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  3. Test Samsung NB30 Pro Palm Touch - Business, Netbook und Touchscreen

Erster Eindruck vom Samsung NB30 Pro Palm Touch

Von außen sieht das Samsung NB30 Pro Palm Touch genau so aus, wie sein Bruder ohen Touchscreen: Matt-schwarzes Gehäuse, hervorstehendes Wellenmuster, abgerundete Ecken. Das Design ist eigentlich sehr, sehr simpel aber trotzdem irgendwie ganz hübsch. Auch ist der Bildschirm wesentlich stabiler als viele Artgenossen, zumindest was die Verwindungssteifigkeit angeht. Druck von hinten wird leider nicht sonderlich gut abgehalten und verursacht Bildstörungen.

Dass auch der Unterboden und die Seiten mit dem ungewöhnlichen Wellendesign überzogen sind, stärkt den Eindruck, ein Gerät aus einem Guss in der Hand zu haben. Vorne gibt es eine kleine Wölbung, durch die sich der Displaydeckel leicht anheben lässt.

Innen geht es mit schwarzem Kunststoff weiter, allerdings ohne spürbares Muster. Handballenauflage und Tastatur geben auf Druck ganz leicht nach, ebenso wie die Unterseite. Insgesamt jedoch ist der Stabilitätseindruck gut.

Auch die Abmessungen haben sich durch den Touchscreen nicht geändert. Immer noch misst das Gehäuse kompakte 26,4 mal 18,8 Zentimeter und maximal 3,2 Zentimeter in der Höhe. Die doch recht beachtliche Maximalhöhe kommt durch den Akku zustande, der nach unten aus dem Gehäuse steht. Das macht zwar den kompakten Eindruck etwas zunichte, stellt aber dafür die Oberfläche des Notebooks leicht schief, was ergonomisch günstiger für den Benutzer ist.

Technische Daten und Ausstattung

Prozessor und Grafikkarte sind die selben, wie bei den meisten Netbooks: Intel Atom N450-Prozessor und Intel GMA 3150 als Grafikbeschleuniger. Abheben kann sich das NB30 Pro Palm Touch nur durch seine mit 250 GB etwas größere Festplatte. Der Arbeitsspeicher liegt ebenfalls nur bei einem GB. Eine Webcam mit 0,3 Megapixel gehört ebenfalls zur Ausstattung.

Insgesamt ist die Ausstattung auf üblichem Netbookniveau, abgesehen von der etwas größeren Festplatte.

Anschlüsse

Außer einem SD-Kartenleser und dem Ein- respektive Ausschalter befinden sich keine Anschlüsse an der Vorderseite. Die Rückseite wird fast komplett von dem recht großen Akku eingenommen und kann deshalb ebenfalls nicht für Anschlüsse verwendet werden.

Links finden sich Kopfhörerausgang und Mikrofoneingang, dahinter ein USB 2.0-Anschluss. Es folgt das Lüftungsgitter, dann der LAN-Port und der Stromanschluss.

Rechts sind zwei USB 2.0-Anschlüsse und dahinter ein VGA-Port verbaut, sowie im hinteren Bereich der Anschluss für ein Notebookschloss.

An drahtlosen Schnittstellen funken unter der Haube des Samsung NB30 Pro Palm Touch WLAN und Bluetooth nach allen aktuellen Standards.

Insgesamt ist die Ausstattung des NB30 Pro Palm Touch auch hier genau auf Netbookniveau. Positiv zu bemerken sind vor allem die drahtlosen Schnittstellen: Beim WLAN wird der aktuelle Standard 802.11n bereits unterstützt wird und Bluetooth ist bei Netbooks auch nicht selbstverständlich.

Software und Zubehör

Eine Schaumstoffhülle legt Samsung als Zubehör in die Packung, dadurch ist das Gerät auch während des Transports geschützt. Ansonsten kommt das Gerät lediglich mit einer Schnellanleitung und ohne Recovery-Datenträger, der allerdings bei einem Gerät ohne optisches Laufwerk auch recht sinnlos wäre. Wer mag, kann sich über das Programm Samsung Recovery Solution und einen externen Brenner aber eine Wiederherstellungs-DVD seines Systems brennen.

