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AMD Radeon R5 (Carrizo-L)

Die AMD Radeon R5 (Carrizo-L) ist eine integrierte Grafikeinheit, die im Mai 2015 als Teil der neuen ultramobilen AMD APUs des Carrizo-L-Line-Ups vorgestellt wurde. Sie ist eine unveränderte Weiterführung der Radeon R5 in den vorherigen Beema-APUs und unterscheidet sich von den anderen Carrizo-L-GPUs Radeon R2, R3 und R4 nur durch die höhere Taktfrequenz von bis zu 847 MHz. Die Konfiguration ist mit 128 Shadereinheiten, 8 TMUs und 4 ROPs bei allen Modellen identisch. Allerdings profitiert die AMD Radeon R5 (Carrizo-L) von etwas schnellerem Single-Channel DDR3L-1866-Systemspeicher als die R2 und R3. Der Speicher ist über ein 64-Bit Bus-Interface anschlossen, über dedizierten Speicher verfügt die GPU nicht. Die Grafikeinheit ist vor allem in kostengünstigen Einsteiger-Notebooks zu finden und zeichnet sich durch einen sehr geringen Stromverbrauch aus.

Architektur
Ebenso wie die Radeon R5 (Beema) basiert auch die AMD Radeon R5 (Carrizo-L) weiterhin auf der Graphics Core Next Architektur der 2. Generation (inoffiziell als GCN 1.1 bezeichnet), die 2013 mit den Desktop-Grafikkarten der Sea-Islands-Familie eingeführt wurde. Damit ist die GPU ähnlich aufgebaut wie die erste GCN 1.1 Grafikkarte Radeon HD 7790 und muss auf zahlreiche Neuerungen verzichten, die den parallel erschienen GCN 1.2-basierten Carrizo-GPUs in AMDs mobilen APUs vorenthalten sind. Unter anderem fehlen daher die neue verlustfreie Delta-Farben-Kompression und die neue Multimedia-Engine. Bis auf eine etwas höhere Taktfrequenz (847 MHz vs. 800 MHz) hat sich im Vergleich zur Vorgängerin R5 (Beema) praktisch nichts verändert. Der Grafikchip umfasst nach wie vor nur 2 Compute Units (CUs) mit jeweils 64 Shadereinheiten und 4 TMUs. Die Konfiguration mit insgesamt 128 Shadereinheiten, 8 TMUs und 4 ROPs, bleibt also bei allen Beema- und Carrizo-L-GPUs gleich.

Funktionen
GCN 1.1 bietet gegenüber der ursprünglichen GCN-Architektur einige zusätzliche und verbesserte Features. Dazu zählen der TrueAudio-Koprozessor für 3D-Audioeffekte und die überarbeitete PowerTune-Technologie, die die Taktfrequenz der GPU dynamisch an die Leistungsansprüche von Operationen anpassen kann und dabei den Stromverbrauch minimiert. Die AMD Radeon R5 (Carrizo-L) unterstützt neben DirectX 12 FL 12_0 und OpenGL auch AMDs hauseigene Mantle-API für das Low-Level-Rendering von 3D-Videospielen. Für GCN 1.1 wurden AMDs Video Codec Engine 2.0 (VCE) und Unified Video Decoder 4.2 (UVD) überarbeitet. Dadurch wurde die Performance bei der Wiedergabe von H.264 verbessert, H.265 wird jedoch weiterhin nicht hardwareseitig unterstützt. Gegenüber der Radeon R5 der Carrizo-Plattform unterstützt der AMD Radeon R5 (Carrizo-L) nicht die AMD Heterogeneous System Architecture (HSA) und damit auch kein Zero-Copy. Es können bis zu 2 Bildschirme über VGA, DVI, HDMI 1.4a oder DisplayPort 1.2 angeschlossen werden.

Leistung
Mit einer Taktfrequenz von 847 MHz ist die AMD Radeon R5 (Carrizo-L) am oberen Ende des Line-Ups positioniert. Die Leistung wird jedoch u.a. durch den langsamen Single-Channel-Systemspeicher gebremst und kann auch unter einer niedrig konfigurierten TDP leiden (die Carrizo-L-APUs können zwischen 12-25 Watt konfiguriert werden). Zwar ist die GPU deutlich leistungsfähiger als die Intel HD Graphics (Bay Trail), an die HD Graphics 5500 kommt sie jedoch nicht heran. Daher können nur anspruchslosere Spiele wie Civilization: Beyond Earth, Fifa 15 und Sims 4 bei niedrigen Einstellungen und Auflösungen flüssig dargestellt werden.
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Technische Daten
ModellRadeon R5 (Carrizo-L)
DirectX-Version12
Chip-Takt847 MHz
Dedizierter SpeicherNein
SpeichertypDDR3L-1866
Speicheranbindung64 Bit
Stream-Prozessoren128
Texture-Mapping-Units8
Fertigungsprozess28 nm

6 Notebooks mit AMD Radeon R5 (Carrizo-L)

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