Office-Grafikkarten

Wenn die Ansprüche an die Grafikleistung niedrig sind, ist eine Office-Grafikkarte genau das Richtige für Sie. Das ist bereits der Fall, wenn Sie keinen Wert auf Computerspiele legen. Denn für fast alle Anwendungen ist eine schnellere Grafikkarte nicht erforderlich: Das Erstellen von Dokumenten, Präsentationen und Datenbanken wie auch das Betrachten von Filmen, die Wiedergabe von Musik oder das Speichern von Urlaubsfotos funktionieren auch mit einer Office-Grafikkarte problemlos. Das Bearbeiten von Videos übernimmt in den meisten Fällen der Hauptprozessor. Auch hier steht eine Office-Grafikkarte also nicht im Weg.

Office-Grafikkarten bieten eine ganze Reihe von Vorteilen: Zum einen sind sie sehr preiswert zu haben. Zum anderen punkten sie mit einem sehr geringen Energieverbrauch. Das schont den Akku und verlängert die Laufzeit. Außerdem lassen sich Notebooks kompakter bauen, da die kleinen Grafikchips im Vergleich zu dedizierten Grafikkarten weniger Platz benötigen. Dank des Trends, auch in integrierten Grafikchips Videodecoder einzubauen, ist eine flüssige Videowiedergabe auch bei schwachem Hauptprozessor problemlos möglich. Die meisten Grafikchips unterstützen sogar das Full-HD-Format mit einer Bildauflösung von 1.920 mal 1.080 Bildpunkten.

Bedeutender Nachteil ist die schlechte 3D-Leistung von Office-Grafikkarten. Selbst ältere Spiele, die geringe Ansprüche an die Hardware stellen, laufen nicht immer ruckelfrei. Zudem kommen bei Office-Grafikkarten häufig veraltete Technologien zum Einsatz. Nicht selten hinken diese Grafikkarten der aktuellen DirectX-Version um eine Generation hinterher. Besonders häufig In diesem Grafikkartensegment sind „integrierte Grafikchips“, die keinen eigenen Grafikspeicher besitzen, sondern sich einen Teil des Arbeitsspeichers reservieren. Diese Grafikchips sind in den Chipsatz oder direkt in den Prozessor integriert und verrichten ihre Arbeit von dort. In den technischen Daten erkennen Sie solche Modelle an der Bezeichnung „IGP“ oder „shared memory“. Diese Lösung wirkt sich negativ sowohl auf die Grafik- als auch auf die Systemleistung aus. Denn die Speicheranbindung an den Grafikprozessor ist langsamer als bei Grafikkarten mit eigenem Speicher. Zudem fehlt dem System der Arbeitsspeicher, der vom Grafikchip reserviert wird.

Office-Grafikkarten gibt es von AMD, Nvidia und Intel. Dabei sind die Grafiklösungen von AMD und Nvidia zumeist etwas schneller als die von Intel. Mit der zweiten Generation von Core-i-Prozessoren hat Intel begonnen, seine Grafikchips direkt in den Prozessor zu integrieren. Auch AMD bietet seine Office-Grafikkarten stets zusammen mit einem Hauptprozessor als „Accelerated Processing Unit“ (Zu Deutsch: Kombinierte Recheneinheit) an.
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