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  3. Test Samsung N220 Miri Plus - Ein Netbook für unterwegs

Erster Eindruck vom Samsung N220 Miri Plus

Das Samsung N220 Plus sieht auf den ersten Blick aus wie der Vorgänger. Sie bekommen es in den Farben Rot oder Grün. Bei beiden Farbvarianten ist die Oberfläche mit einer transparenten Schicht versiegelt. Dadurch wirkt es schon beim ersten Anfassen sehr wertig. Beim Aufklappen setzt sich das Design im Innenbereich fort. Dabei fällt das in Gehäusefarbe abgegrenzte Touchpad sofort auf. Die Scharniere am Displayrand halten den Bildschirm fest, so dass es kaum Spielraum zum Wackeln gibt. LEDs zeigen den aktuellen Ladezustand des Akkus und die Festplattenaktivität an.

Das Netbook ist mit seinen knapp 1,2 kg nicht sonderlich schwer und lässt sich so einfach überall hin mitnehmen.

Technische Daten und Ausstattung

Im Inneren gibt es für ein Netbook wenig Überraschung: Als Prozessor setzt Samsung auf Intels Atom-N450-Prozessor mit 1,66 GHz. Die Größe des Arbeitsspeichers beträgt 1 GByte, Sie können den Speicher allerdings erweitern. Daten können auf einer 250 GByte großen Festplatte gespeichert werden. Ein optisches Medium finden Sie dagegen nicht – bei dem 10,1-Zoll-Gerät ist auch kein Platz dafür. So müssen Sie Ihre Daten auf einer externen Festplatte sichern.

Für die Grafikberechnung ist Intels GMA 3150 Chip zuständig - dieser ist direkt im Prozessor integriert und teilt sich seinen Speicher mit dem Arbeitsspeicher. Falls Sie Ihr Gerät unterwegs nutzen wollen, können Sie auf ein optionales UMTS-Modem zurück greifen. Damit können Sie überall kabellos im Internet surfen.

Anschlüsse

An Schnittstellen bietet das Samsung N220 Plus nur das Übliche: Es verfügt über einen 3-in-1 Kartenleser, drei USB-2-Anschlüsse, jeweils einen Kopfhörer- und Mikrofonanschluss sowie einen VGA-Port für externe Monitore. Eine digitale Schnittstelle suchen Sie vergebens. Für Webchats ist eine Webcam ebenfalls mit an Bord. Moderne Ports wie HDMI und eSATA sucht man dagegen vergebens.

Die Verbindung zum Internet stellen Sie wahlweise über einen LAN-Anschluss oder per WLAN her. Zusätzlich können Sie externe Geräte, wie etwa Maus und Tastatur, per Bluetooth mit dem Netbook verbinden.

Software und Zubehör

Als Betriebssystem wird Windows 7 Starter verwendet. Das läuft trotz der Atom-CPU auch relativ flott und erledigt Aufträge schnell. Statt eines vollwertigen Office bekommen Sie nur eine 60 Tage Testversion.

Mit der Samsung eigenen Software „Easy Content Share“ können Sie Media-Daten wie Fotos, Filme und Musik zu verschiedenen Samsunggeräten, beispielsweise Ihrem Handy oder Fernseher übermitteln und abspielen. Diese Technologie nennt Samsung „All Share“. Sie ist kompatibel mit dem DLNA-Standard. Des Weiteren lassen sich so problemlos Filme vom Netbook auf dem Fernseher ansehen, auch ohne HDMI-Schnittstelle. Um die Sicherheit Ihrer Daten zu gewährleisten, können Sie per Samsung Recovery Solution ein Backup erstellen.

Display

Die Diagonale des Netbooks beträgt 10,1 Zoll. Das Display ist matt und reflektiert dadurch kein Sonnenlicht. So können Sie auch unterwegs gut damit arbeiten. Die Blickwinkel fallen sehr hoch aus – auch zu zweit können Sie ohne Weiteres auf den Monitor schauen und müssen nicht direkt davor sitzen. Einziger Nachteil: Je weiter seitlich Sie auf das Display schauen, desto mehr waschen die Farben aus. Die Reaktionszeit des Panels ist sehr gut, beim normalen Arbeiten und bei Videos sehen Sie keine Schlieren oder Schatten. Die Auflösung liegt bei 1.024 x 600 Pixel.

Die Helligkeit ist mit durchschnittlich 210 Candela pro Quadratmeter für ein Netbook ganz in Ordnung. Hierbei fällt die Ausleuchtung gleichmäßig aus, sowohl am oberen Displayrand als auch am unteren.

Eingabegeräte

Die Tastatur ist im Chicklet-Design gestaltet, geht über die gesamte Breite des Gehäuses und kommt somit ohne Rahmen aus. Dabei befindet sich zwischen den Tasten ein Abstand, welcher zu einer Reduzierung von Schreibfehlern führt, da nur eine Taste gedrückt wird. Der Druckpunkt der einzelnen Tasten fällt sehr gut aus, die Tastatur lässt sich nicht durchdrücken. Wenn Sie häufig und viele lange Texte schreiben, werden Sie schnell die gute Qualität der Tastatur zu schätzen wissen. Einziges Manko: Die Tastatur ist nicht beleuchtet.

