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23.10.2009 Michael WilbergTest: Samsung N130-anyNet - preiswertes Netbook für den mobilen Alltag

Mit dem Samsung N130 erscheint ein weiteres Standard-Netbook auf dem Markt. Zu einem günstigen Preis von deutlich unter 300 Euro soll es alles bieten, was man sich von einem modernen Netbook wünscht. Ob und welche Einbußen dafür in der Ausstattung in Kauf genommen werden müssen und wie lange das Netbook ohne Netzstrom auskommt, erfahren Sie auf dieser Seite.

10
09

Leistung: 3,7

Mobilität: 9,3

Ausstattung: 7,0

Verarbeitung: 7,5

Display: 8,5

Optik: 8,0


  • Positiv:
  • Besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Lange Akku-Laufzeit
  • Negativ:
  • Fehlendes Bluetooth
  • Weiches Display-Scharnier
Fotogalerie: 3 Fotos
Erster Eindruck und Ausstattung – Kein neuer Klassenprimus

In dem unauffälligen Karton, in dem das Samsung N130 geliefert wird, findet sich nichts außer dem Netbook selbst, Kabeln, sowie Bedienungsanleitungen. Weder eine BackUp-CD, die mit einem externen CD-ROM Laufwerk genutzt werden könnte, noch eine Tragetasche finden sich in der Verpackung. Das Netbook ist aus matt-weißem Plastik gefertigt, jedoch auch in schwarz und blau erhältlich. Das abgerundete Design erinnert ein wenig an die Netbooks von Asus. Der Kunststoff des Netbooks wirkt keinesfalls minderwertig, der Deckel lässt sich außerdem kaum eindrücken. Der Gehäusedeckel des Samsung N130 lässt sich mit einer Hand bequem öffnen. Eine Sicherung oder ein Magnet sind nicht vorhanden. Leider ist das Scharnier etwas zu weich eingestellt – Das wirft kein gutes Licht auf die Verarbeitung.

Allgemeines und Betrieb – innovative Zusatzfunktionen

Das Samsung N130 wird nicht wie andere Notebooks über einen Knopf unter dem Display angeschaltet, sondern über einen Schiebeschalter an der Vorderseite. Die Status LEDs, die anschließend Auskunft über Netzbetrieb und Festplatten-Aktivität geben, sind in offenem wie in geschlossenem Zustand gut ablesbar. Der Systemstart selbst dauert nicht besonders lange. Gleich nach dem ersten Start bietet das Netbook an, mit Hilfe eines externen Datenträgers wie einer SD-Karte oder einer externen Festplatte ein Backup der Systempartition zu erstellen. Dabei werden alle Daten kopiert, so dass bei einem Systemausfall sämtliche Dateien schnell wiederhergestellt werden können und Datenverlust vermieden wird. Positiv fällt außerdem die geringe Betriebslautstärke auf – Im Normalbetrieb ist das Gerät kaum hörbar.

Test: Samsung N130-anyNet - preiswertes Netbook für den mobilen Alltag

Das Samsung N130 verfügt über ein helles Display.


Die Tastatur hinterlässt einen durchweg guten Eindruck. Die Tasten sind angenehm groß dimensioniert und der Druckpunkt ausgezeichnet. Auch das Touchpad enttäuscht nicht: Es reagiert auf Bewegungen sehr präzise, ist ausreichend groß, und die von Samsung gewohnte Kipptaste funktioniert ebenfalls ausgezeichnet. Ein kleiner Wermutstropfen: Das Touchpad ist nicht multitouchfähig. Dafür unterstützt es neben vertikalem auch das horizontale Scrollen. Rechts der STRG Taste befindet sich auf der Tastatur die FN-Taste. Wie bei fast allen Note- und Netbooks lässt sich mit ihrer Hilfe die Lautstärke und die Helligkeit verändern, oder aber der WLAN-Adapter aktivieren und deaktivieren. Neu hingegen ist die Möglichkeit, sich mit einer bestimmten Taste einen Überblick über den Akku-Status zu geben oder wie beim Samsung N130 eine Diagnose-Software aufzurufen, die das System auf mögliche Fehlfunktionen überprüft. Außerdem lässt sich zwischen verschiedenen Geschwindigkeitsprofilen wechseln. Der angeblich schnellere Turbo-Modus ist jedoch immer an eine bestimmte Anwendung gebunden, die dadurch beschleunigt werden soll.

