Test Sony Xperia Z1 Compact (schwarz) - Klein aber oho!

Mit dem Xperia Z1 Compact folgt Sony dem Trend und bringt eine Mini-Version des aktuellen Flaggschiff-Smartphones nach Deutschland. Im Gegensatz zum HTC One mini oder dem Samsung Galaxy S4 mini wollen die Japaner allerdings keine Leistungseinbußen hinnehmen und gehen mit einem Quad-Core Prozessor, einer 20,7 Megapixel Kamera und einer üppigen Ausstattung an den Start. Wir sehen uns das Sony Xperia Z1 Compact im Test genauer an.

Einleitung: Keine Abstriche

Im Test: Das Sony Xperia Z1 CompactBildquelle: notebookinfo.de | st
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Keine Abstriche: Sony setzt beim Xperia Z1 Compact auf volle Leistung und speckt das Mini-Modell vom Z1 in Sachen Leistung keineswegs ab.

Warum Kompromisse eingehen? Das hat man sich wohl bei Sony gedacht, als man das Xperia Z1 Compact entwickelt hat. Im Gegensatz zu HTC und Samsung, die bei ihren Mini-Varianten des One bzw. Galaxy S4 neben der Display-Größe auch die Hardware-Power reduziert haben, übernimmt Sony die Hardware-Komponenten größtenteils unverändert. In der Compact-Version des Sony Xperia Z1 steht somit geballte Leistung zur Verfügung, angetrieben vom leistungsfähigen Qualcomm Snapdragon 800 Quad-Core Prozessor.

Die Karten stehen somit also besonders gut für das Sony Xperia Z1 Compact, denn auch die restliche Technik befindet sich auf sehr hohem Niveau. Neben der reinen Leistungsstärke spielt aber auch das Display, die Kamera, die Akkulaufzeit und die Verarbeitungsqualität sowie Konnektivität und Erweiterbarkeit eine wichtige und tragende Rolle bei einem Smartphone. Ob das kleine Xperia Z1 hier ebenfalls zu überzeugen weiß, klärt unser Praxis-Check.

Gehäuse: Glas und Aluminium im Zusammenspiel

Wie schon beim Xperia Z1 setzt Sony auch bei beim Xperia Z1 Compact auf Glas und Aluminium bei der Gehäusekonstruktion. Aufgrund der Bauweise und der geringeren Display-Größe erinnert das Smartphone stellenweise an das Apple iPhone 4 und 4S, ohne aber dessen Qualität oder Eleganz vollständig erreichen zu können. Das verwendete Mineralglas wird obendrein von einer Bruchschutzfolie bedeckt, die aber nicht vor den unzähligen Ansammlungen von Fingerabdrücken auf der auf Hochglanz polierten Glasrückseite schützt. Bei den vorherrschenden Temperaturen kann übrigens auch auf einen Handschuh-Modus für die Bedienung zurückgegriffen werden.

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Solide: Mit Glas, Aluminium und Plastik im Zusammenspiel entsteht ein Gehäuse mit Staub- und Wasserschutz.

Die gegenüber dem iPhone weniger perfekte Zusammenstellung liegt an den Materialien und gewählten Farben, sowie den vielen Anschlussklappen an den Seiten. Letztere sind nötig, um die Öffnungen vor Staub und Wasser zu schützen. Das Xperia Z1 Compact verfügt nämlich ebenso wie der große Bruder über IP55/IP58 Zertifizierung gegen Staub, Untertauchen sowie Strahlwasser und ist somit bedingt wasserdicht. Das bedeutet aber auch, dass die Abdeckungen immer wieder korrekt verschlossen werden müssen, darunter auch der seitliche Anschluss für das Micro-USB-Kabel zum Aufladen des Smartphones, was auf Dauer durchaus etwas nervig werden kann. Gewichtstechnisch spielt das Sony Xperia Z1 Compact mit rund 135 Gramm in etwa in derselben Liga wie das iPhone 4S mit seinen rund 140 Gramm.

Ausstattung: Hat alles und kann fast alles

Sony schafft es in dem kleinen Xperia Z1 Compact jede Menge Anschlüsse unterzubringen, angefangen mit dem Erweiterungsslot für MicroSD-Karten bis hin zu 64 GB. Diese gesellen sich zum 16 GB großen, internen Flashspeicher des Smartphones dazu. Bei der Konnektivität schlägt sich das kleine Sony Modell ebenfalls tadellos, findet man doch Bluetooth 4.0, WLAN nach ac-Standard und sogar NFC an Bord wieder. DLNA, LTE mit bis zu 150 Mbit/s und Miracast runden das nahezu perfekte Gesamtbild ab. Wem das nicht genug ist, der kann sogar seinen Dual Shock 3 Controller der PlayStation 3 via Bluetooth mit dem Xperia Z1 Compact verbinden und fortan diesen zum Spielen von Games nutzen. Für die Navigation steht neben GPS auch Assisted GPS zur Verfügung. Eine weitere kleine Besonderheit ist der physische Knopf als Auslöser für Fotos der Kamera App.

