Test Samsung Galaxy S5 16GB Schwarz - Super Smartphone, aber eben nicht das Beste

Mit dem Samsung Galaxy S5 schicken die Südkoreaner ihr nächstes Smartphone-Flaggschiff ins Rennen. Schneller Quad-Core Prozessor, viele Software-Features und Sensoren sowie eine verbesserte 16 Megapixel Kamera. Auch das Plastik-Gehäuse wurde gegenüber dem Galaxy S4 einem Update unterzogen. Welche Vorteile das neue Galaxy S5 mit sich bringt und warum es nicht auf den Thron der Android-Smartphones gesetzt werden kann, das erfahrt ihr in unserem ausführlichen Testbericht.

Einleitung: Harte Entscheidungen

Samsung Galaxy S5 im Test und Benchmark-CheckBildquelle: notebookinfo.de | st
Fotogalerie (18)
Lange erwartet: Das Samsung Galaxy S5 ist ab sofort in Deutschland erhältlich, oftmals auch im Paket mit dem Samsung Gear Fit Smart-Armband.

Der Monat April 2014 gilt als schwerste Zeit für den Smartphone-Kauf. Ein Monat in dem die meisten neuen Android-Flaggschiffe auf den Markt kommen. Das HTC One M8 ist bereits flächendeckend sehr gut erhältlich, das Samsung Galaxy S5 zumindest bei den Mobilfunkanbietern bereits auf Lager und das Sony Xperia Z2 soll noch in dieser Woche in Deutschland aufschlagen. Von der Leistung unterscheiden sich die neuen High-End-Modelle kaum voneinander. Ebenfalls kommen alle mit einem großen, hochauflösenden FullHD-Bildschirm und vielen Fitness-Tracking-Lösungen. Gravierende Unterschiede gibt es hingegen bei der Qualität und Auflösung der Kameras und vor allem bei der Verarbeitung. HTC setzt auf ein Gehäuse komplett aus Aluminium, Sony auf eine gute Mischung aus Glas und Metall. Samsung und LG gehören zu den wenigen Herstellern, die selbst im teuren Preisbereich über 500 Euro noch auf ein Plastik-Case setzen. Mit dem Wort „Polycarbonat“ versucht man sich das Thema noch halbwegs schön zu reden, das ist es aber nicht. Dennoch ist das Samsung Galaxy S5 dadurch kein schlechtes Smartphone, es ist sogar ein sehr gutes Gerät. Doch vor unserem Praxis-Check ist schon klar, es kann nicht das beste sein.

Gehäuse: Polycarbonat, Kunstoff oder einfach nur Plastik

Wie bereits erwähnt, setzt Samsung auch beim Galaxy S5 weiterhin auf Kunststoff, Plastik oder Polycarbonat - egal wie man das Material für sich am liebsten betitelt, hochwertig sieht anders aus. Man hat sich dafür aber immerhin von der glänzenden Rückseite verabschiedet und dem Ganzen einen matten, leicht gummierten Touch verliehen. Die gebotene Struktur erinnert leicht an perforierte Lautsprecher. In Online-Foren wird auch oft der Vergleich mit einem Pflaster gezogen. Und auch wenn man kein kühles Aluminium spürt, ist das Samsung Galaxy S5 sehr griffig und gut verarbeitet. Ein Großer Vorteil ist natürlich, dass wir die Rückseite entfernen und den Akku tauschen können. Wer das Cover gegen ein metallisches von Drittanbieter tauschen will, der sollte allerdings darauf achten, dass die Gummi-Lamellen im Innenraum des Aufsatzes vorhanden und wie beim Original-Cover angeordnet sind. Nur so kann man sicher gehen, dass das Samsung Galaxy S5 weiterhin gegen Wasser und Staub geschützt ist. Denn diese Eigenschaft hat das neue Android-Flaggschiff vom Galaxy S4 Active übernommen. Es ist nun nach IP67-Norm zertifiziert und kann somit auch für bis zu 30 Minuten in einer Tiefe von 1 Meter im Süßwasser verbringen. Viel Sinn macht das aber nicht, denn der Bildschirm ist in der Zeit nicht mehr nutzbar. Eher ist der Wasserschutz dafür gedacht, auch mal eine Regendusche zu überstehen oder sich beim umgekippten Orangensaft weniger sorgen machen zu müssen.