Die Softwareausstattung ist normal aber ausreichend. Als Antiviren-Programm kommt McAfee zum Einsatz, welches gern mal ungefragt die gesamte Festplatte durchkämmt und somit negativen Einfluss auf die Systemleistung ausübt. Diese automatischen Scans lassen sich aber abschalten. Damit auch eine längere Zug- oder Autofahrt nicht langweilig wird, hat der Nutzer zudem Zugriff auf einige Denk- und Minispiele. Microsoft Office 2007 kann ein Jahr Lang benutzt werden, muss jedoch über das Internet freigeschaltet werden. Letztlich ist eine Kamerasoftware von CyberLink vorhanden, welche sich YouCam nennt. Mit diesem Programm lassen sich Schnappschüsse machen, Audio-Aufnahmen speichern oder ganze Videos einfangen. Zudem werden zahlreiche Spielereien, wie zum Beispiel grafische Effekte geboten, die das Bild wohl Fetziger machen sollen, aber keinen wirklichen Nutzen haben. Alle Effekte und Extras können jedoch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die Webcam sehr ruckelige Videos bei mäßiger Auflösung produziert. Zudem zeigten die Aufnahmen einen starken Rotstich. Die Lautsprecher des Samsung N130 produzieren ein mäßig gutes, aber durchaus lautes Klangbild. Für die Wiedergabe von Sprachdateien sind sie völlig ausreichend, Musik sollte lieber mit Kopfhörern oder MP3-Player genossen werden.
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Das Design ist eher rundlich und erinnert...


Annehmbar ist die Arbeitsgeschwindigkeit des Netbooks. Der HyperThreading-fähige Intel Atom Prozessor täuscht dem Betriebssystem zwei Kerne vor, wodurch mehrere Tasks nebeneinander ausgeführt werden können. Auch bei stärkerer Belastung bleibt die niedrige Geräuschkulisse bestehen. Eine Internetverbindung lässt sich wahlweise mit einem LAN-Kabel oder über WLAN herstellen. Ein Bluetooth-Modul fehlt jedoch.

Technische Daten und Ausstattung:

Im Samsung N130 werkelt ein Intel Atom N270 Prozessor. Dieser taktet mit 1,60 GHz und ist schon ein wenig betagt. Für die Bildausgabe ist ein Intel GMA 950 Grafikchip zuständig. Dieser ist DirectX 9 fähig, verfügt jedoch über keinen eigenen Speicher und muss den Hauptspeicher mitnutzen. Dieser wiederum ist Netbook-typisch 1.024 MB groß, kann aber erweitert werden. Die Festplatte des Netbooks fasst 160 GB an Daten und ist in zwei Partitionen aufgeteilt.

Drei USB Steckplätze bieten Anschlussmöglichkeiten für externe Peripherie. Der integrierte WLAN-Adapter ist Draft-n-fähig und unterstützt somit Übertragungsraten von bis zu 300 MBit/s. Der CardReader unterstützt das moderne SDHC-Format, welches in neueren Kameras zum Einsatz kommt.

Leistung und Effizienz:

Positiv fällt auf, dass das Gehäuse des Samsung N130 auch bei hoher Belastung angenehm kühl bleibt und auch nach längerer Zeit auf dem Schoß nicht unangenehm heiß wird. Die Oberseite des Netbooks erwärmt sich auf maximal 35°C, im Schnitt auf 32°C. Die Unterseite bleibt zumeist unter 35°C, nur in der Speicher- und Prozessorregion erwärmt sich der Kunststoff auf etwa 40°C. Der Prozessor erwärmt wird im normalen Betrieb etwa 54°C warm. Unter Volllast steigt dessen Temperatur auf 63°C – ein völlig akzeptabler Wert.
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...ein wenig an vergleichbare Asus-Netbooks.

