Test LG G Pad 8.3 16GB Schwarz - Kompakt, leistungsstark, günstig

Mit dem LG G2 haben die Südkoreaner ein sehr leistungsfähiges und gutes Smartphone auf dem Markt und das LG G Flex steht bereits Mitte Februar 2014 für Deutschland in den Startlöchern. Im Tablet-Segment ist LG aktuell mit dem G Pad 8.3 vertreten und somit ist es an der Zeit zu prüfen, wie sich das Modell im Vergleich zu den Mitbewerbern schlägt. Mit einem Preis von aktuell rund 289 Euro steht man in Konkurrenz zum HP Slate 8 Pro, dem aktuellen Nexus 7 (2013) und mit Abstrichen dem Apple iPad mini.

Einleitung: Nicht zu groß und nicht zu klein

LG G Pad 8.3Bildquelle: notebookinfo.de | st
Fotogalerie (14)
Designsprache: Das LG G Pad 8.3 ähnelt stark dem LG G2 Smartphone, kommt aber sogar mit Aluminium.

Die Diskussionen rund um die ideale Größe für Smartphones und Tablets werden wohl noch bis in alle Ewigkeiten andauern. Viele Nutzer schwören auf 7 Zoll-Tablets, andere wiederum lieben 10 Zoll oder wollen gar 12 Zoll-Modelle sehen. Wem das eine zu klein und das andere zu groß, klobig und schwer ist, der entscheidet sich für den Mittelweg und greift zum rund 8 Zoll großen Tablet. Das Display fällt somit groß genug für Serien und Filme aus, bleibt aber auf der anderen Seite noch handlich genug für die Bedienung mit einer Hand beim Surfen im Internet und Durchstöbern von Facebook, Twitter, Google+ und Foren. Genau für diese Zwischengröße hat sich auch LG entschieden, allerdings nicht für ein 7,9 Zoll, sondern ein Modell mit 8,3 Zoll. Wie sich das LG G Pad 8.3 im Vergleich zur namhaften Konkurrenz von HP, Google und Apple schlägt, klärt unser Bericht.

Gehäuse: Schmaler Rand, Aluminium und Plastik vereinen sich

Ganz in Schwarz oder Silber kommt das LG G Pad 8.3 daher, die Front und Rahmenelemente sind in Plastik gehalten, während die mittlere Hauptfläche der Rückseite aus Aluminium besteht. Die schwarze Variante ist dabei aber dennoch besonders anfällig für Fingerabdrücke und wahre Schmierereien auf der Rückseite des ansonsten schicken Tablets. Die seitlichen Ränder um das Display sind ähnlich schmal ausgefallen wie schon beim iPad mini, allerdings mit dem Nachteil, dass LG keinerlei Erkennungssoftware nutzt, um festzustellen, ob man nun ausversehen mit dem Finger auf dem Display ruht oder aber eine Eingabe vornehmen wollte. Man sollte also ein wenig aufpassen, wie man das Tablet in der Hand hält, um unnötige Eingaben auf dem Touchscreen zu vermeiden.

LG G Pad 8.3LG G Pad 8.3Bildquelle: notebookinfo.de | st
Hochwertig: Die Front klassisch verglast, die Rückseite aus Metall.

Davon abgesehen gibt es an der Qualität des Gehäuses nichts auszusetzen, man stößt auf keine scharfen Ecken oder größere Lücken im Gehäuse, in denen sich etwa Staub festsetzen könnte. Mit 337,9 Gramm liegt das LG G Pad 8.3 gut in der Hand und fällt im Vergleich zur Konkurrenz weder negativ noch positiv auf. Eine Bedienung mit einer Hand ist also auch über einen langen Zeitraum problemlos möglich, was besonders bei Tablets dieser Größe ein wichtiges Kriterium darstellt.

