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  3. Test LG P530-K.AN51G - Schlichtes Edel-Notebook mit schwacher Ausstattung

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Bilder zum Test: LG P530-K.AN51G - Schlichtes Edel-Notebook mit schwacher Ausstattung

LG geht mit dem P530 K.AN51G im gehobenen Preissegment auf Kundenfang. Ab etwa 1000 Euro geht es los, dafür erhält man ein schickes Notebook mit einem schnellen Prozessor, der auch anspruchsvolle Aufgaben in kurzer Zeit erledigt. Die Optik macht dabei Einiges her: Der graue Gehäusedeckel besteht aus gebürstetem Aluminium und lässt das Notebook edel wirken. Auch die Lautsprecherleiste unterhalb des Displays ist aus Metall und steht damit in Gegensatz zur Handballenablage und dem Rahmen um die Tastatur, die aus mattem Kunststoff hergestellt sind. Mit seinem kantigen Design stellt sich das LG P530 gegen den Trend der immer rundlicher wirkenden Notebooks. Die Verarbeitung ist tadellos. Ganz im Sinne seines schlichten Designs wurde auf Sondertasten komplett verzichtet, und die weißen Status-LEDs an der Vorderkante des Notebooks sind sehr unauffällig.

In Punkto Schreibkomfort muss man Abstriche machen: Zwar sind die Tasten ausreichend groß ausgefallen und auch ein Ziffernblock ist vorhanden. Zudem sticht die sehr große Tastenbeschriftung ins Auge. Der Tastenwiderstand ist genau wie der Hub jedoch so gering, dass man beim Schreiben das Gefühl bekommt, auf einer Steinplatte zu tippen. Wen das nicht stört, der kann relativ fehlerfrei Texte erstellen, denn das Chiclet-Design der Tastatur mit dem tastenumgebenden Rahmen vermindert Tippfehler. Das Touchpad überzeugt dank Multitouch-Gesten, lässt sich haptisch aber kaum von der umliegenden Handballenablage abgrenzen. So kann es schnell passieren, dass der Finger über die Grenzen des Touchpads hinausrutscht. Die beiden Maustasten sind in Form einer Wippe realisiert, so dass der Druckpunkt zu den Rändern hin immer weicher wird.

Die SRS-Zertifizierung der Lautsprecher liest sich vor allem auf dem Papier gut. Von Haus aus klingen die Lautsprecher sehr undifferenziert, es mangelt an Bässen und Höhen, Mitten sind überbetont. Die Höhen lassen sich mit einem Equalizer nachjustieren, einen ordentlichen Bass wird aber auch der beste Equalizer nicht aus dem LG P530 K.AN51G herausholen können.

Das LG P530 K.AN51G besitzt drei USB-Anschlüsse, von denen leider keiner den schnellen USB-3.0-Standard unterstützt. Des Weiteren verfügt das Notebook über Anschlüsse für LAN, HDMI und VGA. Zwei Klinkenanschlüsse ermöglichen den Betrieb externer Lautsprecher bzw. eines Mikrofons. Das 5in1-Kartenlesegerät gibt sich zickig und erkennt SD-Karten oft erst nach mehreren Versuchen. Schade: Das optische Laufwerk erkennt ausschließlich DVDs und CDs, streikt aber bei den neuen Blu-ray-Datenträgern.

Auch bei der Softwareausstattung ist LG knauserig. Nützliche Vollversionen oder Tools sucht man vergebens. Die integrierte Webcam mit 1,3 Megapixeln zeigt ein scharfes, wenn auch etwas farbschwaches Bild. Die Wiedergabe ist nur bei perfektem Licht flüssig.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1366 x 768
Prozessor:Intel Core i5 2520M / 2.5 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 520M
Festplatte500 GBRAM:4 GB
Laufwerk:DVD±RW (±R DL) (DVD-Brenner)Plattform:Microsoft Windows 7 Professional 64-Bit
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:2.2 kg
B x H x T:36.43 cm x 2.81 cm x 24.4 cmFarbe:silber

