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Test Apple iPhone 6 Plus 128GB Gold - Wenn die Größe doch eine Rolle spielt

Im Test muss sich das Apple iPhone 6 Plus mit 5,5 Zoll Bildschirm den großen Smartphones der Android-Konkurrenz stellen. Mehr Leistung, mehr Auflösung, mehr sichtbare Fläche. Den Trend haben die Asiaten schon lange für sich entdeckt, doch geht der Plan auch bei Apple und iOS 8 auf? Wir fühlen dem Phablet aus Cupertino auf den Zahn und verraten euch im Testbericht, ob sich der Kauf des größeren Modells lohnt.

Einleitung: Ist der Kunde König?

Das neue Apple iPhone 6 Plus kostet mit 128 GB Speicher satte 999 Euro.Bildquelle: notebookinfo.de | st
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Das lange Warten hat ein Ende: Das Apple iPhone 6 Plus kommt als Phablet mit 5,5 Zoll Display nach Deutschland.

Größer, schneller, besser. Was für Autos gilt, konnte in den letzten zwei Jahren perfekt auf Smartphones übertragen werden. Die Samsung Galaxy Note Serie verkauft sich in Asien prächtig und auch Hersteller wie LG, Huawei, Acer und Sony spielen in der Liga „5 Zoll und mehr“ mit. Nach dem Update auf das iPhone 5s hat Apple den Markt der so genannten Phablets genauer analysiert und dabei auf die iOS-Fans gehört. Mit dem iPhone 6 und dem hier relevanten Apple iPhone 6 Plus erfüllt man also einmal mehr die Wünsche der Kunden. Dennoch bedienen die US-Amerikaner den Markt relativ spät, weshalb viele Phablet-Anhänger ins Android-Lager gewechselt sein könnten. Ob man diese nun zurückholen kann, zeigen wir im Testbericht zum iPhone 6 Plus. Natürlich ziehen wir auch den Vergleich zum Samsung Galaxy Note 3 und Note 4.

Gehäuse: Neuer Style, hochwertiges Aluminium

Bei Samsung oft vermisst, bei Apple Standard - ein Gehäuse aus Aluminium. Auch beim Apple iPhone 6 Plus sind Rückwand und Seitenränder in Metall gehüllt. Im Vergleich zum iPhone 5s in einer deutlich abgerundeten Form. Scharfe Kanten wird man beim neuen iOS-Smartphone also nicht finden. Somit ist das Modell ein echter Handschmeichler. Die Front ist klassisch verglast und in unserer goldenen Farbvariante weiß umrahmt. Subjektiv fallen die Display-Ränder beim iPhone 6 Plus stärker auf als beim iPhone 5s. Hier hätte Apple etwas minimalistischer arbeiten können.

Die Front des Phablets ist klassisch verglast. Man erkennt sofort das markante Apple iPhone Design.Die Rückseite aus Aluminium kommt nun mit Kunststoff-Streben für den Funk-Empfang.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Der Klassiker: Die Front verglast, an der Rückseite Aluminium. Alles im Unibody-Look.

Die Rückseiten-Verglasung an der Ober- und Unterseite der Rückwand - wie wir es vom iPhone 5s kannten - fällt beim iPhone 6 Plus komplett weg. Stattdessen finden sich mehrere Kunststoff-Streben im gleichen Bereich, die für den verbesserten Empfang der Funkantennen sorgen. Über Geschmack lässt sich an dieser Stelle natürlich streiten. Wir fanden die Lösung beim alten iPhone allerdings etwas eleganter und weniger auftragend. Wem dieses Designmerkmal auch ein Dorn im Auge ist, der kann mit einem Apple Cover nachhelfen und diese optisch verschwinden lassen.

Bei der Verarbeitung liefert das Apple iPhone 6 Plus wieder eine hervorragende Leistung ab. Die Spaltmaße sind gleichmäßig und gering, die Verwindungssteifheit nahezu perfekt. Deutlich besser als beim Samsung Galaxy Note 3. Ob das Galaxy Note 4 mit seinem Metall-Rahmen hier mithalten kann, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Dann sollte auch das neue Phablet aus Südkorea bei uns in der Redaktion eintreffen.

Das Apple iPhone 6 Plus gibt es in Gold, Silber und Grau zu kaufen.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Die Farbwahl: Neben Gold (links) ist auch Spacegrey (rechts) und Silber möglich.

