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  3. Test Samsung Serie 3 305V5A S03 - Erste Schattenseiten der AMD Llano Plattform?

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Bilder zum Test: Samsung Serie 3 305V5A S03 - Erste Schattenseiten der AMD Llano Plattform?

In den ersten Minuten hinterlässt das Samsung Serie 3 305V5A-S03 einen sehr guten Eindruck. Die Aluminium-Applikationen auf dem Deckel und dem Tastaturbett wissen zu gefallen. Außerdem zeigt sich der 15,6-Zoller mit einem matten Display, das vor allem im Outdoor-Betrieb überzeugen soll. Gespannt schauen wir außerdem auf die ersten Testwerte des Quad-Core Prozessors A6-3410MX aus dem Hause AMD.

Doch arbeiten wir uns von außen nach innen vor. Zusätzlich zu den genannten Aluminium-Elementen tritt das Samsung 305V5A-S03 in einem mattschwarzen Design auf. Neben ein paar unschönen Knarzgeräuschen hält sich die Verwindungssteifigkeit des 15,6-Zoll Allround-Notebooks wacker. Auch kritische Stellen – wie zum Beispiel über dem integrierten DVD-Laufwerk – profitieren von der guten Gehäuseverstärkung. Selbst starker Druck macht dem Material keine Angst. Davon profitieren auch die Eingabegeräte.

Nutzer mit einem härteren Anschlag brauchen keine Angst vor einer nachfedernden Tastatur zu haben. Das Keyboard im Chiclet-Design ist nicht nur stabil sondern kann auch mit einem angenehm kurzen Hub, klarem Druckpunkt und vergleichsweise gutem Feedback punkten. Auf eine externe Maus kann getrost verzichtet werden. Das Touchpad ist großzügig dimensioniert und weist gute Gleiteigenschaften auf. Außerdem beherrscht es alle gängigen Multitouch-Gesten. Einzig und allein die glänzenden Pad-Tasten fallen designtechnisch aus dem Rahmen.

Im Bereich der Anschlüsse liefert Samsung nur die Standardkost. In Anbetracht des Preises meckern wir hier jedoch auf hohem Niveau. Über die linke und rechte Gehäuseseite des Samsung Serie 3 305V5A-S03 verteilen sich drei USB 2.0 Schnittstellen für den Anschluss von externer Peripherie. Monitore können über den digitalen Weg per HDMI oder analog via VGA angeschlossen werden. An der Front sitzen Status-LEDs und ein 4-in-1 Kartenleser.

Der multimediale Betrieb wird durch die blechernen Lautsprecher ein wenig gedämpft. Diese treten stets mittenlastig auf. Für die MP3-Beschallung im Büro oder während des Frühstücks zu Hause reicht diese Lösung aus. Wer höhere Ansprüche an den Sound stellt, der muss auf ein externes Boxen-System oder Kopfhörer ausweichen. Etwaiges Zubehör kann über zwei 3,5 Millimeter Klinke-Anschlüsse mit dem Samsung Serie 3 305V5A-S03 verbunden werden.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:AMD A-Series A6-3410MX / 1.6 - 2.3 GHzGrafikkarte:AMD Radeon HD 6470M
Festplatte320 GBRAM:4 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner), DVD-RAM (DVD-Laufwerk)Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:4.2 Std.Gewicht:2.45 kg
B x H x T:36.69 cm x 2.99 cm x 24 cmFarbe:schwarz schwarz

Auf dem Prüfstand

In vorangegangenen Testberichten konnten wir ermitteln, dass AMDs A4- und A6-Prozessoren in Sachen Leistung mit Intels aktuellen Core i3 CPUs gleichziehen. Mit der Vierkern-Variante A6-3410MX nähert sich der Chiphersteller sogar dem Core i5-Segment des Konkurrenten. Doch das Samsung Serie 3 305V5A-S03 ist nicht das schnellste Modell der Preisklasse unter 500 Euro. Ein HP Pavilion g6 rechnet mit der Intel Core i5-2410M CPU deutlich schneller als unser A6, der sich eher mit den älteren Arrandale-Prozessoren der Intel Core i5 Reihe messen kann.

