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Bilder zum Test: HTC One Mini Silber - Sieger im Kompakt-Format

Designtechnisch sind die Parallelen zwischen dem HTC One und dem One mini sofort erkennbar. An der Front sind das definitiv die markanten Stereo-Lautsprecher, an der Rückseite das nach außen gewölbte Aluminium-Gehäuse. Der Rahmen rund um das Smartphone besteht allerdings nicht aus abgeschliffenem Metall, sondern aus Kunststoff. In der uns vorliegenden Farbvariante „Glacial Silver“ wirkt dieser Rahmen wie eine Art Schutz-Bumper aus lackiertem und somit glänzend weißen Plastik. In Sachen Wertigkeit waren wir an dieser Stelle erst skeptisch, doch nach einer Woche in der Praxis konnten die Bedenken zerstreut werden. Der Kunststoff-Rahmen entwickelte sich zu einem guten Handschmeichler, der beim „Aus der Tasche ziehen“ sogar noch für den notwendigen Grip an den Fingern sorgt. Beim eher samt eloxiertem Aluminium des iPhone 5 gab es an dieser Stelle den ein oder anderen Sturzflug auf den Boden. Allgemein kann die Verarbeitung des HTC One mini als sehr gelungen beschrieben werden. Starken Verwindungsversuchen hielt das 4,3-Zoll Smartphone problemlos stand und wir konnten schon nach wenigen Tagen die Samthandschuhe ausziehen und das Gerät ohne Bedenken auch mal grob anpacken. Wer sich mit dem Kunststoff genauso anfreundet wie wir, wird auch in Sachen Wertigkeit voll auf seine Kosten kommen.

Etwas Enttäuschung macht sich im Hinblick auf die Anschlüsse und Funktechnologien breit. Physisch liegen hier nur ein Micro-USB-Port und die Audio-Schnittstelle vor. Bei einem internen Speicher von 16 GB wäre eine Erweiterbarkeit via MicroSD-Karte sinnvoll gewesen. Vor allem weil nach der Einrichtung des HTC One mini nur noch 11 GB zur freien Verfügung stehen. Ein großes Mail-Konto und eine Musik- sowie Fotobibliothek können den Platz für Apps schnell einschränken. Doch in der Zeit von Streaming-Diensten wie Spotify und Google Play sowie der Auslagerung von Daten in die Cloud (25 GB Dropbox-Speicher inklusive), können wir den kleinen Speicher als ausreichend betiteln. Zudem verfügt unser Testmodell über die USB On-The-Go Technik, die dem HTC One mini den Anschluss und Zugriff auf eine externe Festplatte erlaubt. Kabellos funkt das Smartphone über LTE (4G), UMTS (3G) sowie WLAN und Bluetooth 4.0. Aufgrund der in Deutschland wenig verbreiteten Funktionalität vermissen wir den NFC-Chip nur geringfügig. Schließlich kann die Verbindung zu externen Lautsprechern auch klassisch manuell via Bluetooth 4.0 hergestellt werden. Den vom HTC One bekannten Infrarot-Sender empfanden wir bereits im ersten Test als unausgereifte Spielerei, der nur beim Verlust der Fernbedienung provisorisch zum Einsatz kommen würde. Und somit sind wir auch hier nur wenig traurig, dass er den Einsatz im One mini nicht antritt.

Zum Start spendiert HTC dem One mini das Google Android 4.2.2 Jelly Bean Betriebssystem sowie das aktuellste HTC Sense 5.0 Oberflächen-Update. Somit liegen sowohl das HTC One, als auch der kleine Bruder softwaretechnisch gleich auf. Inhalte im so genannten BlinkFeed wurden erweitert, die HTC Zoe Foto-Funktion ausgebaut und die System-Stabilität verbessert. Detaillierte Informationen rund um die Software-Features des HTC One und HTC One mini finden Sie in unserem ausführlichen Testbericht zum Flaggschiff sowie in unserem HTC One Themenbereich.

