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Bilder zum Test: Samsung NC10 Plus JP05 - Rüstiger Netbook-Rentner zum Kampfpreis

Während sich die Hardware im Inneren des Samsung NC10 Plus Netbooks fast monatlich verändert, setzt der Hersteller weiterhin auf das seit 2008 bekannte 10,2-Zoll Gehäuse. Bis auf kleinere Facelifts sieht das Chassis genauso aus wie sein bekannter Vater „Winchester“, der vor knapp drei Jahren durchweg gute Kritik erhalten hat. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, denn auch heute noch liegen die Kernvorteile auf der Hand. Geringer Preis, kleines Format und eine vergleichsweise lange Akkulaufzeit.

Hinzu kommt, dass Samsung als einer der wenigen Netbook-Hersteller ein mattes Display verbaut und auch die Arbeitsumgebung daraufhin anpasst. Fingerabdrücke finden sich nur auf dem glänzenden Deckel wieder. Durch die schwarze Farbgebung jedoch umso deutlicher. Grundlegend ist die Stabilität des NC10 Plus für die Netbook-Klasse makellos. Selbst bei grobem Umgang halten sich die Verwindungen in Grenzen.

Genauso alt wie das Gehäuse ist auch die Tastatur. Während Konkurrent Asus auch in Netbooks zu einem Chicklet-Keyboard greift – einer Tastatur mit freistehenden Tasten – kommt Samsung mit dem altbackenen Floating-Design daher. Der Druckpunkt ist gut, der Hub positiv kurz und die Tippfehler nach einer kurzen Eingewöhnungsphase vergleichsweise gering. Die Arbeit mit dem Touchpad macht, aufgrund des kleinen Formfaktors, weniger Spaß. Doch mit diesem Nachteil muss der Großteil aller Netbooks leben. Wer den 10,2-Zoller zu längeren Einsätzen mitnehmen will, sollte zu einer externen Maus greifen.

Das Anschlussportfolio ist genauso spartanisch wie vor drei Jahren. Neben drei USB 2.0 Schnittstellen sitzen VGA, Kartenleser, Ethernet und Audio-Anschlüssen an der linken und rechten Seite sowie an der Front des Samsung NC10 Plus. Die beiden 3,5 Millimeter Klinke-Buchsen sollten im stationären Betrieb genutzt werden, denn Musik-Enthusiasten werden mit den internen Boxen nicht zufrieden sein. Zum Abspielen kurzer YouTube-Clips oder MP3s reichen die Lautsprecher aber vollkommen aus. Schließlich soll ein Netbook keine 5.1-Soundanlage ersetzen.

Ausgeliefert wird das Samsung NC10 Plus mit vorinstallierter Windows 7 Starter Edition. Neben Microsoft Office 2010 Starter befindet sich auch eine Norton Anti-Virus Software auf dem Netbook. Wir empfehlen diese gegen eine ressourcenschonende Alternative wie Anti-Vir auszutauschen. Boot- und Ladesequenzen werden somit deutlich beschleunigt.

Technische Daten

Display:10.1"Auflösung:1024 x 600 (WSVGA)
Prozessor:Intel Atom N455 / 1.66 GHzGrafikkarte:Intel GMA 3150
Festplatte320 GBRAM:1 GB
Laufwerk:optional - externPlattform:Microsoft Windows 7 Starter 32-bit-Edition
Akkulaufzeit:10 Std.Gewicht:1.24 kg
B x H x T:26.4 cm x 2.53 cm - 2.67 cm x 18.8 cmFarbe:schwarz

Auf dem Prüfstand

Der integrierte Intel Atom N455 gehört zur Mittelklasse der derzeit verfügbaren Atom-CPUs im 6,5 Watt Bereich. Lediglich der N470 und der N475 können mit einer geringfügig höheren Taktfrequenz punkten. Neben einem Gigabyte DDR3-Arbeitsspeicher werkelt die integrierte Intel GMA 3150 unter der Motorhaube des 10,2-Zollers. Zur multimedialen Hochform läuft diese Hardware nicht auf. Essentielle Aufgaben, wie z.B. das Surfen im Internet, das Anlegen von Dokumenten oder das Abrufen von E-Mails, werden jedoch problemlos bewältigt. Das jedoch mit einer deutlich langsameren Geschwindigkeit als mit bei aktuellen Core i3 oder Core i5 Notebooks.

