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Test ASUS Vivo Tab RT TF600T-1B017R 64GB + KeyboardDock Tablet

  • 10.1" TFT
  • 64 GB
  • 2 GB
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Zum Anbieter

Test: ASUS Vivo Tab RT TF600T-1B017R 64GB + KeyboardDock

Zwischen den Welten

Der taiwanesische Hersteller ASUS hat eine lange Tradition im Geschäft mit Tablets und zusätzlichem Tastaturdock. Das VivoTab RT bringt die Stärken der Transformer Pads mit der Produktivität der Windows RT Oberfläche in Verbindung und schafft so einen handlichen Reisebegleiter.

Beschreibung

Ein bisschen böse sind wir schon, konfrontiert mit einem potentiellem Super-Allrounder in Form des ASUS VivoTab RT, welcher sich durch App- und Programmarmut selbst im Weg steht. Vor uns steht ein mobiles Gerät mit langer Akkulaufzeit, flüssiger und multimediatauglicher Windows Modern UI Oberfläche samt Touchscreen und Office-Funktionalität aber ohne Firefox, iTunes und Photoshop. Immer wieder betont Microsoft den Wert der intuitiven Touch-Bedienung, die einheitliche Oberfläche verteilt auf Smartphones, Tablets, Notebooks und Desktops und den produktiven Aspekt dank vorinstallierter Office 2013 RT Suite was den Geräten wie dem VivoTab RT oder dem Hauseigenen Surface sehr gut steht. Nur würden wir gern auch Einstellungen, Passwörter und Verläufe anderer Browser als den Internet Explorer synchronisieren, unsere Fotos mit Photoshop bearbeiten und mittels iTunes unsere iPhones synchronisieren – kurz gesagt mehr PC Funktionalität. Wir erwarten diese, da das Windows RT Betriebssystem das Tablet wie ein Notebook erscheinen lässt und sehr viel vom produktiven Charakter trägt. Rational begründbar ist unsere Erwartung jedoch nicht, bietet Windows RT doch bedeutend mehr Konfigurationsmöglichkeiten und Konnektivität als iOS und Android und agiert in der Praxis weitestgehend autonom vom PC.

Das ASUS VivoTab RT an sich ist sehr hochwertig und mit 538 Gramm trotz ansprechend gebeizter Metallrückseite sehr leicht. Für kurze Texte wie Facebook Status-Updates lässt sich das 8,7 Millimeter flache Tablet gut mit einer Hand halten, um mit der anderen auf der virtuellen Tastatur zu tippen. Der Bildschirmrand fällt weder besonders dünn noch besonders dick aus, gewöhnungsbedürftig ist die leicht nach rechts versetzte Frontkamera. Aufgrund der vielen Spaltmaße bemerken wir ein Knarzen während unseren zum Teil erfolgreichen Verwindungsversuchen. Bei der Menge an Einzelteilen für die Schale lässt sich nicht die Qualität eines Unibody-Gehäuses erreichen. Die Verarbeitung ist trotzdem recht ansprechend bis auf die Anbindung des Tastaturdocks. Die Halterung erlaubt dem Tablet sehr viel Spiel.