Als Betriebssystem installiert Samsung Windows 7 Starter in der 32 Bit-Version. Das bietet einige Einschränkungen im Gegensatz zu beispielsweise Windows 7 Home Premium, allerdings sind es eher Kleinigkeiten, so kann man beispielsweise das Hintergrundbild nicht ändern.

Samsungs eigene Softwareentwicklung war auch nicht untätig und legt einige Programme bei, die dem Benutzer das Leben erleichtern sollen: So hilft das Samsung Support Center bei PC-Problemen, Update Plus sucht nach neuen Versionen der installierten Software und neuen Treibern für die Hardware und über das kleine Tool Battery Life Extender lässt sich die Lebensdauer der Batterie verlängern, dafür sinkt aber auch die Akkulaufzeit.

Den Touchscreen unterstützt Samsung mit dem Programm PlayTouch, in dem man Bilder mittels Berührungssteuerung ansehen und bearbeiten kann, aber auch mp3s wiedergeben oder Filme anschauen kann.

CyberLink YouCam sorgt dafür, dass auch die Webcam nicht ungenutzt bleibt, ansonsten installiert Samsung aber auch jede Menge Testversionen, von Microsoft Office bis Mc Afee Security, die nur eine begrenzte Zeit funktionieren.

Alles in allem ist die Software- und Zubehörausstattung des Samsung NB30 Pro Palm Touch ordentlich gelungen, abgesehen von etwas zu viel Testversionen, die viele Benutzer wohl gleich löschen werden.

Display

Das 10,1 Zoll-Display des Samsung NB30 Pro Palm Touch löst mit 1024 mal 600 Pixeln auf und ist berührungsempfindlich. Durch die Technik, die nötig ist, um das Display mit der Touch-Funktion auszustatten, werden viele Bildschirme etwas dunkler, gerade bei günstigen Geräten. Samsung hat dieses Problem ganz ordentlich gelöst: Der matte Monitor ist auch bei mittlerer Umgebungshelligkeit noch einigermaßen abzulesen, bei direkter Sonneneinstrahlung ist die Helligkeit aber zu gering.

Farben und Kontraste wirken zudem durch die matte Beschichtung etwas weniger brillant als auf glänzenden Displays. Alles in allem ist das gewählte Display für ein Netbook in Ordnung, auch die Blickwinkel sind auf normalem Niveau günstiger Displays: Nach oben und unten stark beschränkt, nach links und rechts in Ordnung.

Eingabegeräte

Die Tastatur des NB30 Pro Palm Touch besitzt an sich ausreichend große Tasten, allerdings werden diese nach rechts hin schmaler. Was beim englischen Tastaturlayout wohl weniger problematisch ist, schließt beim deutschen Layout die doch recht häufig verwendeten "Ä"- und "Ü"-Tasten mit ein.

Auch die Pfeiltasten sind recht klein geraten, das ist allerdings bei vielen, auch größeren Geräten der Fall. Entertasten und Umschalttasten sind dafür fast so groß, wie auf einer gewöhnlichen PC-Tastatur. Durch den großen Akku ist die Tastatur übrigens ergonomisch in Richtung Benutzer geneigt.

Dass einige Tasten kleiner ausfallen stört den Schreibkomfort etwas, ansonsten kann man an der Tastatur kaum etwas bemängeln: Sie sitzt fest im Gehäuse, der Anschlag ist deutlich, aber nicht zu hart und die Tasten sprechen präzise an.

Das Touchpad sitzt mittig im Gehäuse und ist nur durch einen schmalen Rand von der restlichen Handballenauflage getrennt. Es ist etwas klein geraten und besitzt eine Oberfläche, die dem Finger manchmal etwas zu starken Widerstand bietet. Die beiden Tasten unterhalb vermitteln ein etwas billiges Gefühl, da sie sehr leichtgängig sind, sprechen aber andererseits recht präzise an. Auch Multi-Touch-Gesten unterstützt der Mausersatz, wer also einen zweiten Finger aufs Touchpad legt, der kann mittels Gesten beispielsweise zoomen oder Bilder drehen.