Die bekannte Intel Turbo Boost Technologie, welche den Prozessortakt dynamisch verändert, kommt beim Intel Atom N455 nicht zum Einsatz. Dafür kann der 45 Nanometer-Prozessor einen weiteren Kern simulieren und Aufgaben somit auf zwei Threads aufteilen. So werden zum Beispiel Daten schneller entpackt und Musik schneller in das gewünschte Dateiformat umgewandelt. Diese Technologie ist bekannt unter dem Namen Hyper Threading.

Ein großer Unterschied zu Notebooks und AMD Brazos Netbooks ist die schwache Grafikeinheit. Zum einen fehlt der zeitgemäße HDMI-Anschluss am Gerät, zum anderen ist es ohne Hilfe nicht möglich HD-Videos (720p / 1080p) auf Plattformen wie YouTube abzuspielen. Auch wenn die Videos auf der Festplatte lagern, kommt das Samsung NC10 Plus bei höheren Auflösung und hochqualitativen Codecs ins Stottern. Abhilfe schafft hier nur ein Broadcom HD Chip oder eine Netbook-Lösung mit Nvidia ION2. Solche Systeme bewegen sich jedoch in einem anderen Preisbereich als unser Testgerät.

Dafür ist Samsung einer der wenigen Hersteller, die auch im Consumer-Segment der Netbooks auf matte Bildschirme setzen. Die durchschnittliche Displayausleuchtung von 207 Candela pro Quadratmeter reicht aus, um auch bei Sonneneinstrahlung arbeiten zu können. Jedoch sieht es bei der Farbwiedergabe und dem geringen Kontrast von 113:1 eher mager aus. Um den geringen Preis zu realisieren wurde hier also auch am Display gespart.

Immerhin bleibt das Samsung NC10 Plus Netbook leise und kühl. Bei einer überdurchschnittlichen Belastung mit dem 3DMark06 bleiben die angenehm tieffrequente Lautstärke mit 32 Dezibel (A) und die Temperatur mit 32,5 °C auf der Oberseite sowie Unterseite im grünen Bereich. Unsere praxisnah gemessene Akkulaufzeit liegt bei 7 Stunden. Maximal kommt der 10,2-Zoller 10,5 Stunden ohne Strom aus.

Zusammenfassung

Wer keine 1.000 Euro über hat, um sich am Regal der kommenden Ultrabooks zu bedienen und der Rucksack für ein 13-Zoll Gerät nicht groß genug ist, der sollte sich das Samsung NC10 Plus genauer anschauen. Die Leistung des 10,2-Zollers reicht für Einsteiger vollkommen aus. Die vergleichsweise lange Akkulaufzeit und das matte Display zeigen die Bereitschaft für längere Einsätze unter freiem Himmel. Bei einem Straßenpreis von 230 Euro kann hier nichts falsch gemacht werden.

Freunde der hochauflösenden Medien müssen allerdings zurückstecken. Der fehlende HDMI-Anschluss und ruckelnde 720p-Videos gehören bei der Kombination aus Intel Atom Prozessor und integrierter GMA 3150 Grafik zum Alltag. Wer sein Netbook in diesem Bereich nutzen möchte, muss zu Alternativen mit AMD Brazos Plattform oder Nvidia ION greifen.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,0 (Gut)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark06149 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage1187 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read3691 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write3036 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz92.4 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read62.3 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen3911 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)569 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)867 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)297 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung950 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast4 Std. 35 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal10 Std. 33 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis7 Std. 0 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

12 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,012 kWh x 24,00 Cent = 6,31 EUR

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