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  3. Apple MacBook Pro 13 im Test - Überzeugt auch ohne Touch Bar

Mehr Mobilität für professionelle Nutzer

Apple MacBook Pro 13,3Bildquelle: Apple
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Das neue MacBook Pro: Apple bietet das kompakte 13,3 Zoll Notebook mit und ohne der neuen Touch Bar an.

Mit dem Ende Oktober vorgestellten MacBook Pro Line-Up verfolgt Apple seine klare Strategie unter dem Motto „Dünner, leichter, schneller“. Das drastisch reduzierte Volumen der Notebooks sorgt für ein deutliches Mobilitäts-Plus der Pro-Modelle im Vergleich zum günstigeren MacBook Air. Optische Änderungen gibt es vor allem bei der Farbauswahl. Neben der klassischen Konfiguration in Silber steht nun auch das dunkle Space Grau bereit. Zudem wurde das einst leicht wulstige Display-Scharnier überarbeitet und an das Layout des 12 Zoll MacBook angeglichen. Durch das Feintuning am Gehäuse erreicht Apple ein Gewicht von 1,37 Kilo bei einer Bauhöhe von 14,9 Millimeter. Zwar müssen wir auf das beleuchtete Apfel-Logo an der Rückseite verzichten, dafür profitieren wir von einem deutlich dünneren und leicht zu öffnenden Retina Bildschirm. Die Verarbeitung der Aluminium-Gehäuse ist auch bei den Late 2016 Modellen weiterhin erstklassig.

Eine neue Tastatur und ein riesiges Trackpad

Eine Mischung aus MacBook und MacBook Pro ist auch im Innenraum unseres 13 Zoll Testgerätes ohne Touch Bar zu erkennen. Apple verwendet hier eine beleuchtete Tastatur mit der zweiten Generation des so genannten Butterfly Mechanismus. Weniger Hub als beim Vorgänger, dafür ein präziseres Tippgefühl. Bereits nach wenigen Stunden konnten wir uns an die Eingabegeräte gewöhnen und diesen Testbericht problemlos auf dem MacBook Pro 13 produzieren. Ebenso überzeugend tritt das Multi-Touch Trackpad mit Force Touch Technik auf, welches deutlich größer ausfällt als im letzten Jahr. Es entsteht somit viel Platz für Mehrfinger-Gesten und zur Navigation unter macOS Sierra. Vielschreiber, die auf eine externe Maus verzichten, werden am neuen MacBook Pro sicher Gefallen finden.

Apple MacBook Pro 13,3Bildquelle: Apple
Die optimale Schreibmaschine: Große Tasten, großes Touchpad. In Deutschland natürlich im bekannten QWERTZ-Layout und doppelzeiliger Enter-Taste.

USB-C steht im Mittelpunkt und trifft auf Kritik

In den letzten Wochen traf das neue MacBook Pro auf kritische Stimmen in Hinsicht auf seine Anschlüsse. Apple verabschiedet sich von klassischen Schnittstellen und setzt zukünftig einzig und allein auf den USB 3.1 Typ-C Standard mit Thunderbolt 3 Support. Wer sein altes Zubehör anschließen, eine SD-Karte nutzen oder einen externen Monitor koppeln möchte, muss auf Adapter oder Docking-Stationen zurückgreifen. Sowohl auf Upgrader, als auch auf Neukunden kommen neben dem Geräte-Preis also je nach Umfang teils signifikante Mehrkosten zu. Während Apple seine Adapter vergleichsweise teuer anbietet, kämpfen Drittanbieter um die Gunst der preisorientierten Käufer. Universal-Docks mit SD-Kartenleser, normalgroßen USB 3.0 Ports und HDMI gibt es bereits zwischen 25-50 Euro zu kaufen.

Vorteile der beiden USB-C 3.1 Anschlüsse sind die hohen Übertragungsraten und die universellen Einsatzmöglichkeiten. Dafür verabschiedet Apple sogar den beliebten MagSafe-Port, der einst zum Aufladen der Notebooks genutzt wurde. Eine flächendeckende Verbreitung des Standards wird jedoch erst in den nächsten Jahren erwartet. Am Ende des Tages muss jeder selbst entscheiden, ob er die zukunftstaugliche Schnittstelle ins Herz schließen möchte. Über die schnellen, kabellosen Verbindungsmöglichkeiten via WLAN-ac und Bluetooth 4.2 müssen Nutzer hingegen nicht allzu lange nachdenken.

Apple MacBook Pro 13,3Bildquelle: Apple
Viele Möglichkeiten: Auch wenn der Fokus auf USB-C only gewagt ist, überzeugt der neue Port durch seinen großen Funktionsumfang.

Intel Core i5 trifft auf extrem schnelle SSD

Obwohl Intel bereits fleißig seine 7. Generation Intel Core Prozessoren unter dem Codenamen Kaby Lake bewirbt, werden die Apple MacBook Pro Modelle mit den Vorjahres-Chips ausgestattet. Grund dafür ist, dass Intel die volle Bandbreite von Kaby Lake erst im Januar 2017 zur Verfügung stellt und bisher kein Chip mit der stärkeren Intel Iris Graphics zur Verfügung steht. Somit setzt Apple in unserem „Einsteiger“ MacBook Pro 13 ohne Touch Bar auf den Intel Core i5-6360U mit Skylake-Technik. Der Zweikerner (Dual Core) kommt auf maximal 3,1 GHz Taktrate und beherbergt die Intel Iris Graphics 540. Ein solider Prozessor, der für den Office- und Multimedia-Betrieb vollkommen ausreicht. Wer mehr Leistung benötigt, zum Beispiel für professionelle Bild- und Filmbearbeitung, der sollte zum 13 Zoll Modell mit Touch Bar oder direkt zum großen MacBook Pro 15 Zoll greifen.

