdenDie Chiclet-Tastatur bietet einen klaren Druckpunkt und hat eine HintergrundbeleuchtungBildquelle: notebookinfo.de
Acer Aspire V5-573G: Gut platzierte Anschlüsse, mSata SSD nachrüstbar

Aufgrund der Ultrabook-Erscheinung hat Acer beim Acer Aspire V5-573G 54208G50akk nur die nötigsten Anschlüsse platziert. Ein optisches Laufwerk fehlt und muss bei Bedarf als externe Lösung separat erworben werden, ansonsten steht auch einem Einsatz als Desktop-Replacement wenig im Wege. Die Chiclet-Tastatur ragt nur geringfügig über das Tastaturbett aus Aluminium hinaus. Trotz recht schmaler Tasten lassen ein klarer Druckpunkt und ein kurzer Hub schnell Freude an Texten aufkommen. Mathematiker und Excel-Anwender erhalten Komfort durch den separaten Ziffernblock, wer bis spät Nachts noch arbeitet, wird unterstützt von der weißen Hintergrundbeleuchtung. Das riesige Touchpad erlaubt Klicks auf seiner gesamten Fläche und zeigt eine zuverlässige Erkennung. Wer eine externe Maus einsetzt, findet dafür rechts und links in größtmöglicher Entfernung zum Nutzer jeweils einen USB 3.0 Port. Ein SD-Kartenleser und die Headset-Audiobuchse sind ebenso sinnvoll rechts platziert, für eine Maus ist genug Platz. Das durchdachte Konzept setzt sich mit den rückseitigen Anschlüssen fort, wir finden Gigabit-LAN, USB 3.0, MiniDisplayPort und HDMI. Somit erlaubt das Acer Aspire V5-573G 54208G50akk den Anschluss von vielfältiger Peripherie wie Festplatten und Displays ohne damit Chaos auf dem Schreibtisch zu fabrizieren. Drahtlos läuft die Kommunikation über WLAN a/g/n und Bluetooth 4.0.

Wer noch unvertraut mit dem Microsoft Windows 8 Betriebssystem ist, kann in der Acer Explorer App die grundlegenden Funktionen über Lernvideos erklärt bekommen. Acer liefert die Aspire V5 Geräte auch komplett ohne Software aus, so können Studenten (die mitunter kostenlose Windows Lizenzen erhalten) noch ein paar Euros sparen.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i5 4200U / 1.6 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 750M
Festplatte500 GBRAM:8 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:ohne Betriebssystem
Akkulaufzeit:5 Std.Gewicht:2 kg
B x H x T:38.2 cm x 2.1 cm x 25.6 cmFarbe:schwarz

Leistung: Wer braucht schon Quadcore?

Im Acer Aspire V5-573G 54208G50akk arbeitet ein Intel Core i5-4200U Stromsparprozessor nebst 8 GB Arbeitsspeicher und Nvidia Geforce GT 750M Grafikkarte. Der Core i5 Zweikernprozessor entstammt Intels aktueller, vierter Core Generation mit Codenamen „Haswell“ und verbraucht nur 15 Watt. Lassen Sie sich nicht vom niedrigen Basistakt von nur 1,6 GHz täuschen, im Turbotakt liegen 2,6 GHz (1 Kern) oder 2,3 GHz (2 Kerne) an. Damit lassen sich Office Anwendungen, Photoshop aber auch Videoschnitt bewältigen. Für Spiele wechselt das System für die Grafikausgabe von der sparsamen, integrierten Intel HD Graphics 4400 auf die Nvidia Geforce GT 750M. Damit dürfen in fast allen modernen Spielen mittlere bis hohe Details angewählt werden. Von der nativen FullHD Auflösung des Displays lässt man aber aufgrund des 128 Bit Speicherinterfaces für die 4 GB DDR3 Videospeicher lieber die Finger. In 1.366 x 768 Pixel Auflösung sind die meisten Spiele mit hohen bis sehr hohen Details darstellbar. Die geringe Abwärme der CPU gewährt der Geforce Karte ihren Turbotakt von maximal 1.167 MHz fast durchgängig. Nur wenn beide Komponenten an ihrer Leistungsgrenze betrieben werden, drosselt die Grafik – auch dann liegt sie mit 1.071 MHz über ihrem Basistakt und lässt damit immer mindestens 10 Prozent mehr Leistung zu. Die Kombination mit einem Stromsparprozessor ist unserer Ansicht nach gut gewählt, die meisten Spiele werden durch die Grafikleistung limitiert und uns ins kein Fall bekannt, in der die 15 Watt CPU für die Ruckler verantwortlich wäre. Eine kleine Schwachstelle in der Systemperformance wird durch die 500 GB Festplatte markiert. Mit 105 MB/s Lese- und 97 MB/s Schreibrate liegt sie weit hinter einer SSD zurück. Das Acer Aspire V5-573G 54208G50akk bietet einen mSata Slot, bei einem fachmännischen Einbau der kleinen Steckkarte bleibt auch die Garantie erhalten. Wie genau man der Acer V5-573G Serie so zu mehr per Performance verhilft, klären wir in einem Artikel.