Nicht ganz so begeistert hat uns das Touchpad: Es reagiert zwar flott auf Eingaben, allerdings sind die Maustasten bei unserem Testgerät sehr schwammig und geben schnell nach. Für den täglichen Betrieb empfehlen wir Ihnen daher, eine externe Maus zu verwenden.

Temperatur

Das Samsung N220 Plus ist auf der Oberseite angenehm kühl - so stört die Wärmeentwicklung nicht beim Arbeiten. Nur auf der Unterseite wird das Netbook teilweise recht warm, allerdings nur, wenn der Winzling unter Volllast läuft. Dann wird die CPU trotz der Strom sparenden Funktionen sehr warm und Sie können nur bedingt damit auf dem Schoß arbeiten.

Betriebsgeräusche

Trotz der Temperaturentwicklung bleibt das Notebook im Betrieb flüsterleise. Im Leerlauf bleibt es mit 21 db beinahe unhörbar und auch unter Last fallen die 24 db nicht störend auf. Bei alltäglichen Aufgaben unter Office und Co werden Sie durch den Lüfter nicht störend abgelenkt, denn das Netbook arbeitet dann praktisch geräuschlos. Nur die Festplatte gibt ab und an einen Klacklaut von sich.

Leistung

Sämtliche Office-Anwendungen wie Word, Excel und Outlook gingen mit dem N220 Plus leicht und flott von der Hand. Auch das Öffnen mehrerer Anwendungen stellte kein Problem dar. Dank der Windows 7 Starter Version können Sie auch nur drei Programme gleichzeitig starten. Wenn Sie dagegen viel Wert auf eine starke Grafiklösung legen, sind Sie mit dem N220 Plus schlecht beraten. Denn trotz aktueller Pine-Trail-Plattform gelingt es der Atom-GMA-Kombination nicht, HD Videos ruckelfrei wiederzugeben. Clips mit einer Auflösung von 720p sind dabei die absolute Obergrenze – wenn Sie zusätzlich ein zweites Programm starten oder der Virenscanner aktiv wird, bleibt das System komplett hängen.

Das die Atom-Plattform leistungsmäßig nur eingeschränkt zu empfehlen ist, zeigen auch unsere Benchmarks: So ist das Samsung N220 Plus um den Faktor drei bis vier langsamer als ein normales Notebook – das trifft allerdings auf die meisten Netbooks zu. Selbst die Hyper Threading Technologie des Intel Atom N450 Prozessors, welche einen zweiten, virtuellen Kern simuliert, ändert nichts daran.

Akku und Energieverbrauch

Das Samsung N220 Plus verfügt über einen Akku mit 48 Wattstunden. Damit können Sie über 6 Stunden arbeiten, ohne dass das Netbook an die Steckdose muss. Wenn Sie dem Winzling Leistung abverlangen, wie etwa beim Videoschauen, können Sie ihn noch 5 Stunden am Stück nutzen. Dies wird durch die Strom sparende Atom-Plattform erreicht. Wenn Sie das Display etwas dunkler stellen und auf eine WLAN-Verbindung verzichten können, erreichen sie eine Akkulaufzeit von 8 Stunden und 33 Minuten. So können Sie mit dem Netbook auch auf langen Bahnfahrten und im Flugzeug arbeiten, ohne sich um eine Steckdose zu sorgen.

Praxis

Dank des guten Displays, dem geringen Gewicht und der guten Akkulaufzeit ist das Samsung N220 Plus der ideale Begleiter für unterwegs. Die aktuelle Pine-Trail-Plattform erledigt alle alltäglichen Aufgaben flott und durch die lange Akkulaufzeit müssen Sie nicht ständig nach einer Stromquelle Ausschau halten.

Die Verarbeitung des Winzlings fällt dazu recht gut aus, mit der Tastatur lässt sich angenehm arbeiten. Die Glossy-Oberfläche hebt das Gerät von anderen Netbooks ab. Allerdings sollten Sie auf eine externe Maus zurück greifen. Wenn Sie mit dem Gerät gerne Musik hören wollen sollten Sie auch zu extra Boxen greifen – denn die verbauten Boxen klingen Netbook-typisch sehr blechern und sind extrem bassschwach.

Zusammenfassung

Das Samsung N220 Plus ist ein spartanisch ausgestattetes Netbook ohne viele Extras. Es punktet im Vergleich zu anderen Netbook vor allem durch sein gutes Display, der ausgefallenen Optik und der langen Akkulaufzeit. Technisch ist es zwar auf dem Stand der Zeit, allerdings können Sie grafikintensive Anwendungen damit nicht laufen lassen – dafür fehlt sowohl die CPU- als auch die Grafikleistung. Auf langen Reisen werden Sie dagegen die Chicklet-Tastatur schnell zu schätzen wissen – diese ist deutlich besser als bei manchen Business-Notebooks.

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,5 (Gut)
  2. Ausstattung3,0 (Befriedigend)
  3. Display2,5 (Gut)
  4. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  5. Temperatur2,7 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche1,5 (Sehr gut)
  7. Anschlüsse3,5 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung3,5 (Befriedigend)
  11. Praxis3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark06146 Pkt.Max. 28871 Pkt.
Everest RAM Read4240 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write3036 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz105.7 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read64.1 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen3907 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)543 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)567 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)240 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung621 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast5 Std. 0 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal8 Std. 33 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis6 Std. 5 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

12 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,012 kWh x 24,00 Cent = 6,31 EUR