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  3. Apple iPhone 7 im Test - Klein, aber ganz groß

Schwarze Farbvarianten stehen hoch im Kurs

Apple iPhone 7 256GB Schwarz (Bild 1 von 17)Bildquelle: notebookinfo.de
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Startschuss: Der September steckt voller Neuheiten - iOS 10, macOS Sierra, Apple Watch Series 2 und das iPhone 7.

Obwohl die neue Doppel-Kamera des iPhone 7 Plus ein überzeugendes Kaufargument darstellt, ist das 5,5 Zoll Format nicht jedermanns Sache. Wer sich mit großen Smartphones oder Phablets nicht anfreunden kann, für den bietet Apple das kompaktere iPhone 7 mit 4,7 Zoll Bildschirm an. Nachdem Space Grau als Farbe aus dem Portfolio gestrichen wurde, brachte das US-amerikanische Unternemen zwei neue Varianten ins Spiel. Eine mit glänzender Rückseite in so genanntem Diamantschwarz - auch als Jet Black bekannt - und eine zweite in mattem Schwarz. Dabei handelt es sich zudem um die einzigen beiden Farbvarianten des iPhone 7, die zusätzlich eine schwarze Front aufweisen können. Wer zu einem Finish in Silber, Gold oder Roségold greift, erhält hingegen eine weiße Vorderseite. In Hinsicht auf das Design sehen viele Nutzer einen großen Vorteil in den schwarz eingefärbten Antennenstreifen an der Rückseite des neuen iPhone. Diese sind zwar weiterhin vorhanden, aber nahezu unsichtbar.

Apple iPhone 7 256GB Schwarz (Bild 10 von 17)Apple iPhone 7 256GB Schwarz (Bild 11 von 17)Bildquelle: notebookinfo.de

Ebenso wie beim iPhone 7 Plus, halten sich die optischen Unterschiede im Vergleich zu den beiden Vorgänger-Generationen auch beim iPhone 7 in Grenzen. Ganz abgesehen von den neuen Farben. Hier haben sich einige Apple-Fans sicher mehr erhofft. Dennoch konnte uns bereits die Aufmachung des iPhone 6 und das iPhone 6s überzeugen. Von daher trifft auch das iPhone 7 in der Redaktion auf Gefallen. Die Verarbeitung ist wie bei allen iPhone-Modellen hervorragend und auch haptisch hinterlässt das 4,7 Zoll Smartphone einen sehr guten Eindruck. Neben der Kamera gibt es am Gehäuse und seinen Bauteilen zwei wesentliche Neuerungen. Zum Einen wurde der 3,5 Millimeter Klinkenanschluss eingespart, zum Anderen der Home Button überarbeitet.

Schutz gegen Wasser und Staub statt Klinke

Vor allem der seit Ewigkeiten existierende Audio-Port wird von der Internet-Community schmerzlich vermisst. Apple nutzt stattdessen ab sofort den Lightning Connector. Ältere EarPods oder Kopfhörer können jedoch über einen mitgelieferten Adapter weiterhin genutzt werden. Einziges Problem: Das parallele Aufladen und Musikhören gestaltet sich ab sofort schwieriger. Entweder man nutzt das 59 Euro teure Lightning Dock, das immer noch über eine Klinken-Schnittstellen verfügt oder schlägt beim 40 Euro Belkin-Adapter zu, der zwei Lightning-Anschlüsse bietet. Apple sieht die kabelgebundene Technik als veraltet an und bewirbt parallel seine über Bluetooth arbeitenden AirPods und Beats Kopfhörer. Natürlich könnt ihr auch andere Bluetooth-Headphones problemlos mit dem iPhone 7 verbinden und nutzen. Auch wenn der Wireless-Alltag noch nicht in jedem Haushalt angekommen ist, sehen wir diese Einschränkung nur als kurzzeitige Last an.

Apple iPhone 7 256GB Schwarz (Bild 12 von 17)Bildquelle: notebookinfo.de

Deutlich besser hingegen kommt der neue Home Button bei den Apple-Fans an. Anstelle einer klassischen, drückbaren Taste, trefft ihr nun auf einen kapazitiven Auslöser. Und obwohl kein mechanischer Klick mehr ausgeführt wird, sorgt die Taptic Engine mit einem einstellbaren Vibrations-Feedback tatsächlich für das Gefühl als würden wir eine echte Taste betätigen. Anfangs leicht ungewöhnlich, aber nach wenigen Stunden bereits als äußerst positiv empfunden. All diese neuen Faktoren spielen eine Rolle in der nun endlich eingekehrten IP67-Zertifizierung. Die Gehäuse der neuen iPhones sind ab sofort gegen Wasser und Staub resistent. Tiefere und längere Tauchgänge solltet ihr mit den iOS 10 Smartphones zwar vermeiden, aber Regen sowie einen Schubser ins Waschbecken, den Pool oder die Badewanne können dem Apple iPhone 7 nun nichts mehr anhaben.

