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  3. Medion Lifetab P10400 im Test - Das neue ALDI Tablet für 199 Euro

Zwischen Butter und Milch liegt wieder einmal ein ALDI Tablet

Medion Lifetab P10400 (MD 99775) (Bild 1 von 4)Bildquelle: Medion
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Gut und günstig: Ein neuer Tablet-Kandidat schafft es in die Prospekt-Angebote des Discounters um die Ecke.

Haptisch und optisch hinterlässt die uns vorliegende, weiße Farbvariante des Medion Lifetab P10400 einen guten Eindruck. Zwar finden neben dem Aluminium an der Rückseite und der mit Corning Gorilla Glass 4 verglasten Front auch Plastik-Elemente am 10,1 Zoller Platz, doch für 199 Euro können wir über die Aufmachung kaum meckern. Zudem gehen die Geschmäcker in Sachen Design deutlich auseinander und somit wird auch das günstige ALDI Tablet bei Schnäppchenjägern auf Gefallen stoßen. Ebenso solide schneidet die Verarbeitung ab, obwohl ihr einen groben Umgang mit dem Medion Lifetab P10400 vermeiden solltet. Hier lässt unser 505 Gramm schweres und 8 Millimeter schlankes Testgerät einige Verwindungen zu, die mit unschönen „Knarzgeräuschen“ verbunden sind. In Anbetracht des Preises treffen wir jedoch auf ein gut in den Händen liegendes und schickes Google Android Tablet.

Medion Lifetab P10400 (MD 99775) (Bild 3 von 4)Bildquelle: Medion

Besondere Highlights dank HDMI-Anschluss

Zu den Anschlüssen des Medion Lifetab P10400 (MD 99775) gehört ein klassischer Micro-USB 2.0 Port, über den das Gerät geladen und für die Datenübertragung genutzt wird. Der mitgelieferte USB On-the-Go Adapter ermöglicht es zudem externe Festplatten, Speichersticks oder handelsübliche Tastaturen mit dem Tablet zu verbinden. Die vorhandene Micro-HDMI Schnittstelle wird als Seltenheit angesehen. Nur wenige Modelle - vor allem in diesem Preisbereich - können einen Fernseher, Beamer oder Monitor kabelgebunden ansteuern. Zu guter Letzt treffen wir auf einen 3,5 Millimeter Klinkenanschluss und einen MicroSD-Slot, der für die Erweiterung des internen 32 GB Speichers verwendet werden kann. Eine Aufstockung ist laut Hersteller um bis zu 128 GB möglich. Die Funkverbindungen übernehmen im neuen ALDI-Tablet WLAN-n und Bluetooth 4.0.

Softwareseitig wird das Medion Lifetab P10400 mit Google Android 6.0 Marshmallow ausgeliefert. Während der Einrichtung installiert ALDI seine eigenen Apps für Foto- und Musikdienste. Gleiches gilt für Programme von eBay, McAfee, Microsoft Skype und TeamViewer. Für einige Käufer sind diese vielleicht nützlich, andere sehen sie allerdings als Bloatware an. Wer die ab Werk vorinstallierten Apps nicht benötigt, kann diese problemlos deinstallieren. Fast schon vernachlässigen könnt ihr die beiden verbauten Kameras (5 Megapixel Rückseite / 2 Megapixel Front). Fast jedes Mittelklasse-Smartphone schießt bereits bessere Bilder. Für mehr als schnelle Schnappschüsse sind die Linsen nicht gedacht.

Medion Lifetab P10400 (MD 99775) (Bild 2 von 4)Bildquelle: Medion

Intels Vorjahres-Prozessor mit guten Leistungsreserven

Um den Hauptantrieb des 10,1 Zoll Tablet kümmert sich der Intel Atom x5-Z8530 Chip. Dieser Vierkern-Prozessor (Quad Core) taktet mit maximal 1,92 GHz und beinhaltet die Intel HD Graphics 400 Grafikeinheit. Der im Frühjahr 2015 vorgestellte SoC kann zwar mit aktuellen High-End-Chips wie dem Qualcomm Snapdragon 821 oder dem Apple A10 Fusion nicht mithalten, sorgt aber im Alltag mit Apps, dem Surfen im Netz, beim Checken von Mails oder in Spielen für eine vergleichsweise gute Leistung. Otto Normalverbraucher wird mit der Performance des Medion Lifetab P10400 (MD 99775) zufrieden sein. Ruckler oder längere Wartezeiten konnten wir im Test nur selten hervorrufen. Ebenso können wir keine Abstürze der von uns genutzten Apps vermelden. Kurzum: Das Preis-Leistungs-Verhältnis des ALDI Tablets kann sich wirklich sehen lassen. Das bestätigen auch aktuelle Benchmarks wie Geekbench 4, AnTuTu oder 3DMark Mobile.