Das Vivo Tab RT bietet eine ansehnliche Ausstattung: Wir finden den microHDMI Ausgang, einen proprietären Docking Port der mittels mitgeliefertem Adapter auch als Host-fähiger USB 2.0 Port herhalten kann und einen microSD Einschub. Mit dem Tastaturdock und angestecktem Adapter bieten sich somit insgesamt zwei USB 2.0 Ports an. Diese sind zwar langsam in der Übertragungsrate, empfangen jedoch Festplatten, Smartphones und USB-Sticks und haben damit einen Vorteil gegenüber Android- oder iOS-Geräten. Über der Lautstärkewippe oben rechts sitzt eine Kopfhörerbuchse. Die drahtlose Konnektivität ist mit WLAN-n, Bluetooth 4.0 und NFC sehr umfangreich, optional gibt es das VivoTab RT auch mit SIM-Karten-Slot für mobiles Internet über 3G / UMTS. Der Docking-Port erlaubt wie der microUSB-Anschluss des Google Nexus 7 das Laden über die USB-Schnittstelle oder ein Smartphone-Ladegerät, welches in der Regel etwas weniger Strom liefert – auch das ist eine Seltenheit unter den mobilen Geräten. Das Tablet besitzt zwei Kameras, die eine ansprechende Qualität liefern. Die Frontkamera für Videochats löst mit 2 Megapixel auf und bewältigt die FullHD-Videoaufnahme. Die Rückkamera erreicht eine 8 Megapixel Auflösung und wird von einem LED-Blitz unterstützt. Die Tablet-Standardausrüstung mit Beschleunigungs- und Helligkeitssensor, digitalem Kompass und Gyroskop ist natürlich ebenso vertreten. Unter dem Punkt Ausstattung ist auch die umfangreiche Funktionalität unter Windows RT zu nennen. Wir konnten Drucker problemlos einbinden, externe DVD-Brenner werden vom USB-Port aufgenommen und nicht zuletzt gehen Eingaben mit der Chiclet-Tastatur im Dock bedeutend komfortabler von der Hand als mit virtueller Tastatur. Der Druckpunkt ist bei mittellangem Hub zwar etwas schwammig, längere Emails verdeutlichen jedoch den Vorteil gegenüber Multimedia-Tablets ohne Tastatur.

Auf dem Prüfstand

Für das Windows RT Betriebssystem braucht es einen stromsparenden ARM-Prozessor, im ASUS VivoTab RT sitzt ein Nvidia Tegra 3 SoC mit 1,3 GHz und 2 GB Arbeitsspeicher. Auf der Modern UI genannten Kacheloberfläche können wir mit der Prozessorleistung sehr flink navigieren, Apps starten in der Regel flott und der Internet Explorer 10 erreicht in unseren Benchmarks sehr gute Werte hinsichtlich der Browsergeschwindigkeit. Im Windows Store mangelt es insgesamt an fordernden Apps, speziell anspruchsvolle Spiele sind derzeit noch schwer zu finden. Anhand des Fantasy-Rollenspiels SoulCraft konnten wir jedoch die Bewältigung hübscher 3D-Grafik beobachten. Die Standardprogramme für Emails, Browsing, Kontakte, Kalender, Wetter, die überzeugende Cloudlösung Skydrive, Musik- und Videoplayer und der Kartendienst gewährleisten die übliche Nutzung eines Tablets. Der noch etwas karge Windows Store wird sich hoffentlich bald füllen. Für den Desktop PC mit Windows 8 gekaufte Programme lassen sich auf Windows RT nicht installieren und nutzen. Das ASUS VivoTab RT ist mit 64 GB SSD-Speicher für Apps und Medien ausgerüstet. Der Platz ist auch bitter nötig, da Windows RT inklusive Wiederherstellungspartition schon 12 GB beansprucht. Per microSD Karte lässt sich der Speicherplatz um bis zu 64 GB erweitern, wie erwähnt empfangen die USB-Ports auch externe Festplatten.

Das 10,1 Zoll IPS-Display leuchtet mit durchschnittlich 457,1 Candela pro Quadratmeter sehr hell und kommt auch im Freien trotz spiegelnder Oberfläche gut zurecht. Das hohe Kontrastverhältnis von 859:1 sorgt für satte Farben und kräftiges Schwarz. Besonders die farblich lebhaften Live-Tiles kommen so sehr gut zur Geltung. Wer öfters im Desktop-Modus unterwegs ist, sollte die Touch-Tauglichkeit mittels 125-prozentiger Darstellungsgröße von Schriften und Symbolen erhöhen. In der Standardeinstellung sind diese bei der Auflösung von 1.366 x 768 Pixel ein wenig zu klein für schnelles Anwählen mittels Berührung. Die Stereolautsprecher bieten zwar einen runden Klang, die Lautstärke lässt jedoch zu wünschen übrig. Wer ein reines Multimedia-Tablet sucht, sollte dann doch lieber zum iPad greifen.

