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Bilder zum Test: Toshiba Satellite L750-16V - Ist der Prozessor zu stark, ist der Rest zu schwach

Die zinkgraue, glänzende Matrix-Oberfläche von Toshiba verleiht dem Kunststoffchassis einen hochwertigen Touch. Die Struktur hat vielleicht ein wenig zu viel Kontrast, aber das ist Geschmackssache. Schick sind die Designelemente auf jeden Fall, können aber auf Dauer durch die vielen Reflexionen störend wirken. Das Toshiba Satellite L750-16V zeigt nur auf der Tastatur und der Gehäuseunterseite matte Oberflächen und wird damit schnell anstrengend. Eine großflächige Tastatur dominiert die Arbeitsoberfläche. Deren Rahmen und die Handballenauflage sind so zinkgrau wie der Deckel des 15,6-Zoll Multimedia-Notebooks. Die Vertiefungen für die Lautsprecher und der Netzschalter sind in ein schwarzes Panel oberhalb der Tastatur eingefasst. Bis auf die Tasten findet man beim Satellite L750-16V keinerlei scharfe Ecken und Kanten. Die Touchpad-Tasten wirken im Gegensatz zu den kleinen Status-LEDs etwas klobig.

Die Verarbeitung ist durchwachsen, Displaydeckel und Gehäuse lassen sich zu leicht eindellen. Über dem DVD-Laufwerk und mittig auf der Handballenauflage gibt das Chassis bei stärkerem Druck ebenfalls zu schnell nach. Dafür sind die Spaltmaße gering und Tastaturbett sowie die restlichen Oberflächen solide. Das Scharnier zählt nicht zu den robustesten, lässt aber ein Auf- und Zuklappen mit einer Hand zu.

Das Standardlayout der Tastatur ist zwar etwas veraltet, die Bedienbarkeit ist aber durch einen sehr kurzen Hub und einen deutlichen Druckpunkt gegeben. Obwohl die Tasten eng beieinander liegen, ist jede einzelne durch die Abstufung an den Rändern klar abgegrenzt und allein schon von der Größe her zielsicher zu finden. Ein separater Ziffernblock unterstützt zudem Büroanwendungen. Das deaktivierbare Multitouchpad hebt sich durch eine angenehm raue Oberfläche von der Handballenauflage ab, könnte aber gern noch größer ausfallen. Es reagiert sehr flink. Um den Bildschirm in der Vertikalen abzufahren, muss man jedoch einmal nachfassen. Die zugehörigen Tasten sind designtechnisch - wie erwähnt - ein wenig klobig, was aber der Funktionalität zugutekommt.

In Bezug auf die Ausstattung an Anschlüssen liefert das Toshiba Satellite L750-16V eher Standardkost. Einer der drei USB Ports unterstützt USB 3.0 mit Sleep and Charge Funktion. Externe Displays können über VGA- oder HDMI-Ausgang angeschlossen werden. Neben diesen Schnittstellen sammeln sich nur noch Kopfhörer- und Mikrofonbuchse und ein Multikartenleser. Die Verbindung mit dem Internet wird über Gigabit LAN, WLAN 802.11 b/g/n und Bluetooth 3.0 hergestellt.

Vorinstalliert ist ein Windows 7 Home Premium Betriebssystem in der 64-Bit Version und das kostenlose Microsoft Office 2010 Starter Paket. Dazu spendiert Toshiba eine Reihe von Anwendungen für Backup und Recovery, DVD-Wiedergabeund für den Support. Einzig die hartnäckig um Aktivierung bittende McAfee Internet Security hätte sich Toshiba sparen können.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768 (HD)
Prozessor:Intel Core i7 2670QM / 2.2 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 525M
Festplatte640 GBRAM:4 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:4 Std.Gewicht:2.5 kg
B x H x T:38.0 cm x 2.77 cm - 3.75 cm x 25.0 cmFarbe:Zinkgrau mit Matrix Optik schwarze Tastatur