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Alles beim Alten: Samsung bleibt auch beim Galaxy S5 dem Kunststoff treu.

Der größte Vorteil des Plastik-Gehäuse ist das Gewicht und die Bauhöhe. Das Samsung Galaxy S5 bringt knapp 145 Gramm auf die Wage und ist nur 8,1 Millimeter hoch. Für ein 5,1 Zoll Smartphone gar nicht mal so schlecht. Im Vergleich dazu kommt das HTC One M8 auf 160 Gramm und 9,35 Millimeter und das Sony Xperia Z2 auf 163 Gramm und 8,2 Millimeter. Apples Spitzenmodell iPhone 5s kommt zwar mit einem 4 Zoll Bildschirm, dafür aber auch mit einem Gehäuse aus Aluminium und Glas. Das iOS-Smartphone ist mit 112 Gramm und einer Bauhöhe von 7,6 Millimeter immer noch das Kompakteste im Flaggschiff-Bund.

Ausstattung: Viel, mehr, Galaxy S5

Wie das Samsung Galaxy S4, bietet auch das Galaxy S5 eine fast schon gewaltige Menge an Features an, vor allem softwareseitig. Beginnen wir doch erst einmal bei der Hardware. Hinter eine Abdeckung an der unteren Gehäuseseite befindet sich ein MicroUSB-Port mit USB 3.0 Standard. Mitgeliefert wird allerdings nur ein USB 2.0 Kabel. Wer den schnellen Port nutzen will, muss also noch einmal 5-10 Euro für ein passendes Kabel investieren. Weiterhin ist an der Oberseite der 3,5 Millimeter Klinke-Anschluss für das Headset zu finden und hinter dem Rückseiten-Cover verbergen sich die Einschübe für eine Micro-SIM und MicroSDXC-Karte. Letztere kann den internen 16 GB Speicher um bis zu 128 GB aufstocken.

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Schlank und sicher: Der USB 3.0 Anschluss ist mit einer Schutzabdeckung versehen.

Gefunkt wird zum einen über WLAN, bis hin zu 802.11ac sowie MIMO Standard und Bluetooth 4.0. Zum Anderen steht 4G LTE Cat. 4 - auch als LTE Advanced bekannt - mit einer Schnelligkeit von bis zu 150 MBit/s im Downstream und 50 MBit/s im Upstream zur Verfügung. Solltet ihr keinen LTE-Tarif bei eurem Provider gebucht haben, könnt ihr natürlich ebenso via UMTS (3G) und EDGE (2G) surfen und telefonieren. Weiterhin sind NFC, GPS und ein Infrarot-Sender mit von der Partie. Letzterer verwandelt das Galaxy S5 in eine Universalfernbedienung. Unter der Kamera an der Rückseite ist rechts neben dem Blitz zusätzlich ein Herzfrequenz-Sensor integriert, der auf Wunsch euren Pulsschlag messen kann. Das ist vor allem für die Fitness-App S Health und in Kombination mit dem Samsung Gear Fit Armband vom Vorteil für die sportliche Käuferschaft.

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Neue Sensoren: Neben der verbesserten Kamera gibt es an der Rückseite den Pulsmesser.