Die Leistung wurde mittels Everest und CineBench überprüft. Everest ist ein modernes Allround-Tool, welches neben zahlreichen Systeminformationen auch diverse Leistungstests für Speicher, Prozessor und Festplatte bereithält. Die Ergebnisse liegen durchgängig im Mittelfeld. So erreichte das Netbook eine Speicher-Leserate von 3.684 MB/s. Die Schreibgeschwindigkeit lag knapp unter 2.800 MB/s und die Latenz – also die Zugriffszeit – des Speichers lag bei akzeptablen 106,8 ns. Der CPU-Test erbrachte eine Punktzahl von 3.774 – ein mittelprächtiges Ergebnis. Gut schnitt die Festplatte ab. Bei zufälligen Lese-Zugriffen erreichte sie eine Lese-Geschwindigkeit von durchschnittlich 46,2 MB/s.

Der zweite Test, CineBench, lässt das System ein komplexes Bild rendern und ermittelt eine Punktzahl, die mit steigender Rendergeschwindigkeit höher ausfällt. Hierbei gibt es zwei Durchgänge: Im Single CPU Modus wird das Bild unter Verwendung nur eines Kerns erstellt, während im Multi CPU Modus beide virtuelle Kerne genutzt werden, wodurch sich die Geschwindigkeit erhöht. Im Resultat ist die Punktzahl mit HyperThreading auch um über 50% höher. Die absoluten Werte betragen 549 Punkte im Single CPU Modus sowie 840 Punkte mit HyperThreading. Nun bietet Samsung mit dem Turbo Modus eine Möglichkeit, die Geschwindigkeit für einzelne Anwendungen zu erhöhen. Im Falle von Everest brachte dies allerdings überhaupt keinen Vorteil – die Punktzahlen blieben identisch. Das gleiche Bild bei CineBench. Auch hier nutzte der Turbo-Modus nichts. Besser fährt der Nutzer also im Normal- bzw. im Stromsparmodus unterwegs.

Akku-Laufzeit:

Je nach Nutzung beträgt die maximale Akku-Laufzeit etwas weniger als 8 Stunden. Wird externes Zubehör wie eine Festplatte genutzt und die Helligkeit etwas höher gestellt, sind noch etwa 5 Stunden ohne Netzteil drin. Dabei kann selbstverständlich mit WLAN im Internet gesurft werden. Unter Volllast beträgt die Akku-Laufzeit noch fast 4 Stunden – Somit muss nach einem Film im Auto nicht Schluss sein.

Fazit:

Das Samsung N130 ist ein preiswertes und angemessen schnelles Netbook. Es leistet sich kaum Patzer, ist bis auf das zu weich eingestellte Display-Scharnier solide verarbeitet und kann auch bei der Software-Ausstattung durchaus mit anderen, teureren Geräten mithalten. Kleine Wermutstropfen sind der fehlende Bluetooth-Betrieb und der unwirksame Turbo-Modus, die aber nicht davon ablenken können, dass es sich beim Samsung N130 um ein solides Netbook für wenig Geld handelt.


Technische Daten: Samsung N130-anyNet N270 (NP-N130-KA01DE)

Produktbeschreibung Samsung N130-anyNet N270
Systemtyp Notebook
Prozessor Intel Atom N270 / 1.6 GHz
RAM 1 GB / 2 GB ( Max )
Festplatte 160 GB - 5400 rpm
Laufwerk optional - extern
Display 10.1" TFT 1024 x 600 ( WSVGA )
Grafikkarte Intel GMA 950
Netzwerk 10/100 Ethernet
WLAN Atheros 802.11b/g
Batterie 6 Zellen Lithium Ionen - 57.72 Wh
Betriebssystem Microsoft Windows XP Home Edition SP3
Gewicht 1.26 kg

Vollständige technische Daten anzeigen

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