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Test Acer Chromebook 15 CB5-571-39VM - Erstes Chrome OS Notebook mit großem Display

Wer mit dem Acer Chromebook 15 liebäugelt, der muss sich auf das Abenteuer Chrome OS einlassen. Im Test checken wir das Notebook mit Google Betriebssystem auf seine Alltagstauglichkeit. Mit einem Intel Core i3 Prozessor der Broadwell-Serie, schnellem WLAN-ac und einem 15,6 Zoll Full-HD-Bildschirm können sich die technischen Daten schon einmal sehen lassen. Doch kommt Otto Normalverbraucher auch auf seine Kosten von mindestens 299 Euro?

Einleitung

Das Acer Chromebook 15 ist schon ab 299 Euro in Deutschland zu haben.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
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Für einfache Aufgaben: Das Acer Chromebook 15 ist simpel gestrickt und bietet einen günstigen Einstieg in die Notebook-Welt.

Ohne Internetanschluss bzw. WLAN-Verbindung geht bei aktuellen Chromebooks kaum etwas. Diese Problematik teilt sich auch das Acer Chromebook 15. Die günstigen Notebooks mit Googles Chrome OS setzen voll und ganz auf die Online-Services des Suchmaschinen-Riesen aus den USA. Doch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind die Maschinen sehr beliebt. In den Top 20 der amazon.com Verkaufscharts finden wir aktuell fünf Chromebooks, die meisten davon zu einem Preis unter 200 US-Dollar. Vergleichen wir diese Bestseller mit der Top-Liste aus Deutschland, finden wir hierzulande auf Platz 47 das erste vergleichbare Modell. Grund dafür ist, dass die Deutschen das klassische, vollwertige Windows Betriebssystem bevorzugen. Doch Acer will an die Erfolge aus Übersee anknüpfen und setzt daher auf den Exklusivität-Faktor. Wer auf der Suche nach einem 15,6 Zoll Chromebook ist, der wird nur bei Acer fündig. Ein Grund mehr uns das neue Modell mit seiner bestmöglichen Ausstattung im Test genauer anzusehen.

Gehäuse

Wäre das Acer Chromebook 15 in grau oder schwarz gehalten, würden wir an dieser Stelle von einem altbackenen Gehäuse sprechen, das dem Apple MacBook Pro stark nachempfunden ist. Durch die weiße Farbgebung allerdings wirkt das Notebook schlicht und gleichzeitig stylisch. Für einen Preis ab 299 Euro für die günstigste Variante konnten wir uns schon vor dem Verkaufsstart ausmalen, auf welche Materialien wir treffen - Kunststoff. Der Deckel sowie die Unterseite sind kachelförmig strukturiert, die Innenseite glatt und mattiert. Optisch setzen sich nur die in Schwarz gehaltene Tastatur und die gräulichen Lautsprecher-Abdeckungen vom Rest des Gehäuses ab.

Die Verarbeitung ist für ein solch günstiges Notebook sehr solide. Selbst bei einer groben Handhabung konnten wir im Praxis-Test kaum Verwindungen feststellen. Andere Notebooks in diesem Preisbereich zeigen hier oft Schwächen und melden sich mit einem unschönen Plastik-Knarzen zu Wort. Nicht so das Acer Chromebook 15.

Alle Varianten des Acer Chromebook 15 setzen auf ein solides Kunststoff-Gehäuse.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
In Ordnung: Verarbeitung, Tastatur und Touchpad schneiden am Preis gemessen gut ab.

Bei den Eingabegeräten zeigen sich bei uns gemischte Gefühle. Der Hub der Tastatur ist schön kurz, die Tasten sind aber für unseren Geschmack zu leichtgängig. Gleiches gilt für das Touchpad. Die Fläche ist ausreichend groß und auch das Feedback gut. Allerdings leiert das hier verwendete Click-Pad - also ein Touchpad ohne separate Maustasten - schnell aus. Mechanisch zeigt sich zudem das klassische Problem, dass die unteren Ecken des Touchpads unsere Eingabe zu schnell annehmen, während der obere Bereich kaum zum Klicken geeignet ist. Dabei müssen wir erwähnen, dass uns für den Testbericht ein US-amerikanisches Sample des Acer Chromebook 15 vorliegt. Die deutsche Serienfassung des Chrome OS Notebooks könnte in diesen Bereichen durchaus besser abschneiden.

Mit einer Bauhöhe von 24,2 Millimeter und einem Gewicht von 2,2 kg liegt das Acer Chromebook 15 im Mittelfeld der Einsteiger-Notebooks, zumindest was seine Mobilität angeht. Wir treffen also weder auf ein Fliegengewicht des Ultrabook-Segments, noch auf einen ausladenden Plastik-Bomber.

