Test Acer Iconia Tab A1-830 - Der günstige Konkurrent des Apple iPad mini

Mit dem Acer Iconia A1-830 hat sich das taiwanesische Unternehmen am Apple iPad mini orientiert und spendiert der Neuauflage des Low-Budget-Tablets ein Aluminium-Gehäuse. Auch einen Intel Prozessor und ein 7,9 Zoll IPS-Display gibt es für deutlich weniger als 200 Euro bei Acer. Wir fühlen dem Google Android Tablet auf den Zahn und zeigen auf, wie sich das Acer Iconia A1-830 in der Praxis schlägt. Mehr dazu im ausführlichen Testbericht.

Einleitung: Acer geht neue Wege

Im Test: Das Acer Iconia A1-830 mit Aluminium-Rückseite.Bildquelle: notebookinfo.de | st
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Wechslungsgefahr: Das Acer Iconia A1-830 sieht dem iPad mini zum Verwechseln ähnlich.

Die Kritik an den Vorgänger-Modellen hat sich Acer beim Iconia A1-830 in jedem Fall zu Herzen genommen und sich diesen auch angenommen. Bei vorherigen Varianten im Preisbereich von unter 200 Euro gab es häufig Kritik an der Verarbeitung, dem Mono-Lautsprecher, dem Display oder anderen Aspekten, die häufig unter dem günstigen Preis leiden müssen. Natürlich muss jedem Käufer auch klar sein, dass man für 169 Euro kein Tablet der High-End-Kategorie erwarten kann, schließlich kann man nicht mal eben einen Snapdragon 800 Quad-Core Prozessor und andere moderne Technik in ein preiswertes Tablet stecken und dabei noch mit Gewinn aus der Sache herausgehen. Aber nicht jeder Käufer will die modernsten Spiele auf seinem Tablet genießen, sondern es einfach nur für das Surfen im Netz einsetzen, in Foren stöbern und die Social Networks unsicher machen. Genau diese Käuferschicht will Acer mit seinem Iconia A1-830 glücklich machen.

Gehäuse: Erstaunliche Verarbeitungsqualität für ein so günstiges Tablet

Als uns das Acer Iconia A1-830 das erste Mal auf der CES 2014 in Las Vegas vorgestellt wurde, waren wir im positiven Sinne doch sehr überrascht. Wer nicht genauer hinschaut, könnte das Acer Tablet ohne jeden Zweifel mit dem Apple iPad mini verwechseln. Abgerundete Ecken, ein glänzender weißer schmaler Seitenrahmen um das Display herum und im Besonderen natürlich die Rückseite aus einem Aluminiumstück. Der einzige größere Unterschied ist die Kunststoffleiste am oberen Rand der Rückseite des Tablets. Der Home-Button an der Front fehlt natürlich und dort thront stattdessen ein Logo von Acer. Auf der Rückseite gibt es auch keinen angebissenen Apfel sondern den bekannten Acer Schriftzug und ein Logo von Intel, aufgrund des verbauten Prozessors. Die Lautstärkewippe und der Ein- und Ausschalter befinden sich an der rechten Gehäuseseite, ebenso wie ein MicroSD-Kartenslot. Den MicroUSB-Anschluss und den 3,5 Millimeter Kopfhörereingang findet man auf der oberen Gehäuseseite.

Im Test: Das Acer Iconia A1-830 mit Aluminium-Rückseite.Im Test: Das Acer Iconia A1-830 mit Aluminium-Rückseite.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Alu-Gehäuse: Die Rückseite besteht aus Aluminium und hinterlässt einen sehr guten Eindruck in Sachen Verarbeitungsqualität.

Insgesamt ist die Verarbeitung als sehr gut zu bezeichnen, was natürlich auch am eingesetzten Aluminium liegt. Fingerabdrücke kommen praktisch nicht zur Geltung und durch das silberne Metall wirkt das Tablet in keiner Sekunde wie ein günstiges Einsteiger-Tablet. Knarzen oder Lücken im Gehäuserand gibt es nicht, lediglich der ausgefräste MicroSD-Slot im Aluminium-Case ist ein wenig scharfkantig. Hier wäre es eventuell besser gewesen eine Plastikabdeckung zu nutzen. Gewichtstechnisch bringt es das Acer Iconia A1-830 auf 380 Gramm. Somit ist es etwas über 70 Gramm schwerer als das iPad mini der 1. Generation und bringt 90 Gramm mehr auf die Waage als das Google Nexus 7 (2013). Dennoch fällt das Gewicht nicht wirklich negativ auf, immerhin ist das Display mit 7,9 Zoll auch größer als das Gegenstück im Nexus 7. Design und Verarbeitung sind erstaunlich hochwertig und Acer sticht hier viele Modelle aus, die deutlich teurer sind. An das iPad mini kommt das Tablet aber aufgrund von den bereits erwähnten Kleinigkeiten wie der Kunststoffleiste und dem leicht scharfen MicroSD-Slot aber dennoch nicht ganz heran.