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Extra Knopf: Die Kamera wird durch einen physikalischen Knopf an der Gehäuseseite ausgelöst.

Wo wir bei der Kamera sind. Diese löst maximal mit 20,7 Megapixel auf, dass aber auch nur im manuellen 4:3 Modus. Wer auf den Automatik-Modus wert legt, erhältlich noch rund 7,5 Megapixel. Wer hingegen Fotos im 16:9 Format haben möchte, der kommt auf circa 8,3 Megapixel. Videos sind grundsätzlich mit der Front- und Rückseitigen Kamera in FullHD möglich. Die Frontkamera bringt es dabei auf 2 Megapixel. Die Fotoqualität ist bei guten Lichtverhältnissen als sehr gut einzustufen, bei ungünstigen Lichtverhältnissen offenbaren sich allerdings einige Schwächen beim Objektiv. Für den Alltag und den Schnappschuss zwischendurch ist die Kamera aber insgesamt mehr als zufriedenstellend.

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Wasserdicht: Die Abdeckungen an den Slots sorgen für den nötigen Schutz, müssen aber zum Laden jedes mal mühsam geöffnet und danach geschlossen werden.

Sony nutzt aktuell Google Android in der Version 4.3 Jelly Bean und passt die Oberfläche geringfügig an. Weiterhin sind diverse Apps seitens Sony vorinstalliert. Durch diese erhält man beispielsweise Zugriff auf Music und Video Unlimited und kann die beiden Dienste zusätzlich zu Google Play nutzen. Vorinstalliert ist ebenso der PlayStation Mobile Store. Hier findet man ein paar extra Apps und Spiele. Besonders für Fans von japanischen Simulationen kann sich der Blick auf den Store durchaus lohnen. Der Lautsprecher wurde von Sony am unteren Seitenrand verbaut, was dazu führt, dass dieser während der Benutzung leicht verdeckt wird und somit kein sehr gutes Klangbild mehr erzeugt wird.

Technische Daten

Display:4.3" IPSAuflösung:1280 x 720
Prozessor:Qualcomm Snapdragon 800 (8974) / 2.2 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 330
Festplatte16 GBRAM:2 GB
Plattform:Android 4.3
Akkulaufzeit:18 Std.Gewicht:137 g
B x H x T:6.49 cm x 12.7 cm x 0.95 cmFarbe:schwarz

Leistung: Eine wahre Rakete versteckt sich im kleinen Gehäuse des Z1 Compact

Seine Versprechen hat Sony eingehalten, denn leistungstechnisch macht man dem Sony Xperia Z1 Compact so schnell keiner etwas vor. Satte 2 GB RAM und der Qualcomm Snapdragon 800 Quad-Core-Prozessor mit 2,2 GHz (Model MSM8274) verrichten im Smartphone ihren Dienst. Unterstützt wird der Chip von Qualcomms Adreno 330 Grafik-Einheit, womit die aktuell leistungsfähigste Kombination eingesetzt wird. Damit liegt man gleichauf mit dem größeren Z1-Modell und hat keinerlei Abstriche bei der Performance zu befürchten. Ganz im Gegenteil, dass Xperia Z1 Compact rennt tadellos im Alltag und wird auch noch für 2 Jahre genügend Reserven in Petto haben. Egal ob es um die Bedienung der Oberfläche oder um leistungshungrige Games geht, alles läuft absolut frei von Rucklern oder Framerate-Einbrüchen.

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Benchmarks: Die Werte können sich dank Snapdragon 800 und 2 GB RAM sehen lassen.

Display: Hoher Kontrast und gute Ausleuchtungswerte

Das Display hat sich beim Z1 Compact gegenüber dem großen Bruder sogar verbessert, auch wenn die Auflösung von 1080p auf 720p reduziert wurde. Das IPS-Panel mit 1.280 x 720 Pixel und Triluminos-Technik leistet hervorragende Arbeit, unabhängig vom Blickwinkel werden klare und starke Farben erzielt.

Die Ausleuchtung des Displays ist schön gleichmäßig und liegt bei 460 bis 490 cd/m². Der Kontrast liegt ebenso gut im Rennen und man erreicht einen maximalen Wert von rund 1531:1. Somit hinterlässt das kleine Display einen richtig guten Eindruck, der lediglich von den relativ großen, schwarzen Rahmenelementen um das Display und den aufliegenden Display-Folien etwas getrübt wird.