Der Touchscreen bildet natürlich das Herzstück des Bedienkonzepts und erweist sich als nettes Gimmick. Zwar brauchen einige der Programme wegen der geringen Prozessorleistung recht lange, bis sie gestartet werden, aber die Bedienung beispielsweise von Samsungs PlayTouch funktioniert recht flüssig. Auch Multi-Touch-Gesten werden erkannt, ähnlich wie sie auch auf dem Touchpad funktionieren. Auf dem Windows Desktop allerdings kann man mittels zweier Finger gleichzeitig auf dem Bildschirm nichts anfangen.

Der Bildschirm bietet der Fingerbedienung ausreichenden Widerstand, auch wenn man etwas fester aufdrückt. Als weniger gelungen erweist sich die Beschichtung des matten Bildschirms, die sich oft zu klebrig anfühlt, um den Fingern einen einfachen Lauf über den Touchscreen zu ermöglichen.
Insgesamt ist die Fingerbedienung gut gelungen und erweitert gegen einen vernünftigen Aufpreis das Samsung NB30 um einige nette Features.

Temperatur

Die überhaupt maximal erreichte Temperatur beträgt 35,5 Grad Celsius im rechten mittleren Bereich der Unterseite. Dazu muss man sein Gerät aber schon ordentlich stressen. Im Praxisbetrieb, also beim Surfen per WLAN ermitteln wir geringere Erwärmungen: Maximal 28,5 Grad an der Oberseite und 29,5 Grad an der Unterseite, jeweils im Bereich des Lüfters. Das sind sehr gute Werte.

Betriebsgeräusche

Der Lüfter des Samsung NB30 Pro Palm Touch läuft zwar beständig, aber mit derartig leisem Geräusch, dass er zu keinem Zeitpunkt wirklich wahrnehmbar ist. Wenn man mit dem Ohr nahe an den Lüftungsschlitz geht, hört man den Lüfter zwar, vor dem Gerät ist das Betriebsgeräusch aber nur 30,5 dB(A) laut.

Auch, wenn man leichte oder sogar sehr schwere Aufgaben erledigt, bringt das den Lüfter nicht aus der Ruhe: Er dreht weiterhin mit 30,5 dB(A) seine Runden. Eine Erhöhung des Betriebsgeräusches konnten wir in keiner Situation feststellen. Dafür gibt es ein "sehr gut" in dieser Kategorie.

Leistung

Die verbauten Komponenten lassen auf eine netbooktypisch recht niedrige Leistung schließen, die zwar zum Internetsurfen und auch für Textdokumenten noch ausreicht, mehr sollte man dem Gerät aber wohl nicht zumuten.

Die Werte aus unseren synthetischen Leistungstests fallen dementsprechend aus: Nur 521 Punkte im Cinebench R10-Test, wenn mehrere Aufgaben gleichzeitig berechnet werden. Und auch im Everest CPU-Benchmark Queen bekommt der Atom-Prozessor nur 3933 Punkte. Die Balken in unserem Benchmarkdiagramm rechts zeigen Ihnen, wie diese Leistungswerte zu bewerten sind. Kurz zusammengefasst: Das Netbook ist nur für grundlegende Tätigkeiten zu gebrauchen, aber für mehr kauft man sich ja auch kein Netbook.

RAM und Festplatte werden von der schwachen CPU ebenfalls etwas ausgebremst, liefern ansonsten aber keine außergewöhnlichen Ergebnisse.

Akku und Energieverbrauch

48 Wattstunden liefert der recht große Akku des Samsung NB30 Pro Palm Touch. Damit sollten recht ordentliche Laufzeiten möglich sein, besonders, wenn man den Energieverbrauch betrachtet: Der liegt nämlich auf normalem Atom-Netbook-Niveau, das heißt mindestens 7 Watt, maximal 28 Watt, dann wird allerdings auch der Akku geladen. In der Praxis, also beim Surfen per WLAN, messen wir 13 Watt an Verbrauch.