Ausstattung: Android 4.2.2 und erweiterbarer Speicherplatz

Acer steckt 16 GB Flashspeicher in sein Tablet, von diesen stehen nach der Einrichtung etwa 11,16 GB zur freien zur Verfügung. Somit lassen sich noch jede Menge Apps im internen Speicher unterbringen, wer dennoch mehr Platz benötigt, der kann über den MicroSD-Slot maximal 32 GB zusätzlich an Speicherplatz gewinnen. Im Gegensatz zu vielen anderen, günstigen Tablets wird hier sowohl eine solide Grundausstattung geboten, als auch die Option zur Erweiterung via MicroSD-Karte zur Verfügung gestellt. Als Betriebssystem ist Google Android in der Version 4.2.2 Jelly Bean vorinstalliert. Ob es später noch ein Update auf die Version 4.3 oder gar Android 4.4 KitKat geben wird, ist aktuell nicht bekannt. An der Oberfläche selbst hat Acer wie gewohnt fast nichts verändert und der Nutzer kann sich entsprechend austoben und die Oberfläche den eigenen Wünschen entsprechend verändern und anpassen. Da auf physikalische Navigationstasten verzichtet wird, sind On-Screen-Tasten im Einsatz, die einen gewissen Platz auf der Displayfläche einnehmen.

Im Test: Das Acer Iconia A1-830 mit Aluminium-Rückseite.Im Test: Das Acer Iconia A1-830 mit Aluminium-Rückseite.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Scharf aber erweiterbar: Der Speicherplatz des Iconia A1-830 lässt sich per MicroSD-Karte erweitern, ist allerdings mit relativ scharfen Kanten versehen.

Für schnelle Schnappschüsse mit dem knapp 8-Zoll großen Tablet steht eine Hauptkamera mit 5 Megapixel und Autofokus zur Verfügung. Für Videokonferenzen reicht die Frontkamera mit 2 Megapixel aus. Für wirklich gute Bilder sind allerdings beide Kameras überfordert. In der Regel wird dafür aber auch meistens die Kamera im Smartphone herhalten müssen, denn nur die wenigsten Nutzer verwenden ihre größeren Tablets für diese Aufgabe. Auf 3G / 4G bzw. LTE muss beim Acer Iconia A1-830 verzichtet werden. Für den Zugang zum Internet ist man also auf ein WLAN-Netz angewiesen oder man muss das eigene Smartphone via Tethering als Zugangspunkt nutzen. Dabei wird der Standard WLAN 802.11 b/g/n im 2,4 GHz Bereich unterstützt. Bluetooth 3.0 sorgt für die mögliche Kopplung mit externen Geräten. Für die Navigation ist ein GPS-Modul im Tablet verbaut worden.

Auf moderne Techniken wie WLAN mit MIMO-Verfahren, ac-Standard, NFC, Miracast, Bluetooth 4.0 oder auch einen HDMI-Ausgang muss hingegen verzichtet werden. Was aufgrund des Preises auch nicht verwundert. Eine der Verbesserungen gegenüber früheren Modellen ist der Klang, denn Acer setzt auf zwei Stereo-Lautsprecher, die auf der Rückseite zu finden sind. Diese werden von der Hand nicht verdeckt und liefern eine brauchbare Tonqualität ab. Dies stellt in jedem Fall eine Verbesserung gegenüber früheren Mono-Lautsprechern dar. Der Ton strömt allerdings weiterhin deutlich hörbar aus einer Seite heraus.