Ausstattung: Erweiterbar, fast alles wunderbar

LG stattet sein G Pad mit 16 GB an Flashspeicher aus, eine Erweiterung ist aber jederzeit problemlos und kostengünstig um bis 64 GB via microSD-Karte möglich, gewünscht hätten wir uns aber dennoch eine etwas teurere Variante bei der von Haus aus 32 GB für Apps und Co. zur Verfügung stehen würden. Der Speicherplatz lässt sich auch für Videos und Schnappschüsse nutzen. Die Hauptkamera auf der Rückseite löst mit 5 Megapixel auf und bietet einen 4x digitalen Zoom und die Option für FullHD-Videos an. Die Frontkamera bringt es auf 1,3 Megapixel, als Kameraersatz kann und will das Tablet aber keinesfalls herhalten. Wenn es um Verbindungsmöglichkeiten geht, kann man auf WLAN 802.11 a/b/g/n zurückgreifen, MiMo oder den ac-Standard sucht man ebenso vergebens wie NFC-Unterstützung. Durch Bluetooth 4.0, GPS, DLNA und Miracast-Streaming gleicht man aber einige dieser fehlenden Aspekte wieder aus. Geladen werden kann das LG G Pad via MicroUSB, einen microHDMI-Anschluss hat man nicht eingeplant. Über den USB-Anschluss gibt es immerhin noch die Notlösung auf HDMI-Slimport auszuweichen.

LG G Pad 8.3LG G Pad 8.3Bildquelle: notebookinfo.de | st
Dem Preis angemessen: Viele, physische Anschlüsse hat das LG G Pad 8.3 nicht.

Damit Musik, Filme, Serien und Spiele auch vom Klang her ordentlich ertönen, verbaut LG einen Stereo-Lautsprecher. Die beiden Lautsprecheröffnungen sind auf der Rückseite hin zur Mitte des Gehäuses verbaut worden, somit werden diese im Regelfall nicht von den Händen des Nutzers verdeckt. Die Klangqualität ist als ordentlich einzustufen, zumindest gegenüber Mono-Lautsprechern ergeben sich beim G Pad klangliche Vorteile. Google Android 4.2.2 wird um das eigene Optimus UI erweitert, wodurch diverse zusätzliche Shortcuts, Verknüpfungen und Schnellzugriffe angelegt werden können. Ein Wörterbuch, Übersetzer, Video-Editor, Polaris Office 5 und andere, nützliche Apps findet man bereits vorinstalliert auf dem LG G Pad 8.3. QPair kann genutzt werden, um Android Smartphones mit dem Tablet zu verbinden, fortan kann somit etwa das Smartphone als WLAN-Hotspot herhalten oder aber man kann SMS und Anrufe auf dem Tablet sehen, falls das Smartphone gerade nicht zur Hand ist. Beantworten lassen sich Anrufe im Gegensatz zu den meisten Nachrichten allerdings nicht direkt auf dem Tablet.

Die KnockOn- und KnockOff-Funktion findet sich auch im LG G Pad 8.3 wieder, dazu muss mit dem Finger einfach doppelt mittig auf den Touchscreen „getapt“ werden, damit das Tablet aus oder in den Schlafmodus übergeht. Nett, aber auf dem Tablet in der Praxis weniger gut einsetzbar als etwa auf dem kleineren Smartphone LG G2. Mit QSlide können außerdem mehrere transparente Fenster gleichzeitig aktiv und offen gehalten werden. Eine weitere nette Funktion ist Quick Remote: Dank Infrarotsensor können mit dem Tablet auch Fernseher und andere Geräte ferngesteuert werden und das G Pad 8.3 dient somit als Universalfernbedienung.

Technische Daten

Display:8.3" IPS TouchAuflösung:1920 x 1200
Prozessor:Qualcomm Snapdragon 600 (8064T) / 1.7 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 320
Festplatte16 GBRAM:2 GB
Plattform:Android 4.2.2
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:0.34 kg
B x H x T:21.68 cm x 12.65 cm x 0.83 cmFarbe:schwarz