Die verbaute 16 Megapixel Kamera wurde im Vorfeld stark angepriesen, konnte uns aber im Test nicht sonderlich aus den Socken hauen. Bei guten Lichtverhältnisse sind die Bilder natürlich grandios, vor allem HDR-Aufnahmen und UltraHD-Videos. Es gibt eine große Vielfalt an Einstellungen im automatischen und manuellen Bereich, die für Laien gut zu bedienen sind und für Profis das gewisse Extra bieten. Eines bleibt jedoch gleich - tritt die Dämmerung ein oder werden die Lichtverhältnisse in Innenräumen schlechter, wird aus dem einstigen 16-Megapixel-Foto eine grobkörnige Aufnahme, die nicht mal mehr die Qualität eines Schnappschusses erreicht. Dafür ist der Auto-Fokus recht schnell und die 16 MP sind auch im 16:9 Format voll nutzbar. Die Bildstabilisierung könnte allerdings besser sein. Kurz gesagt: Auf der Software-Seite bietet die Kamera des Samsung Galaxy S5 jede Menge Funktionen, die Schnelligkeit hat sich deutlich verbessert, doch das alles funktioniert nur gut bei optimalen Lichtverhältnissen.

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Gute Fotos, viele Features: Sind die Lichtverhältnisse gut, beeindruckt die Kamera.

Als Betriebssystem ist Google Android 4.4.2 KitKat vorinstalliert. Darüber liegt die von Samsung bekannte TouchWiz-Oberfläche, die noch einmal deutlich überarbeitet wurde. Ein Wiedererkennungswert zur Vorjahres-Version bieten zwar die Widgets für Wetter und Uhr sowie die Übersicht aller Apps. Alle anderen Bereich wurden aber grafisch neu aufbereitet. So müssen sich also auch Samsung treue Käufer einmal mehr neu ins System hineinfuchsen. Neu ist zum Beispiel die My Magazine Ansicht, die stark an die Flipboard-Nachrichten-App oder HTCs BlinkFeed erinnert. Hier tickern Nachrichten sowie auf Wunsch auch eure sozialen Netzwerk in einer groß bebilderten Ansicht durch. Weiterhin wurde die Ansicht der Einstellungen, sowohl die Quick-Settings, als auch die ausführliche Ansicht neu aufgebaut. Schon beim Durchscrollen merkt man, es gibt wahnsinnig viele Einstellungsmöglichkeiten beim Samsung Galaxy S5. Um alles zu erkunden braucht man sicher ein paar Stunden, wenn nicht einen ganzen Tag. Ebenso hat man das Gefühl, dass die aufgebohrte TouchWiz-Oberfläche nicht zuende gedachte wurde, denn an vielen Stellen wirkt das System noch immer altbacken, oftmals zu komplex und unnötig kompliziert.

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Neue und alte Bekannte: Einstellungs-Design (link), My Magazine (mitte), Multi Windows (rechts)

Schön ist, man hat nicht mehr das Gefühl, als würde Samsung einen Funktionen wie Air View, Smart Stay und Multi Window aufdrängen wollen. Mit der Zeit stolpert man automatisch über diese Features und aktiviert oder deaktiviert diese dann. Gegenüber dem Galaxy S4 gibt es ein paar wesentliche, neue Software-Funktionen. Darunter der Fingerabdruck-Sensor, der im Home-Button eingebaut ist. Das erinnert stark an Apples Touch ID und wird auch ähnlich verwendet. Der Unterschied ist nur, dass man den Finger nicht nur auflegen, sondern auch über den Sensor streichen muss. Apple löst das an dieser Stelle eleganter. Hinzu kommt, dass unser Testgerät des Galaxy S5 keine Fingerabdrücke in vertikaler Ausrichtung erkannt hat. Eine wirklich natürliche Fingerhaltung zum Entsperren des Bildschirms oder zum Zahlen via PayPal ist in unserem Fall also nicht gegeben. Von Kollegen haben wir allerdings erfahren, dass ihr Modell auch bei einer Schräglage des Fingers den Abdruck erkennt.