Technische Daten

Display:7.9" IPS TouchAuflösung:1024 x 768
Prozessor:Intel Atom Z2560 / 1.6 GHzGrafikkarte:PowerVR SGX544MP2
Festplatte16 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 4.2
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:0.38 kg
B x H x T:14.57 cm x 20.87 cm x 1.11 cmFarbe:weiß silber

Leistung: Für Alltagsaufgaben wird genügend Power geboten

Für die nötige Power im Acer Iconia A1-830 soll der Intel Atom Z2560 sorgen. Der Dual Core Prozessor hat eine Taktrate von 1,6 GHz und unterstützt Hyper Threading. Für Grafikberechnungen nutzt das Tablet die PowerVR SGX544MP GPU. Die Bedienung der Oberfläche und das Surfen im Netz geht dabei flüssig von statten, was auch dem ordentlich dimensionierten Arbeitsspeicher von 1 GB zu verdanken ist. Für die meisten Aufgaben reicht die gebotene Leistung des Iconia A1 also durchaus aus. Die GPU-Einheit verrichtet ebenfalls einen sehr guten Job, schließlich lassen sich selbst grafisch anspruchsvolle Titel wie Real Racing 3 oder Asphalt 8 flüssig spielen, lediglich bei einem Dead Trigger 2 sollte man die Einstellungen herunterregeln und nicht mit hohen Details spielen. Im Test kam es dabei ansonsten zu deutlichen FPS-Einbrüchen und sogar zu Abstürzen des Tablets. Für Gamer gibt es also bessere Alternativen, für die meisten Spiele reicht die gebotene Leistung aber dennoch aus, wenn auch nicht immer in den höchsten Qualitätseinstellungen die möglich wären.

Im Test: Das Acer Iconia A1-830 mit Aluminium-Rückseite.Im Test: Das Acer Iconia A1-830 mit Aluminium-Rückseite.Im Test: Das Acer Iconia A1-830 mit Aluminium-Rückseite.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Ausreichende Leistung für Einsteiger: Das Acer Tablet schlägt sich in Alltagsaufgaben und bei den meisten Spielen sehr ordentlich.

Display: IPS-Panel mit guten Werten, aber etwas zu niedriger Auflösung

Nicht nur beim Design erinnert das Acer Iconia A1-830 an das iPad mini, auch das Format und die Auflösung sind identisch zum Apple Modell der 1. Generation. Somit verfügt das Iconia A1 über eine 4:3 Auflösung von 1.024 x 768 Pixel. Bei einer Diagonale von 7,9-Zoll ist das sicher nicht mehr der allerbeste Wert im Vergleich mit der Konkurrenz. Durch die Menü-Buttons der Android Oberfläche geht außerdem bei Apps die nicht im Vollbild-Modus laufen zusätzlicher Platz verloren. Bei kleineren Texten und Webseiten macht sich die relativ geringe Auflösung inzwischen doch etwas negativ bemerkbar. Aufgrund der sehr ordentlichen Kontrastwerte von 914:1 und der Ausleuchtung im Bereich von 280-320 Candela lassen sich Farben, Bilder und Texte aber grundsätzlich gut und klar erkennen und das auch bei etwas ungünstigeren Lichtverhältnissen. Als Outdoor-freundlich würden wir das Display aufgrund der Spiegelungen allerdings nicht einstufen. Das IPS-Panel sorgt außerdem dafür, dass die Farbverläufe und Bildstabilität auch bei ungünstigeren Blickwinkeln stabil bleibt. Für Webseiten-Besuche und das durchstöbern von längeren Texten in Foren und in Magazin Apps bietet das 4:3 Format immer noch einige Vorteile an, wer mehr Wert auf Serien und Filme legt, der ist hingegen mit HD-Displays besser beraten.

Emissionen: Gerade noch im Durchschnitt in Sachen Akkulaufzeit

Der Akku im Acer Tablet bietet 4.000 mAh, damit erreicht man im Durschnitt etwa 7,7 Stunden an aktiver Laufzeit und zieht in etwa gleich mit dem Google Nexus 7 (2013). Viele andere Tablets kommen inzwischen aber auf Werte von 10 Stunden und darüber. So auch etwa das iPad mini von Apple oder auch die Konkurrenz im Android Lager. Wer zockt, muss sogar schon nach unter 3 Stunden das Tablet in Richtung Steckdose oder USB-Slot tragen. Wer die Display-Helligkeit runterregelt und auf WLAN verzichtet, der kratzt selbst dann nur maximal 12,5 Stunden aus dem Tablet heraus. Alles in allem sind diese Werte nicht gerade beeindruckend, dennoch lässt sich mit dem Tablet auch über mehrere Tage hinweg mit entsprechenden Nutzungspausen arbeiten. Für einen Preis von knapp 170 Euro kann man am Ende aber auch keine Wunder erwarten. Wir hätten uns aber dennoch einen etwas stärkeren Akku mit höherer Kapazität gewünscht.

