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Microsoft Tablet PCs

Vom reinen Software-Entwickler hat sich der amerikanische Technologie-Konzern Microsoft in den vergangenen Jahren immer mehr auch zum Hersteller von Hardware gewandelt, angefangen mit der Xbox-Spielkonsole im Jahr 2001. Durch die Übernahme von Nokia ist Microsoft nun auch im Smartphone-Bereich aktiv und bietet darüber hinaus mit der Surface-Reihe ultramobile und praktische Convertibles und Tablets an, wobei letztere insbesondere das iPad von Apple als Hauptkonkurrenten ins Auge gefasst haben. Dieser Artikel soll euch einen Überblick über die wichtigsten Tablet-Serien von Microsoft geben und einen ersten Eindruck über die Features und die Leistungsfähigkeit dieser Geräte. Dadurch habt ihr vor dem Kauf den besten Überblick und könnt euch gezielt für das richtige Modell entscheiden.

Top 10 Microsoft Tablets von 19

Top 10 Microsoft Tablets von 19

Produktvielfalt

Im Gegensatz zu anderen Herstellern, die einen unübersichtlichen Produktdschungel aus Dutzenden verschiedenen Geräten auf den Markt werfen, finden sich bei Microsoft eigentlich nur zwei Tablet-Serien: Die Surface- und die Surface-Pro-Reihe. Gemeinsam haben sie den relativ großen Bildschirm und das Windows-Betriebssystem. Die Pro-Modelle bieten in der Regel aber deutlich mehr Power und eignen sich auch für Bildbearbeitung und andere relativ ressourcenintensive Software. Auf dem deutschen Markt haben die Surface-Tablets jedoch nicht nur mit dem Apple iPad, sondern auch mit einer ganzen Armada an Android-Tablets zu kämpfen. Im Gegensatz zu diesen hat das Surface jedoch eines voraus: Einen Stylus sowie häufig auch eine mitgelieferte Tastatur, die per Docking-Anschluss mit dem Tablet verbunden wird. Hier gibt es einen Überblick über die wichtigsten Eigenschaften des Microsoft Surface und Surface Pro.

Microsoft Surface

Die Surface-Tablets sind ab etwa 500 Euro zu haben und sind damit, obwohl die einfacher ausgestatte Tablet-Serie von Microsoft, keinesfalls Schnäppchen. Die Tablets haben eine weitgehend einheitliche Größe. Displaydiagonalen jenseits von 10,8 Zoll sucht man vergebens. Statt Vielfalt gibt es eher Qualität, denn die Displays haben eine sehr gute Qualität, bieten eine sehr gute Auflösung und sind per Stylus und mit dem Finger bedienbar. Durch die gute Anzeigequalität eignen sich die Tablets gut für die Anzeige von Bildern und Videos. Ein Tastatur-Cover liegt dem Surface Tablet jedoch nicht bei und muss bei Bedarf dazugekauft werden, was den ohnehin schon recht happigen Preis weiter in die Höhe treibt. Als Software-Basis fungiert selbstverständlich das hauseigene Windows-Betriebssystem. Die Leistungsfähigkeit der Tablets, die von Intel-Atom-Prozessoren angetrieben werden, ist eher durchschnittlich. Für rechenintensive Aufgaben sind definitiv die Surface Pro Tablets zu bevorzugen, doch für die Wiedergabe von Medien, das Surfen im Web und andere alltägliche Aufgaben sind die Tablets definitiv flott genug. Sie punkten zudem mit einer sehr langen Akkulaufzeit und einer ordentlichen Anschlussvielfalt, die man bei der Konkurrenz so häufig nicht findet.

Microsoft Surface Pro

Die Surface-Pro-Serie von Microsoft reißt mit Preisen ab etwa 900 Euro schon deutlich tiefere Löcher ins Portemonnaie, ist aber auch deutlich besser ausgestattet. Die Surface Pro Tablets sind mit einem 12-Zoll-Formfaktor größer als ihre kleinen Geschwister und bieten folglich eine größere Bildschirmfläche, sind aber auch nicht mehr ganz so klein und handlich wie die einfacher ausgestatteten Surface-Tablets. Sämtliche Bildschirme besitzen einen integrierten Touchscreen und lassen sich per Finger und Stylus bedienen. Bei vielen Modellen der Baureihe legt Microsoft ein Tastatur Cover obendrauf, so dass man mit dem Surface Pro im Handumdrehen auch längere Texte heruntertippen kann. Mit ihrem Standfuß eignen sich die Tablets auch hervorragend für die Wiedergabe von Filmen oder fürs Anschauen von Fotos. In Punkto Leistungsfähigkeit sind die Surface Pro Tablets ihren kleineren Geschwistern haushoch überlegen dank der Verwendung von deutlich leistungsfähigeren Prozessoren, die im Gegenzug aber auch mehr Strom verbrauchen. Dank der guten Leistung kann man mit den Surface Pro Tablets problemlos auch komplexe Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop benutzen und dank des Stylus mit seiner Präzision auch feine Korrekturen durchführen oder Zeichnungen kreieren.

