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Bilder zum Test: Sony VAIO VPC-SE1E1E/S - Elegant, schlank und laut

Mittlerweile kennen wir es wie unsere Westentasche, das Design der Sony VAIO SE-Serie. Der Displaydeckel ist angenehm schlank, das mittige Scharnier filigran und die flächige Basiseinheit bleibt durchgehend flach. In der Farbvariante Silber geht die Chromleiste des Displayscharniers wie der VAIO-Schriftzug auf dem Deckel beinah unter. Das uns vorliegende Modell wirkt um Einiges dezenter als seine Geschwister. Leider lässt sich das auch über die silbern gehaltene Tastatur sagen. Dort irritiert der mangelnde Kontrast zur Basiseinheit trotz oder gerade wegen der Hintergrundbeleuchtung. Letztere ist wirklich nur bei schlechten Lichtverhältnissen eine gute Idee, über das VAIO Control Center lässt sich die Beleuchtung auch per Automatik steuern und schaltet sich nur bei Bedarf dazu. Ohne Beleuchtung ist der Kontrast der dunklen Buchstaben größer. Sehr gut gefällt uns die übergangslose Vertiefung für das Tastaturbett, welches jedoch bei stärkerem Druck nachfedert.

Die Verarbeitung ist nach wie vor sehr gut. Die Spaltmaße sind klein, die robuste Basis erinnert an ein Unibody-Gehäuse. Nur über dem optischen Laufwerk wird die Beschaffenheit des Kunststoffs deutlich und das Chassis gibt dem Druck nach. Der grazile Displaydeckel lässt sich für unseren Geschmack zu leicht verwinden, was auf eine kurze Lebensdauer hindeuten könnte.

Die Eingabegeräte sind sehr komfortabel, die gummierten Tasten der erwähnten Tastatur im Chiclet-Design reagieren etwas klebrig, funktionieren dank kurzem Hub und deutlichem Druckpunkt jedoch intuitiv und geräuscharm. Dank frei belegbaren Sonderfunktionstasten, Schaltern für Grafik- und Drahtlosadapter-Einstellungen und separatem Ziffernblock, kann Sony die Benutzerfreundlichkeit nochmals steigern. Das leicht nach links versetzte Touchpad ist genauso geräumig wie die Handballenauflage und reagiert flink und präzise. Mit Hilfe der Stamina-Speed-Optionen kann der Nutzer zwischen der im Prozessor integrierten Intel HD Graphics 3000 und der dedizierten AMD Radeon HD 6630M umschalten und somit den Energieverbrauch senken oder die notwendige Leistung abfragen.

Ungünstig positioniert aber umfangreich zeigen sich die Schnittstellen des Sony VAIO VPC-SE1E1E/S. Am linken Rand finden sich nur die Kopfhörerbuchse und das DVD-Laufwerk, die restlichen Ports sind rechts angebracht und können damit leicht ein Kabel-Wirrwarr erzeugen. Von drei USB-Ports unterstützt nur einer den 3.0-Standard. Bildschirme können digital über HDMI- und analog per VGA Ausgang angeschlossen werden. Neben dem obligatorischen SD-Kartenleser findet sich ein weiterer Steckplatz für Sonys hauseigenen Memory Stick Duo. Netzwerk- und Peripherieverbindungen sind über Gigabit-LAN, WLAN und Bluetooth 3.0 möglich. Optional lassen sich die Anschlüsse über eine Dockingstation erweitern. Ähnlich wie ein Docking-Modul kann auch ein zusätzliches Batterie-Paket an der Unterseite angebracht werden, welches die Akkulaufzeit verlängert.

Softwareseitig bekommt der Nutzer mit Sonys VAIO Programmen Alles, was man zur Konfiguration, Multimediawiedergabe oder einfache Bürotätigkeiten brauchen könnte. Besonders die Lösungen für Wiederherstellung, Sicherung und das VAIO Care Programm zur Problemlösung können überzeugen.