Dafür bleibt das Tablet aber stets angenehm kühl und die Werte rangieren im Bereich von 33 bis 37,5 Grad unter längerer Volllast. Im normalen Betrieb, ohne etwa ständig zu spielen, liegt man sogar bei angenehmeren Werten und erhält oft um die 30 Grad. Die Aluminium-Rückseite und der stromsparende Prozessor machen sich hier also positiv bemerkbar.

In der Praxis: Gute Qualität zum kleinen Preis

Im Test: Das Acer Iconia A1-830 mit Aluminium-Rückseite.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Qualitätswunder zum kleinen Preis: Besonders im Punkt Verarbeitung weiß das günstige Acer Tablet zu überzeugen.

Wir geben zu, dass das Acer Iconia A1-830 wie eine Android Kopie vom iPad mini aussieht, aber das muss ja nichts schlechtes sein. Immerhin ist das iPad für seine Verarbeitungsqualität und seine Aluminium-Oberfläche und das Design oft genug gewürdigt worden. Zwar kommt das Iconia A1 nicht ganz an die Qualität des Tablets von Apple heran. Gegenüber vielen Konkurrenzprodukten, die zum Teil auch noch deutlich teurer sind, hebt es sich aber dennoch positiv ab. Für 169 Euro erhält man ein Tablet mit Aluminium-Rückseite, guter Verarbeitung und sehr ordentlichen Leistungswerten.

Die Auflösung ist identisch zum iPad mini der 1. Generation, was diese aber auch nicht wirklich besser macht. Schließlich ist man heutzutage doch eine deutlich feinere Auflösung als 1.024 x 768 Pixel gewöhnt, auch von Tablets die nicht mehr die Welt kosten. Hier hätten wir uns also, neben der relativen dürftigen Akkulaufzeit von Durchschnittlich nicht mal 8 Stunden, doch etwas mehr gewünscht. Davon abgesehen hat uns das Acer Iconia A1-830 aber im Test sehr gut gefallen und macht auch optisch eine Menge her.

Fazit

Wer nach einem Android Tablet mit 4:3 Auflösung und extrem schicken Design und guter Verarbeitung zum geringen Preis sucht, der wird mit dem Acer Iconia A1-830 in jedem Fall glücklich werden. Die Leistung reicht für alle typischen Alltagseinsatzbereiche aus. Lediglich bei Spielen müssen kleinere, grafische Abstriche in Kauf genommen werden. Das Design mag eine fast exakte Kopie des iPad mini sein, aber im Android Bereich findet man nur selten Tablets aus Aluminium und erst recht nicht für einen Preis von unter 170 Euro.

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,5 (Sehr gut)
  2. Display 3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte 2,0 (Gut)
  4. Temperatur 1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher 2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch 3,0 (Befriedigend)
  7. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung 1,5 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse 2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele) 2,5 (Gut)
  11. Leistung (Anwendungen) 2,0 (Gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Google V8 2837 Pkt. Max. 9737 Pkt.
Sunspider 1147.3 ms Min. 285.6 ms
Smartbench 2012 4409 Pkt. Max. 9849 Pkt.
Linpack (Android) 231928 MFLOPS Max. 1014670 MFLOPS
Geekbench 2 1072 Pkt. Max. 6210 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile 3211 Pkt. Max. 5637 Pkt.
3DMark Ice Storm 6778 Pkt. Max. 31819 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme 3713 Pkt. Max. 22461 Pkt.
NenaMark 2 59.9 fps Max. 60.8 fps
Basemark ES 2.0 42.09 fps Max. 59.98 fps
Antutu 18764 Pkt. Max. 41415 Pkt.
Vellamo HTML5 1876 Pkt. Max. 3123 Pkt.
Vellamo Metal 620 Pkt. Max. 1594 Pkt.
Quadrant 5526 Pkt. Max. 22294 Pkt.
Octane v1 2994 Pkt. Max. 9113 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen 6.9 fps Max. 28.5 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen 13.8 fps Max. 32.6 fps
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 2 Std. 51 Min. Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal 12 Std. 30 Min. Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis 7 Std. 45 Min. Max. 19 Std. 40 Min.
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