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Test HP Slate 7 Plus 4200eg - Günstiges Einstiegsmodell mit kleinen Schwächen

Der Markt für Tablets mit 7-Zoll Displays ist inzwischen hart umkämpft. HP geht mit dem Slate 7 Plus ein weiteres Mal an den Android-Start. Der Kostenpunkt liegt bei rund 140 Euro, doch die Konkurrenz ist groß. Neben dem Google Nexus 7 findet sich auch das Asus MeMo Pad HD 7 auf einem ganz ähnlichen Preisniveau. Ob das HP Slate 7 Plus seine Kontrahenten ausstechen kann oder aber zumindest eine echte Alternative darstellt, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Einleitung: Ein neuer 7 Zoller mit Tegra-Chip

HP Slate 7 Plus 4200eg (Bild 1 von 13)Bildquelle: notebookinfo.de | st
Fotogalerie (13)
Gut und günstig: Das HP Slate 7 Plus kommt in Deutschland mit dem schnellen Nvidia Tegra 3 Prozessor für 140 Euro.

HP baut sein Portfolio an Tablets immer weiter aus und dringt mit dem Slate 7 Plus auch weiter in das Niedrigpreissegment vor. Gerade einmal 149 Euro werden für das HP Slate 7 Plus fällig, somit liegt man gleichauf mit dem Asus MeMo Pad HD 7 und für rund 20 Euro mehr bekommt man bereits das 2012er-Modell des Google Nexus 7 im Handel. Die Konkurrenz ist also groß und namhaft. Das Slate 7 Plus setzt auf eine SoC-Lösung mit einem Tegra 3 und 1 GB RAM, in Sachen Ausstattung darf man also keine Wunder erwarten. Wie sich die verbaute Hardware schlägt und ob die Verarbeitung überzeugen kann, zeigt unser nachfolgender Bericht auf.

Gehäuse

Bei einem Preis von 149 Euro erwartet man in Sachen Verarbeitungsqualität definitiv keine Wunder. HP liefert beim Slate 7 Plus aber ein überraschend hochwertiges Gehäuse ab. Zwar darf man kein Aluminium wie bei Apple erwarten, die genutzten Kunststoffe hinterlassen aber dennoch einen guten Eindruck. Das 7-Zoll-Display wird von einem schwarzen Rahmen aus Hochglanz-Kunststoff eingefasst, entsprechend anfällig sind diese Bereiche für Fingerabdrücke. Die Seiten und Rückwand des Tablets sind in einem silbrigen Grauton gehalten und matt. Das Slate 7 Plus liegt daher ausgesprochen gut in der Hand, verrutscht nicht und zieht auch keine Fingerabdrücke an.

HP Slate 7 Plus 4200eg (Bild 3 von 13)HP Slate 7 Plus 4200eg (Bild 4 von 13)Bildquelle: notebookinfo.de | st
Gute Verarbeitung: Trotz Kunststoff-Gehäuse liegt das Slate 7 Plus gut in der Hand.

Größere Spaltmaße im Rahmen und sonstige Qualitätsmängel sucht man ebenfalls vergeblich. Nur bei sehr starken Druck können leichte Knarzgeräusche entstehen. Im normalen Einsatz muss man dies aber nicht fürchten. Alles in allem hat uns das HP Slate 7 Plus in Sachen Verarbeitungsqualität und Design für den günstigen Preis überrascht und gleichermaßen überzeugt. Vergleicht man das Tablet mit Konkurrenzmodellen, trifft man dort häufig auf rutschige und auf Hochglanz getrimmte Rückseiten. Der gewählte Weg von HP mit der matten Variante sorgt hingegen für ein deutlich gelungeneres Gesamtbild in Sachen Gehäuse. Mit 342 Gramm muss man auch in Sachen Gewicht keine Kompromisse im Bedienkomfort eingehen.

