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AMD FirePro M4150

Die AMD FirePro M4150 ist eine Einsteigergrafikkarte für Workstation-Notebooks, die im 2. Quartal 2015 als Grafiklösung im HP ZBook 14 G2 Ultrabook vorgestellt wurde. Sie ist zusammen mit der FirePro M4170 und W4190M speziell für den Gebrauch in Ultrabooks konzipiert und hat daher eine geringere Leistungsaufnahme als übliche mobile Workstation-Notebooks, die auf leistungsfähige Kühlsysteme angewiesen sind. Sie basiert auf der Graphics-Core-Next-Architektur und ist mit 384 Shadereinheiten, 24 TMUs und 8 ROPs ausgestattet. Der 1024 MB große GDDR5-Speicher hat eine Speicherbandbreite von 64 GB/s. Über den Chiptakt und den Speichertakt hat AMD keine offiziellen Informationen bekanntgegeben. Die Grafikkarte ist für computergestütztes Design (CAD), für die Erstellung digitaler Inhalte (DCC), Geoinformationssysteme und Visualisierung zertifiziert.

Architektur
Über den Grafikchip, der in der AMD FirePro M4150 verwendet wird, ist nichts weiter bekannt, außer dass es auf der Graphics-Core-Next-Architektur (GCN) basiert. Höchstwahrscheinlich kommt ein ähnliches Modell wie in der FirePro M4170 zum Einsatz, vermutlich eine Variante des Bonaire-Chips wie der Saturn. Bonaire gehört zur Sea-Islands-GPU-Familie, mit der die 2. Generation der GCN-Architektur (GCN 1.1) eingeführt wurde. GCN 1.1 bietet einige wichtige Verbesserungen wie die Einführung der Shader-Engine (SE), die Überarbeitung der PowerTune-Technologie und andere Tweaks. Auf der Shader-Engine sind ein Geometrie-Prozessor, die Rasterizer, die ROPs, der L1 Cache sowie die Compute Units mit jeweils 64 Shadereinheiten und 4 TMUs verbaut. Separat sind der L2 Cache, die Speichercontroller, die Video-Engine, der Bildschirmcontroller und das PCIe-Interface verbaut. Ebenfalls unabhängig sind die auf 8 Einheiten vergrößerten Asynchronous-Compute-Engines (ACEs), die über ein eigenes Scheduling verfügen. Die Frequenzskalierungstechnologie PowerTune kann die Taktfrequenz anhand vordefinierter Power-States (P-States) dynamisch anpassen, um die Leistung innerhalb der Temperaturlimits zu maximieren. Für eine feinere Abstufung der Taktfrequenz wurden die P-States auf 8 Stufen erweitert. Neben der Taktfrequenz kann nun auch die Spannung verändert werden, was eine deutlich effektivere Abkühlung erlaubt. Das schnelle Springen zwischen den P-States (bis zu 100 Sprünge pro Sekunde) führt dazu, dass die GPU bedeutend länger ein hohes Leistungsniveau aufrechterhalten kann.

Funktionen
Die AMD FirePro M4150 ist mit den Stromspartechnologien Enduro und ZeroCore, der HD3D-Technologie und AMDs App Acceleration ausgestattet. Einzig die Eyefinity-Technologie bleibt der Grafikkarte vorenthalten. Die GPU unterstützt die APIs DirectX 12, OpenGL 4.4 und OpenCL 1.2. Software, die die OpenGL-API benutzt, läuft mit der GPU besonders performant und stabil.

Leistung
Im aktuellen Quadro-Line-Up ist die AMD FirePro M4150 die schwächste Grafikkarte mit einer Rechenleistung von 549 GFLOPS. Damit entspricht sie ziemlich genau der älteren Quadro K1100M von NVIDIA, kann aber mit keinem der aktuellen Modelle der Konkurrenz von 2016 mithalten. Dennoch bietet die Grafikkarte den Vorteil, dass sie als dedizierte GPU in Workstation-Notebooks im Ultrabook-Formfaktor benutzt werden kann.
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Technische Daten
ModellFirePro M4150
DirectX-Version12
Dedizierter SpeicherJa
Speichergröße1024 MB
SpeichertypGDDR5
Stream-Prozessoren384
Texture-Mapping-Units24
Rechenleistung über Stream-Prozessoren549 GFlops
Speicherbandbreite64 GB/s
Fertigungsprozess28 nm

2 Notebooks mit AMD FirePro M4150

2 Notebooks mit AMD FirePro M4150