1. Startseite
  2. Tablet Tests
  3. Test Dell Venue 7 LTE 16GB- Alternative zum Google Nexus 7

Test Dell Venue 7 LTE 16GB- Alternative zum Google Nexus 7

Noch vor dem Marktstart haben wir das Dell Venue 7 mit LTE im Test. Das 7-Zoll Tablet kommt mit Intel Atom Prozessor und PowerVR Grafik, sowie 2 GB Arbeitsspeicher auf den Markt. Leistungsstarke Hardware in Kombination mit einem attraktiven Preis sind zumindest in Aussicht gestellt worden. Ob das Dell Venue 7 allerdings eine echte Alternative zum Nexus 7 darstellt? Bei uns erfahrt ihr es.

Einleitung: Gelingt Dell der große Durchbruch?

Im Check: Das Dell Venue 7 mit LTE-Support.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Fotogalerie (10)
Angriff auf die Spitze: Dell will mit dem Venue 7 LTE das aktuelle Google Nexus 7 attackieren, auch in Sachen Preisgestaltung.

Dell verbindet man in erster Linie mit klassischen PCs, Notebooks und Rechnern am Arbeitsplatz. Der typische Tablet-Hersteller ist Dell für die meisten nicht. Dennoch hat das Unternehmen mit dem Venue 8 Pro und Venue 11 Pro aktuell zwei Windows Tablets im Portfolio. Mit dem Venue 7 gesellt sich nun ein Android-Modell hinzu. Die Einsteiger-Variante gibt es ab 139 Euro plus Versand mit WiFi und 1 GB RAM. Im Verlauf des Septembers wird allerdings auch noch die leistungsstärkere LTE-Version folgen. Ein genauer Preis für das Venue 7 LTE ist allerdings bisher noch nicht bekannt. Aufgrund der WiFi-Version kann man aber in etwa mit einem Verkaufspreis von rund 200 Euro plus Versand rechnen.

Neben einem LTE-Modem finden sich auch direkt 2 GB Arbeitsspeicher in der LTE-Version des Dell Venue 7 wieder. Weiterhin gibt es ein HD-Display, Android 4.4 KitKat, einen Prozessor von Intel und eine GPU von Imagination. Dieser Fakt sorgt dafür, dass das Venue 7 starke Benchmark-Werte im Test abliefern konnte. Trotz der guten Ausstattung und Feature-Vielfalt und des wahrscheinlich sehr attraktiven Preises ist aber auch hier nicht alles perfekt, wie unser Praxis-Check klar aufzeigt.

Gehäuse: Kunststoff unterhalb der Durchschnittsriege, Lautsprecher mit Problemen

Ein optisches Highlight sollte man beim Dell Venue 7 besser nicht erwarten. Farbliche Akzente werden vergeblich gesucht, kommt das Tablet doch komplett in Schwarz daher. Die Rückseite weist zwar ein spiralförmiges Muster auf, das war es dann aber auch schon. Vorteile bringt dieses obendrein nicht mit sich, denn Fingerabdrücke bleiben recht deutlich sichtbar zurück und Staub kann sich in den Rillen des feinen Musters leichter festsetzen als bei einem glatten Cover. Ein Knarzen muss man nicht befürchten. Wer allerdings etwas mehr Druck auf die Rückseite oder den Rahmen ausübt, kann leichte Wellenbildungen beim Display feststellen. Die Rahmen rund um den Bildschirm fallen obendrein recht dick aus, was das Erscheinungsbild nicht unbedingt ansehnlicher gestaltet.

Im Check: Das Dell Venue 7 mit LTE-Support.Im Check: Das Dell Venue 7 mit LTE-Support.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Problembereich: Die Verarbeitung ist nicht gerade hochwertig und besonders der Lautsprecher macht Probleme.

