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AMD Radeon R8 (Carrizo)

Die AMD Radeon R8 (Carrizo) ist eine Grafikkarte, die in AMDs Carrizo-APUs wie z.B. dem A10-8780P zu finden ist. Sie gehört zur 2. Charge der integrierten Carrizo-GPUs und wurde am 7. Dezember 2015 vorgestellt. Obwohl die Bezeichnung eine höhere Leistung suggeriert, ist die AMD Radeon R8 (Carrizo) baugleich mit der Radeon R7 (Carrizo). Sie verfügt wie diese über 512 Shadereinheiten, 32 TMUs und 8 ROPs. Auch die Taktfrequenz ist mit 800 MHz identisch. Damit sind beide Modelle die stärkste integrierte Grafiklösung, die AMD im 1. Quartal 2016 für seine mobilen APUs zu bieten hat. Da es sich um eine integrierte GPU handelt, verfügt sie nicht über einen dedizierten Speicher, sondern greift auf den DDR3-2133 Systemspeicher zu.

Architektur
Wie alle Carrizo-GPUs basiert auch die AMD Radeon R8 (Carrizo) auf der Graphics-Core-Next-Architektur der 3. Generation (auch als GCN 1.2 bezeichnet). GCN 1.2 wurde Ende 2014 mit dem Tonga-Grafikchip vorgestellt und führt einige bedeutende Änderungen ein. Die Tessellation-Performance wurde verbessert, die Speicherbandbreiteneffizienz dank einer neuen verlustfreien Delta-Color-Compression um 40% erhöht und das Instruction Set aktualisiert und optimiert. Die neuen Instruktionen umfassen 16-Bit Floating-Point- und Integer-Exekutionen für Low-Power-Berechnungen und Media-Processing, die parallele Datenverarbeitung durch Teilen der SIMD-Lanes und ein optimiertes Task-Scheduling. Der Mitte 2015 erschienene Fiji-Grafikchip und die integrierten Carrizo-GPUs wurden im Unterschied zum Tonga-Chip zudem mit dem neueren Unified Video Decoder 6 (UVD 6) und der Video Coding Engine 3.0 (VCE3.0) ausgestattet, die für die Multimedia-Beschleunigung zuständig sind. GCN 1.2 übernimmt die mit GCN 1.1 eingeführte Shader-Engine, auf welcher die Rasterizer, die ROPs, der L1 Cache und die Compute Units (CUs) mit jeweils 64 Shadereinheiten und 4 TMUs verbaut sind. Die AMD Radeon R8 (Carrizo) verfügt über 8 CUs und wird mit der 28 nm Prozesstechnologie gefertigt.

Funktionen
Die AMD Radeon R8 (Carrizo) ist mit dem Unified Video Decoder 6 (UVD 6) und der Video Coding Engine 3.0 (VCE3.0) ausgestattet, wodurch nun H.265 (HEVC) decodiert werden kann und H.264 schneller transcodiert wird. Die GPU unterstützt die APIs DirectX 12 FL 12_0, OpenGL, OpenCL und Mantle. AMD benutzt in seinen APUs die Heterogeneous-System-Architektur (HSA), die als Lückenschluss zwischen CPU und GPU dienen soll. Dabei ist die GPU nicht mehr der CPU untergeordnet sondern gleichgestellt, sodass Aufgaben sowohl von den Compute Units der CPU als auch von den Compute Units der GPU unabhängig voneinander verrichtet werden können. Für eine schnellere und effizientere Kommunikation teilen sich alle Einheiten einen gemeinsamen Speicher, was AMD Heterogeneous-Uniform-Memory-Acces (hUMA) nennt.

Leistung
Die Leistung der AMD Radeon R8 (Carrizo) ist praktisch mit der der Radeon R7 (Carrizo) identisch. Sie ist aber vor allem davon abhängig, auf wieviel Watt die TDP der übergeordneten APU konfiguriert ist. Mit den 35 maximal möglichen Watt ist die GPU in fast allen Benchmarks der GeForce 920M und der Intel HD Graphics 530 voraus. Damit können auch moderne Spiele mit geringen Einstellungen meist einwandfrei gespielt werden.
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Technische Daten
ModellRadeon R8 (Carrizo)
DirectX-Version12
Chip-Takt800 MHz
Dedizierter SpeicherNein
SpeichertypDDR3-2133
Stream-Prozessoren512
Texture-Mapping-Units32
Fertigungsprozess28 nm
Transistoren2410 in Mio.