Ausstattung

An der rechten und linken Seite des Acer Chromebook 15 finden insgesamt sieben Anschlüsse Platz. Von den beiden USB-Ports arbeitet immerhin einer mit dem aktuellen USB 3.0 Standard. Ein externer Monitor, Fernseher oder Beamer kann digital per HDMI angesteuert werden. Ebenso nimmt das Notebook SD-Karten auf. Letztere können nicht nur genutzt werden, um Bilder in die Google Drive Cloud zu schieben, sondern auch um den internen Speicher zu erweitern. Hier setzt Acer nämlich nur auf eine 32 GB SSD. Das reicht für sämtliche Apps im Google Chrome Browser aus, für lokale Foto- oder Dokumenten-Archive allerdings nicht. Doch dafür ist ein Chromebook auch nicht ausgelegt. Google und Acer rechnen fest damit, dass die Nutzer alle ihre Daten in der Cloud lagern. Dafür gibt es 100 GB Google Drive Speicher für die ersten 2 Jahre kostenlos.

Anschlüsse an der rechten Seite des Acer Chromebook 15: Kensington Lock, USB 2.0, SD-Kartenleser.Anschlüsse an der linken Seite des Acer Chromebook 15: Netzanschluss, HDMI, USB 3.0, Audio.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Hier steht die Bilderunterschrift

Tipp: Eine normalgroße SD-Karte wird nicht komplett im Kartenleser versenkt, sondern steht aus dem Gehäuse heraus. Wer seinen lokalen Speicherplatz dauerhaft mit einer SD-Karte aufstocken will, solle auf ein so genanntes Mini-Drive umsatteln. Ein solches gibt es zum Beispiel von Transcend unter der Bezeichnung JetDrive Lite. Die Speicherkarten sind kürzer und können nahezu komplett im Gehäuse versenkt werden. Ebenso gibt es verschiedene MicroSD-Adapter am Markt, die vergleichsweise kompakt gehalten sind.

Weiterhin verfügt das Acer Chromebook 15 über einen kombinierten Audio-Anschluss für Kopfhörer, Mikrofone und Headsets sowie einen Kensington-Port zum Sichern des Notebooks über ein passendes Schloss. Als Betriebssystem ist Google Chrome OS vorinstalliert. Wir testen das Gerät mit der 64-Bit Fassung unter der Versionsnummer 41.0.2272.74 Beta. Ins Internet gelangen wir über das integrierte WLAN-Modul, welches unter anderem mit dem ac-Standard und Bluetooth 4.0 umgehen kann. Somit sind wir auch zügig über unser 5,0 GHz WLAN in der Redaktion unterwegs. Wenn ein Notebook wie das Chromebook schon so extrem auf das Internet angewiesen ist, schafft Acer hier die besten Voraussetzungen im kabellosen Bereich. Noch mehr hätte uns ein zusätzlicher Gigabit-Ethernet-Anschluss gefallen.

Technische Daten

Display:15.6" IPSAuflösung:1920 x 1080
Prozessor:Intel Core i3 5005U / 2 GHzGrafikkarte:Intel HD Graphics 5500
Festplatte32 GB SSDRAM:4 GB
Laufwerk:ohne LaufwerkPlattform:Google Chrome OS
Akkulaufzeit:8 Std.Gewicht:2.2 kg
B x H x T:38.2 cm x 2.42 cm x 25.6 cmFarbe:weiß

Leistung

Unter der Haube des Acer Chromebook 15 arbeitet der neue Intel Core i3-5005U Prozessor, der bei einem Verbrauch von maximal 15 Watt (TDP) auf eine Taktrate von 2,0 GHz setzt. Ihm zur Seite stehen 4 GB Arbeitsspeicher und die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 5500 Grafikeinheit. Die Frage hierbei ist, braucht es tatsächlich so viel Leistung in einem Chromebook? Die Antwort lautet: Ja und nein. Der Chrome Browser und seine Apps laufen auch auf der 299 Euro Variante mit Intel Celeron 3205U (1,5 GHz) und 2 GB RAM vergleichsweise gut. Dafür ist unsere Top-Ausstattung für 479 Euro für die Zukunft besser gerüstet.

Links und rechts neben der Tastatur des Acer Chromebook 15 kommen Stereo-Lautsprecher zum Einsatz.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Intel inside: Allzu viel Leistung kann man vom Core i3 nicht erwarten. Sie reicht aber aus.

Der stärkere Prozessor kann vor allem 4K / UHD Videos auf YouTube und auch lokal besser und ruckelfrei abspielen. Gleiches gilt im Office-Bereich zum Beispiel für größere Excel-Tabellen. Ebenso wird die Leistung interessant, wenn zukünftig immer mehr Android Apps auch im Chrome Browser und somit unter Chrome OS bereit stehen. Auf der anderen Seite kann man davon ausgehen, dass Google diese auch für günstige Systeme - wie eben dem 299 Euro Chromebook - optimieren wird. Wenn ihr also die Nutzung des Notebooks für die nächsten Jahre plant, seid ihr mit dem Intel Core i3 Prozessor sicher nicht schlecht beraten. Wenn es allerdings nur ein Gerät zum Surfen und E-Mail-Checken sein soll, geht es auch eine Nummer günstiger.