Ausstattung: Das Nötigste ist vorhanden, der geringe Basis-Speicherplatz lässt sich bequem per microSD erweitern

HP stattet das Slate 7 Plus mit 8 GB Flashspeicher aus, bei der Vielfalt an Nutzungsmöglichkeiten von Apps über Musik bis hin zu Serien und Filmen ist dieser allerdings sehr schnell aufgebraucht. Glücklicherweise erlaubt HP das Einsetzen von bis 32 GB großen Speicherkarten in den microSD-Slot des Tablets. Ein HDMI-Ausgang ist hingegen nicht verbaut worden, dafür lässt sich via Miracast das Wunschmaterial zu passenden TV-Geräten kabellos streamen. Für das Aufladen und den Datenaustausch steht der typische USB 2.0-Anschluss zur Verfügung. Wer ein Headset, Mikrofon oder Kopfhörer anschließen möchte, kann dies über den 3,5mm Klinkenstecker tun.

HP Slate 7 Plus 4200eg (Bild 5 von 13)HP Slate 7 Plus 4200eg (Bild 6 von 13)Bildquelle: notebookinfo.de | st
Klassisch: MicroUSB-Port und ein Einschub für MicroSD-Karten finden Gefallen.

HP verbaut rückwärtig eine 5 Megapixel Kamera mit Autofokus-Funktion, 720p Videos lassen sich damit aufzeichnen. Die Kamera auf der Vorderseite ist versetzt auf der rechten oberen Seite angebracht worden und liefert VGA-Qualität ab. Für mehr als sehr einfache Schnappschüsse eignen sich die Kameras daher nicht. Für die kabellose Verbindung stehen Bluetooth 4.0 und WLAN via 802.11 b/g/n zur Verfügung. GPS-Funktionalität wird ebenfalls möglich gemacht.

HP Slate 7 Plus 4200eg (Bild 7 von 13)HP Slate 7 Plus 4200eg (Bild 8 von 13)Bildquelle: notebookinfo.de | st
Kameras: Für kleine Schnappschüsse gut zu gebrauchen.

Über den Google Play Store lassen sich allerhand Apps herunterladen, als Betriebssystem kommt Google Android 4.2.2 zum Einsatz, ein Update auf Android 4.3 oder gar 4.4 KitKat ist eher unwahrscheinlich. Vorinstalliert ist seitens HP die ePrint App für das kabellose Drucken (wenn ein passender HP Drucker zur Verfügung steht), HP Connected Photo, HP File Manager und die TegraZone, schließlich möchte man ja auch wissen welche Spiele denn speziell für den verbauten Tegra 3 Chip von Nvidia entwickelt oder dahingehend optimiert wurden.

Ein Klangerlebnis erster Güteklasse sollte man vom HP Slate 7 Plus nicht erwarten, der rückwärtig angebrachte Mono-Lautsprecher wird während der normalen Bedienung hin und wieder leicht bedeckt und liefert somit einen Klang ab, der gerade noch in Ordnung geht. Für eine gute Qualität in Sachen Soundkulisse ist allerdings zwingend ein passendes Paar externer Kopfhörer notwendig.

Technische Daten

Display:7" TouchAuflösung:1280 x 800
Prozessor:NVIDIA Tegra 3 AP30 / 1.3 GHzGrafikkarte:NVIDIA Geforce ULP (Tegra 3)
Festplatte8 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 4.2
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:0.34 kg
B x H x T:19.47 cm x 12.27 cm x 1.07 cmFarbe:grau schwarz

Leistung: Bei optimierten Apps gut, im Alltag aber mit kleineren Schwächen

HP setzt für die nötige Rechenleistung im Slate 7 Plus auf den Tegra 3 Quad-Core von Nvidia mit einer Taktung von 1,3 GHz. Dieser basiert auf dem ARM Cortex A9, wird aber inzwischen relativ deutlich vom Nachfolgemodell Tegra 4 und den entsprechenden Qualcomm Snapdragon-Prozessoren der neueren Generation in Sachen Leistungsfähigkeit übertrumpft. Das HP dem Tablet lediglich 1 GB DDR3 SDRAM spendiert hat hilft dabei auch nicht unbedingt weiter. Wer etwa mehrere Browser-Tabs in Chrome öffnet, der wird die spürbaren Verzögerungen beim Scrolling bemerken können. Webseiten mit vielen Bildern kommen dabei auch mit verspäteten Bildaufbau bzw. Scharfstellung eben dieser daher.