Für ein Phablet ist das Apple iPhone 6 Plus übrigens vergleichsweise leicht. 172 Gramm fühlen sich in der Praxis bei so einem großen Smartphones nicht so schwer an, wie sie auf den ersten Blick aussehen. Natürlich ist auch die Bauhöhe des Gehäuses mit 7,1 Millimeter extrem schlank, was im Handling einen sehr guten Eindruck macht. Dabei ist auch zu erwähnen, dass das iPhone 6 Plus ein wirklich großes Smartphone ist, größer sogar als vergleichbare Phablets mit 5,5 Zoll Bildschirm. Über 5 Tage nutzen wir das Gerät nun schon aktiv im Alltag. Die im Internet kursierenden „Knicke“ im Gehäuse durch das Tragen in Hosentaschen konnten wir nicht bestätigen. Bei uns zeigt das Plus-Modell noch keinerlei Verschleißerscheinungen.

Ausstattung: Viele Verbesserungen, überschaubare Neuheiten

Klassisch finden an den Seitenrändern des iPhone 6 Plus physische Tasten für die Lautstärkenregelung, der Mute-Schalter und der Netzschalter ihren Platz. Neu ist, dass letzterer im Vergleich zum iPhone 5s vom vertikal oberen Rand an die rechte Seite des Gehäuses rutscht. iPhone-Anhänger werden sich also umgewöhnen müssen. Bekannt ist auch die Funktionalität der Hometaste und dem darin integrierten Touch ID Sensor für die Erkennung von Fingerabdrücken.

Umdenken: Der Power-Button rutscht von oben an die rechte Seite des iPhone 6 Plus.Wie mit dabei: Der Touch ID Sensor zur Erkennung des eigenen Fingerabdrucks.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Änderungen und Bekannte: Der Power-Button an der rechten Seite und Touch ID Fingerprint Erkennung.

Per Kabel kann das 5,5 Zoll Smartphone über den Lightning Connector an der Unterseite mit dem PC oder Mac verbunden werden. Über den gleichen Anschluss wird das iPhone 6 Plus auch aufgeladen. Mikrofon, Lautsprecher und der 3,5 mm Stereo-Kopfhöreranschluss befinden sich ebenfalls in diesem Bereich des Gehäuses. Wichtiger sind jedoch die kabellosen Kommunikationsmöglichkeiten. In diesem Fall stehen WLAN-ac, LTE, Bluetooth 4.0 und NFC bereit. Wer keinen LTE-Vertrag bei seinem Mobilfunkanbieter besitzt, der kann natürlich auch über UMTS und EDGE ins Internet gelangen. Wichtig ist auch zu erwähnen, dass NFC bisher nur für Apple Pay - den kommenden, mobilen Bezahldienst - zur Verfügung steht. In wie weit Apple die Kurzdistanz-Übertragung auch für Drittanbieter öffnet oder sie gar später für weitere iOS-Services nutzt, ist bisher nicht bekannt. Dennoch können wir gespannt sein, wie wir in den nächsten Monaten mit Hilfe des iPhone 6 und iPhone 6 Plus in Deutschland bezahlen können.

Flach wie eine Flunder: Das Apple iPhone 6 Plus ist nur 7,1 mm dünn.Wie immer: Die Anschlüsse und Lautsprecher an der Unterseite des iPhone 6 Plus.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Noch schlanker: Das Gehäuse ist nun nur noch 7,1 Millimeter dünn.

Die integrierte Kamera an der Rückseite steht bei den neuen iPhone-Modellen leicht aus dem Gehäuse heraus. Das macht sie natürlich anfällig für Kratzer, obwohl die Saphirkristall-Abdeckung für den notwendigen Schutz sorgen sollte. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dem empfehlen wir an dieser Stelle erneut ein Apple Cover für das iPhone 6 Plus. Die Auflösung der Kamera beträgt 8 Megapixel mit 1,5µ Pixel. Außerdem wurde der Autofokus mit der Funktion Focus Pixels verbessert und eine f/2.2 Blende kommt zum Einsatz. Mit dabei ist natürlich auch der True Tone Blitz und das komplette Kamera-Software-Repertoire, das wir bereits vom iPhone 5s kennen. Neu sind unter anderem die Zeitraffervideos mit 240 fps, 1080p Videoaufnahmen mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde und eine manuelle Belichtung am Tap-Fokus-Ziel. Die Qualität der Aufnahmen - Foto sowie Video - ist durchweg als sehr gut zu bezeichnen. Und das mit einer geringeren, aber immer noch guten Anzahl von Megapixeln. Der FaceTime Kamera an der Front hat Apple z.B. eine Serienbildfunktion verpasst, sehr gut für die im Trend liegenden Selfies. Obwohl die Konkurrenten von Samsung und Sony bereits bis zu 20 Megapixel bieten, übertrifft die Qualität des iPhone 6 Plus diese problemlos. Nur Nokia kann mit den PureView-Kameras im Lumia 1020 und Lumia 1520 bessere Ergebnisse erzielen.

