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AMD Radeon R7 M360

Die AMD Radeon R7 M360 ist eine dedizierte Mittelklasse-Grafikkarte für Notebooks, die am 6. Mai 2015 vorgestellt wurde. Die Radeon R7-Reihe für Notebooks soll laut AMD zwischen Geschwindigkeit, Produktivität und Preis ausbalanciert sein, und auch für anspruchsvolle Spiele genug Leistung bringen. Deshalb kommt die AMD Radeon R7 M360 mit einem relativ hohen Turbotakt von 1015 MHz. Sie verfügt über 6 Compute Units (CUs) mit insgesamt 384 Shadereinheiten, 24 TMUs und 8 ROPs. Die Schwachstelle der Grafikkarte dürfte allerdings der langsame 64-Bit DDR3 Speicher sein.

Architektur
Der Chip der AMD Radeon R7 M360 basiert auf dem im 28-nm-Verfahren gefertigten Meso-Grafikprozessor und kommt in der Meso-XT-Variante zum Einsatz. Der Meso-Grafikprozessor ist ein Ableger des Tonga-Chips für Desktop-GPUs, welcher zu AMDs „Volcanic-Islands“-Familie gehört und auf der 3. Generation der Graphics Core Next (GCN 1.2) Architektur aufbaut. Die Neuerungen von GCN 1.2 sind u.a. eine verbesserte Tessellation-Leistung, eine Reduzierung der Speicherbandbreitennutzung durch eine neue Farbenkompressionsmethode (Lossless Delta Color Compression) für die ROPs, ein aktualisiertes und effizienteres Instruction Set und eine neue Multimedia-Engine (UVD 6 und VCE 3.0). Der Grafikchip der AMD Radeon R7 M360 ist GCN-typisch organisiert. Es sind 6 Compute Units verbaut, die über jeweils 64 Shadereinheiten, 4 TMUs und insgesamt 8 ROPs verfügen (384:24:8). Damit liegt diese zwar knapp vor der Radeon R5 M330 (320:20:8), aber deutlich hinter den Spitzenmodellen R9 M370X und R9 M375 (640:40:16). Auch ist die Speicheranbindung mit 64-Bit DDR3 und einer Bandbreite von 16 GB/s, im Vergleich zur Radeon R9 M370X, die über ein 128-Bit GDDR5 Speicherinterface verfügt, deutlich langsamer. Die Taktfrequenzreichweite fällt mit 1000-1015 MHz dafür immerhin recht hoch aus.

Funktionen
Die GCN 1.2-Architektur bringt Unterstützung für viele aktuelle APIs mit sich, darunter DirectX 12.0 mit Shadermodell 5.0, OpenGL 4.4 und OpenCL 1.2. Selbstverständlich kommt die Grafikkarte auch mit AMDs Mantle API und Vulkan, welche hauptsächlich an hochperformante Echtzeit-3D-Grafikanwendungen, also vor allem moderne 3D-Games, gerichtet sind. Für Video-Encoding- und Decoding sind AMDs neueste Video Coding Engine 3.0 und Unified Video Decoder 6 mit an Bord, mit welchen nun auch HEVC, H.265 Decoding möglich ist. MPEG-4 AVC/H.264, VC-1, MPEG-2 sind natürlich auch unterstützt. Für den nahtlosen Wechsel zwischen integrierter GPU und dedizierter GPU kommt AMDs Enduro zum Einsatz. Auch die PowerTune-Technologie, die den Stromverbrauch überwacht und verändern kann, um die Taktfrequenz für eine bessere Performance anzupassen, ist mit dabei. AMDs App Acceleration verbessert außerdem die Performance bei der Videowiedergabe, Office-Anwendungen, Web-Brosern und Video-Editoren.

Leistung
Obwohl die AMD Radeon R7 M360 nur über 64-Bit DDR3 Speicher verfügt, sollte der Geschwindigkeitsnachteil gegenüber einem 128-Bit Interface zumindest teilweise durch die mit GCN 1.2 erreichte Reduzierung der Bandbreitennutzung etwas kleiner sein. Dank des deutlich höheren Chiptakts dürfte sie daher der Vorgängerin Radeon R7 M260 (715 MHz) in der Leistung überlegen sein. Viele Spiele aus dem Jahr 2015 sind damit auf mittleren Einstellungen und Auflösungen spielbar, anspruchsvolle Games laufen höchstens auf niedrigen Einstellungen flüssig.
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Technische Daten
ModellRadeon R7 M360
DirectX-Version12
Chip-Takt1015 MHz
Speichertakt2000 MHz
Dedizierter SpeicherJa
Speichergröße4096 MB
SpeichertypDDR3
Speicheranbindung64 Bit
Stream-Prozessoren384
Texture-Mapping-Units24
Rechenleistung über Stream-Prozessoren779 GFlops
Pixelfüllrate8000 Mpixel/s
Speicherbandbreite16 GB/s
Fertigungsprozess28 nm

5 Notebooks mit AMD Radeon R7 M360

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