HP Slate 7 Plus 4200eg (Bild 11 von 13)HP Slate 7 Plus 4200eg (Bild 12 von 13)HP Slate 7 Plus 4200eg (Bild 13 von 13)Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Anno 2012: Im letzten Jahr gehörte der Tegra 3 Chip noch zur Leistungs-Spitze.

Spiele mit Tegra-Optimierung laufen hingegen auf dem Slate 7 Plus in durchaus beachtlicher Qualität und Geschwindigkeit ab. Dead Trigger 2 lässt sich daher etwa selbst auf dem recht schwachbrüstigen 7-Zoll-Tablet von HP noch sehr gut spielen. Etwas anders sieht es da bei Asphalt 8 aus, hier muss man mit geringeren Grafikdetails immer noch mit einigen FPS-Einbußen hin und wieder leben. Für reine Gamer gibt es also sicherlich besser geeignete Tablets auf dem Markt.

HP Slate 7 Plus 4200eg (Bild 10 von 13)Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Spiele: Auch Asphalt 8 läuft auf dem Tablet mit geringen Detail-Einstellungen.

Display: Ordentlicher Kontrast bei durchschnittlicher Auflösung

HP setzt im Slate 7 Plus auf ein IPS-Panel mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixel, somit liegt man in etwa gleichauf mit der Konkurrenz im Preisbereich von knapp 150 Euro. Wer also hin und wieder auf Webseiten stöbern mag, kommt mit dem verbauten Display auch ganz gut zurecht. Die Ausleuchtung bzw. Leuchtstärke ist aber trotz IPS-Panel relativ stark vom Blickwinkel abhängig, wer von einem schrägen Blickwinkel aus auf das Display einen Blick wirft, der wird zumindest eine Beeinträchtigung der Leuchtkraft deutlich feststellen können.

Mit Werten von 300 bis 350 cd/m² erreicht das HP Slate 7 Plus ordentliche Werte im Test, der Kontrastwert von maximal 833:1 liegt ebenfalls im oberen Mittelfeld bei den Tablets dieser Preisregion. Für den Außeneinsatz ist das Slate 7 Plus zwar nicht der ideale Begleiter, in den heimischen vier Wänden oder anderen Räumlichkeiten mit normalen Lichtverhältnissen gibt es hingegen keine Probleme bei der Betrachtung des Displays und der Lesbarkeit.

Emissionen: Ein treuer Begleiter auch über einen längeren Zeitraum hinweg

Wer leistungshungrige Apps und Spiele im Dauerbetrieb angeht, der kann den verbauten Akku ziemlich schnell in die Schranken weisen. Unter Volllast lässt sich der komplette Akku nämlich in rund 3,5 bis 4 Stunden leer spielen, allerdings sieht dieser Wert bei vielen anderen Tablets auch nicht besser aus. Wer hingegen auf die normale Web-Nutzung mit dem einen oder anderen Spielchen zwischendurch zurückgreift, der kann durchschnittlich 10 Stunden an Laufzeit erwarten. Dreht man die Display-Helligkeit stark herunter und setzt auf den Flugmodus bringt es das HP Slate 7 Plus sogar bis auf 16,5 Stunden an Betriebszeit, allerdings leiden dann auch die eigenen Augen unter den extrem dunklen Display-Einstellungen.

Wirklich kalt ist das HP Slate 7 Plus dabei nur in den seltensten Fällen. Selbst beim Surfen auf Webseiten, dem Betrachten von Videos und der Nutzung von Social Networks erhitzt sich das Gerät auf 26 bis 28,5 Grad. Wer die volle Leistungsfähigkeit abruft der kann mit Werten von 30 bis hin zu 40 Grad an der heißesten Stelle rechnen. Das Gehäuse kaschiert diese Werte aber dennoch überraschend gut, so das man trotz der hohen Werte keine allzu unangenehme Erfahrung macht, wenn man das Tablet in der Hand hält.

