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  3. Acer Predator 17 mit Nvidia GeForce GTX 1070 im Test

Ein alter Bekannter mit noch mehr Leistung

Acer Predator 17 G9-793-70F3 (Bild 1 von 7)Bildquelle: Acer
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Zocker aufgepasst: Acer bringt das Predator 17 Notebook jetzt auch mit Pascal-Grafikkarten von Nvidia nach Deutschland.

Das neuer Acer Predator 17 Notebook tritt unter der Produktkennung G9-793 auf. Im Vergleich zum Vorgänger G9-792 sind optisch nur marginale Unterschiede festzustellen. Lediglich der rückseitig positionierte Lüftungsauslass erhielt ein Facelift. Somit treffen wir erneut auf ein stabiles Metall-Gehäuse, welches zusätzlich mit einer gummierten Soft-Touch-Oberfläche ausgestattet ist. Der Vorserienstatus unserer G9-793-70F3 Konfiguration bezieht sich wohl nur auf die verbauten Komponenten, denn Äußerlich treffen wir auf ein sehr gut verarbeitetes Acer Predator 17. Bei einem solchen 17 Zoll Gaming Notebook steht natürlich die Performance im Vordergrund. Worunter die Mobilität mit einem Gewicht von 4,2 Kilogramm und einer Bauhöhe von knapp 40 Millimeter zu einem gewissen Teil leidet. Darüber hinweg tröstet euch vielleicht das dezente und gleichzeitig aggressive Design des Gamers, das in der notebookinfo.de Redaktion großen Gefallen findet.

Ebenso überzeugend zeigen sich die Eingabegeräte. Die großflächige Tastatur samt Makro-Tasten und Ziffernblock eignet sich sowohl für Vielschreiber, als auch für Spieler. Dafür sorgen ein guter Hub, der knackige Druckpunkt und ein angenehmes Feedback. Dem Nutzer steht es zudem frei die Farbgebung und Aktivität der vier Beleuchtungszonen nach seinen Vorstellungen anzupassen. Positiv können wir uns auch über das Touchpad äußern, welches auf Knopfdruck deaktiviert werden kann und im klassischen Layout inklusive separierter Maustasten integriert wurde. Somit ist das Acer Predator 17 G9-793 nicht nur für mobile Zocker interessant, sondern auch für Nutzer die nach einem Desktop Replacement für den Arbeits- und Multimedia-Alltag Ausschau halten.

Die Anschlüsse des Acer Predator 17 verteilen sich über die linke und rechte Seite des Gehäuses. An der Front und Rückseite werden zwei der vier Dolby Audio Lautsprecher sowie die bereits erwähnten Lüftungsauslässe platziert. Mit vier normalgroßen USB 3.0 Typ-A Schnittstellen ist der 17 Zoller gut bestückt. Hinzu kommt ein weiterer USB 3.1 Port mit neuem Typ-C Format und Thunderbolt-3-Unterstützung. Über diesen zukunftsweisenden Standard können externe Docks, Hubs und auch Bildschirme angesteuert werden. Alternativ nutzt ihr die ebenfalls am Notebook vorhandenen HDMI oder DisplayPort Ausgänge, um euer Monitor Setup am Schreibtisch zu optimieren.

Acer Predator 17 G9-793-70F3 (Bild 5 von 7)Bildquelle: Acer

Abgerundet wird das Anschluss-Portfolio von Gigabit-Ethernet (LAN), zwei Audio-Ports und einem SD-Kartenleser. Gefunkt wird über WLAN-ac und Bluetooth 4.1. Mit Hilfe der Killer DoubleShot Pro Technologie könnt ihr zudem kabelgebundene und kabellose Netzwerkverbindungen bündeln, um höhere Datenübertragungen zu ermöglicht. Wie von der Predator 17 Serie bekannt, setzt Acer auch beim neuen Modell auf einen Multibay-Schacht. Über diesen könnt ihr den integrierten DVD-Brenner gegen eine mitgelieferte Lüfter-Einheit austauschen, um Gehäuse und Komponenten in hitzigen Gefechten besser zu kühlen. Bei Acer ist diese Technik unter dem Namen FrostCore bekannt.

