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Bilder zum Test: Nokia Lumia 520 Schwarz - Günstigster Windows Phone 8 Einstieg

Mit einem Straßenpreis um die 180 Euro gehört das Nokia Lumia 520 zu den günstigsten Smartphones mit Windows Phone 8 Betriebssystem. Unser Testgerät trägt ein haptisch sehr angenehmes mattschwarzes Wechselcover. Erhältlich ist das 4-Zoll Einsteiger-Smartphone auch mit einer matten, blauen Schale oder aber in den glatten Farbvarianten Gelb, Rot und Weiß. Die bunten Rückseiten sind sicherlich etwas auffälliger und erinnern eher an die Lumia Modellreihe von Nokia als unser schwarzes Testgerät. Das Lumia 520 hat mit 124 Gramm Gewicht nur wenig mehr auf den Rippen als die Konkurrenz in Form des HTC 8S (113g) und ist leichter als das Huawei Ascend W1 (120g). Der Barren ist griffig und schmiegt sich gut in die Hand. Die Verarbeitung ist in Ordnung, das Cover lässt sich lösen, wenn man Akku, microSD oder microSIM erreichen muss und sitzt ansonsten sehr fest. Das Chassis macht einen robusten Eindruck und mit Verwindungsversuchen kommen wir nicht wirklich weit.

Die Ausstattung überrascht mit dem bereits erwähnten microSD Slot für die Erweiterung des internen 8 GB Speichers (bis zu 64 GB). Dem Nutzer stehen nach Einrichtung 4,65 GB zur Verfügung. Gegen Platzarmut hilft Microsoft mit 7 GB zusätzlichem Speicher beim Clouddienst Skydrive. Über die microSIM kann in GSM, EDGE und UMTS Netzen mit bis zu 21,1 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit gefunkt werden. WLAN b/g/n, Bluetooth 3.0 und A-GPS mit GLONASS werden ebenfalls geboten. Über den microUSB Port wird das Nokia Lumia 520 mit dem PC synchronisiert oder aufgeladen, neben einem Netzteil findet sich auch ein nur 20 Zentimeter langes microUSB Kabel im Lieferumfang. Das mitgelieferte Headset bietet einen der Preisklasse angemessenen Klang, die Verarbeitung verspricht allerdings keine Langlebigkeit. Schon kurzes ruckeln am Kabel unterbricht den Kontakt. Auf die 5 Megapixel Kamera wurde mehr Wert gelegt. Der Autofokus ist sehr flink, nur bei schwierigen Lichtverhältnissen vermissen wir einen LED-Blitz. Eine Frontkamera für Videochats fehlt dem Lumia 520 Einsteiger ebenso wie ein integrierter Kompass.

Softwareseitig verschrieb sich Nokia bei den Smartphones voll und ganz dem Windows Phone 8 Betriebssystem. Zusätzlich liefern die Finnen mit Here Drive eine kostenlose Navigationssoftware. Gegenüber den höheren Lumia Modellen gibt es die Navigation nur für ein Land gratis, weitere Karten müssen gegen Aufpreis erworben werden. Obendrein spendiert Nokia mit Mix Radio einen kostenfreien Musikstreamingdienst und kann mit der Here Maps App eine Offline-Navigation bieten. Sämtliche Apps müssen beim Nokia Lumia 520 wegen der Einschränkungen von Windows Phone 8 allerdings auf dem internen Speicher Platz finden. Musik, Fotos und Videos können auf die microSD Karte ausgelagert werden. Damit hat das Lumia 520 gegenüber dem HTC 8S und dem Huawei Ascend W1 mit jeweils 4 GB Platzangebot, von denen letztendlich weniger als die Hälfte für Apps übrigbleibt.

Technische Daten

Display:4" IPSAuflösung:800 x 480
Prozessor:Qualcomm Snapdragon S4 MSM8227 / 1 GHzGrafikkarte:Adreno 305
Festplatte8 GBRAM:512 MB
Plattform:Windows Phone 8
Akkulaufzeit:14,8 Std.Gewicht:124 g
B x H x T:6.4 cm x 11.99 cm x 0.99 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Mit einem Qualcomm Snapdragon S4 Plus (MSM8227) Dualcore Prozessor mit 1,0 GHz Takt und 512 MB Arbeitsspeicher ist das Nokia Lumia 520 hardwaretechnisch genauso ausgestattet wie die teureren Schwestermodelle Nokia Lumia 620 und Lumia 720. Da das Windows Phone 8 Betriebssystem recht genügsam ist, reicht der Zweikerner auch für die meisten alltäglichen Anwendungen von Smartphone Einsteigern. Manche Apps starten natürlich langsamer als bei dem 1,5 GHz Dualcore im Nokia Lumia 920, gravierende Verzögerungen erleben wir allerdings nicht.

