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Neues 2-in-1 mit Business-Paket und Intel Core M Antrieb

Huawei MateBook Business WiFi 256GB Weiß (Bild 1 von 7)Bildquelle: Huawei
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Notebook oder Tablet: Mit einem Hybrid-Modell wie dem Huawei MateBook könnt ihr beide Welten miteinander verbinden.

Nach einer Intervention von Intel und Microsoft bei bekannten Herstellern gibt es so genannte 2-in-1 Produkte aktuell wie Sand am Meer. Die Kombination aus Tablet und Notebook soll den Griff zum Drittgerät sparen, welches neben dem eigenen Laptop und Smartphone eingesetzt werden würde. Nahezu jedes Unternehmen bietet die Hybriden an. HP hat seine x2 Serie, Lenovo gehört mit Yoga und Miix zu den Pionieren und auch Acer ist mit der Switch-Reihe mit von der Partie. Besser spät als nie denkt sich nun Huawei. Das chinesische Unternehmen geht aktuell mit dem MateBook an den Start und will somit vor allem Microsofts Surface Pro 4 und die Surface Book Modelle attackieren.

Zum Test empfangen wir nicht nur die Tablet-Einheit des Huawei MateBook, sondern auch den dazugehörigen MatePen, das Portfolio Keyboard und das MateDock. Das Luxus-Paket wird für rund 1.200 Euro in so gut wie allen Online-Shops verkauft. Pen und Dock müssen allerdings separat erstanden werden. Preislich ist das Business-Paket von Huawei also mit dem des Surface Pro 4 gut zu vergleichen. Beim Design orientiert sich Huawei jedoch eher am Portfolio aus Cupertino. Ähnlich wie bei anderen Herstellern ähnelt auch das MateBook stark einem Apple iPad Pro. Wir finden in jedem Fall Gefallen an dem schlichten Auftreten des Aluminium-Gehäuses sowie dessen sehr guter Stabilität und Verarbeitung. Auch das mitgelieferte Zubehör reiht sich sehr gut ein. Optisch sowie haptisch ein echter Leckerbissen.

Huawei MateBook Business WiFi 256GB Weiß (Bild 6 von 7)Huawei MateBook Business WiFi 256GB Weiß (Bild 7 von 7)Bildquelle: Huawei
Das Zubehör: Links das MateDock, recht der Huawei MatePen. Beides optional erhältlich.

Das Windows 10 Tablet bringt dabei knapp 640 Gramm auf die Waage. Inklusive Tastatur-Dock sind wir bei etwas über einem Kilogramm. Vor allem die geringe 6,9 Millimeter Bauhöhe weiß zu überzeugen. Aktuell darf sich das Huawei MateBook sogar als dünnstes Windows 10 2-in-1 bezeichnen. Hochwertig, stabil, schlank und leicht. Die äußeren Eigenschaften überzeugen schon einmal. Doch wie sieht es mit der Ausstattung aus? Das 12 Zoll Tablet setzt auf einen einzelnen USB Typ-C Anschluss, einen proprietären Port zum Andocken der Tastatur und die klassische Audio-Schnittstelle für Kopfhörer oder Headsets. Gefunkt wird über WLAN-ac und Bluetooth 4.1. Ähnlich spartanisch tritt auch das Apple MacBook 12 auf. Ergibt sich vielleicht auch hier ein Konkurrenzkampf? Wer sich zum MateBook auch das MateDock zulegt, kann die Anschlüsse um zwei normalgroße USB 3.0 Ports, einen zusätzlichen Typ-C, HDMI, VGA und Ethernet (Gigabit-LAN) erweitern.

Gemischte Gefühle zeigen sich bei den Eingabegeräten. Der MatePen ermöglicht 2.000 Druckstufen, besitzt einen Laser-Pointer und kann via Micro-USB-Adapter aufgeladen werden. Er arbeitet präzise und ermöglicht gute Handschrift- und Design-Arbeiten. Das Keyboard-Dock setzt auf ein so genanntes Floating Keyboard, ähnlich wie wir es in Acers Aspire Notebooks vor vielen Jahren vorgefunden haben. Es gibt somit keine Abstände zwischen den Tasten, was anfangs Tippfehler nicht gerade minimiert. Eine gewisse Eingewöhnungszeit ist also notwendig. Allerdings wollten sich unsere Finger auch nach mehreren Wochen nicht an die Oberfläche gewöhnen. Immerhin bieten die Tasten einen vergleichsweise guten Druckpunkt und anständiges Feedback. Zudem ist die Tastatur dreistufig beleuchtbar. Doch auch bei Tastaturen sind die Geschmäcker bekanntlich verschieden. Wer mit dem Kaufgedanken spielt, sollte das Huawei MateBook eventuell vorher im Ladengeschäft ausprobieren.

Huawei MateBook Business WiFi 256GB Weiß (Bild 2 von 7)Bildquelle: Huawei
Design: Eine klassische Front des Huawei MateBook ohne separaten Windows-Button.

Reicht die Leistung - Core M oder doch lieber Core i5?

Kommen wir zu den technischen Eigenschaften des Huawei MateBook. Die uns vorliegende Business-Version des 2-in-1 setzt auf einen Intel Core m5-6Y57 Prozessor mit 2,8 GHz. Die günstigere Elite-Variante hingegen setzt auf ein Core m3 Pendant. Egal wie wir es drehen und wenden, die Leistung dieser Art von Prozessoren ist überschaubar, aber gut. Für den Alltag mit Mails, Dokumenten, Internet, Filmen, Musik und Co. reicht die Performance vollkommen aus. Jedoch liegt der Fokus eher auf dem Konsumieren von Multimedia-Inhalten anstelle des Produzierens. Wer mehr will, muss sich nach einem Gerät mit Intel Core i5 oder Core i7 Chip umsehen. Gleiches trifft aus grafischer Sicht zu, denn das MateBook setzt auf die integrierte Intel HD Graphics 515. Gut dimensioniert zeigen sich die 8 GB Arbeitsspeicher und die 256 GB SSD. In der kleineren Variante für unter 900 Euro trifft man allerdings nur noch auf 4 GB RAM und 128 GB Speicher. Die Lese- und Schreibraten der verbauten SSD können sich allerdings sehen lassen. Bis zu 520 MB/s messen wir in unseren Tests.