Die Akkulaufzeiten betragen maximal 8 Stunden und 36 Minuten, das liegt leicht über den 8 Stunden, die Samsung angibt. Minimal ermitteln wir eine Laufzeit von 4:06 Stunden und im Praxistest ergeben sich 4:58 Stunden. Alles in allem keine ungewöhnlichen Laufzeiten für Atom-Netbooks, schön, dass das NB30 Pro Palm Touch im Vergleich zum NB30 ohne Touchscreen allerdings keine Akkulaufzeit einbüßt.

Praxis

Zuletzt überprüfen wir noch die Praxistauglichkeit des Netbooks, wollen sehen, wie es mit Videos zurechtkommt, wie der Sound aus den Lautsprechern klingt, und untersuchen die Sicherheitsfeatures des NB30 Pro Palm Touch.

Unser HD-Video aus dem Internet spielt das NB30 Pro Palm Touch nur unter Problemen ab: Zumindest bei gelichzeitigem Akkubetrieb und Energiesparmodus ergeben sich Verschiebungen zwischen Bild und Ton, ist der Netzstecker im Gerät und schaltet man auf Höchstleistung, sind die Bewegungen mit heftigen Rucklern versehen, aber immerhin nachvollziehbar.

Der Sound ist dabei etwas dünn, aber alles in allem nicht so schlecht, wie bei vielen anderen Geräten: Die Mitten sind stark überbetont, so ist allerdings zumindestens Sprache und Gesang gut verständlich.

Speziell für Geschäftsleute sind die Sicherheitsfeatures interessant, die sich in einem Freifallsensor für die Festplatte und einer spritzwassergeschützten Tastatur aber auch schon wieder erschöpfen. Trotzdem funktioniert der Festplattensensor ganz gut, spricht schnell an und lässt sich per Software in der Empfindlichkeit einstellen. Die wasserabweisende Tastatur bietet immerhin etwas mehr Sicherheit gegen einen Totalverlust des Systems wenn man einmal etwas verschüttet.

Zusammenfassung

Im Vergleich zum NB30 Pro Palm ohne Touchscreen ändert sich eigentlich nicht viel: Größere Festplatte, etwas mehr Software und der Touchscreen sind eigentlich die einzigen nennenswerten Unterschiede.Aber schon das NB30 war ein gelungenes Netbook, das durch sein einfaches und doch außergewöhnliches Design überzeugte, das Stabilität und Robustheit vermittelte, ohne zu plump zu sein.

Der Touchscreen funktionierte in unserem Test gut: Abgesehen von der etwas zu klebrigen Beschichtung des Bildschirm ließ sich alles gut bedienen. Wer noch dazu die, allerdings recht grundlegenden, Schutzmaßnahmen für seine Daten begrüßt, das matte Display mag und ein sehr leises Betriebsgeräusch genießen möchte, der macht mit dem Samsung NB30 Pro Palm Touch nichts falsch. Klar kommen muss man dann nur mit den teils etwas kleinen Tasten und den vielen Testversionen auf dem Gerät.

Kurz gesagt: Ein solides Netbook im robusten Design ohne große Schwächen.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,2 (Gut)
  2. Ausstattung3,5 (Befriedigend)
  3. Display2,2 (Gut)
  4. Eingabegeräte1,7 (Gut)
  5. Temperatur1,3 (Sehr gut)
  6. Betriebsgeräusche1,2 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse3,2 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch1,4 (Sehr gut)
  9. Software und Zubehör2,4 (Gut)
  10. Leistung3,6 (Ausreichend)
  11. Praxis2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Everest RAM Read4248 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write3003 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz81.1 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read42.5 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen3933 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)460 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)521 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)271 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung3573 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast4 Std. 6 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal8 Std. 36 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis5 Std. 36 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

13 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,013 kWh x 24,00 Cent = 6,83 EUR