Für einen 4-Zoll Bildschirm ist die Auflösung von 480 x 800 Pixel mit resultierender Pixeldichte von 233 ppi hoch genug und angemessen scharf. Die durchschnittliche Helligkeit des IPS-Displays von 256 Candela pro Quadratmeter treibt den Nutzer an hellen Tagen in schattigere Gefilde. Im Freien ist das Display aufgrund der Reflexionen sehr schwer abzulesen.Das Lumia 620 bietet mit 526 Candela ein deutlich helleres Display. Das maximale Kontrastverhältnis von 710:1 ist in Ordnung und rückt die Windows Phone 8 Kacheloberfläche ins rechte Licht. Die Empfindlichkeit des Touchscreen ist sehr hoch, wie alle Nokia Lumia Displays erlaubt auch der Bildschirm des Lumia 520 die Bedienung mit einem Handschuh. Der Lautsprecher hat bei der überraschend hohen, vollen Lautstärke kleine Probleme mit Tiefen und betont die Höhen zu sehr. Das blecherne Klangbild finden wir aber auch beim Lumia 720 vor.

Der wechselbare Akku des Nokia Lumia 520 hat eine Kapazität von 1.430 mAh und damit 130 mAh mehr als das Lumia 620. Das reicht für 5 Stunden und 4 Minuten Videowiedergabe, laut Nokia bis zu 9,6 (3G) oder 14,8 (2G) Stunden Gesprächszeit oder 10 Stunden und 53 Minuten Surfen im Netz. Im Leerlauf bei deaktivierten Funkverbindungen hielt das Gerät gute 17 Stunden und 47 Minuten durch. Unter praxisferner Volllast erreichen wir 2 Stunden und 23 Minuten. Im Alltag muss das Nokia Lumia 520 aller zwei Tage an die Steckdose und kommt auch bei Heavy-Usern – sofern die Videowiedergabe sich in Grenzen hält- über mindestens einen Arbeitstag.

Zusammenfassung

Das Nokia Lumia 520 ist hübsch gestaltet, robust und für die Einstiegsklasse gut ausgestattet. Gerade die 8 GB Speicherplatz braucht es bei Windows Phone 8, da nur Musik, Fotos und Filme auf die microSD Karte ausgelagert werden können. Die Performance reicht vollkommen, die Kamera macht bei Tageslicht gute Aufnahmen. Bei Dunkelheit vermissen wir einen LED-Blitz. Wo hat Nokia sonst gespart? Am Display: Die maximale Helligkeit kann die Reflexionen auf dem Displayglas nur in Innenräumen überstrahlen. Im Freien muss man das Display für die Erkennbarkeit abschirmen. Dadurch müssen sich die Windows Phone Einsteiger entscheiden. Wer nur wenig Apps nutzen will, bekommt beim Huawei Ascend W1 eine etwas höhere Helligkeit im Tausch für internen Speicherplatz. Richtige Outdoor-Freunde sollten den Aufpreis zum Lumia 620 mit einer hervorragenden Helligkeit zahlen. Wer das Aufladen gerne mal vergisst und kein allzu helles Display braucht, erhält mit dem Nokia Lumia 520 einen sehr günstigen Einstieg in das Windows Phone 8 Betriebssystem.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Leistung (Spiele)2,0 (Gut)
  3. Verarbeitung2,0 (Gut)
  4. Leistung (Anwendungen)2,0 (Gut)
  5. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  6. Display4,0 (Ausreichend)
  7. Lautsprecher2,5 (Gut)
  8. Temperatur2,0 (Gut)
  9. Anschlüsse2,5 (Gut)
  10. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  11. Software und Zubehör2,0 (Gut)
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 23 Min.Max. 11 Std. 5 Min.
Maximal17 Std. 47 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis10 Std. 53 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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