In der Praxis

HP Slate 7 Plus 4200eg (Bild 2 von 13)Bildquelle: notebookinfo.de | st
Kaufempfehlung: Für Couch-Surfer und Einsteiger ein gutes Tablet.

Mit dem HP Slate 7 Plus kann man für einen kleinen Preis (rund 150 Euro) in die Welt der Tablets einsteigen. Wer nicht gerade diverse Tabs im Browser öffnen muss und dabei schnell durch bildreiche Webseiten surft, der kann mit dem gebotenen Tempo durchaus glücklich werden. Sollte man aber dazu neigen auch beim mobilen Surfen auf der Couch gleich 5-6 Tabs gleichzeitig nutzen zu wollen, stößt das Slate 7 Plus doch relativ schnell an seine Leistungsgrenzen. Zumindest muss man dann mit verzögerten Bildaufbau und auch mit leichten Rucklern beim Scrolling zurechtkommen. All dies macht das Tablet keineswegs unbrauchbar, ein wahres Leistungswunder sollte man aber auch nicht erwarten.

Wer darauf aus ist die neuesten und modernsten Games in hohen Grafikeinstellungen stets flüssig genießen zu können, der muss sich nach einem anderen Tablet umsehen, besonders Spiele die nicht für den Tegra Chip von Nvidia optimiert wurden, laufen zum Teil nur bedingt flüssig. Für den Einsteiger sollte dies aber keine allzu große Hürde darstellen, einfache Games für Zwischendurch bewältigt das Tablet nämlich ohne jegliche Probleme. Der Akku bietet mit 10 Stunden im Durchschnitt gute Werte an, wer mit etwas weniger Helligkeit vom Display leben kann, der kann sogar noch ein paar zusätzliche Stunden an Laufzeit aus dem Slate 7 Plus herauskitzeln.

Fazit

Der Bereich für Tablets mit 7 bzw. 8-Zoll Displays ist hart umkämpft, mit dem Slate 7 Plus kann HP den Markt für günstige Einstiegsmodelle aber in jedem Fall bereichern. Akkulaufzeit und Leistungsfähigkeit gehen in Ordnung, können aber nicht mit dem etwas teureren Top-Modellen (z.B. Google Nexus 7) mithalten. Alternativ lässt sich für Interessenten in diesem Preissegment auch noch das 2012er-Modell des Google Nexus 7 empfehlen, dieses bringt direkt 32 GB an Flash-Speicher mit (lässt sich dafür aber auch nicht erweitern). Außerdem bekommt man die aktuelle Google Android-Version spendiert, worauf man beim HP Slate 7 Plus wahrscheinlich vergeblich warten wird.

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung2,0 (Gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)2,5 (Gut)
  11. Leistung (Anwendungen)2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V82128 Pkt.Max. 10241 Pkt.
Sunspider1322.6 msMin. 285.6 ms
Smartbench 20123737 Pkt.Max. 9866 Pkt.
Linpack (Android)139972 MFLOPSMax. 1014670 MFLOPS
3DMark Ice Storm3511 Pkt.Max. 37622 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme1934 Pkt.Max. 22461 Pkt.
NenaMark 254 fpsMax. 60.8 fps
Basemark ES 2.012 fpsMax. 59.98 fps
Antutu12968 Pkt.Max. 67413 Pkt.
Vellamo HTML51499 Pkt.Max. 5893 Pkt.
Vellamo Metal403 Pkt.Max. 2704 Pkt.
Quadrant4118 Pkt.Max. 23945 Pkt.
Octane v12081 Pkt.Max. 9113 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen2.1 fpsMax. 49.7 fps
GFXBench 2.7 T-Rex HD Onscreen5.1 fpsMax. 40.6 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 28 Min.Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal16 Std. 34 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis10 Std. 6 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
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