Display

Unsere Variante des 15,6 Zoll Chromebooks von Acer kommt mit einem Full-HD-Bildschirm und der Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. Die Konfiguration für 299 Euro setzt hingegen nur auf 1.366 x 768 Pixel. Mit einem Durchschnitt von 215 cd/m2 ist unser Display zwar nicht besonders hell, dafür sorgt die matte Oberfläche für eine Reflexionsminimierung in hellen Räumen oder bei Sonneneinstrahlung. Für die Couch, den Uni-Hörsaal oder den Schreibtisch reicht das vollkommen aus. Gleiches gilt auch für den Kontrast von doch sehr passablen 750:1. Hinzu kommt die IPS-Technologie, die eine verbesserte Blickwinkelstabilität bietet. Für den Preis von 479 Euro hätten wir allerdings eine etwas bessere Ausleuchtung erwartet.

Emissionen

Aufgrund der geringen Anforderungen an die Hardware hat der Lüfter des Acer Chromebook 15 kaum etwas zu tun. Selbst bei einer 4K Videowiedergabe - sowohl lokal, als auch via YouTube Stream - säuselt er nur leise vor sich hin. Da umfangreicher Videoschnitt und Fotobearbeitung unter Chrome OS ausfällt, gibt es kaum Situationen, in der sich die Lautstärke des Chromebooks zum Problem entwickeln kann. Das gilt auch für die Wärmeentwicklung. Lediglich der obere Tastatur-Bereich erwärmt sich bei der Ausführung selbigen Szenarios. Die großflächige Handballenauflage bleibt durchweg kühl.

Schön zu sehen ist, dass sich die vom Hersteller angekündigten 8 Stunden Akkulaufzeit auch in der Realität zeigen. Im Schnitt könnt ihr mit 6-9 Stunden rechnen, je nachdem wie oft ihr Daten zu Google Drive schiebt oder Videos abspielt.

In der Praxis

Ausgeliefert wird das Acer Chromebook 15 mit Googles Chrome OS Betriebssystem.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Kaufempfehlung: Wer voll in die Chrome-Welt einsteigen will, ist mit diesen Notebook gut beraten.

Wenn ihr euch für ein Chrome OS Notebook wie das Acer Chromebook 15 entscheidet, solltet ihr sowohl zu Hause, als auch unterwegs gut mit Internet und WLAN eingedeckt sein. Egal ob es der heimische DSL-Anschluss ist oder die LTE-Verbindung via Smartphone on the go. Zwar gibt es unter Chrome OS die Möglichkeit Daten offline zu bearbeiten und zur Verfügung zu stellen, aber allein die Begrenzung des internen Speicherplatzes bringt euch schnell an die Grenzen. Seid ihr allerdings dauerhaft online, werdet ihr mit dem Chromebook gut zurecht kommen. Es benötigt zwar etwas Einarbeitung, die passenden Chrome Apps zu finden und für sich anzupassen, aber im Bereich des Konsumierens ist alles möglich. Einzig und allein Spiele und das umfangreiche Bearbeiten von Fotos und Videos ist mit dem Acer Chromebook 15 nicht möglich. Doch hier wären auch die Kapazitäten eines Windows-Notebooks mit Intel Core i3 Prozessors schnell verbraucht.

Wer sich also daran gewöhnt die Cloud in Form von Google Drive dauerhaft zu nutzen, wird auf seine Kosten kommen. Wenn ihr bereits viele Programme - vielleicht sogar kostenpflichtig - für Windows in euer Repertoire aufgenommen habt und täglich benötigt, empfehlen wir eher den Griff zum günstigen Windows-Pendant.

Fazit

Das Acer Chromebook 15 verspricht euch gut und günstig in die Welt von Googles Chrome OS einzusteigen. Mit einem 15,6 Zoll Display und der Full-HD-Auflösung ist es einzigartig in seinem Segment und das bisher größte Chromebook am Markt. Der Intel Core i3 Broadwell-Prozessor bringt mehr Leistung und ist vor allem zukunftssicherer als die Celeron-Modelle. Anschlüsse sind ausreichend vorhanden, kabellos ist man schnell im Internet unterwegs und die Akkulaufzeit ist mit 8 Stunden lang genug für den kompletten Arbeitstag. Wenn ihr also auf der Suche nach einem soliden Notebook für die täglichen Mails, YouTube-Videos und für kurze, unkomplizierte Texterstellung seid, könnt ihr beim Acer Chromebook 15 zuschlagen. Alles was darüber hinaus geht bedarf einer mehr oder weniger umfangreichen Einarbeitung unter Chrome OS oder eben das klassische Windows-Notebook.

Ab 329,00 EUR sind Geräte aus der Serie verfügbar - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,5 (Gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche1,5 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse2,0 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung3,0 (Befriedigend)
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Praxis8 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

12 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,012 kWh x 24,00 Cent = 6,31 EUR

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