Technische Daten

Display:4.3"Auflösung:1280 x 720
Prozessor:Qualcomm Snapdragon 400 (8930) / 1.4 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 305
Festplatte16 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 4.2
Akkulaufzeit:20,72 Std.Gewicht:122 g
B x H x T:6.32 cm x 13.2 cm x 0.93 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Unter dem Metall-Gehäuse sorgt ein Qualcomm Snapdragon 400 Prozessor mit einer Taktrate von 1,4 GHz für den Antrieb des HTC One mini. Ihm zur Seite stehen 1 GB Arbeitsspeicher und die Adreno 305 Grafikeinheit. Rein rechnerisch hat unser Testmodell nur halb so viel Power wie sein großer Bruder. Im Alltag fällt das allerdings kaum auf. Ruckler konnten wir nur feststellen, als wir unser großes Microsoft Exchange Mail-Konto eingebunden haben und 5-10 Apps parallel installieren wollten. In der Praxis allerdings ist uns nie aufgefallen, dass nur ein Dual-Core Prozessor im Inneren des HTC One mini schlägt. Ein weiterer Beweis dafür, dass das Android-Betriebssystem und die im Play Store erhältlich Apps nur bedingt für leistungsstärkere Quad-Core Prozessoren ausgelegt sind. Natürlich hat man mit schnelleren Chips ein paar Sekunden Vorsprung beim Starten von Apps oder Ausführen von rechenintensiven Befehlen, aber sogar Spiele wie Temple Run 2 oder Asphalt 7: Heat laufen problemlos und ruckelfrei auf dem HTC One mini. Ebenso wie die komplette Sense 5.0 Oberfläche und die verschiedenen Software-Funktionen, die von HTC mitgeliefert wurden. Gleiches gilt für das Surfen im Internet via HTC Android-Browser oder Google Chrome sowie beim Instant Messeging via WhatsApp, Skype und Co.

In letzter Zeit ist die HTC UltraPixel Kamera in Verruf gekommen. Haben doch verschiedene Labortests ergeben, dass der fehlende Detailreichtum und der bis zu 300 Prozent höhere Lichteinfang im Vergleich zu den 8 MP beziehungsweise 13 MP Kameras der Konkurrenz sehr mager ausfällt. Das Erkennen auch wir, wenn wir die 4 Megapixel Fotos nativ auf einem FullHD-Bildschirm genauer betrachten. Allerdings bleibt die Frage offen, ob dieser Weg heutzutage tatsächlich der ist, den die breite Masse wählt. Unserer Meinung nach sehen die Bilder auf dem Smartphone oder Tablet sehr gut aus. Und auch soziale Netzwerke wie Facebook komprimieren Bilder, womit die Qualität der meist besseren Smartphone-Kameras nur bedingt zur Geltung kommt. Vor allem aber gefällt uns die UltraPixel-Kamera im HTC One mini, weil sie einen schnellen Fokus und Auslöser hat. Momente müssen meist spontan eingefangen werden und hier spielt die Schnelligkeit der UltraPixel-Kamera in der obersten Liga. Hinzu kommen die einfache Menüsteuerung und eine innovative Album-Software in Hinsicht auf die Kurzvideos mit HTC Zoe.

Die Verkleinerung von 4,7 Zoll auf 4,3 Zoll ist wohl der wesentlichste Unterschied zwischen HTC One und One mini. Hinzu kommt, dass unser Testmodell anstelle der FullHD-Auflösung nur 1.280 x 720 Pixel bietet. Dennoch zeigt auch das HTC One mini eine höhere Pixeldichte als das Retina-Display des Apple iPhone 5. Kleine Pixel sind mit dem bloßen Auge also kaum bis gar nicht erkennbar und Schriften wirken gestochen scharf. Hinzu kommt die herausragende Qualität des LCD2 Touch-Bildschirms, der von Gorilla Glas 3 geschützt wird. In unseren Messungen stellen wir eine Ausleuchtung von 430 Candela pro Quadratmeter und einen maximalen Kontrast von 1.500:1 fest. So kann selbst das HTC One mini mit den Flaggschiffen aus eigenem Hause und denen der Konkurrenz mithalten. Zudem ermöglicht das helle Display die bessere Ablesbarkeit bei direkter Sonneneinstrahlung im Freien. In diesem Bereich müssen das Samsung Galaxy S4 und das Galaxy S4 Mini zurückstecken. In Sachen Display-Qualität sind die Smartphones iPhone 5 und Huawei Ascend P6 dem HTC One mini ebenbürtig.