In der Paradedisziplin der Produktivität kann das ASUS VivoTab RT Punkte sammeln. Nicht nur die vorinstallierte Office 2013 RT Suite und die Chiclet-Tastatur laden zu Texten und Tabellenkalkulation ein, besonders die lange Akkulaufzeit gestaltet auch längere Arbeitstage etwas sorgenfreier. Das Nvidia Tegra 3 Quadcore-SoC greift im Leerlauf auf einen stromsparenden, fünften Companion Core zurück. Damit ermitteln wir inklusive Zusatzakku im Dock eine stattliche maximale Akkulaufzeit von 26 Stunden und 43 Minuten bei erzwungenem Leerlauf. Dank automatischer Helligkeitsanpassung erreicht schon das Tablet allein eine praktische Laufzeit von 10 Stunden und 43 Minuten mit aktivierter WLAN-Verbindung. Auch die Videowiedergabe hält mit 9 Stunden und 26 Minuten vergleichsweise lange durch. Das Dock bringt mit 22 Wh je nach Nutzung zwischen 6 und 10 Stunden zusätzlicher Laufzeit zum 6760 mAh (25Wh) starkem Tablet-Akku.

Zusammenfassung

Das ASUS VivoTab RT sitzt zwischen den Stühlen. Mit herkömmlichen Tablets aus der iOS und Android Welt kann es hinsichtlich Ausstattung und Funktionalität gut mithalten. Das 10,1 Zoll IPS-Display ist sehr hell und löst mit 1.366 x 768 Pixel auch hoch genug auf. Die Performance des Nvidia Tegra 3 Quadcores ist erhaben, der Akku extrem ausdauernd. Browsing, Videowiedergabe, Shopping und Gaming sind kein Problem für das 538 Gramm leichte Multimedia-Talent. Die Modern UI Oberfläche lädt mit den Live-Tiles zum Entdecken ein und bietet sofortige Übersicht. Unter produktiven Gesichtspunkten muss sich das VivoTab RT mit Subnotebooks und Netbooks messen. Die Einbindung von Email, Office und Peripherie ist ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Tablets. Bei Subnotebooks können jedoch die Programme vom Desktop-Rechner übernommen werden, während man sich im kargen Windows Store lange nach Alternativen umsieht. Kurz gesagt, mit dem VivoTab RT bekommt man ein äußert produktives Tablet, aber keinen vollständigen Notebookersatz.

Autor: , Mittwoch 21. November 2012

Testergebnisse im Detail

Die Einzelbewertungen im Überblick
Erster Eindruck 1,0 (Sehr gut)  Display 1,5 (Sehr gut)
Eingabegeräte 1,0 (Sehr gut)  Temperatur 2,0 (Gut)
Lautsprecher 2,5 (Gut)  Akku und Energieverbrauch 1,0 (Sehr gut)
Software und Zubehör 1,5 (Sehr gut)  Verarbeitung 2,0 (Gut)
Anschlüsse 1,5 (Sehr gut)  
Leistung (Spiele) 1,5 (Sehr gut)  
Leistung (Anwendungen) 1,5 (Sehr gut)
Benchmark
Benchmarks
Erzielter Messwert
Bestwert aller Tests
Google V8
 
801 Pkt.
Max. 2913 Pkt.
Sunspider
 
991.1 ms
Min. 865.1 ms
höher ist besser niedriger ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung
Erzielter Messwert
Bestwert aller Tests
Vollast
 
4 Std. 14 Min.
Max. 10 Std. 52 Min.
Maximal
 
24 Std. 59 Min.
Max. 28 Std. 26 Min.
Praxis
 
10 Std. 43 Min.
Max. 19 Std. 40 Min.
Test-Siegel als Druckversion: Test-Siegel
Lichtdichte in cd/m²
  1. 452
  2. 488
  3. 465
  4. 456
  5. 475
  6. 470
  7. 423
  8. 441
  9. 444
Temperatur in °C
Oberseite
  1. 30.7
  2. 32
  3. 31.2
  4. 28.6
  5. 31.1
  6. 32.5
  7. 29.2
  8. 29.6
  9. 31.2
Unterseite
  1. 32.5
  2. 30.9
  3. 30.2
  4. 30.1
  5. 28.3
  6. 30.2
  7. 30.1
  8. 29.3
  9. 29.7
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