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AMD Radeon R9 M470X

Die AMD Radeon R9 M470X ist eine dedizierte Mittelklasse-Grafikkarte für Multimedia-Notebooks und PC-Gaming-Konsolen, die am 14. Mai 2016 vorgestellt wurde. Die Grafikkarte ist z.B. im Mini-PC Alienware Alpha R2 zu finden. Es handelt sich um eine umbenannte Version der R9 M385X mit einer etwas höheren Taktfrequenz. Die GPU kann Turbotaktfrequenzen von bis zu 1100 MHz erreichen und mit maximal 4 GB GDDR5 Speicher ausgestattet werden. Der Speicher ist über ein 128-Bit Interface angebunden und taktet mit effektiv 6000 MHz. Die Grafikkarte verfügt über 14 Compute Units (CUs) mit insgesamt 896 Shadereinheiten, 56 Texture-Mapping-Units (TMUs) und 16 Render-Output-Units (ROPs). Sie ist DirectX 12-fähig.

Architektur
Die AMD Radeon R9 M470X ist identisch mit der R9 M385X und basiert daher auf dem Bonaire-Grafikchip in der Strato XT-Variante. Der Bonaire-Chip ist mit der 2. Generation von AMDs Graphics-Core-Next-Architektur (GCN 1.1) eingeführt worden und ist daher schon etwas in die Tagen gekommen. Mit der 2. Generation GCN wurde die Shader-Engine (SE) eingeführt, die einen Geometrie-Prozessor, Rasterizer, ROPs, L1 Cache und Compute Units auf einer separatenen Ebene integriert. Der L2 Cache, Speichercontroller, Video-Engine, Bildschirmcontroller und PCIe-Interface sind daneben verbaut. Die Zahl der Asynchronous-Compute-Engines (ACEs) mit eigenen Schedulern ist auf 8 angewachsen. Die PowerTune-Technologie wurde im Gegensatz zur ursprünglichen GCN-Architektur deutlich überarbeitet. Die Zahl der Power-States (P-States) wurde von 3 auf 8 erhöht, um eine feinere Abstufung der Taktfrequenzen zu ermöglichen. Zudem kann nun auch die Spannung verändert werden, was eine effektivere Abkühlung der GPU ermöglicht. Ingesamt können durch diese Verbesserungen höhere Taktfrequenzen über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten werden. Die AMD Radron R9 M470X integriert 14 Compute Units, die über jeweils 64 Shadereinheiten und 4 TMUs verfügen.

Funktionen
Die Grafikkarte unterstützt die APIs DirectX 12, OpenGL 4.5, OpenCL 1.2 und Vulkan 1.0 sowie AMD Mantle. Mit Mantle können Entwickler direkt auf die Sprache der GCN-Architektur zugreifen, um noch höhere Gaming-Leistung zu erreichen. Neben der bereits genannten PowerTune-Technologie verfügt die GPU auch über die AMD Enduro-Technologie, die die AMD Catalyst-Treiber benutzt, um festzustellen, ob die integrierte oder dedizierte Grafikkarte für eine bestimme Aufgabe benutzt werden muss und dann nahtlos zwischen den beiden umschalten kann.

Leistung
Da es sich faktisch um den gleichen Grafikchip mit identischer Ausstattung handelt, liefert die AMD Radeon R9 M470X eine mit der R9 M385X vergleichbare Leistung. Lediglich ihre etwas höhere Taktfrequenz unterscheidet die beiden Karten voneinander. Damit ist die GPU aber auch deutlich leistungsfähiger als die R9 M370X und es dürfte genügend Leistung für moderne Spiele auf mittlerer bis hoher Detailstufe und niedriger bis mittlerer Auflösung vorhanden sein. Wer jedoch auf mehr Leistung aus ist, muss auf die Polaris-basierte RX 480M warten oder auf die deutlich stromhungrigere R9 M485X zurückgreifen. Die Grafikkarte hat eine TDP um die 75 Watt und ist daher auf eine entsprechende Kühlung angewiesen.
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Technische Daten
ModellAMD Radeon R9 M470X
DirectX-Version12
Chip-Takt1100 MHz
Speichertakt6000 MHz
Dedizierter SpeicherJa
Speichergröße4096 MB
SpeichertypGDDR5
Speicheranbindung128 Bit
Stream-Prozessoren896
Texture-Mapping-Units56
Rechenleistung über Stream-Prozessoren1971 GFlops
Pixelfüllrate17600 Mpixel/s
Speicherbandbreite96 GB/s
Fertigungsprozess28 nm
Transistoren2080 in Mio.