Auf dem Prüfstand

Der Intel Core i7-2670QM Vierkern-Prozessor ist angesichts der dedizierten Nvidia Geforce GT 525M Grafikkarte schon fast ein wenig überdimensioniert. Den performanten Prozessor hat Intel erst im Oktober 2011 auf den Markt gebracht. Ein Basistakt von 2,2 GHz reicht für die meisten Multimedia-Anwendungen und ein Turbotakt von 2,8 GHz bei Belastung aller vier Kerne schafft auch anspruchsvollere Aufgaben. Der Arbeitsspeicher ist mitvier Gigabyte völlig ausreichend, für fordernde Spiele wie Crysis 2 limitiert die Mittelklasse-Grafikkarte jedoch das System. Die Nvidia Geforce GT 525M schafft die neuesten und grafisch aufwendigen Spiele nur mit mittleren bis niedrigen Details und liegt leistungstechnisch 15 bis 20 Prozent unter der Geforce GT 540M. Die Festplatte bietet nur durchschnittliche Geschwindigkeiten, ist mit 640 GB aber großzügig im Platzangebot. Die Dolby Advanced Audio zertifizierten Stereo Lautsprecher aus dem Hause Onkyo liefern einen klaren Klang, sind aber zu höhenlastig und könnten durchaus mehr Bass liefern.

Unsere Konfiguration des Toshiba Satellite L750 besitzt kein Blu-Ray Laufwerk. 1080p FullHD-Inhalte liegen aber auch über der nativen Auflösung des Displays von 1.366 x 768 Pixel. Das Glare Finish und eine durchschnittliche Ausleuchtung von 216 Candela pro Quadratmeter verhindern zudem den ungestörten Einsatz unter freiem Himmel. Die Farben wirken auf dem glänzenden Bildschirm intensiv, bleiben aber in der Horizontalen und Vertikalen nicht lange stabil. Der Kontrast ist mit 126:1 sehr schwach – bezüglich des Displays verspricht Toshiba mehr als es halten kann.

Der Stromverbrauch hält sich mit 14 Watt im Leerlauf, 25-41 Watt im praktischen Betrieb und 79 Watt unter Volllast in Grenzen. Die Akkulaufzeit ist mit knapp 2,5 Stunden trotzdem sehr mager. Maximal hält der Akku 4 Stunden und 19 Minuten. Mit durchschnittlichen Temperaturen von 28,8 Grad Celsius bleibt das Gehäuse abgesehen von ein paar Ausreißern in Lüfternähe an der Unterseite sehr kühl. Besagte Stellen erwärmen sich unter Volllast auf maximal 47 Grad Celsius. Mit 37 Dezibel (A) im praktischen Betrieb und 48 Dezibel (A) unter voller Auslastung bleibt auch die Lautstärkeemission in einem hohen, aber tolerierbaren Rahmen.

Zusammenfassung

Das Toshiba L750-16V Multimedia-Notebook hat seine Stärken eher im Bereich der Büroanwendungen, reiht sich aufgrund der Hardware jedoch in unserer Multimedia-Kategorie ein. Das spiegelnde Display mit seiner Auflösung von 1.366 x 768 Pixel und das fehlende Blu-ray Laufwerk kratzen bei dieser Konfiguration an der Multimediatauglichkeit. Mit seinem starken Prozessor ist der 15,6-Zoller aber für anspruchsvolle Rendering-Aufgaben bereit. Die eher schwachbrüstige Grafikkarte hingegen passt nicht in das Komplettsystem. Wenn Sie auf die Matrix-Oberfläche des Gehäuses als Alleinstellungsmerkmal von Toshiba verzichten können, greifen Sie lieber zum günstigeren Asus X53SV mit gleichem Prozessor aber besserer Grafiklösung und Blu-ray Laufwerk.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display3,5 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch5,0 (Mangelhaft)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark067123 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11753 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage3299 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark72219 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage7668 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01487.9 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)70.3 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)72.2 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read10098 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write10419 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz57.3 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read69.2 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen34610 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4656 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)15538 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3495 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3585 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)13243 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3204 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung53 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 33 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 19 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 26 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

41 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,041 kWh x 24,00 Cent = 21,55 EUR

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