Ein wichtiger, neuer Punkt ist der Download-Booster. Er kombiniert die Geschwindigkeit eures Mobilfunktarifs mit dem des WLAN-Netzwerks. Wer also genügend Datenvolumen zur Verfügung hat, der kann größere Apps oder HD-Filme noch schneller herunterladen. Weiterhin gibt es eine so genannte Toolbox, die euch aus jeder App den Schnellzugriff auf anderen Programme bietet. Somit müsst ihr nicht extra zum Homescreen zurück wechseln, wenn ihr zum Beispiel zwischen Browser und YouTube-App wechseln wollt. Hinzu kommt die Möglichkeit den Bildschirminhalt zu verkleinern, um einen Einhand-Betrieb möglich zu machen. Viele Features die es zu entdecken gilt und für Otto Normalverbraucher wahrscheinlich nur wenig Bedeutung haben, im Vergleich mit anderen Top-Smartphones allerdings auf der Haben-Seite zu verbuchen sind.

Technische Daten

Display:5.1"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Qualcomm Snapdragon 801 (8974-AC) / 2.45 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 330
Festplatte16 GBRAM:2 GB
Plattform:Android 4.4.2 KitKat
Akkulaufzeit:21 Std.Gewicht:145 g
B x H x T:7.25 cm x 14.2 cm x 0.81 cmFarbe:schwarz

Leistung: Flott, aber träger als die Konkurrenz

Im Vergleich zwischen Samsung Galaxy S5, HTC One M8 und Sony Xperia Z2, kann das Galaxy S5 mit den besten Leistungswerten punkten. Denn es setzt auf den Qualcomm Snapdragon 801 Quad-Core Prozessor mit einer Taktrate von 2,5 GHz pro Rechenkern. Die Konkurrenz bietet hier „nur“ 2,35 GHz an. Zu sagen die 150 MHz mehr würden sich signifikant auf die Schnelligkeit auswirken, wäre allerdings zu hoch gegriffen. Im Test hatten wir sogar das Gefühl, dass die TouchWiz Oberfläche das System eher ausbremst. So extrem flüssig wie die HTC Sense 6.0 Oberfläche ist die des Galaxy S5 nämlich nicht. Das soll allerdings nicht bedeuten, dass man mit einer Einschränkung der Leistung bei Apps leben muss.

Samsung Galaxy S5 im Test und Benchmark-CheckSamsung Galaxy S5 im Test und Benchmark-CheckSamsung Galaxy S5 im Test und Benchmark-CheckBildquelle: notebookinfo.de | st
Schneller Chip: Die Benchmarks bestätigen die Leistungsfähigkeit des Galaxy S5.

Die Benchmarks zeigen durchweg sehr gute Ergebnisse und auch leistungshungrige Spiele wie Asphalt 8, Real Racing und Dead Trigger 2 laufen auf unserem Testgerät extrem flüssig und mit vollem Detailgehalt. Wir denken, dass Samsung mit den nächsten Firmware-Updates die TouchWiz-Performance verbessern kann. Die Rechenkraft des Prozessors, der Adreno 330 Grafikeinheit und der 2 GB Arbeitsspeicher sollten dafür locker ausreichen. An sich gilt natürlich auch beim Galaxy S5, dass die Südkoreaner hier zu einem Chip-Gespann greifen, was das Maximum an aktueller Performance bietet, die man am Markt erhalten kann. Solltet ihr euch entscheiden das Galaxy S5 mit einem 2-Jahres-Vertrag zu erstehen, könnt ihr euch sicher sein, dass die Leistung auch in den nächsten Jahren noch ausreichen wird.