Softwareseitig arbeitet das Acer Predator 17 G9-793 mit dem Windows 10 Home Betriebssystem in der 64-Bit Variante. Hinzu kommen verschiedene Konfigurations-Tools für Hotkeys, Lüfter und Netzwerkcontroller. Namentlich Acer PredatorSense, DustDefender und Killer Network Manager.

Pascal macht einen guten Job

Für knapp 3.000 Euro kann das neue Acer Predator 17 G9-793-70F3 euch gehören. Dafür erhaltet ihr einen Intel Core i7-6700HQ Prozessor, satte 32 GB DDR4 Arbeitsspeicher, eine 512 GB PCIe-SSD und eine 1.000 GB Festplatte. Der Quad-Core Chip arbeitet mit einer maximalen Turbo-Frequenz von 3,5 GHz und beherbergt die Intel HD Graphics 530. Via Optimus Technik wechselt der Acer Gamer automatisch und auf Wunsch auch manuell auf die neue Nvidia GeForce GTX 1070. Pascal-Architektur, 16nm Fertigungsverfahren, 8 GB GDDR5 Speicher, 256-Bit Speicher-Interface und ein Boost-Takt von bis zu 1.645 MHz. Während sich technikversierte Gamer zu diesem Zeitpunkt bereits die Hände reiben, lassen wir für Otto Normalverbraucher simple Steigerungskennzahlen sprechen.

In synthetischen Benchmarks wie 3DMark und auch in Spielen wie Overwatch, Battlefield 4, FIFA 16, Fallout 4 oder Rainbow Six Siege liegt die Leistung der GTX 1070 bis zu 150 Prozent über dem Vorgänger GTX 970M. Zwischen 70 und 100 Prozent Mehrwert sind im Vergleich zur GTX 980M festzustellen und immerhin 5 bis 15 Prozent bei der Gegenüberstellung zur GTX 980 (ohne M). Man kann es nicht anders sagen, aber in diesem Bereich hat Nvidia einen grandiosen Sprung erzielt. Dafür müssen Gaming-Fans zum Start der neuen Nvidia GeForce GTX 10 Serie mit höheren Gerätepreisen rechnen. Das günstigste Notebook mit GTX 1070 liegt derzeit bei stolzen 1.799 Euro. Doch die Investition lohnt sich.


Besser rechnet bis dato nur die höher positionierte und zudem teurere Nvidia GeForce GTX 1080. Diesen Chip hat Acer bisher nur im frisch angekündigten Predator 21 X Monster-Notebook eingesetzt. Und das gleich doppelt im SLI-Verbund. Dieses Video zeigt euch eine kleine Aussicht darauf, wie ernst es Acer mit dem Thema Gaming nimmt. Wer sich das Notebook mit 21-Zoll Curved Monitor zulegen möchte, muss allerdings noch bis Anfang 2017 warten und wohl fast doppelt so viel Geld in die Hand nehmen wie für das Predator 17.

Der große Vorteil einer starken Grafikleistung wie die des Acer Predator 17 G9-793-70F3 ist die Tauglichkeit für Spiele in hoher 4K UHD Auflösung. Das 17 Zoll Spiele-Notebook von Acer kommt in unserer Konfiguration mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel. Auch wenn die Frameraten in fordernden Games nur bei 35 FPS liegen, spielbar wäre es. Wer auf eine klassische 1080p Auflösung herunterskaliert, wird die verbaute GTX 1070 aktuell nicht annähernd ausreizen können und somit stets flüssiges Gameplay genießen. Für den Genuss sorgt auch die matte Oberfläche des 4K-Displays und die solide Ausleuchtung von 320 cd/m² im Schnitt. Hinzu kommt die blickwinkelstabile IPS-Technik, ein guter Kontrast von 1.300:1 und eine volle Abdeckung des sRGB Farbraums.