Trotz niedrigerer Taktrate wird unser Testmodell bei Spielen aus dem Google Play Store vergleichsweise heiß und erwärmt sich sogar stärker als das leistungsfähigere HTC One. Beim Surfen, Mailen und bei der Medienwiedergabe (Fotos, Videos, Musik) bleibt das One mini allerdings nur handwarm und fällt nicht negativ auf. Und obwohl die Akkukapazität von 2.300 mAh beim HTC One auf nur noch 1.800 mAh beim HTC One mini geschrumpft ist, bleibt die Laufzeit ähnlich gut. In der Praxis erreicht das One mini über 12 Stunden mit einer Akkuladung und könnte somit prinzipiell einen kompletten Arbeitstag überleben. Je nachdem welche Funkverbindungen aktiv sind und wie hoch die Display-Helligkeit eingestellt ist. Im Vergleich dazu schafft es das Huawei Ascend P6 nur auf 8 Stunden und das Samsung Galaxy S4 Mini auf 11,5 Stunden.

Zusammenfassung

Im Vergleich zum HTC One braucht sich das neue HTC One mini nicht zu verstecken, denn der taiwanesische Hersteller kann hier ein neues 4,3 Zoll Flaggschiff am Markt platzieren. Die wichtigsten Eigenschaften, wie das stabile Metall-Gehäuse und das grandiose Display, wurden vom großen Bruder übernommen und stehen diesem in nichts nach. Selbst die UltraPixel Kamera und der BoomSound haben es in die Mini-Variante geschafft. Weiterhin kann das HTC One mini eine lange Akkulaufzeit und eine gute Nutzeroberfläche auf der Habenseite verbuchen. Das Fehlen von NFC, einem MicroSD-Kartenslot und dem Infrarot-Sender können wir aufgrund des Richtung 399 Euro steuernden Preises verschmerzen. Aufgrund des Displays, der Verarbeitung und der Akkulaufzeit würden wir das HTC One mini jederzeit dem Huawei Ascend P6 und dem Samsung Galaxy S4 Mini vorziehen. Alternativ würde uns nur das Apple iPhone 5 reizen, welches allerdings in einer anderen Preisliga spielt.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Leistung (Spiele)2,5 (Gut)
  3. Verarbeitung1,0 (Sehr gut)
  4. Leistung (Anwendungen)2,5 (Gut)
  5. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  6. Display1,5 (Sehr gut)
  7. Lautsprecher1,0 (Sehr gut)
  8. Temperatur3,5 (Befriedigend)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  11. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V81353 Pkt.Max. 12723 Pkt.
Sunspider1351 msMin. 324 ms
Smartbench 20123216 Pkt.Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android)307992 MFLOPSMax. 1143896 MFLOPS
Geekbench 21387 Pkt.Max. 4180 Pkt.
3DMark Ice Storm4850 Pkt.Max. 14137 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme2589 Pkt.Max. 11312 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile2207 Pkt.Max. 9539 Pkt.
NenaMark 257.4 fpsMax. 62 fps
Basemark ES 2.028.49 fpsMax. 61.76 fps
Antutu11204 Pkt.Max. 136834 Pkt.
Quadrant5939 Pkt.Max. 42181 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 41 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal21 Std. 27 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis12 Std. 3 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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