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Bilder zum Test: Schenker Notebooks XMG P511 - Preisbewusstes 15,6-Zoll Gaming-Notebook mit SSD

Im Gegensatz zum Medion Erazer X6819 setzt Schenker Notebooks auf das bewährte Built-to-Order Prinzip, bei dem der Käufer selbst entscheiden kann, welche Komponenten verbaut werden. Bis auf die Grafikkarte und das matte FullHD-Display kann vom Prozessor, über die Festplatten bis hin zum Software-Paket selbst gewählt werden. Das Design des 15,6-Zoll großen Gaming-Notebooks unterscheidet sich jedoch nicht vom Angebot des ALDI-Lieferanten. Neben einer schwarzen Kunststoff-Optik mit linearer Maserung zeigt sich eine solide Verarbeitung. Selbst unter starkem Druck halten sich Verwindungen des Deckels, der Handballenauflage und der Tastatur in Grenzen. Das Design des XMG P511 setzt sich aufgrund der gebürsteten Oberfläche von anderen Billigheimern ab, konkurriert jedoch mit der Wertigkeit eines Alienware M17x nicht auf Augenhöhe.

Neben einem vergleichsweise kleinen, aber präzisen Multi-Touchpad setzt Schenker Notebooks auf ein Chiclet-Keyboard mit hervorgehobenem WASD-Tastenbereich. Ein kurzer Hub und ein angenehmer Druckpunkt laden zum Vielschreiben ein. Obwohl die Zusatztaste im oberen Bereich der Arbeitsumgebung auf eine Tastaturbeleuchtung schließen lässt, kommt diese nicht zum Einsatz. Hier können wir lediglich die blaue Frontbeleuchtung steuern, die den futuristischen Gaming-Faktor erhöhen soll.

Aufgrund der hohen Leistung und dem damit verbundenen Energieverbrauch bevorzugt das XMG P511 die Verbindung mit der Steckdose. Um Kabelwirrwarr im stationären Betrieb zur vermeiden sind an der Rückseite HDMI, VGA, eSATA- und Gigabit-LAN neben dem Netzstecker positioniert. An der linken und rechten Anschlussseite verteilen sich zudem vier weitere USB-Schnittstellen, von denen zwei mit dem schnellen 3.0-Standard umgehen können. Des Weiteren finden wir einen Blu-ray Brenner, Speichekartenleser und vier 3,5 Millimeter Klinke-Ports für externe Audiogeräte. Als internes Boxen-System kommt zusätzlich zu den zwei Stereo-Lautsprechern ein Subwoofer zum Einsatz, der Tiefen betont. Ein externes 5.1-System kann diese Lösung jedoch nicht ersetzen.

Softwareseitig ist unser Testgerät mit einer 64-Bit Version des Microsoft-Betriebssystem Windows 7 Home Premium ausgestattet. Auf Wunsch können Käufer Office-Pakete und Sicherheits-Anwendungen vorinstallieren lassen. Ungewünschte Bloatware findet auf dem Schenker XMG P511 keinen Platz.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1920 x 1080 (Full HD)
Prozessor:Intel Core i7 2760QM / 2.4 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GTX 570M
1. Festplatte:
2. Festplatte:
1000 GB
128 GB SSD
RAM:8 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:2.6 kg
B x H x T:39.54 cm x 5.56 cm x 26.77 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Anstelle des günstigen Intel Core i7-2670QM greifen wir zum stärkeren Core i7-2760QM, 8 GB DDR3-Arbeitsspeicher und der serienmäßigen Nvidia Geforce GTX 570M. Für einen Preis von knapp 1.700 Euro können wir weiterhin eine 1 TB Festplatte und eine 128 GB SSD konfigurieren. Somit verbinden wir eine hohe Speicherkapazität mit den schnellen Boot- und Ladezeiten. Im Praxistest erreicht die Crucial RealSSD M4 eine maximale, sequentielle Lesegeschwindigkeit von über 400 MB/s. Das Komplettsystem XMG P511 von Schenker ist somit für aktuelle Spiele gerüstet und kann auch anspruchsvolle Titel wie Battlefield 3 oder The Elder Scrolls 5: Skyrim problemlos wiedergeben. Auf Extrem-Einstellungen im Bereich der Kantenglättung sollte jedoch verzichtet werden, da die Frames in diesem Bereich bei FullHD-Auflösung schnell einbrechen.

Das interne, matte 15,6-Zoll Panel verwendet eine native Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel bei einer durchschnittlichen Leuchtstärke von 270 Candela pro Quadratmeter und einem Maximalkontrast von 587:1. Outdoor-Sitzungen sind somit sogar bei direkter Sonneneinstrahlung möglich. Die Blickwinkelstabilität ist – wie von einem TN-Bildschirm zu erwarten war – nur im horizontalen Bereich befriedigend. Bei einer vertikalen Abweichung von der optimalen Position kommt es schnell zu Farbinvertierungen und Helligkeitsverlust.

Ohne Nvidia Optimus Technologie, die auf die im Prozessor integrierte Intel HD Graphics 3000 zurückgreifen könnte, liefert das Schenker XMG P511 eine maximale Akkulaufzeit von 5 Stunden. In der Praxis würde sich dieser Wert prinzipiell auf 1,5 Stunden (Gaming) senken. Ähnlich wie beim Medion Erazer X6819 drosseln die Taktraten der Grafikkarte im Akkumodus herunter und macht diese spieleuntauglich. Abseits der Steckdose muss also mit seichten Multimedia- oder Büroanwendungen vorliebgenommen werden.

Die Temperatur- und Lautstärkenentwicklung unter Last zeigt – bis auf wenige Ausreißer – ein positives Bild. Im Durchschnitt steigen die Werte an der Ober- und Unterseite nicht über 30 Grad Celsius. Bei der Lautstärke zeigen sich mit 36 Dezibel (A) und 40 Dezibel (A) im Gaming-Betrieb annehmbare Werte. Durch den tieffrequenten Lüfter ist das XMG P511 nicht so aufdringlich wie vergleichbare Notebooks dieser Klasse.

Zusammenfassung

Wer der Marke Medion kein Vertrauen schenken und sein Notebook nach eigenen Wünschen konfigurieren möchte, der wird am XMG P511 von Schenker Notebooks sicherlich hängen bleiben. Zumindest wenn der Geldbeutel für ein Alienware-System zu klein ist. Die verbaute Nvidia Geforce GTX 570M kann in Verbindung mit unserem Vierkern-Prozessor von Intel auch anspruchsvolle Multimedia- und vor allem Gaming-Aufgaben bewältigen. Die Kombination aus großer Festplatte und schneller SSD runden das Paket aus Spielersicht perfekt ab.

Dem Gesamtsystem hätte die Nvidia Optimus Technologie gut gestanden. Outdoor-Sitzungen, zu denen das 270 Candela helle FullHD-Display einlädt, könnten so effektiv verbessert werden. Durch das Heruntertakten der Grafikkarte im Akkumodus ist der Gamer zudem besser an der Steckdose aufgehoben. Rückblickend macht das Schenker XMG P511 eine sehr gute Figur. Hier trifft der geringe Preis auf leistungsfähige Komponenten und die Möglichkeit der Selbstkonfiguration.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,0 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark0618168 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark112358 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage11799 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark74430 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage20340 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.02499 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)403 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)190 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read16150 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write17346 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz54.4 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read199.2 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen38640 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5522 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)20015 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5442 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4441 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)16149 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5459 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung44 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 0 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal5 Std. 2 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis1 Std. 28 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

128 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,128 kWh x 24,00 Cent = 67,28 EUR

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