Im großen 17 Zoll Gehäuse des Acer Predator 17 verteilt sich die Wärme gut und kann vergleichsweise einfach abgeführt werden. Zwar messen wir unter hoher Auslastung Hotspots mit bis zu 42 Grad Celsius, im Durchschnitt bleiben die Temperaturen jedoch im handwarmen Bereich zwischen 30-34 Grad. Der hohe, maximale Energieverbrauch des Gesamtsystems von bis zu 225 Watt kann vom 230 Watt Netzteil gerade so abgedeckt werden. Dadurch entstehen natürlich entsprechend kurze Akkulaufzeiten, denen auch die Nvidia Optimus Technik sowie Intels Chip-Grafik kaum helfen kann. Im Leerlauf ermitteln wir maximal 4,5 Stunden, bei voller Auslastung nur noch 1,5 Stunden. In der Praxis könnt ihr also mit knapp 3 Stunden rechnen. Käufer entscheiden sich hier ganz klar für die hohe Leistung und gegen den Mobilitätsfaktor, der bereits bei Gewicht und Abmessung endete. Bei so starker Performance müsst ihr natürlich auch mit einer höheren Lautstärke von bis zu 44 dB(A) im Gaming-Betrieb oder bis zu 50 dB(A) bei maximaler Lüfter-Drehzahl rechnen.

Acer Predator 17 G9-793-70F3 (Bild 4 von 7)Bildquelle: Acer
Zubehör: Über den Multibay-Schacht könnt ihr das DVD-Laufwerk gegen einen Lüfter austauschen.

Info: Bei der uns zur Verfügung gestellten Konfiguration handelt es sich um das Acer Predator G9-793-77LG in einer Vorserienversion. Da diese Variante mit 256 GB SSD voraussichtlich nicht in Deutschland erscheinen wird, haben wir den Testbericht auf Basis des Acer Predator 17 G9-793-70F3 erstellt. Einziger Unterschied ist die mit 512 GB doppelt so große SSD. Abweichungen zur Geschwindigkeit (ca. 2.000 MB/s beim sequentiellen Lesen und 840 MB/s beim sequentiellen Schreiben) sollten wenn dann nur geringfügig auftreten. Sobald uns finale Testmuster der Gaming-Notebooks vorliegen, werden wir den Testbericht aktualisieren und euch an dieser Stelle über eventuelle Abweichungen informieren.

Fazit

Wer auf der Suche nach einem leistungsstarken und zukunftstauglichen Gaming-Notebook ist, der sollte das Acer Predator 17 mit Nvidia GeForce GTX 1070 in die engere Auswahl nehmen. Ein gut verarbeitetes Gehäuse trifft auf eine umfangreiche Ausstattung und gute Eingabegeräte. Vor allem aber die verbaute Grafikkarte mit Pascal-Architektur sorgt im Test für Spitzenwerte in Benchmarks und Spielen. Erstmals können wir sogar von einem flüssigen 4K-Gaming sprechen. Zudem kann sich Acer mit dem FrostCore Zusatzlüfter, dem DustDefender und einem starken 4.1 Audio-System gut von der Konkurrenz abheben.

Abstriche müssen lediglich in Hinsicht auf die Lautstärke, das Gewicht und die Akkulaufzeit hingenommen werden. Das Acer Predator 17 G9-793 Gaming Notebook nähert sich in diesem Fall eher einem mobilen Desktop-System an, statt einem ultramobilen Laptop. Zudem hat die hohe Leistung ihren Preis. Knapp 3.000 Euro müssen derzeit für unsere Konfiguration auf den Tisch gelegt werden. Kein Schnäppchen, dafür aber eines der leistungsfähigsten Notebooks am Markt.

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von Cyberport.de | Händlerangabe: 08.12.16 16:46

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse1,0 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark1115311 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMark Ice Storm123851 Pkt.Max. 159281 Pkt.
3DMark Cloud Gate24420 Pkt.Max. 29123 Pkt.
3DMark Fire Strike12744 Pkt.Max. 12744 Pkt.
3DMark Fire Strike Extreme7126 Pkt.Max. 7126 Pkt.
PCMark 8 Home4389 Pkt.Max. 4892 Pkt.
PCMark 8 Creativity6852 Pkt.Max. 6852 Pkt.
PCMark 8 Work4912 Pkt.Max. 5034 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)1987 MB/sMax. 2325 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)835 MB/sMax. 1510 MB/s
Cinebench R15 64 Bit (Single)140 Pkt.Max. 148 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)662 Pkt.Max. 725 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)87.86 fpsMax. 109.55 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 30 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 30 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis3 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

130 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,130 kWh x 24,00 Cent = 68,33 EUR

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