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AMD Radeon R9 M470

Die AMD Radeon R9 M470 ist eine mobile GCN-basierte Grafikkarte für Multimedia-Notebooks, die am 14. Mai 2016 vorgestellt wurde. Zusammen mit der R9 M470X und der R9 M485X führte sie die Radeon M400-Serie ein. Es handelt sich jedoch lediglich um eine umbenannte Variante der R9 M380 und damit um den schon etwas älteren Bonaire-Grafikchip. Die Grafikkarte hat im Vergleich zu ihrer Vorgängerin mit 1100 MHz eine etwas höhere Turbotaktfrequenz. Sie kann mit maximal 4 GB GDDR5-Speicher ausgestattet werden, der über ein 128-Bit Bus-Interface angebunden ist. Der Speichertakt beträgt effektiv 6000 MHz. Auf dem Grafikchip sind 12 Compute Units (CUs) verbaut, die insgesamt 768 Shadereinheiten, 48 Texture-Mapping-Units (TMUs) und 16 Render-Output-Units (ROPs) integrieren.

Architektur
Der Bonaire-Grafikchip der AMD Radeon R9 M470 kommt in der gleichen Strato Pro-Variante zum Einsatz, die auch schon in der R9 M380 verwendet wurde. Der Grafikchip basiert auf der 2. Generation von AMDs Graphics-Core-Next-Architektur (GCN 1.1) und wurde 2013 mit der Sea-Island-Familie eingeführt. Mit der der 2. GCN-Generation hat AMD Modellpflege betrieben und die Architektur auf vielen Ebenen verbessert. Die PowerTune-Technologie wurde überarbeitet und eine neue Shader-Engine (SE) eingeführt. Waren bei der ursprünglichen GCN-Architektur nur 3 Power-States (P-States) für die Steuerung der Taktfrequenz verfügbar, sind es in der 2. Generation schon 8 P-States. Der Grafikprozessor kann nun in einer feineren Abstufung auf die Leistungsanforderungen der jeweiligen Operation reagieren und die Taktfrequenzen somit innerhalb der TDP-Limits maximieren. Bei Überhitzung kann nun zudem auch die Spannung des Prozessors reduziert werden, was eine deutlich schnellere Abkühlung ermöglicht. Die neue Shader-Engine integriert einen Geometrie-Prozessor, Rasterizer, ROPs, L1 Cache und Compute Units. Sie ist separat von L2 Cache, Speichercontroller, Video-Engine, Bildschirmcontroller und PCIe-Interface verbaut. AMD hat die Zahl der Asynchronous-Compute-Engines (ACEs) von 3 auf 8 erhöht. Die ACEs können Aufgaben unabhängig voneinader in 3 unterschiedlichen Queues ausführen, um die Render-Zeit zu reduzieren.

Funktionen
Die Grafikkarte unterstützt die APIs DirectX 12, OpenGL 4.5, OpenCL 1.2 und Vulkan 1.0 sowie AMD Mantle. Mit Mantle können Entwickler direkt auf die Sprache der GCN-Architektur zugreifen, um noch höhere Gaming-Leistung zu erreichen. Durch die Enduro-Technologie kann je nach Anforderung der Operation zwischen integrierter und dedizierter GPU gewechselt werden, um bei geringen Anforderungen die dedizierte GPU zum Stromsparen abzuschalten.

Leistung
Das Leistungsniveau der AMD Radeon R9 M470 ist praktisch mit dem der R9 M380 identisch, da es sich um den gleichen Grafikchip handelt. Lediglich die etwas höhere Turbotaktfrequenz dürfte ihre einen kleinen Vorsprung verschaffen. Moderne Spiele aus den Jahren 2015 und 2016 können oft auf mittlerer bis hoher Detailstufe bei mittleren Auflösungen flüssig gespielt werden.
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Technische Daten
ModellAMD Radeon R9 M470
DirectX-Version12
Chip-Takt1100 MHz
Speichertakt6000 MHz
Dedizierter SpeicherJa
Speichergröße4096 MB
SpeichertypGDDR5
Speicheranbindung128 Bit
Stream-Prozessoren768
Texture-Mapping-Units48
Rechenleistung über Stream-Prozessoren1536 GFlops
Pixelfüllrate16000 Mpixel/s
Speicherbandbreite96 GB/s
Fertigungsprozess28 nm
Transistoren2080 in Mio.