Hohe Auflösung und gute Mobilität

Beim Display setzt Medion auf eine gute FullHD Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixel. Hinzu kommt die IPS-Technik, die auch das Ablesen bei ungünstigem Blickwinkel - zum Beispiel von der Seite - ermöglicht. Die Bedienung des Touchscreens und die Ausführung von Multi-Touch-Gesten gehen dabei flüssig von der Hand. Die von uns im Test ermittelte Bildschirm-Helligkeit liegt bei maximal 335 cd/m² und der Kontrast bei guten 1.075:1. Zu Hause, im Büro oder unterwegs an schattigen Plätzen kann das Medion Lifetab P10400 überzeugen. Bei direkter Sonneneinstrahlung wird es jedoch schwer den aufgerufenen Inhalt auf dem glänzenden Display zu erkennen. Hierfür hätte es mehr als 500 cd/m² benötigt. Ein Wert der jedoch oftmals nur von teuren Spitzenmodellen erreicht wird. Einige Abstriche müsst ihr also beim 199 Euro ALDI Tablet hinnehmen.

Medion Lifetab P10400 (MD 99775) (Bild 4 von 4)Bildquelle: Medion

Am Ende des Medion Lifetab P10400 (MD 99775) Tests werfen wir einen Blick auf die Akkulaufzeit des 10,1 Zoll Modells. Offizielle Angaben werden hierbei weder von ALDI, noch von Medion genannt. Mit einer 7.000 mAh Batterie solltet ihr jedoch auf der sicheren Seite stehen. Im Leerlauf erreichen wir 20 Stunden, bei hoher Belastung knapp 4,5 Stunden. Nehmen wir den Mittelwert der beiden maximalen und minimalen Messungen als praxisnahen Richtwert, sollte das Android Tablet rund 12-13 Stunden mit einer Ladung auskommen können. Nutzt ihr euer Gerät nur sporadisch, könnt ihr sogar mehrere Tage abseits der Steckdose erreichen. Intensivnutzer müssen allerdings jeden Abend neu aufladen.

Fazit

Wer auf der Suche nach einem Tablet zum abendlichen Couch-Surfen, für sozialen Netzwerke wie Facebook, Mails und Filme ist, der kann mit dem günstigen Medion Lifetab P10400 glücklich werden. Für 199 Euro erhalten wir ein schlichtes, aber schickes Android Tablet mit Metall-Rückseite und einer guten Auswahl an Anschlüssen. Auch nach über einem Jahr im Amt kann sich die Leistung des Intel Atom Prozessors noch immer sehen lassen. Vor allem zu diesem Preispunkt. Gleiches gilt für die Display-Auflösung und den großen Akku. ALDI und Medion zeigen sich also erneut mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Doch wo wurde nun gespart? Warum sollten teure Tablets besser sein? Aktuelle High-End-Modelle versuchen zum Beispiel so wenig Plastik-Elemente wie möglich zu verwenden. Zudem gibt es bei Apple, Samsung und Co. mehr Leistung, höher auflösende Bildschirme und schnellere Anschlüsse. Stichwort: USB 3.0, WLAN-ac und Bluetooth 4.2. Für diesen Luxus wird aber oftmals mehr als ein doppelt so hoher Preis aufgerufen. Der anfangs beschriebene Otto Normalverbraucher benötigt diese Technik jedoch nur in den seltensten Fällen. Ein Ausflug in die Filialen von ALDI Nord könnte sich also diesen Donnerstag (27.10) lohnen.

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung2,0 (Gut)
  9. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung (Spiele)2,5 (Gut)
  11. Leistung (Anwendungen)2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Sunspider986.6 msMin. 285.6 ms
Geekbench 4 Single-Core915 Pkt.Max. 3980 Pkt.
Geekbench 4 Multi-Core2377 Pkt.Max. 9365 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited13607 Pkt.Max. 54280 Pkt.
3DMark Sling Shot1008 Pkt.Max. 5056 Pkt.
Antutu67413 Pkt.Max. 236194 Pkt.
Octane v26452 Pkt.Max. 26512 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen30 fpsMax. 221 fps
GFXBench 2.7 T-Rex HD Onscreen26 fpsMax. 60 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Onscreen11 fpsMax. 45.6 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Offscreen12 fpsMax. 108.5 fps
GFXBench 3.1 Car Chase Onscreen6.8 fpsMax. 6.8 fps
GFXBench 3.1 Car Chase Offscreen6.9 fpsMax. 6.9 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast4 Std. 33 Min.Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal20 Std. 0 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis12 Std. 15 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
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