Ausstattung

Die Surface-Tablets sind konsequent mit hochauflösenden Bildschirmen ausgestattet, die mindestens den Full-HD-Standard unterstützen. Durch die Verwendung eines Stylus können besonders präzise Eingaben vorgenommen werden, und der Standfuß macht die Surface-Tablets zu perfekten Multimedia-Begleitern. Ein Tastatur-Cover wird nur bei wenigen Tablets mitgeliefert und ausschließlich bei Surface-Pro-Modellen. Dank des integrierten Docking-Anschlusses kann die Tastatur aber für sämtliche Surface-Tablets nachgekauft werden. In Punkto Ausstattung und Hardware klaffen die beiden Tablet-Serien von Microsoft aber schon weiter auseinander. Während die WLAN- und Bluetooth-Funktion noch von sämtlichen Surface-Tablets beherrscht wird, findet man einen Docking-Anschluss etwa nur bei den Pro-Modellen.

Mobilfunkeinheiten gibt es nur bei ausgewählten Modellen der kleineren Surface-Serie. Die Möglichkeit der Speichererweiterung per MicroSD-Karte beherrschen hingegen wieder alle Modelle. Die Leistungsfähigkeit fällt jedoch bei der Pro-Serie deutlich größer aus. Das liegt daran, das bei den einfachen Surface-Tablets ausschließlich Atom-Prozessoren von Intel zum Einsatz kommen, die zwar sehr sparsam im Energieverbrauch sind und die Verwendung eines aktiven Lüfters überflüssig machen, aber eben auch deutlich langsamer sind als die Core i3-, 5- und 7-Prozessoren bzw. die m3-Serie von Intel, die bei den Surface-Pro-Tablets eingesetzt werden. Auch die Grafikleistung ist bei letzteren deutlich höher, einige Modelle greifen für die Grafikberechnung sogar auf einen dedizierten Grafikchip von NVIDIA zurück. Die Akkulaufzeit fällt bei der Surface-Pro-Serie entsprechend geringer aus, da die Hardware deutlich mehr Strom verbraucht. Bei der Software hingegen gibt es wieder Einheitlichkeit: Natürlich kommt bei allen Microsoft-Tablets das hauseigene Windows-Betriebssystem zum Einsatz.

Firmengeschichte

Der Name Microsoft wird wohl für immer mit dem Namen seines Gründers, Bill Gates, verwoben bleiben, der zusammen mit Paul Allen im Jahr 1975 in einer Garage in New Mexico den heutigen Großkonzern gründete. Den Durchbruch schaffte das Unternehmen, das heute seinen Sitz in Redmond hat, mit dem Windows-Betriebssystem Anfang der Neunziger Jahre, und später mit Windows 95, das damals fast jeden Computer der Welt verwaltete. Vom reinen Software-Hersteller wandelte sich Microsoft aber nach und nach auch zu einem Hersteller von Hardware. Mit der Xbox im Jahr 2001 war der Startschuss gesetzt, und spätestens seit der Übernahme des finnischen Herstellers Nokia war Microsoft auch auf dem Smartphone-Markt präsent.

Mit der Marke Surface hat sich Microsoft nun auch im Tablet und Notebook-Bereich einen Namen gemacht, der nicht nur in Deutschland oft erkannt und sofort mit dem Unternehmen assoziiert wird. Vom kleinen Allrounder bis zum leistungsfähigen Convertible hat Microsoft alles im Angebot. Mittlerweile hält Windows 14 Prozent der Marktanteile auf dem gesamten Tablet-Markt. Da abgesehen von Microsoft nur wenige Hersteller Windows als Betriebssystem für ihre Tablets verwenden, spricht dies deutlich für den Erfolg der Surface-Reihe.

Abgesehen von Hardware und Windows hat Microsoft auch eine Reihe von Software im Angebot, von der Microsoft Office wohl die bekannteste ist. Die Textverarbeitungssoftware Word und Microsoft Excel finden sich auf Millionen Rechnern weltweit, und auch die anderen Programme aus der Office-Suite erfreuen sich seit Jahrzehnten großer Beliebtheit. Anders sieht es beim Betriebssystem Windows aus, dessen Popularität mit Windows 7 einen vorläufigen Höhepunkt erreicht hat, der von den Nachfolgern bisher nicht erreicht wurde.