Die Kamera des Apple iPhone 6 Plus steht aus dem Gehäuse heraus.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Ungewöhnlich: Die Kamera des neuen iPhones steht aus dem Gehäuse heraus.

Straßenaufnahme vor der Berlin notebookinfo.de Redaktion mit dem iPhone 6 Plus.Nahaufnahme im Automatik-Modus mit HDR Auto-Option beim iPhone 6 Plus.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Klasse Aufnahmen: Fotos und Videos sind trotz 8 MP von sehr hoher Qualität.

Das Thema Apple iOS 8 werden wir zu einem späteren Zeitpunkt in einem gesonderten Praxis-Artikel beleuchten. Daher reißen wir nur kurz die Neuerungen an. So wurde unter anderem die Foto- und Messages-App aufgebohrt und die virtuelle Tastatur verbessert. Nun können zum Beispiel auch Drittanbieter-Apps wie Swype installiert und genutzt werden. Neu hinzu kommt die Health App, die als Fitness-Zentrale dienen soll und zum Beispiel Schritte, Kalorienverbrauch und Höhen auswertet. In Zukunft soll Health auch mit Fitness-Trackern von Nike, Jawbone, Withings, Fitbit und Co. kommunizieren können, um die Genauigkeit zu optimieren. Ein Pluspunkt gegenüber Samsung, die mit der S Health App nur hauseigene Tracker unterstützen.

Beim iPhone 6 Plus gibt es den Homescreen unter Apple iOS 8 nun auch im Landscape Format.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Mehr Fläche: Das iPhone 6 Plus bietet unter anderem auch den Homescreen im Querformat.

Bisher hat das Apple iPhone 6 Plus nur wenige, nützliche Phablet-Funktionen. Die wohl wichtigste ist der Landscape-Modus. Ähnlich wie bei den iPad-Modellen, kann das 5,5 Zoll iPhone im Querformat bedient werden und alle Menüs, Apps und der Homescreen drehen sich mit. Beim kleinen iPhone 6 und älteren Modellen ist das nur in Apps, Fotos und Videos der Fall. Wer zwei Mal den Home Button berührt, bekommt zusätzlich einen Modus für den Einhand-Betrieb, der den oberen Teil des Bildschirms nach unten transportiert. Programme wie der Kalender oder Mail werden somit ein echter Mehrwert. Gegen Android und Samsung mit der Multi-Window-Funktion und dem S Pen hat Apple allerdings noch nichts in der Hand. Wir sind gespannt, wie das Konzept Phablet iPhone 6 Plus in den nächsten Monaten noch ausgebaut wird.

Technische Daten

Display:5.5" IPSAuflösung:1920 x 1080
Prozessor:Apple A8 / 1.4 GHzGrafikkarte:PowerVR GX6450
Festplatte128 GBRAM:1 GB
Plattform:iOS 8.0
Akkulaufzeit:24 Std.Gewicht:172 g
B x H x T:7.78 cm x 15.81 cm x 0.71 cmFarbe:weiß Gold

Leistung: Satte Performance, noch immer wenig Arbeitsspeicher

Das Herzstück des Apple iPhone 6 Plus ist der Apple A8 Prozessor samt M8 Co-Prozessor. Das Gespann bietet zwei Kerne (Dual-Core) und eine Taktrate von 1,4 GHz. Hinzu kommt die PowerVR GX6450 Grafikeinheit. Auf dem Datenblatt wirken die Werte natürlich nicht besonders beeindruckend, doch schon das Apple iPhone 5s hat gezeigt, dass man gegen die Konkurrenz - z.B. den Qualcomm Snapdragon 801 - auf Augenhöhe kämpfen kann. Das belegen auch unsere Benchmarks des Apple A8 Prozessors im unteren Teil dieses Testberichts. Im Vergleich zum Apple A7 Prozessor gibt es 25 Prozent mehr Prozessor-Leistung und 50 Prozent mehr Grafik-Leistung. Außerdem wurde der Image Signal Prozessor (ISP) verbessert, der sich um die Kamera-Funktionen kümmert.