Display: Hell, matt, FullHD

Das Acer Aspire V5-573G hat ein IPS-Panel mit sehr guten BlickwinkelnBildquelle: notebookinfo.de
FullHD IPS-Panel: Starke Blickwinkel, Kontraste, Helligkeit

Das matte 15,6 Zoll Display des Acer Aspire V5-573G 54208G50akk überzeugt auf ganzer Linie. Dank der Entspiegelung und einer hohen Helligkeit von 292 Candela pro Quadratmeter steht einem Einsatz in heller Umgebung nichts im Wege. Die Blickwinkel sind stabil und das maximale Kontrastverhältnis von 1140:1 ist hervorragend. Die FullHD Auflösung erlaubt eine geräumige Arbeitsfläche und scharfe Darstellung, überfordert jedoch die Grafikkarte in aufwendigen Spielen. Natürlich kann man die Pixeldarstellung der Software in diesem Fall reduzieren. Das Multimediatalent macht nicht beim Display halt, auch der Sound ist angesichts der geringen Bauhöhe verblüffend und extrem kräftig. Insgesamt vier Lautsprecher mit Dolby Home Theater v4 Zertifikat verbaut Acer, das Ergebnis ist eine hohe maximale Lautstärke mit satten Bässen.

Emissionen: Unaufdringlich

An der Leistungsgrenze verbraucht das Acer Aspire V5-573G 54208G50akk ganze 91 Watt, die Kühlung arbeitet mit einer maximalen Lautstärke von 44 dB (A). Das ist durchaus vertretbar, werkeln doch zwei Lüfter im dünnen Chassis. Es sei noch mal erwähnt, dass CPU (15W) und GPU (ca. 38W) ihren Maximaltakt meistens voll ausreizen und auch nach Dauerlast nicht mehr als 100 MHz davon abweichen. Diese Performance und den niedrigen Geräuschpegel hat sich Acer mit leicht erhöhten Temperaturen erkauft. Im Schnitt liegen diese bei 32,8 Grad Celsius, unter der erwähnten Volllast erreicht der Bereich oberhalb der Tastatur aber bis zu 51 Grad Celsius. Mit 57 Grad Celsius ist die Unterseite des Chassis noch heißer. Das Szenario ist praxisfern und diese Punkte liegen weit weg vom Nutzer – dass es zu dieser starken Aufheizung kommen kann, sollte man aber wissen. Dafür haben wir dem CPU – GPU Gespann volle 53 Watt abgefordert, die Funkmodule ausgereizt und gleichzeitig den Akku geladen. Spielt man, so liegt der Verbrauch mit 55 Watt und die Lautstärke mit 34 dB (A) schon wieder in einem sehr guten Bereich. Beim Surfen (19 Watt) ist das Acer Aspire V5-573G 54208G50akk mit 29 dB (A) kaum wahrnehmbar, ebenso gering fällt der Verbrauch im Leerlauf mit 8 Watt aus. Die Nutzernahen Flächen bleiben immer angenehm kühl, nur der Volllast- oder Spielebetrieb auf dem Schoß könnte problematisch werden.

In der Praxis: Breites Anwendungsgebiet

Durch den geringen Leerlaufverbrauch erreicht das Acer Aspire V5-573G 54208G50akk eine sehr lange Akkulaufzeit von 10 Stunden und 4 Minuten. Auch unter Volllast kommen wir immer noch auf 2 Stunden und 12 Minuten Laufzeit des 53 Wh Akkus. Damit darf im Alltag mit mindestens 6 Stunden gerechnet werden, eher mit mehr – wenn nicht gerade die ganze Zeit gespielt wird. In Games wie Tomb Raider bekommen wir eine passable Grafikqualität zu sehen. Die Nvidia Geforce Experience App macht automatisch Vorschläge zur bestmöglichen Spielbarkeit und Darstellungsqualität.