Leistung: Ordentlich Power unter der Haube

Mit dem LG G Pad 8.3 bekommt man ein gutes Leistungspaket geliefert. LG verbaut in seinem Tablet den Qualcomm Snapdragon 600 (Quad-Core) mit 1,7 GHz, unterstützt wird dieser von der GPU-Einheit von Qualcomm, der Adreno 320. Somit ist das G Pad zwar nicht mehr ganz oben auf, im Vergleich zu Modellen mit einem Snapdragon 800, weiß aber dennoch im Test zu überzeugen. Beim Arbeitsspeicher ging LG keine Kompromisse ein und verbaut direkt 2 GB RAM, somit muss man sich auch keine Gedanken machen, wenn man mal mehrere Tabs im Browser offen hat oder ein paar Apps im Hintergrund den Arbeitsspeicher anknabbern sollten. Die Bedienung der Oberfläche ist so oder so praktisch stets ohne Ruckler möglich, beim Surfen im Web gibt es zwar kleine Hakler beim Scrolling, aber davon abgesehen gibt es keine wirklichen Probleme oder Aspekte welche die Bedienung unangenehm auffallen lassen würden.

LG G Pad 8.3LG G Pad 8.3LG G Pad 8.3Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Benchmarks: Die Leistung des Tablets reicht für Apps aller Art aus.

Videos, Musik und auch aktuelle Spiele verarbeitet das LG G Pad 8.3 tadellos. Auch ein Dead Trigger 2 oder Asphalt 8 kann in Sachen Settings auf höchste Einstellungen gedreht werden. Die Performance überzeugt in den Spielen bei unseren Tests. Zwar können die Werte nicht mit den absoluten Top-Modellen mithalten, für die aktuell erhältlichen Spiele reicht das LG G Pad 8.3 aber allemal aus.

LG G Pad 8.3LG G Pad 8.3Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Gaming: Auch in Spielen macht das neue Android-Gerät eine gute Figur.

Display: Farbenfroh und dennoch nicht perfekt

Das IPS-Display im LG G Pad 8.3 löst mit 1.920 x 1.200 Pixel bei einer Dichte von 273 ppi auf. In Sachen Feinheitsgrad gibt es also durchaus bessere Modelle. Die satten Farben und die guten Kontrastwerte von rund 1107:1 helfen aber über diesen kleinen Schönheitsfehler hinweg. Bilder und bewegte Inhalte kommen auf dem LG G Pad 8.3 wirklich sehenswert rüber und das obwohl die Leuchtkraft und Ausleuchtung des Displays nicht gerade Top-Eindrücke hinterlassen konnten. Die Ausleuchtung lag gerade einmal im Bereich von 230 bis 310 Candela und schwankte somit je nach Messpunkt auch noch relativ stark. Für den Tag im Park bei strahlenden Sonnenschein wird das G Pad 8.3 also nicht zur ersten Wahl werden, besonders da man das Display stets auf einer recht hohen Helligkeitseinstellung betreiben sollte.

Emissionen: Durchschnittliche Akkulaufzeit beim G Pad

So farbenfroh das Display herüberkommt, so wenig konnte uns die Akkulaufzeit in unseren Messungen zufrieden stellen. Durchschnittlich kann man mit rund 8,5 Stunden rechnen, danach muss das Tablet dringend wieder ans Stromnetz angeschlossen werden. Wer das Display extrem stark abdunkelt und die Akkuschonfunktion ab 30% automatisch aktiviert, kommt mit etwas Glück auf rund 13 Stunden, allerdings lässt sich das Tablet mit dieser Helligkeit nicht mehr wirklich brauchbar bedienen. Wer zusätzlich leistungshungrige Apps oder Spiele ablaufen lässt, kann sich auf etwa 3,8 Stunden Laufzeit einstellen. Schade, wir hätten uns im Durchschnitt zumindest eine Laufzeit von gut 1,5 bis 2,5 Stunden mehr für das LG G Pad 8.3 gewünscht. Bei der Hitzeentwicklung liegt das LG Tablet noch im Rahmen. Im normalen Betrieb kann man mit Werten von rund 29-32 Grad rechnen. Unter längerer Volllast kann es in Wertebereiche von 34 bis 40 Grad Celsius hinauf gehen.

In der Praxis: Tolle Funktionen aber Verbesserungsbedarf beim Akku & Display

LG G Pad 8.3Bildquelle: notebookinfo.de | st
Gut und günstig: Unterm Strich beweist sich das G Pad 8.3 als solides Tablet.