In den synthetischen Benchmarks wie 3DMark06, Cinebench und dem Everest-Parcours macht das 15,6-Zoll Allround-System einen guten Eindruck. In der Praxis erweist sich das Samsung 305V5A-S03 jedoch als schwergängig. Lange Boot-Zeiten von über zwei Minuten sind auch nach der Update-Installation von Windows 7 an der Tagesordnung. Außerdem zeigen sich Systemprogramme wie die AMD Grafikkarten-Steuerung oder das Samsung Control Center nur nach langen Wartezeiten. Nebenbei hat sich ein gravierender Defekt in unserem Testgerät eingeschlichen. Die sonst für Multimedia-Inhalte gedachte, dedizierte AMD Radeon HD 6470M lässt sich nicht ansteuern. In Kombination mit der integrierten Radeon HD 6520G würde sich die Produktbezeichnung durch den Crossfire-Modus in AMD Radeon HD 6540G2 ändern, doch in unserem Fall wird die Onboard-Lösung im Regen stehen gelassen. Diese Eigenschaft wirkte sich unter anderem negativ auf unseren Diablo 3 Beta-Gamecheck aus.

Ob sich dieser Fehler durch die ganze Samsung Serie 3 zieht oder nur wir mit einem Montagsgerät beliefert wurden steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Unsere Ansprechpartner bei Samsung sind kontaktiert und werden sich dem Problem zeitnah annehmen. Immerhin ist das Samsung 305V5A-S03 erst dann als günstiger Allrounder zu betrachten, wenn auch der volle Funktionsumfang gewährleistet wird. In unserem Fall kann der 15,6-Zoller gerade einmal für das Abspielen von HD-Videos verwendet werden.

Immerhin können wir die auch außerhalb der eigenen vier Wände genießen. Das matte Display macht es möglich. Die durchschnittliche Helligkeit liegt zwar nur bei 220 Candela pro Quadratmeter, doch mehr können wir bei diesem Preis nicht verlangen. Gleiches gilt für die kurze Akkulaufzeit von 2,5 Stunden in der Praxis. Dafür können wir uns über die Temperatur von durchschnittlich 27 Grad Celsius auf Ober- sowie Unterseite und die Lautstärke von niedrigen 34 Dezibel (A) nicht beschweren.

Zusammenfassung

In der Kategorie Allround-Notebooks hat uns vor allem der geringe Preis des Samsung Serie 3 305V5A-S03 überzeugt. Der 15,6-Zoller hebt sich außerdem mit einem Aluminium-Gehäuse und einem matten Bildschirm von der breiten Masse ab. Die Verarbeitung ist gelungen und auch die Eingabegeräte sprechen unsere Sprache.

Schade, dass es bei unserem Testgerät an den inneren Werten scheitert. So harmoniert die Crossfire Hybrid-Lösung aus onboard- und dedizierter Grafikkarte nicht nach unseren Vorstellungen. So können wir das Gerät nicht in eine kleine Spiele-Partie nehmen, hier bleibt es beim Maximum der HD-Wiedergabe. Wenn sich eine softwareseitige Lösung dieses Problems findet, sieht auch das Preis-Leistungs-Verhältnis wieder gut aus.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse2,5 (Gut)
  8. Akku und Energieverbrauch4,0 (Ausreichend)
  9. Software und Zubehör4,0 (Ausreichend)
  10. Leistung3,5 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark063734 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMarkVantage2495 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMarkVantage4079 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read7117 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write7762 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz68.1 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read62.5 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen12953 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)2107 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)7029 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)3378 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)1625 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)5137 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)3418 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung126 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 47 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal4 Std. 27 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis2 Std. 37 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

50 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,050 kWh x 24,00 Cent = 26,28 EUR

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