Gute Werte in den Benchmarks, der Apple A8 Prozessor macht gut Dampf.Gute Werte in den Benchmarks, der Apple A8 Prozessor macht gut Dampf.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Bei Technik-Fans beliebt: Die Benchmarks Geekbench 3 und 3DMark.

Trotz des vergleichsweise geringen 1 GB Arbeitsspeichers läuft das Apple iPhone 6 Plus unter iOS 8 extrem schnell. Vor allem bei leistungshungrigen, großen Apps ist der Geschwindigkeitsvorteil gegenüber dem iPhone 5s deutlich spürbar. Alles wirkt einen Tick schneller, einen Tick flüssiger. Dabei ist das Multitasking der neuen iPhones immer noch etwas beschränkt. Ein gutes Beispiel dafür ist der Safari-Browser. Wechselt man die Tabs, werden diese immer neu geladen, anstatt im Hintergrund erhalten zu bleiben. Das geht unter Android besser, verlangt aber auch mehr Arbeitsspeicher. Bei einem Preis von knapp 1.000 Euro für unsere 128 GB Variante des Apple iPhone 6 Plus hätte man hier aber sicher mehr RAM spendieren können.

Display: Kein Pixel-Wahn, dafür super Qualität

Der Vergleich: Das 4 Zoll iPhone 5s gegenüber dem 5,5 Zoll Apple iPhone 6 Plus.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Großer Sprung: Von 4 Zoll (iPhone 5s, links) direkt auf 5,5 Zoll (iPhone 6 Plus, rechts).

Retina HD Display - So nennt Apple den neuen Bildschirm der iPhone 6 und iPhone 6 Plus Smartphones. Bei einer Diagonale von 5,5 Zoll setzt das Phablet auf 1.920 x 1.080 Pixel. Daraus resultiert eine Pixeldichte von 401 ppi. Smartphones wie das HTC One oder das Samsung Galaxy Note 4 bieten hier natürlich mehr Pixeldichte und der Full-HD-Standard hat sich schon in kleineren Zoll-Größen als Standard etabliert. Das ist also nicht die Besonderheit des Retina HD Bildschirms. Wichtiger ist, dass Apple den kompletten sRGB Farbraum abdeckt, nahezu durchgängig 500 Candela Helligkeit bietet und einen Kontrast von 1250:1. Durch Zero Air Gap - also kaum einen Luftspalt zwischen Panel und Glasscheibe - wirkt das Display sogar wie aufgedruckt. Somit bietet das Apple iPhone 6 Plus genug Ausleuchtung für den Outdoor-Betrieb, starke Farben, knackige Kontraste und eine realistische Farbdarstellung. Dafür bekommt man bei Apple allerdings nicht den Auflösungs-Wettkampf in Richtung 4K auf dem Smartphone, was sich viele Nutzer in Anbetracht des hohen Preises wünschen würden.

Emissionen: Mehr Akkulaufzeit, aber da geht noch was

Die Akkulaufzeit das iPhone 6 Plus gibt Apple mit 12 Stunden Internet-Nutzung an. Und das kommt sogar in der Praxis hin. Die maximale Leerlaufzeit liegt in unserem Test bei knapp über 30 Stunden. Unter voller Auslastung hingegen messen wir etwas unter 4 Stunden. Daraus resultiert eine durchschnittliche Laufzeit von 17 Stunden. Oftmals nutzt man das iPhone 6 Plus allerdings intensiver, weshalb die 12 Stunden als realistischer Wert auftreten. Unterm Strich kommt man mit dem iPhone 6 Plus gut über den Tag, aber eben nicht über zwei Tage. Subjektiv haben wir das Gefühl, dass die Laufzeit nur geringfügig besser ist, als es beim iPhone 5s der Fall war. Und das konnte sich nach dem letzten iOS 7 Update kaum noch gegen die Konkurrenz behaupten. Die Software-Aktualisierung auf iOS 8 hat zumindest den iPhone 6 Modellen sehr gut getan. Diese wurden nämlich direkt darauf optimiert.

