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Intel HD Graphics 5300

Im Herbst 2014 kündigte Intel die besonders energieeffizient arbeitende Prozessor-Familie Core M mit Broadwell-Mikroarchitektur offiziell an. Die CPUs für besonders flache Notebooks und 2-in-1-Geräte integrieren eine Grafikeinheit vom Typ Intel HD Graphics 5300 und werden im 14-Nanometer-Verfahren produziert. Die Intel HD Graphics 5300 bietet einen geringen Strombedarf und unterstützt moderne Features, muss aber leistungsmäßig im Low-End--Segment fortschritlicher Mobil-GPUs eingeordnet werden, welches höchstens für das ein oder andere Casual-Game geeignet ist.

Architektur und Funktionen
Intels Broadwell-Mikroarchitektur ist im Hinblick auf den Vorgänger Haswell ein evolutionärer Schritt ohne bahnbrechenden Neuerungen („Tick“), sondern vielmehr diversen Detailverbesserungen, was auch die Grafikeinheit miteinschließt. Daher bezeichnet der US-Chipriese die neue GPU-Architektur intern vielsagend als „Gen8“, während „Gen7.5“ bei Haswell zum Einsatz kommt. Die wichtigste Änderung, die Gen8 verglichen mit Gen 7.5 mitbringt, ist eine andere Anordnung der sogenannten Execution Units (Shader-Kerne, kurz EUs). Bestand bei Gen7.5 ein Sub-Slice genannter Shader-Block aus zehn EUs, sind es bei Gen8 acht EUs. Allerdings setzt sich ein ganzer Slice nun aus drei Sub-Slices zusammen, während es zuvor nur zwei waren. Bei Gen8 verfügt folglich ein Slice über 3 x 8 = 24 EUs, wo hingegen bei Gen7.5 ein Slice aus 2 x 10 = 20 EUs besteht. Darüber hinaus hat Intel bei Gen8 die L1-Caches vergrößert.

Die maximale Ausbaustufe der neuen Broadwell-Grafikeiheit besteht aus zwei vollen Slices, besitzt also insgesamt 48 EUs, und wird GT3 (ohne zusätzlichen schnellen eDRAM-Zwischenspeicher) beziehungsweise GT3e (mit eDRAM) genannt. Die Intel HD Graphics 5300 der Core-M-CPUs entspricht der mittleren Ausbaustufe GT2 mit einem ganzen Slice und 24 EUs. Bei der minimalen Ausbaustufe GT1 ist ein Sub-Slice deaktiviert, wodurch nur noch 12 EUs genutzt werden können.

Das gesamte Chip-Paket eines Core-M-Prozessors, unter anderem mit HD Graphics 5300, zwei Broadwell-CPU-Kernen und Caches, weist im Regelfall eine maximale Verlustleistung beziehungsweise TDP (Thermal Design Power) von 4,5 Watt auf. Dies bedeutet, dass damit bestückte Laptops, Convertibles oder Tablets sehr flach und kompakt gebaut und ohne aktives Kühlsystem betrieben werden können.

Die Intel HD Graphics 5300 unterstützt wie alle Broadwell-GPUs DirectX 11.2, OpenCL 2.0 sowie den Video-Codec H.265 und kann bis zu drei Displays gleichzeitig ansteuern. Über DisplayPort 1.2 oder Embedded DisplayPort 1.3 lassen sich Bilder mit einer Auflösung von bis zu 3840 x 2160 Pixel bei 60 Hertz, über HDMI 1.4a mit maximal 3840 x 2160 Pixel bei 24 Hertz ausgeben.

Taktraten und Leistung
Intels Fokussierung auf hohe Energieeffizienz bei den Core-M-Chips und die damit einhergehende niedrige TDP fordern natürlich auch ihren Tribut von der Taktfrequenz der HD Graphics 5300. Die GPU kann zwar einen maximalen Takt von 800 bis 900 Megahertz erreichen, dies aber nur für sehr kurze Zeit. Unter konstanter Beanspruchung, also beispielsweise während eines Spiels, wird die Taktrate automatisch reduziert, um eine zu große Hitzeentwicklung zu unterbinden. Dies hat zur Folge, dass die HD Graphics 5300 in Core-M-Prozessoren bei Benchmark-Tests in etwa dieselbe Leistung erbringt wie eine HD Graphics 4000 oder 4200.
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Technische Daten
ModellIntel HD Graphics 5300
DirectX-Version11.2
Chip-Takt900 MHz
Dedizierter SpeicherNein
Speicheranbindung128 Bit
Fertigungsprozess14 nm

6 Notebooks und Tablets mit Intel HD Graphics 5300

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