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Intel HD Graphics 5600

Die Intel HD Graphics 5600 ist eine integrierte GPU der Intel Broadwell-Generation. Sie wurde zuerst in Intels Notebook-Prozessor Core i7-5700HQ verbaut, der im 2. Quartals 2015 vorgestellt wurde.Im Gegensatz zur zeitgleich veröffentlichten Intel Iris Pro Graphics 6200, muss die HD Graphics 5600 nicht nur auf die Hälfte der Execution Units (EUs), sondern auch auf den 128-MB-eDRAM-Cache verzichten und schneidet dementsprechend leistungstechnisch schlechter ab. Der Grafikchip ist über ein 64/128-Bit-Interface an den Hauptspeicher angebunden und verfügt über eine Basistaktung von 300 MHz, die bis auf 1050 MHz erhöht werden kann. Er hat 24 EUs und wird im 14-nm-Verfahren gefertigt.

Architektur
Die Intel HD Graphics GPU-Reihe kam erstmals 2010 zum Einsatz und wurde als Nachfolger von Intel GMA eingeführt, die damals noch auf der Northbridge des Motherboards verbaut wurde. Mit Intel HD Graphics konnten Intels integrierte GPUs erstmals mit denjenigen der Konkurrenten Nvidia und ATI/AMD gleichziehen. Heute wird HD Graphics als Bezeichnung für Intels low-end integrated GPU-Segment verwendet. Die Intel HD Graphics 5600 wurde unter dem Codenamen GT2 entwickelt und war erstmals im Intel Core i5-5700-HQ verbaut, der am 02.06.2015 vorgestellt wurde. Damit basiert sie als einzige unter den angekündigten Modellen auf einer älteren Bauweise, die statt 48 nur über 24 EUs (execution units) verfügt. Außerdem kann sie nicht auf eigenen Speicher zurückgreifen, sondern ist über eine DDR3-Anbindung auf den Hauptspeicher des Systems angewiesen. Durch die neue, im 14-nm-Verfahren gefertigte Broadwell-Gen8-Architektur, konnte Intel immerhin die Shaderzahl von 20 auf 24 EUs erhöhen und damit Leistung und Stromverbrauch optimieren. Die Anzahl der Shaderarrays wurde dafür von 2 auf 3 Unterabschnitte erhöht und die Shaderzahl pro Abschnitt von 10 auf 8 verkleinert.

Funktionen

Mit den Broadwell-Chips ermöglicht Intel erstmals volle DirectX 11.2, OpenCL 1.3 und OpenGL 4.3 sowie DirectX 12, OpenCL 2.0 Unterstützung und deckt damit eine große API-Bandbreite ab. Bis zu 3 Bildschirme gleichzeitig können über DisplayPort 1.2 oder über HDMI 1.4a angeschlossen werden. HDMI 2.0 wird nicht unterstützt. Intels Quick Sync Video verspricht verbesserte Encode/Decode-Beschleunigung und ermöglicht damit schnelleres Video-Transcoding aller aktuelle Formate. Durch die Intel Clear Video HD Technologie werden Bilder natürlicher und schärfer dargestellt und die Stabilität bei der Video-Wiedergabe verbessert.

Leistung
Die Leistung der Intel HD Graphics 5600 liegt dank der Erhöhung der Shaderzahl ca. 20% über der des Haswell-basierten Grafikchips Intel HD Graphics 4600. Dennoch ist die Grafikkarte selbst dedizierten GPUs aus dem low-end Segment, wie z.B. der Nvidia GeForce 920M, unterlegen. Die meisten Spiele von 2015 sind dementsprechend wenn überhaupt, nur auf niedrigen Einstellungen spielbar.

Durch ihren relativ niedrigen Energieverbrauch und die kompakte Bauweise ist die Intel HD Graphics 5600 vorwiegend in mittelgroßen (ca. 15 Zoll), niedrigklassigen Multimedianotebooks und in Kombination mit einer dedizierten Grafikkarte auch in Notebooks bis zur Gaming-Klasse zu finden.
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Technische Daten
ModellIntel HD Graphics 5600
DirectX-Version11.2
Chip-Takt1050 MHz
Dedizierter SpeicherNein
SpeichertypDDR3
Speicheranbindung128 Bit
Rechenleistung über Stream-Prozessoren403.2 GFlops
Speicherbandbreite25.6 GB/s
Fertigungsprozess14 nm