Der Mono-Lautsprecher wurde seitens Dell mittig am unteren Rand platziert. Hält man das Tablet horizontal in den Händen, verdeckt man diesen zum Teil, was einen deutlich schlechteren Klang zur Folge hat. Der Lautsprecher wird über die Maxx Audio App angesteuert und bietet vorgefertigte Klangeinstellungen für Filme, Sprache, Musik und Spiele. Der Klang insgesamt geht zwar in Ordnung, allerdings knackt dieser regelmäßig. Etwa beim Beenden von Applikationen auf dem Tablet und auch hin und wieder beim Sperren des Geräts. Hoffentlich kann Dell in diesem Bereich mit einem zukünftigen Software-Update Abhilfe schaffen. Am Gewicht von 290 Gramm kann man indes wenig aussetzen.

Die Verarbeitung und der verbaute Lautsprecher hinterlassen einen durchwachsenen Eindruck. Wir haben zwar in unseren Tests auch schon deutlich schlechtere Gehäuse gesehen, von guter Qualität ist das Dell Venue 7 in diesem Aspekt aber dennoch ein gutes Stück weit entfernt.

Ausstattung: Vielfalt bei den Features, aber nicht ganz tadellose Systemperformance

Im Check: Das Dell Venue 7 mit LTE-Support.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Nichts für Fotofreunde: Die Kamera liefert keine beeindruckenden Ergebnisse ab.

Beim installierten Google Android 4.4.2 KitKat hat Dell im Grunde kaum Änderungen vorgenommen. So startet zum Beispiel die Audio App von Maxx bei jedem Start automatisch mit dem Tablet. Umso verwunderlicher ist es, dass die Bedienung der Oberfläche trotz der recht potenten Hardware nicht immer ganz ohne Verzögerungen reagiert. Die Navigation selbst klappt zwar ohne Ruckler, wer allerdings Apps schließt, der muss ab und an mit deutlichen Verzögerungen leben. Wir vermuten hier ebenfalls ein kleineres Problem auf der Softwareseite. Denn der genutzte Intel Atom-Prozessor und 2 GB RAM sollten grundsätzlich mehr als ausreichend für eine flüssige Bedienung von Android sein.

Dell spendiert dem Venue 7 LTE 16 GB internen Flashspeicher, wovon rund 10 GB nach der Ersteinrichtung zur freien Verfügung stehen. Dieser kann um bis zu 64 GB mit Hilfe einer MicroSD-Karte nachträglich erweitert werden. Der Steckplatz für die MicroSD und SIM-Karte wird von einer Plastikabdeckung geschützt und befindet sich an der Gehäuseseite. Die Hauptkamera auf der Rückseite löst mit 5 Megapixel im 4:3 Format auf, die Frontkamera liefert 1 MP beim Sensor. Einfachste Schnappschüsse sind mit der Kamera zwar noch möglich, man sollte allerdings nur im absoluten Notfall auf diese zurückgreifen. Ein echter Ersatz für eine gute Smartphone-Kamera oder gar Digitalkamera wird keinesfalls geboten.

Im Check: Das Dell Venue 7 mit LTE-Support.Im Check: Das Dell Venue 7 mit LTE-Support.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Feature-Vielfalt: LTE, WLAN mit Dualband-Support und Miracast gehören zum attraktiven Gesamtpaket dazu.

Für die mobile Nutzung des Internets können SIM-Karten mit dem LTE-Standard in das Venue 7 eingesetzt werden. WLAN-Verbindungen sind sogar im Dual-Band und Frequenzbereich von 2,4 und 5 GHz möglich. Die Standards 802.11 b/g/n und ac werden geboten, was für ein Tablet in diesem Preisbereich keineswegs selbstverständlich ist. Überhaupt liefert Dell bei der Ausstattung ein rundes Paket ab. Denn Bluetooth 4.0 gibt es ebenso wie Miracast-Support. Bis auf NFC wird man hier also nichts vermissen.