LG zeigt wieder einmal, dass sie viele nette und nützliche Funktionen in einem Gerät unterbringen können. Beim LG G Pad 8.3 überzeugt auf der Softwareseite das eigene Optimus UI, aber auch die mitgelieferte Software. Die Möglichkeit sein Android Smartphone mit dem Tablet zu verbinden und somit direkt zu sehen, wenn eine Nachricht oder ein Anruf eingeht ist durchaus nützlich und hilfreich. Da das G Pad keinerlei Mobilfunkoption wie 3G oder 4G mit sich bringt, kann man dank QPair auch das Smartphone als Hotspot nutzen. Wer es darauf anlegt und Bedarf hat, kann sogar über das LG Tablet seinen heimischen Fernseher und Blu-Ray-Player steuern und das ohne irgendwelche zusätzlichen Geräte oder Adapter bzw. Sende- und Empfangsgeräte kaufen zu müssen. Die Leistungsfähigkeit des G Pads überzeugte uns im Test in praktisch allen Belangen und auch für die nächsten Monate, sollte das Tablet noch über ausreichende Reserven verfügen. Weniger schön sind die geringe Helligkeit des Displays und die doch recht kurze Akkulaufzeit von durchschnittlich 8 bis 8,5 Stunden. Hier ist man einfach von Konkurrenzmodellen mit 10-12+ Stunden besseres gewöhnt.

Fazit

LG liefert mit dem G Pad 8.3 ein gutes Tablet im Bereich zwischen 7 und 10 Zoll ab. Die Leistung im Alltag und für aktuelle Spiele ist noch mehr als ausreichend, die Software von LG selbst erweist sich als nützlich im Alltag und das Tablet weiß auch in Sachen Gewicht und Verarbeitung zu überzeugen. Lediglich die recht geringe Akkulaufzeit und die Pflicht das Display auf hohen Helligkeitseinstellungen zu betreiben, trüben den ansonsten guten Gesamteindruck des LG G Pads 8.3 ein wenig. Für den Preis von unter 300 Euro können wir dieses 8 Zoll Tablet dennoch nahezu bedenkenlos empfehlen.

Bester Preis59,33 EUR (20%) günstiger
ab 239,00 EUR*zzgl. 4,00€ Versand
von Cyberport.de | Händlerangabe: 01.08.14 05:34

Zum Anbieter
5 Angebote im Preisvergleich (239.00 - 298.33 EUR)

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck 1,5 (Sehr gut)
  2. Display 2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte 2,0 (Gut)
  4. Temperatur 3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher 2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch 3,0 (Befriedigend)
  7. Software und Zubehör 1,5 (Sehr gut)
  8. Verarbeitung 1,5 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse 2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele) 2,0 (Gut)
  11. Leistung (Anwendungen) 2,0 (Gut)
Benchmark
Benchmarks Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Google V8 2769 Pkt. Max. 7025 Pkt.
Sunspider 1132.2 ms Min. 399.7 ms
Smartbench 2012 7203 Pkt. Max. 9620 Pkt.
Linpack (Android) 547619 MFLOPS Max. 1014670 MFLOPS
PassMark Performance Test Mobile 2939 Pkt. Max. 5432 Pkt.
3DMark Ice Storm 9082 Pkt. Max. 31819 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme 5727 Pkt. Max. 22461 Pkt.
NenaMark 2 59.9 fps Max. 60.8 fps
Basemark ES 2.0 41.98 fps Max. 59.98 fps
Antutu 24399 Pkt. Max. 35234 Pkt.
Vellamo HTML5 2501 Pkt. Max. 3070 Pkt.
Vellamo Metal 739 Pkt. Max. 1446 Pkt.
Quadrant 11904 Pkt. Max. 22294 Pkt.
Octane v1 2778 Pkt. Max. 7083 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen 15 fps Max. 27.2 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen 14 fps Max. 28.7 fps
niedriger ist besser höher ist besser
Akkulaufzeit
Auslastung Erzielter Messwert Bestwert aller Tests
Vollast 3 Std. 50 Min. Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal 13 Std. 20 Min. Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis 8 Std. 35 Min. Max. 19 Std. 40 Min.
Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.