Mehr Speicher und schnelleres LTE

Wie auch sein großer Bruder kommt das iPhone 7 wahlweise mit 32, 128 oder 256 GB Speicher. Eine 64 GB Version existiert nicht mehr. Abmessung und Gewicht sind dabei nahezu identisch mit dem Vorgänger iPhone 6s. Die kabelgebundene Kommunikation mit Macs und PCs, das Aufladen des Smartphones und die Verbindung zu den beigelegten EarPods erfolgt über den universellen Lightning Connector an der Unterseite. Gefunkt wird bekanntlich über WLAN-ac (MIMO), 4G LTE mit bis zu 450 MBit/s Download-Geschwindigkeit, Bluetooth 4.2 und NFC. Die Near Field Communication ist dabei jedoch nur in Verbindung mit Apple Pay nutzbar. Der hauseigene Bezahldienst aus Cupertino wurde jedoch in Deutschland noch nicht etabliert. Darüber hinweg tröstet euch vielleicht der zweite Lautsprecher im Bereich der Hörmuschel, der nun in Kombination mit dem unterseitig platzierten Speaker einen satten Stereo-Sound ermöglicht.

Apple iPhone 7 256GB Schwarz (Bild 8 von 17)Bildquelle: notebookinfo.de

Klasse Kamera und extreme Leistung

Deutliche Verbesserungen kehren im Bereich der Kamera in das iPhone 7 ein. Nominell bleibt Apple bei 12 Megapixel, dafür jetzt mit einer lichtstarken Blende von f/1.8. Zudem bekommt nun auch die 4,7 Zoll Version des Smartphones einen optischen Bildstabilisator spendiert. Dieser war bis zum letzten Jahr nur den Plus-Größen vorbehalten. Mit an Bord sind auch ein hellerer Quad-LED-Blitz, ein größerer Farbumfang (Wide Color) und Klassiker wie HDR, Live Photos, 4K Video, Panorama und Co. Beim Sensor handelt es sich um die gleiche Weitwinkel-Linse, die auch im iPhone 7 Plus zum Einsatz kommt. Ebenso die 7 Megapixel FaceTime HD Frontkamera für Selfies und Videotelefonate ist in beiden Modellen zu finden. Die Bildqualität der neuen Kameras? Hervorragend.

Apple iPhone 7 256GB Schwarz (Bild 14 von 17)Apple iPhone 7 256GB Schwarz (Bild 16 von 17)Bildquelle: notebookinfo.de

Ein weiterer Sprung gelingt Apple im Bereich der Performance. Mit dem neuen Apple A10 Fusion Chip konnte man die Leistung im Vergleich zum iPhone 6s signifikant steigern. Der Prozessor arbeitet 40 Prozent schneller und die Grafikeinheit steigert sich um 50 Prozent im Vergleich zum Apple A9 Chip. Doch nicht nur im internen Vergleich schneidet das iPhone 7 sehr gut ab. Auch die Konkurrenz aus dem Hause Qualcomm wird in Benchmarks problemlos abgehangen. Der A10 Fusion geht somit als aktuell leistungsstärkster Smartphone-Prozessor an den Start. Und obwohl die 2 GB Arbeitsspeicher auf dem Papier für einige Technik-Begeisterte als zu wenig erscheinen, konnten wir in unserem Multitasking-Alltag keine Einschränkungen feststellen. Wer mit 3 GB RAM am Abend besser einschlafen kann, der sollte zum iPhone 7 Plus greifen. Kurzer Hinweis: Die von uns ermittelten Benchmark-Werte findet ihr im unteren Teil dieses Tests.

Verbessertes Display und längere Akkulaufzeit

Der 4,7 Zoll Bildschirm des Apple iPhone 7 setzt weiterhin auf die eher ungewöhnliche Auflösung von 1.334 x 750 Pixel. Somit erreicht das blickwinkelstabile IPS-Panel eine Pixeldichte von 326 ppi. Während die Apple-Community im Vorfeld auf eine 1080p Auflösung auch beim kleineren iPhone-Modell gehofft hat, sind die Neuerungen in anderen Bereichen zu finden. So wurde zum Beispiel die maximale Helligkeit deutlich erhöht. Wir messen bei direkter Sonneneinstrahlung knapp 650 cd/m2 und einen Kontrast von 1.500:1. Sehr gute Werte, um das Display auch in hellen Umgebungen noch gut ablesen zu können. Als neu erweist sich auch der erweiterte P3-Farbraum, der im Zusammenspiel mit der Wide Color Kamera ein gutes Gespann ergibt. Rein subjektiv sehen die Farben einen Tick besser und naturgetreuer aus als auf dem iPhone 6s.