Technische Daten

Display:7" IPS TouchAuflösung:1280 x 800
Prozessor:Intel Atom Z3460 / 1.6 GHzGrafikkarte:PowerVR G6400
Festplatte16 GBRAM:2 GB
Plattform:Android 4.4 KitKat
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:290 kg
B x H x T:11.8 cm x 19.3 cm x 0.9 cmFarbe:schwarz

Leistung: 64-Bit Intel Dual-Core-Prozessor mit PowerVR GPU sorgt für gute Performance

In der Regel findet man bei Intel Atom-Prozessoren meistens auch die passende Intel HD Graphics-Einheit vor. Beim verbauten Intel Atom Z3460 sieht dies allerdings anders aus, denn Intel integriert bei diesem System-on-a-Chip (SoC) nämlich eine GPU von Imagination. Der Z3460 gehört zur Merrifield-Familie von Intel und ist ein Dual-Core-Prozessor aus dem Jahre 2014 mit 64-Bit Architektur. Der Takt liegt mit Burst-Technik bei maximal 1,6 GHz.

Im Check: Das Dell Venue 7 mit LTE-Support.Im Check: Das Dell Venue 7 mit LTE-Support.Im Check: Das Dell Venue 7 mit LTE-Support.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Starke Performance: Bei Apps profitiert man besonders von den verbauten 2 GB Arbeitsspeicher und der flotten PowerVR GPU.

Die GPU von Imagination gehört zur PowerVR Rogue Hood-Serie. Das Modell PowerVR G6400 bewegt sich auf ähnlichem Leistungsniveau wie eine Adreno 330 des Qualcomm Snapdragon 800 SoC. Entsprechend gute Benchmark-Ergebnisse konnten bei grafisch intensiven Apps erzielt werden. Games bewältigt die CPU und GPU Kombination zusammen mit den 2 GB RAM tadellos. Egal ob man Asphalt 8 auf höchsten Einstellungen startet oder auf Zombiejagd in Dead Trigger 2 geht. Lediglich beim Multitasking der CPU kann man nicht mit den Top-Modellen mithalten, was sich aber im Alltag nur selten bemerkbar macht.

Display: HD-Display mit ausbaufähigen Helligkeitswerten

Das IPS-Panel des Dell Venue 7 bietet eine HD-Auflösung von 1.280 x 800 Pixel. Die Farbtreue geht dabei auch bei schrägen Blickwinkeln noch in Ordnung. Bei der Auflösung und Panelhelligkeit zieht das Tablet von Dell gegenüber dem beliebten Google Nexus 7 allerdings deutlich den Kürzeren. So liegt die Ausleuchtung zwischen 250 und 300 Candela, was für den Außeneinsatz eher ungeeignet ist. Der Schwarzwert geht mit 0,33 dafür aber in Ordnung, wodurch sich ein Kontrast von rund 909:1 ergibt.

Das Display bewegt sich für ein Tablet im Preisbereich von voraussichtlich rund 200 Euro durchaus im Durchschnitt, man sollte allerdings in Sachen Strahlkraft des Displays keine Wunder erwarten.

Emissionen: Knapp 11 Stunden Laufzeit bei normaler Nutzung

Im Dell Venue 7 ist ein Akku mit 4.550 mAh Kapazität fest verbaut, welcher vom Nutzer nicht ausgetauscht werden kann. Da der Prozessor relativ behutsam in Sachen Stromaufnahme ist, können sich auch die Laufzeiten des Tablets sehen lassen. Im Durchschnitt kommt man mit 10,8 Stunden auf einen guten Wert. Mit reduzierter Helligkeit und ohne die aktive Nutzung von LTE und WLAN lassen sich noch weitere Stunden herauskitzeln. Selbst bei fast dauerhafter Last auf den Komponenten kommt man beim Dell Venue 7 noch auf gut 5 Stunden, was einen sehr guten Wert darstellt. Dies ist besonders für Gamer von Bedeutung.

Bei der Temperatur kann man entspannt bleiben, die Werte liegen im Regelfall bei rund 26-28 Grad und selbst bei stundenlanger Volllast noch bei sehr gut erträglichen 32-25 Grad. Lediglich mittig der Vorderseite können höhere Werte im Bereich von 40 Grad Celsius entstehen.