Das verbaute 12 Zoll Display zeigt dank IPS-Technik eine gute Blickwinkelstabilität und die Auflösung von 2.160 x 1.440 Pixel (216 ppi) weiß zu gefallen. Hinzu kommt eine gute Helligkeit von 430 cd/m² im Schnitt und ein überdurchschnittlicher Kontrast von 1.200:1. Farbraum-Enthusiasten sollten jedoch eine Kalibrierung des Displays vornehmen, um den dezenten Blaustich auszumerzen. Dann zeigt sich zudem eine gute sRGB Farbraumabdeckung. Unterm Strich sind wir mit dem Bildschirm des Huawei MateBook durchaus zufrieden. Erfreuliche Nachrichten gibt es auch in Hinsicht auf die Emissionen zu vermelden. Trotz lüfterlosem Aufbau wird unser Testgerät in der Praxis gerade einmal handwarm. Nur unter starker Last werden kurzzeitig Spitzen von über 40 Grad Celsius erreicht. Wie zu erwarten war drosselt der Intel Core M5 Prozessor ab einer gewissen Belastung automatisch herunter. Gut für die Wärmeentwicklung, schlecht für dauerhafte Leistung. Einen 4K Film werdet ihr auf dem MateBook wohl nicht stundenlang rendern wollen. Beim normalen Konsumieren von Medien allerdings sind diese Leistungsminderungen nicht spürbar.

Huawei MateBook Business WiFi 256GB Weiß (Bild 4 von 7)Bildquelle: Huawei
Flaches Profil: Handlich ist das MateBook in jedem Fall. Doch darunter leidet die Laufzeit.

Ernüchterung kehrt allerdings ein, wenn wir uns die Akkulaufzeiten genauer ansehen. In unserem vergleichsweise einfachen Alltag, der sich zum Großteil auf Office-Arbeiten und das Surfen im Internet beschränkt ist in den meisten Fällen nach 4 Stunden die Luft raus. Im Leerlauf, ohne Funkverbindungen und bei gedimmter Helligkeit werden maximal 8 Stunden erreicht. Bei voller Last ist sogar schon nach 1,5 Stunden Schluss. Ebenso dauert das komplette Aufladen mit über 4 Stunden zu lange.

Fazit

Flach, leicht, hochwertig und funktional. Mit diesen Begriffen lässt sich das neue Huawei MateBook am besten beschreiben. Vor allem das leucht- und kontraststarke 12 Zoll Display konnte uns im Test überzeugen. Die Leistung des verbauten Intel Core m5 Prozessors übertrifft die bekannter Android und iOS Tablets problemlos, erreicht im produktiven Alltag aber ebenso schnell seine Grenzen. Konsumieren statt Produzieren lautet hier das Motto. Enttäuscht sind wir von der vergleichsweise mageren Akkulaufzeit des MateBook. Dafür überrascht uns Huawei mit einem netten Zubehör-Paket. Die stylischen Gadgets richten sich nicht nur technisch, sondern auch optisch an den modernen Manager von heute. Allerdings müssen das MateDock und der MatePen zusätzlich zum knapp 1.200 Euro teuren Business-Paket gekauft werden.

Otto Normalverbraucher würde wohl eher zum günstigeren MateBook greifen, das mit weniger als 900 Euro zu Buche schlägt und dafür auf etwas Performance und Speicherplatz verzichtet. Wer Notebook oder Desktop Power in einem schmalen Tablet erwartet, muss sich ebenfalls woanders umsehen. Hier wären 2-in-1 Modelle mit Intel Core i5 oder Core i7 Prozessor vorteilhafter. Wer allerdings zum MateBook greifen möchte, um seinen Office-Alltag (Mails, Dokumente, Internet) zu bewältigen, der kann zugreifen. Allerdings immer mit dem Hintergedanken eine Steckdose in Reichweite zu haben.

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von Saturn.de | Händlerangabe: 07.12.16 22:46

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch4,0 (Ausreichend)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung1,5 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)2,0 (Gut)
  11. Leistung (Anwendungen)2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Geekbench 3 Single-Core2761 Pkt.Max. 2761 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core5498 Pkt.Max. 5498 Pkt.
3DMark Ice Storm37622 Pkt.Max. 37622 Pkt.
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Read)520 MB/sMax. 520 MB/s
CrystalDiskMark 3.0 (HDD Write)470 MB/sMax. 470 MB/s
Octane v226512 Pkt.Max. 26512 Pkt.
3DMark Cloud Gate3710 Pkt.Max. 3710 Pkt.
3DMark Fire Strike596 Pkt.Max. 596 Pkt.
PCMark 8 Home2705 Pkt.Max. 2705 Pkt.
PCMark 8 Creativity2954 Pkt.Max. 2954 Pkt.
PCMark 8 Work2691 Pkt.Max. 2691 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Single)108 Pkt.Max. 108 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (Multi)230 Pkt.Max. 230 Pkt.
Cinebench R15 64 Bit (OpenGL)34.97 fpsMax. 34.97 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast1 Std. 50 Min.Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal8 Std. 30 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis5 Std. 0 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
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