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Office-Grafikkarten

Wenn die Ansprüche an die Grafikleistung niedrig sind, ist eine Office-Grafikkarte genau das Richtige für Sie. Wenn Sie ein Notebook nur für das Erstellen von Dokumenten, Präsentationen und Datenbanken sowie die Wiedergabe von Filmen benutzen wollen, funktioniert das auch mit einer Office-Grafikkarte problemlos. Lediglich Gaming und Videobearbeitung sowie CAD-Anwendungen übersteigen deren Fähigkeiten und sind High-End-Grafikkarten vorbehalten.

Office-Grafikkarten bieten eine ganze Reihe von Vorteilen: da sie oft als integrierte Grafikeinheiten bereits auf dem Prozessor verbaut sind, entstehen keine zusätzlichen Kosten. Außerdem haben sie durch ihre direkte Kommunikation mit dem Prozessor und ihre geringe Leistung einen sehr geringen Energieverbrauch. Das schont den Akku und verlängert die Laufzeit. Auch können Notebooks mit Office-Grafikkarten deutlich kompakter als mit dedizierten Grafikkarten gebaut werden, da die kleinen Grafikchips weniger Platz benötigen. Da auch integrierte Grafikchips über eigene hardware-gestützte Videodecoder verfügen, werden Videos auch dann flüssig wiedergegeben, wenn der Rest der Hardware nicht besonders leistungsfähig ist. So werden viele Videoformate in 4K-Auflösung mit 3840x2160 Pixeln butterweich wiedergegeben, ohne Prozessor oder Grafikkarte ins Schwitzen zu bringen.

Bedeutender Nachteil ist die schlechte 3D-Leistung von Office-Grafikkarten. Selbst ältere Spiele, die geringe Ansprüche an die Hardware stellen, laufen nicht immer ruckelfrei. Bei einem Großteil der Grafikkarten aus dem Office-Segment handelt es sich um integrierte Grafikchips,die keinen eigenen Grafikspeicher besitzen, sondern sich einen Teil des Arbeitsspeichers reservieren. Diese Grafikchips sind in den Chipsatz oder direkt in den Prozessor integriert und verrichten ihre Arbeit von dort. In den technischen Daten erkennen Sie solche Modelle an der Bezeichnung „IGP“ oder „shared memory“. Diese Lösung wirkt sich negativ sowohl auf die Grafik- als auch auf die Systemleistung aus. Denn die Speicheranbindung an den Grafikprozessor ist langsamer als bei Grafikkarten mit eigenem Speicher. Zudem fehlt dem System der Arbeitsspeicher, der vom Grafikchip reserviert wird. Als wäre das noch nicht genug, verwenden Notebookhersteller oft billigeren Single-Channel Arbeitsspeicher, der deutlich langsamere Zugriffsraten als die Dual-Channel-Alternative bietet. Das ist oft einer der Hauptgründe dafür, warum der integrierte Grafikchip nur eine sehr geringe Leistung erreicht.
Zumindest unterstützen Office-Grafikkarten mittlerweile fast immer aktuelle Technologien wie DirectX 12 und OpenGL 4.4. Auch haben z.B. Intels integrierte Grafikchips eine Technologie namens Quick Sync Video an Bord, mit der Videos selbst von diesen eher schwachen Chips Videos konvertiert und bearbeitet werden können.

Office-Grafikkarten werden hauptsächlich von Intel angeboten, da fast jeder Prozessor dieses Herstellers über eine integrierte Grafikeinheit verfügt. Jahrelang wurden dieses Chips mit „HD Graphics“ gekennzeichnet, seit Neuem heißen sie jedoch „UHD Graphics“. Eine weitere Intel-Serie sind die „Iris Graphics“ Chips, die ähnlich wie die HD- und UHD-Modelle aufgebaut sind, aber zusätzlich über einen dedizierten Videospeicher verfügen, wodurch sie deutlich mehr Leistung erreichen. Neben Intel hat nur noch AMD Office-Grafikkarten im Angebot. Diese kommen in den Einsteigermodellen der „Accelerated Processing Unit“ (APU) Serie zum Einsatz und werden mit Radeon R2, R3, R4 und R5 gekennzeichnet.
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