Apple iPhone 7 256GB Schwarz (Bild 6 von 17)Bildquelle: notebookinfo.de

Sprechen wir abschließend über die Akkulaufzeit des Apple iPhone 7. Die 1.960 mAh Batterie soll laut Apple für zwei Stunden mehr Laufzeit sorgen als noch beim iPhone 6s. Und wie in jedem Jahr können die stets realistischen Angaben des Herstellers erfüllt werden. Je nach Nutzung könnt ihr zwischen 13 und 17 Stunden mit einer Ladung erreichen. Bei anspruchsvollen Games ist natürlich schon früher die Luft raus, im Mischbetrieb kommt ihr aber problemlos über den Tag. Mit dem abendlichen Aufladen werdet ihr euch aber weiterhin anfreunden müssen, außer ihr seid stetig im Energiesparmodus unterwegs.

Fazit

Nachdem uns bereits die 5,5 Zoll große Plus-Variante im Test überzeugen konnte, darf sich nun auch das kompakte Apple iPhone 7 eine sehr gute Wertung sichern. Das Gehäuse zeigt zwar im Vergleich zu seinen Vorgängern keine hochgradigen Unterschiede, dafür weiß aber die mattschwarze Farbvariante zu überzeugen. Die Antennenstreifen sind nun nahezu unsichtbar und es entsteht ein farblich fließender Übergang vom Gehäuserand hin zum Display. Weiterhin treffen wir auf eine erstklassige Verarbeitung und ein erstmals wasserfestes iPhone. Über den entfernten Klinken-Anschluss streiten sich die Geister, allzu tragisch ist dieses Manko jedoch nicht.

Im Ausgleich dafür erhalten wir einen neuen Home Button, eine qualitativ hochwertige 12 Megapixel Kamera und den bisher leistungsstärksten Prozessor im Smartphone-Bereich. Der Apple A10 Fusion Chip dominiert die Konkurrenz und neben einer deutlichen Performance-Steigerung konnte Apple auch noch die Akkulaufzeit verlängern. Das positive Zusammenspiel aus Hardware und Software kann sich also wieder einmal sehen lassen. Ebenso überzeugend tritt das 4,7 Zoll Display auf. Natürlich könnte die Auflösung gerne etwas höher sein, doch die verbesserte Helligkeit, der Kontrast und die Farbraumerweiterung wissen zu Gefallen.

Wer also mit dem Gedanken spielt sich das neue Apple iPhone 7 anzuschaffen und es vielleicht zeitlich sogar gut mit einer Vertragsverlängerung beim Mobilfunkanbieter zusammenpasst, der kann bedenkenlos zuschlagen. Ganz so einfach gestaltet sich der Kauf aktuell allerdings nicht. Vor allem die neuen Farbtöne Schwarz und Diamantschwarz sind sehr schnell vergriffen. Auf seiner Homepage spricht Apple von einer Lieferzeit von 2-3 Wochen. Wir rechnen jedoch stark damit, dass sich die Bestände gegen Ende September, spätestens Anfang Oktober wieder erholen werden.

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von Comtech | Händlerangabe: 07.12.16 11:24

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör1,0 (Sehr gut)
  8. Verarbeitung1,0 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)1,0 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen)1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Sunspider195.1 msMin. 194.3 ms
Geekbench 4 Single-Core3412 Pkt.Max. 3481 Pkt.
Geekbench 4 Multi-Core5597 Pkt.Max. 5647 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited37530 Pkt.Max. 37812 Pkt.
3DMark Sling Shot3011 Pkt.Max. 3056 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile9453 Pkt.Max. 9575 Pkt.
Basemark OS II3423 Pkt.Max. 3645 Pkt.
Antutu159544 Pkt.Max. 167253 Pkt.
Octane v225981 Pkt.Max. 26065 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen91.92 fpsMax. 92.11 fps
GFXBench 2.7 T-Rex HD Onscreen58.81 fpsMax. 59.24 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Onscreen55.12 fpsMax. 55.31 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Offscreen58.24 fpsMax. 58.53 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 18 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal30 Std. 0 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis16 Std. 0 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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