Auf dem Prüfstand

Die Leistungstests zeichnen ein klares Bild. Demnach eignet sich das LG P530 K.AN51G vor allem auch für prozessorlastige Aufgaben. Der Prozessor wird beispielsweise bei der Konvertierung von Videos gefordert. Durch den schnellen Intel Core i5-2520M gibt das Notebook bei solchen Anwendungen richtig Gas. Das schlägt sich beispielsweise im CineBench-Leistungstest nieder, wo das LG P530 K.AN51G eine Punktzahl von knapp 9.000 unter Einsatz beider Rechenkerne erreicht. Auch der Arbeitsspeicher ist flott: Everest misst eine überragende Lesegeschwindigkeit von etwa 10 Gigabyte pro Sekunde. Weniger sattelfest ist die Grafikkarte aus dem Einsteigerbereich. Da nützen der Nvidia GeForce GT 520M auch die 1.024 MB Grafikspeicher nichts: Mit Spielen, die moderne DirectX-11-Effekte und hohe Detailstufen nutzen, ist sie völlig überfordert. Das zeigt sich beispielsweise am niedrigen Punktwert bei 3DMark 11. Selbst im Einsteiger-Preset bei geringern Detailstufen und ohne Kantenglättung erreicht das Notebook weniger als 1.000 Punkte.

Der Bildschirm stellt keine Helligkeitsrekorde auf, ist dafür aber relativ gleichmäßig ausgeleuchtet. Die Differenz zwischen höchstem und niedrigstem Helligkeitswert beträgt gerade einmal 15 Candela pro Quadratmeter (cd/m²). Die durchschnittliche Helligkeit beträgt 211 cd/m². Der Betrachtungswinkel fällt typischerweise zu den Seiten hin größer aus als nach oben. Mit seiner Auflösung von 1.366 x 768 Bildpunkten liegt dasLG P530 K.AN51G im Mittelfeld. Positiv fällt die niedrige Reaktionszeit auf.

Wenig auffällig sind die Temperaturmesswerte, wenngleich die Unterseite mit bis zu 42 Grad Celsius (°C) recht warm wird. Der Prozessor erreicht Temperaturspitzenwerte von 77°C. Das Lautstärkespektrum des Notebooks reicht von fast unhörbar im Leerlauf bis hin zu nervig unter Volllast. Dann lenkt das LG P530 K.AN51G bei 39,5 Dezibel (dB(A)) die Aufmerksamkeit auf sich. Nur das DVD-Laufwerk ist beim Einlesen von Daten noch lauter als der Lüfter.

Dank seines geringen Gewichts und der langen Akkulaufzeit von bis zu sieben Stunden eignet sich das Notebook optimal für den Einsatz außerhalb des Büros. Während in der Bahn oder im Flugzeug effektives Arbeiten noch gut möglich ist, wird es im Park schon schwieriger: Sonnenstrahlen auf dem glänzenden Display machen den Bildschirminhalt fast unlesbar.

Zusammenfassung

Das LG P530 K.AN51G überzeugt mit seiner schicken Optik und auch die inneren Werte müssen sich nicht verstecken. Der schnelle Prozessor und Speicher in Verbindung mit der großen Festplatte bewältigen anfallende Aufgaben problemlos. Stets vor dem Hintergrund, dass das Notebook zum Spielen absolut ungeeignet ist, trotz dedizierter Grafikkarte. Ärgerlicher ist da die schlechte Ausstattung. In Anbetracht des hohen Preises wäre ein Blu-ray-Laufwerk oder zumindest ein USB-3.0-Anschluss wünschenswert gewesen. Dass es auch bei der Software keine positive Überraschung gibt, bestätigt den Trend. Dennoch ist das LG P530 K.AN51G ein guter Begleiter fürs Büro oder für den Alltag, nicht zuletzt wegen seiner kompakten Abmessungen. Die Tastatur allerdings bleibt Gewöhnungssache.


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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher3,5 (Befriedigend)
  6. Betriebsgeräusche2,5 (Gut)
  7. Anschlüsse3,5 (Befriedigend)
  8. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  9. Software und Zubehör3,5 (Befriedigend)
  10. Leistung2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark065299 Pkt.Max. 28871 Pkt.
PCMarkVantage7548 Pkt.Max. 31224 Pkt.
Everest RAM Read10135 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write10412 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz56.0 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read59.4 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen20643 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)5024 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)8950 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)5693 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)4067 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)7717 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)5086 Pkt.Max. 9005 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 25 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal6 Std. 55 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis4 Std. 15 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

23 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,023 kWh x 24,00 Cent = 12,09 EUR

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