Im Vergleich zu älteren iPhone-Modellen bleibt das Apple iPhone 6 Plus vergleichsweise kühl. Selbst bei voller, praxisferner Auslastung via Benchmark Software, messen wir im Schnitt nur 37 Grad Celsius. Bei normaler Nutzung wird das Phablet nicht einmal handwarm. Hier zahlt sich also das große Gehäuse wirklich aus.

In der Praxis

Auch draußen gut: Das helle Display kann auch unter freiem Himmel abgelesen werden.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Im Alltag gemischte Gefühle: Groß ist toll, mehr Funktionen für Phablets müssen her.

Das iPhone 6 Plus ist mit seinen 5,5 Zoll in erster Linie eines - riesig. Fast 16 cm in der Höhe sind für den richtigen Phablet-Fan natürlich beeindruckend. Allerdings hätten wir uns eine bessere Platzeinteilung gewünscht. An der ein oder anderen Ecke hätte man sich ein paar Millimeter Freiraum sicher sparen können, um das Gerät trotz großem Bildschirm kompakt zu halten. Für einige Hosentaschen ist das iPhone 6 Plus sicher zu groß, man trägt es wohl eher in der Hand- oder Jackett-Tasche. Großen Gefallen fanden wir an der Schnelligkeit des Apple A8 Prozessors und dem qualitativ hochwertigen Display. Die Full-HD-Auflösung reicht hier vollkommen aus, für den Preis von fast 1.000 Euro hätten wir aber etwas mehr technische Fortschrittlichkeit erwartet. Das iOS 8 Betriebssystem macht in der Praxis eine gute Figur, hält sich aber subjektiv mit Neuerungen im Vergleich zu iOS 7 zurück. Eine klassische Evolution, statt der immer erwartete Revolution. Im Alltag macht vor allem die Kamera des iPhone 6 Plus richtig Spaß. Super Software, sehr gute Aufnahmen und die immer wieder starke Panorama-Funktion.

Fazit

Das Apple iPhone 6 Plus verlässt den Test mit einer sehr guten Wertung. Das riesige 5,5 Zoll Smartphone bringt einen tollen Full-HD-Bildschirm mit und überzeugt in Sachen Prozessor- und Grafikleistung. Das iOS 8 Betriebssystem sorgt zudem für eine runde und einfache Bedienung sowie für Features, die Apple-Nutzer sonst nur aus dem Android-Lager kennen. Die Kamera ist trotz der 8 Megapixel auf dem Datenblatt noch einmal verbessert wurden und spielt auf höchstem Niveau im Smartphone- und Tablet-Bereich. Ebenso konnten uns das neue, abgerundete Design, die geringe Bauhöhe und das leichte Gewicht überzeugen. Ob man nun ein Fan von solch großen Smartphones (Phablets) ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Apple hat in jedem Fall ein heißes Eisen im Feuer, das der Samsung Galaxy Note Serie Konkurrenz machen könnte. Spannend werden hier allerdings erst die nächsten Monate, wenn Drittanbieter und Apple selbst ihre angepassten Apps und Services für das iPhone 6 Plus freischalten. Stichwort unter anderem: Apple Pay.

Wer allerdings sofort ein Phablet sucht, das Features wie Multi-Windows, Stifteingabe und Co. bietet, der muss sich noch immer bei Samsung umsehen. Die Hoffnung ist allerdings groß, das Apple solche Funktionen nachschieben wird. Und wer sich mit der Größe garnicht anfreunden kann, dem bleibt immer noch der Griff zum 4,7 Zoll iPhone 6.

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von Cyberport.de | Händlerangabe: 27.08.16 15:21

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  8. Verarbeitung1,0 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)1,0 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen)1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V88106 Pkt.Max. 12723 Pkt.
Geekbench 3 Single-Core1623 Pkt.Max. 2550 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core2898 Pkt.Max. 6501 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited17599 Pkt.Max. 29037 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile5463 Pkt.Max. 9539 Pkt.
Basemark OS II1572 Pkt.Max. 2110 Pkt.
Octane v15380 Pkt.Max. 8260 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen44.7 fpsMax. 87 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen53 fpsMax. 59 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Onscreen30.9 fpsMax. 30.9 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Offscreen18.6 fpsMax. 41 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 50 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal30 Std. 26 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis17 Std. 20 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
Kommentare (1)
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