Emissionen: Dank Stromsparmaßnahmen kann das Smartphone lange aushalten

Die leistungsfähigen Chips im Sony Xperia Z1 Compact sorgen dafür, dass man unter Volllast den Akku in etwas über 3 Stunden komplett entleeren kann, womit man sich eher im unteren Bereich anzusiedeln hat. Anders sieht es aber aus, wenn man eher gemäßigt vorgeht und nicht dauerhaft die leistungshungrigsten Spiele ausführen will. Denn dann kommt man auch sehr gut zwei volle Tage über die Runden, bevor das Smartphone wieder ans Stromnetz angehangen werden möchte. Wer zusätzlich die Stromspar-Funktionen einstellt, auf den Flugmodus wechselt und die Display-Helligkeit reduziert, kann sogar drei Tage mit dem Smartphone Spaß haben. Womit absolute Spitzenwerte erzielt werden können.

Im Bereich der Temperaturentwicklung wirkt das Smartphone nur selten wirklich kühl, denn auch im normalen Betrieb bewegt sich unser Testmodell im Bereich von rund 31 Grad. Unter Volllast knackt man auch die 40 Grad Marke, was aber noch in einem vertretbaren Rahmen liegt.

In der Praxis: Kompakt, aber doch ein Leistungswunder

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Mini aber nicht in der Leistung: Sony steckt die modernste und leistungsfähigste Hardware in seine Kompakt-Ausgabe des Xperia Z1.

Die Compact-Version des Xperia Z1 schlägt im Grunde sogar die größere Variante mit seinem FullHD-Display. Das liegt daran, dass Sony die gleiche leistungsstarke Hardware verbaut, aber Verbesserungen am Display vorgenommen hat. Eine der wenigen Schwachstellen des größeren Modells. Über das Design lässt sich streiten. Die Kombination aus Glas und Aluminium ist schön anzusehen und anzufassen. Allerdings wirkt der große Displayrahmen mehr als altbacken. Da das Sony Xperia Z1 Compact auf virtuelle Menü-Tasten setzt, nehmen diese zusätzlichen Platz auf dem Display ein und sorgen dafür, dass von dem 4,3 Zoll Display noch mehr sichtbarer Platz - etwa beim Surfen im Web – wegfällt. Davon abgesehen präsentiert sich das Smartphone bei der Akkulaufleistung und der Performance von seiner Glanzseite und kann es locker mit den besten Modellen auf dem Markt aufnehmen. Knapp 500 Euro müssen investiert werden. Angesichts der gebotenen Leistung und Vielfalt ist das auch ein angemessener Preis.

Fazit

Sony streicht bei seiner Compact-Variante keine Features oder schränkt bei der Prozessorleistung, den Anschlüssen oder anderen Aspekten ein, wie es die Konkurrenten von HTC und Samsung getan haben. Somit ist das Xperia Z1 Compact ein wahres Leistungswunder, was obendrein noch gegen Regen und Wasserunfälle sowie Staub geschützt ist. Mit knapp 500 Euro ist es sicherlich nicht billig, bewegt sich aber in Sachen Leistung und Akkulaufzeit auf dem höchstmöglichen Niveau im Android-Segment.

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von Comtech | Händlerangabe: 01.09.14 22:51

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,5 (Sehr gut)
  2. Display 1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte 1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur 3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher 2,5 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch 1,0 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör 2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung 1,5 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse 2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele) 1,0 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen) 1,0 (Sehr gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Google V8 4078 Pkt. Max. 5591 Pkt.
Sunspider 899.2 ms Min. 399.4 ms
Smartbench 2012 10254 Pkt. Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android) 708683 MFLOPS Max. 1143896 MFLOPS
Geekbench 2 2865 Pkt. Max. 4180 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile 3431 Pkt. Max. 5356 Pkt.
NenaMark 2 58.5 fps Max. 61.8 fps
Basemark ES 2.0 58.33 fps Max. 61.76 fps
Antutu 34635 Pkt. Max. 36731 Pkt.
Vellamo HTML5 2963 Pkt. Max. 3012 Pkt.
Vellamo Metal 1161 Pkt. Max. 2024 Pkt.
Quadrant 20962 Pkt. Max. 24455 Pkt.
Octane v1 4030 Pkt. Max. 5575 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen 23 fps Max. 28.2 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen 35 fps Max. 37 fps
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 3 Std. 13 Min. Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal 50 Std. 0 Min. Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis 26 Std. 38 Min. Max. 33 Std. 10 Min.
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