Technische Daten

Display:15.5"Auflösung:1920 x 1080 ( HD 1080 )
Prozessor:Intel Core i5 2430M / 2.4 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 6630M
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium SP1 64-Bit
Akkulaufzeit:7 Std.Gewicht:1.96 kg
B x H x T:38.0 cm x 2.45 cm x 25.59 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Den verbauten Intel Core i5-2430M Zweikernprozessor darf man mit seinem Basistakt von 2,4 GHz im Gegensatz zum Core i7-2640M sogar als angemessener dimensioniert betrachten. Im Zusammenspiel mit den vier Gigabyte Arbeitsspeicher und der AMD Radeon HD 6630M ergibt sich ein leicht stimmigeres Gesamtbild. Die Leistung ist für ein Multimedia-Notebook ordentlich und lässt auch moderne Spiele auf niedrigen und mittleren Detailstufen zu. Für Full-HD-Auflösungen von 1.920 x 1.080 Pixel und hohe Details ist die Grafikkarte allerdings zu schwach. Von der geräumigen 500 GB Festplatte lassen sich aufgrund von Sonys versteckter Partition für die Wiederherstellung nur 450 GB nutzen. Dabei zeichnet die Festplatte mit 70,7 MB/s Daten schneller auf, als sie gelesen werden können (52,5 MB/s). Diese Werte sich als durchschnittlichen zu betrachten.

Dank dem etwas schwächeren aber durchaus potenten Dual-Core Prozessor kommt das Sony VAIO VPC-SE1E1E/S auf eine maximale Laufzeit von 7 Stunden und 24 Minuten. Das ist immerhin eine Stunde mehr gegenüber der Konfiguration mit Core i7 und größerer Festplatte. In unseren Tests haben wir dabei auf die „Stamina“ Option mit Intel HD Graphics 3000 zurückgegriffen. Unter Volllast – mit aktivierter AMD Radeon HD 6630M - hält der Akku etwas länger als eine Stunde bei einem Stromverbrauch von 82 Watt. Der Leerlauf verbraucht 15 Watt, in der Praxis sind es zwischen 36 und 54 Watt. Abseits dieser Minimal- und Maximalwerte messen wir in einem praktischen Anwendungs-Szenario eine gute Laufzeit von 4 Stunden und 14 Minuten. Für einen Aufpreis von 150 Euro können Sie im Sony Style Store einen zusätzlichen Langzeitakku bestellen, der an der Unterseite des Geräts angebracht wird. Mit einer Kapazität von 4400 mAh (49 Wh) kann er die Akkulaufzeit verdoppeln.

Besonders überzeugend ist das matte Full-HD-Display. Mit einer durchschnittlichen Ausleuchtung von 272 Candela pro Quadratmeter eignet sich das 15,5-Zoll Panel sogar für den Außeneinsatz. Direkte Sonneneinstrahlung sollte zwar vermieden werden, durch die geringen Reflexionen können Sie den VAIO aber auch im Park betreiben. Der Kontrast von 789:1 ist hervorragend.

Die laute Kühllösung, welche in das Displayscharnier hineinbläst, lässt das Sony VAIO VPC-SE1E1E/S an dieser Stelle sehr warm werden. Wir messen mehr als 48 Grad Celsius. Ansonsten bleibt das Gerät mit durchschnittlichen 31,1°C im akzeptablen Bereich. Das lässt sich von der Lautstärke nicht behaupten. Rund 34 bis 36,5 Dezibel (A) für Leerlauf und Office-Anwendungen sind zu tolerieren, in 3D-Anwendungen dreht der Lüfter mit 44 Dezibel (A) und unter Volllast mit bis zu 53 dB(A). Wir vermuten einen kleinen Hitzestau vor dem Displayscharnier, allerdings nur bei praxisferner, überdimensionierter Beanspruchung.

Zusammenfassung

Das 15,5-Zoll große und kontraststarke Full HD Display, eine ausgewogene und performante Hardware, die lange Akkulaufzeit, ordentliche Eingabegeräte und das schlanke Design gehören zu den Stärken des Sony VAIO VPC-SE1E1E/S. Nicht überzeugend traten die Lautstärke- und Temperaturentwicklung sowie die Aufteilung der Anschlüsse auf. Für einfache Büroanwendungen, Surfen und den konsumierenden Multimedia-Alltag kann der Geschwindigkeits-Schalter aber auch auf Stamina bleiben und die Lautstärke begrenzen.

Insgesamt überwiegen die Vorteile die Kleinigkeiten, die wir bemängeln mussten aber deutlich. Wer sich die Qualität von Sony leisten möchte, darf getrost zugreifen. Wer auf ein Full HD Display und die lange Akkulaufzeit verzichten kann, findet leistungsstarke Alternativen auch unter 950 Euro.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche4,0 (Ausreichend)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark066828 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark11985 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage4046 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark71940 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage6915 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01348.8 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)53.7 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)70.7 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read9744 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write10035 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz57.9 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read62.7 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen19327 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4784 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)9918 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)7049 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3805 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)8279 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)6898 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung94 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 3 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal7 Std. 24 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 14 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

36 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,036 kWh x 24,00 Cent = 18,92 EUR

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