Das schnelle 256 GB Solid State Drive (SSD) auf PCIe Basis lässt den Fokus vom Prozessor jedoch direkt auf den Massenspeicher überwandern. Mit einer Lesegeschwindigkeit von bis zu 2.300 MB/s und 1.400 MB/s beim Schreiben beschleunigt der Flash-Speicher das MacBook Pro unter macOS Sierra enorm. In einigen Szenarien erreicht die SSD sogar die 3 GB/s Grenze. Apple setzt somit auf die bisher schnellste SSD, die in einem Notebook verbaut wurde. Und die Performance ist zu spüren. App-Starts, das Hoch- und Herunterfahren oder das Entpacken von großen Dateien geht deutlich schneller von der Hand bei vergleichbaren Windows-Laptops. Die Vorstellung der neuen MacBook Pro Familie zeigt Apple in diesem YouTube Clip.

Retina Display mit mehr Helligkeit und besseren Farben

Während sich die maximale Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel (227ppi) im Vergleich zum Vorgänger aus dem Jahr 2015 nicht verändert hat, profitiert das 13,3 Zoll Retina Display von einer deutlich angehobenen Ausleuchtung und einem größeren Farbumfang. In unseren Messungen ermitteln wir bis zu sehr guten 600 cd/m² und ein Kontrastverhältnis von 1100:1. Eine Nutzung im sonnigen Freien ist also trotz spiegelnder Display-Oberfläche nun endlich möglich. Auch der erweiterte P3 Farbraum, den wir bereits beim Apple iPhone 7 zu schätzen gelernt haben, steht dem MacBook Pro gut. Zudem bietet der Bildschirm mit seiner IPS-Technologie eine hohe Blickwinkelstabilität.

Emissionen, Audio-System und Akkulaufzeit

In unseren Test-Szenarien schlägt sich das neue Apple MacBook Pro 13 Zoll (Late 2016) vergleichsweise gut. Unter hoher Auslastung sind die Lüfter mit 40 dB(A)+ zwar deutlich zu hören, im normalen Alltag aber sind sie mit 25-30 dB(A) kaum wahrzunehmen. Die Temperaturen liegen im Schnitt bei ebenfalls angenehmen 29,9 Grad Celsius. Abschließend können uns die Stereo-Lautsprecher des kompakten 13 Zollers erneut überzeugen. Hier wurde die maximale Lautstärke erhöht und die Klangqualität bleibt auf einem sehr hohen Niveau. Ebenso hält Apple seine Angaben in Sachen Akkulaufzeiten ein. Unter praxisnahen Bedingungen zeigt sich ein Durchhaltevermögen von 10-11 Stunden. Geladen wird die Batterie über einen USB-C Port eurer Wahl, jeder Anschluss kann dafür verwendet werden.

Apple MacBook Pro 13,3Bildquelle: Apple
Neuer Verkaufsschlager: In seiner Form ohne Touch Bar wird das MacBook Pro dem Air einige Käufer abspenstig machen.

Fazit

Wenn euch das neue MacBook Pro 13 mit Touch Bar preislich zu hoch erscheint, könnt ihr bedenkenlos zum Modell mit klassischer Funktionsleiste greifen. Das aufgefrischte Aluminium-Gehäuse, ein helleres Retina Display, die schnelle SSD und die neuen Eingabegeräte teilt sich die gesamte MacBook Pro Familie. Geringfügige Abstriche müssen lediglich beim der Prozessor-Stärke und der Anzahl an USB-C 3.1 Anschlüssen hingenommen werden. In diesem Bereich liegt auch der einzige Kritikpunkt der neuen MacBooks. Älteres Zubehör kann nur mittels Adapter und Docks an das 13 Zoll Apple Notebook angeschlossen werden. Wer sich mit den neuen Ports jedoch anfreunden kann, wird mit dem Einsteiger MacBook Pro mehr als zufrieden sein.

Im nächsten Schritt werden wir das MacBook Pro 13 und Pro 15 mit Touch Bar genauer unter die Lupe nehmen. Zudem planen wir einen Langzeit-Test über 4 Wochen mit dem Spitzenmodell, um euch einen besseren und praxisnahen Eindruck zu vermitteln. Stay tuned.

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von Notebooksbilliger.de | Händlerangabe: 20.01.17 14:57

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,0 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche1,5 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör1,0 (Sehr gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)2325 MB/sMax. 2325 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)1470 MB/sMax. 1872 MB/s
Cinebench R15 64 Bit (Single)127 Pkt.Max. 148 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)310 Pkt.Max. 725 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)35.71 fpsMax. 109.55 fps
Geekbench 4 (Single)3805 Pkt.Max. 4389 Pkt.
Geekbench 4 (Multi)7350 Pkt.Max. 13336 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Praxis11 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
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