Display: Grandioses AMOLED

Knackige Farben, super Kontrast, sehr gute Ausleuchtung. Das alles bietet das 5,1 Zoll FullHD-Display des Samsung Galaxy S5, dass mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel arbeitet und die AMOLED-Technik verwendet. Die Helligkeit liegt bei 430 Candela pro Quadratmeter, der Kontrast geht dank AMOLED nahezu ins unendliche. Sprich: Schwarz ist auch wirklich schwarz und ohne Grauschimmer. Diese sehr guten Werte werden dem Preis gerecht, den man für das Galaxy S5 in Deutschland zahlen muss. Ebenso gut schneidet die Blickwinkelstabilität ab. Durch die Unterbringung der Android-Menü-Tasten im unteren Gehäuserahmen bekommt man im normalen Betrieb auch mehr Pixel für Apps geboten, die nicht im Vollbildschirm-Modus laufen - zum Beispiel der Internet-Browser. Generell gilt, Farben auf AMOLED-Displays werden immer etwas überspitzter, also knalliger wiedergegeben, als auf einem IPS-Bildschirm. Das beeindruckt natürlich, wenn man im Elektronik-Markt die beiden Display-Arten miteinander vergleicht. Wer realistischere Farben wünscht, der sollte zum IPS-Display greifen oder aber das Samsung Galaxy S5 in den Anzeigen-Einstellungen optimieren.

Apple iPhone 5s vs. Samsung Galaxy S5 vs. HTC One M8Bildquelle: notebookinfo.de | st
Alle drei zusammen: Die aktuell erhältlich Smartphone-Flaggschiffe von Apple, Samsung und HTC.

Im Vergleich liegt das Samsung mit seinen 430 cd/m2 knapp über dem HTC One mit 425 cd/m2 und das Apple iPhone 5s ist mit 520 cd/m2 deutlich besser ausgeleuchtet. Nehmen wir an, das Sony Xperia Z2 orientiert sich bei der Ausleuchtung an seinem Mini-Vorgänger Sony Xperia Z1 Compact, könnte die Helligkeit dort bei circa 470 cd/m2 liegen.

Emissionen: Gute Akkulaufzeit mit wenig Zuwachs

Im normalen Betrieb wird das Samsung Galaxy S5 im schlimmsten Fall handwarm. Hitzepunkte mit über 40 Grad Celsius konnten wir nur bei einer längeren Belastung mit Spielen und Benchmarks hervorrufen. Mit 31 bis 34 Grad Celsius ist hier also noch alles im grünen Bereich. Gleiches gilt für die Akkulaufzeit der 2.800 mAh Batterie. Im Leerlauf konnten wir über 23 Stunden messen. Bei maximaler Auslastung mussten wir allerdings bereits nach 3,5 Stunden wieder an die Steckdose. In der Praxis erreichen wir über den Tag hinweg eine immer noch sehr gute Laufzeit von 15,5 Stunden. Ähnlich viel konnte schon das Samsung Galaxy S4 bieten. Im gleichen Testszenario liefert das HTC One M8 mit einem kleineren Akku etwas über 20 Stunden, das Apple iPhone 5s circa 14 Stunden. Das LG G2 liegt ebenfalls bei rund 15 Stunden. In diesem Bereich haben wir uns vom Samsung Galaxy S5 etwas mehr erwartet, kommen aber mit dem Android-Smartphone locker über den Arbeitstag und haben danach noch genug Energie für den Feierabend übrig. Wer mehr braucht, der kann zur Not auch den Ultra-Energiesparmodus zuschalten, der aus einer 15 Prozent Ladung noch 2 Tage Laufzeit herausholt. Dabei sind allerdings nur essentielle Funktionen wie das Telefon, SMS, Facebook, Internet, Rechner und Co. in einer vereinfachten Grafikoberfläche nutzbar. Ist der Akku voll geladen, kann man so sogar über 12 Tage arbeiten.

In der Praxis: Gutes Smartphones, aber wir erwarten mehr!

Samsung Galaxy S5 im Test und Benchmark-CheckBildquelle: notebookinfo.de | st
Geil, aber nicht supergeil: Wir würden nicht sofort zugreifen.