In der Praxis: Leistungsstarkes 7-Zoll Tablet mit HD-Display und guter Ausstattung

Im Check: Das Dell Venue 7 mit LTE-Support.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Gut, aber nicht ideal: Das Dell Venue 7 LTE ist voller Power, aber die Verarbeitung und kleinere Software-Probleme verhindert eine Top-Wertung.

Das Dell Venue 7 LTE hat im Test durchaus einen guten Eindruck in vielen Disziplinen hinterlassen können. 2 GB RAM gepaart mit ordentlicher CPU-Leistung und sehr guter GPU-Performance lassen kaum Wünsche übrig. Diese Kombo nimmt es sogar in vielen Bereichen mit Tablets auf, die einen Snapdragon 801 besitzen und entsprechend teurer sind. WLAN gibt es sogar mit Dual-Band, LTE und Miracast, erweiterbarer Flashspeicher und ein aktuelles Android-System bietet Dell ebenfalls auf.

Das HD-Display ist ordentlich, wenn auch nicht auf demselben Level wie das des Nexus 7. Ein paar Abstriche muss man bei einem vermuteten Preis von rund 200 Euro allerdings auch in Kauf nehmen können. Was allerdings wirklich stört ist die recht unterdurchschnittliche Gehäuseverarbeitung und das häufige Knacken des Lautsprechers, sowie die manchmal verzögerte Systemreaktion beim Schließen von Apps. Wahrscheinlich könnte Dell diese aber zumindest mit seinem Systemupdate noch beheben. Die Kamera sollte man allerdings besser links liegen lassen und nicht versuchen damit brauchbare Fotos zu schießen.

Fazit

Dell konnte für das Venue 7 LTE noch keinen Preis nennen, klar ist nur das es noch im September erhältlich sein soll. Wir vermuten eine Platzierung im Bereich von 200 Euro, womit sich das Modell direkt gegen andere Einsteiger-Geräte und das Nexus 7 stellen könnte. Die Ausstattung und Leistung ist größtenteils auf dem Niveau von deutlich teureren Tablets. Die Verarbeitung und vorhandenen Software-Probleme kosten dem Dell Venue 7 LTE aber zum jetzigen Zeitpunkt eine absolute Top-Note. Mit knapp 11 Stunden Laufzeit und einem durchschnittlichen Display, LTE und WLAN-Dualband-Support bekommt man aber ein 7-Zoll Tablet mit sehr viel Power und das voraussichtlich zu einem sehr attraktiven Preis.

Andere Tablets von Dell - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher4,5 (Ausreichend)
  6. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung3,5 (Befriedigend)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)1,0 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen)1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V85544 Pkt.Max. 10241 Pkt.
Sunspider876.6 msMin. 285.6 ms
Smartbench 20124997 Pkt.Max. 9866 Pkt.
Linpack (Android)291811 MFLOPSMax. 1014670 MFLOPS
Geekbench 3 Single-Core701 Pkt.Max. 2761 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core1175 Pkt.Max. 5498 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile3878 Pkt.Max. 8229 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme8674 Pkt.Max. 22461 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited12204 Pkt.Max. 33046 Pkt.
NenaMark 260.2 fpsMax. 60.8 fps
Basemark ES 2.052.72 fpsMax. 59.98 fps
Basemark X Medium15669 Pkt.Max. 38175 Pkt.
Basemark X High9569 Pkt.Max. 28087 Pkt.
Antutu21030 Pkt.Max. 67413 Pkt.
Vellamo HTML52497 Pkt.Max. 5893 Pkt.
Vellamo Metal1079 Pkt.Max. 2704 Pkt.
Quadrant11036 Pkt.Max. 23945 Pkt.
Octane v15123 Pkt.Max. 9113 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen23.2 fpsMax. 49.7 fps
GFXBench 2.7 T-Rex HD Onscreen32.6 fpsMax. 40.6 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Onscreen15.7 fpsMax. 22.2 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Offscreen8.8 fpsMax. 29.8 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast5 Std. 0 Min.Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal16 Std. 35 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis10 Std. 45 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.