Wir können das Acer Aspire V5-573G 54208G50akk problemlos in der Sonne einsetzen und Filmabende machen wirklich Spaß dank sehr guter Ton- und Bildqualität. Von Ultrabooks sind wir einen niedrigen Tastenhub gewöhnt, die Schreibarbeiten gingen auf dem Acer flott und geräuscharm von der Hand. Generell ist die Kühlung die meiste Zeit sehr zurückhaltend mit der Lautstärke. Die Anschlussausstattung reicht uns völlig, genial ist die Aufteilung. Rechts hängt der USB Dongle einer kabellosen Maus, links das Smartphone am USB Port. Rückseitig kann man ein externes Display verbinden und ins Netzwerk gehen. Noch haben wir keine wesentlichen Kratzer in das Kunststoffgehäuse geschlagen, wer das leichte Gefährt jedoch häufig transportiert, kommt um ein Sleeve nicht drum herum.

Fazit: Die eierlegende Wollmilchsau

Das ordentliche Preis- Leistungsverhältnis des Acer Aspire V5-573G 54208G50akk ist schon auf den ersten Blick auf das Datenblatt erkennbar. Das helle und kontrastreiche FullHD Display, ein starkes Soundsystem unddie ordentliche Spieleperformance untermauern diesen Eindruck. Schwächen findet man bei der Verarbeitung des Displaydeckels und der Wärmeentwicklung unter Volllast. Die lange Akkulaufzeit, ordentliche Eingabegeräte, Komponenten an der Grenze ihres TurboBoosts, eine handliche Anschlussverteilung und geringe Maße sowie Gewicht machen das mehr als wett. Acer hat hier ein bezahlbares Top-Notebook auf die Beine gestellt, das auf der ganzen Linie überzeugt. Derart wenige Kompromisse müssen sonst sehr selten eingegangen werden. Oft beißen sich Leistung und Ausdauer/Mobilität, Features der Premiumkategorie wie ein mattes FullHD Display, Aluminium und Tastaturbeleuchtung machen sich deutlich in der Brieftasche bemerkbar. Also Studenten, Heimanwender, Gamer und Multimediafans: Zugreifen! Wer mit 600 Euro bis 800 Euro plant, sollte diesen Sweetspot in der Mitte unbedingt in die Kaufentscheidung einbeziehen.

729,86 EUR*inkl. Versandkosten
von Amazon.de | Händlerangabe: 25.04.14 06:54

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,5 (Sehr gut)
  2. Display 1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte 2,0 (Gut)
  4. Temperatur 2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher 1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche 2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse 2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch 1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  10. Leistung 2,0 (Gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
3DMark06 11788 Pkt. Max. 27244 Pkt.
3DMark11 2488 Pkt. Max. 12363 Pkt.
3DMarkVantage 9767 Pkt. Max. 47497 Pkt.
3DMark Ice Storm 39539 Pkt. Max. 106283 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme 37244 Pkt. Max. 90026 Pkt.
3DMark Cloud Gate 5889 Pkt. Max. 16298 Pkt.
3DMark Fire Strike 1424 Pkt. Max. 4135 Pkt.
3DMark Fire Strike Extreme 710 Pkt. Max. 1981 Pkt.
PCMark7 2787 Pkt. Max. 6666 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single) 4153 Pkt. Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi) 7701 Pkt. Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL) 6417 Pkt. Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single) 3139 Pkt. Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi) 5732 Pkt. Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL) 6149 Pkt. Max. 9005 Pkt.
Cinebench R11.5 OpenGL 64 Bit 43.11 fps Max. 72.82 fps
Cinebench R11.5 CPU Multi 64 Bit 2.47 Pkt. Max. 7.49 Pkt.
Cinebench R11.5 CPU Single 64 Bit 1.14 Pkt. Max. 138 Pkt.
Unigine Valley Basic 19.3 fps Max. 96.2 fps
Unigine Valley Basic Score 809 Pkt. Max. 4027 Pkt.
Unigine Valley Extreme HD 8.3 fps Max. 64.5 fps
Unigine Valley Extreme HD 346 Pkt. Max. 2700 Pkt.
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 2 Std. 12 Min. Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal 10 Std. 4 Min. Max. 23 Std. 32 Min.
Praxis 6 Std. 8 Min. Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

55 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,055 kWh x 24,00 Cent = 28,91 EUR

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