Wir haben nun mehrere Tage mit dem Samsung Galaxy S5 verbracht und können sagen, dass die Südkoreaner einen guten Job gemacht haben. Das Display ist super, die Leistung klasse und die Akkulaufzeit reicht auch für Power-User vollkommen aus. Außerdem gibt es den Vorteil des Wasser- und Staubschutzes sowie den wechselbaren Akku. Ebenso sind alle Funk- und Anschluss-Features vorhanden, die wir uns gewünscht haben. Aber es ist halt nicht alles so perfekt, dass wir kompromisslos 650 Euro ausgeben würden. Der Fingerabdruck-Sensor ist bei Apple deutlich besser, die TouchWiz-Oberfläche hinkt in Sachen Geschwindigkeit dem HTC Sense 6.0 System hinterher und den Kampf um das beste Gehäuse gewinnen ebenfalls die Konkurrenten. Hinzu kommt, dass die hoch angepriesene 16 Megapixel Kamera zwar sehr gute Bilder abliefert, aber eben auch mit den gleichen Tücken zu kämpfen hat wie jede andere Smartphone-Kamera. Ein Konzern wie Samsung, der so viel Geld im Rücken hat, sollte in jedem Bereich an Perfektion denken. An vielen Stellen sehen wir schon solche Verbesserungen. Wir haben aber das Gefühl, als wenn das Unternehmen das so wichtige Feedback der Kunden nicht wirklich annimmt.

Fazit

Wer zum Samsung Galaxy S5 greift, der bekommt ein gutes Android-Smartphones mit einem tadellosen 5,1 Zoll Bildschirm, einer guten Kamera, extrem vielen Software-Funktionen und starker Quad-Core Leistung. Auch in Hinsicht auf die Akkulaufzeit schneidet das neue Flaggschiff aus Südkorea gut ab. Features wie der USB 3.0 Anschluss, die Erweiterbarkeit mit MicroSD-Karten und der große Umfang an Funktechnologien wissen zu gefallen. Samsung-Fans kommen also auf jeden Fall auf ihre Kosten. Die Schattenseite ist wie immer bei den verwendeten Materialien zu finden. Samsung setzt erneut auf Plastik-Elemente. Dieses Mal zwar mit einer mattierten und gummierten Rückseite, aber das stellt uns nicht zufrieden. Für 650 Euro erwarten wir eine Wertigkeit und Verarbeitung, wie sie derzeit das HTC One M8 und das Apple iPhone 5s bieten. Viel Leistung, Software und Sensoren sind halt nicht alles.

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von Redcoon.de | Händlerangabe: 20.12.14 13:54

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,5 (Sehr gut)
  2. Display 1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte 2,0 (Gut)
  4. Temperatur 2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher 2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch 1,5 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör 1,5 (Sehr gut)
  8. Verarbeitung 1,0 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse 1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung (Spiele) 1,0 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen) 1,0 (Sehr gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Google V8 4986 Pkt. Max. 8605 Pkt.
Sunspider 399.4 ms Min. 346.8 ms
Smartbench 2012 8937 Pkt. Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android) 1016496 MFLOPS Max. 1143896 MFLOPS
Geekbench 2 4124 Pkt. Max. 4180 Pkt.
Geekbench 3 Single-Core 961 Pkt. Max. 1630 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core 2943 Pkt. Max. 3243 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited 18657 Pkt. Max. 19619 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile 3988 Pkt. Max. 6110 Pkt.
NenaMark 2 60.2 fps Max. 61.8 fps
Basemark ES 2.0 60.2 fps Max. 61.76 fps
Basemark X Medium 24517 Pkt. Max. 31612 Pkt.
Basemark X High 12011 Pkt. Max. 18906 Pkt.
Antutu 35529 Pkt. Max. 48394 Pkt.
Vellamo HTML5 1632 Pkt. Max. 3450 Pkt.
Vellamo Metal 1194 Pkt. Max. 2024 Pkt.
Quadrant 24455 Pkt. Max. 24455 Pkt.
Octane v1 4479 Pkt. Max. 7749 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen 27.4 fps Max. 44.7 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen 27.9 fps Max. 53 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Onscreen 11.5 fps Max. 30.9 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Offscreen 11.7 fps Max. 18.6 fps
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 3 Std. 34 Min. Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal 23 Std. 40 Min. Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis 15 Std. 37 Min. Max. 33 Std. 10 Min.
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