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Test Apple iPad mini 3 LTE 128GB Silber - Gute Leistung aber wenig Neuerungen

Das Apple iPad mini 3 spiegelt im Test die dritte Generation des kleineren iPads wieder. Im Gegensatz zum Vorgänger iPad mini Retina hält sich die Anzahl der Verbesserungen dieses Mal allerdings extrem in Grenzen. Die Unterschiede zwischen iPad Air und iPad mini wachsen mit der neuen Generation somit deutlicher an als dies bisher der Fall war. Was sich am Ende beim iPad mini 3 getan hat und ob sich ein Update oder Neukauf der 3. Generation lohnt, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Einleitung: Im Schatten des iPad Air 2

Testbedingungen: Das iPad mini 3 musste sich in diversen Kategorien beweisen.Bildquelle: notebookinfo.de | st
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Dritte Generation: Apple legt das iPad mini ebenfalls neu auf.

Im Rahmen der Oktober Keynote hatte Apple seine neue Generation der iPad-Familie vorgestellt. Der Fokus lag bei der Präsentation klar auf dem iPad Air 2, dessen verbesserten Display, den neuen Kameras und im Besonderen auch dem Apple A8X Prozessor. Fast schon am Rande kündigte man auch das iPad mini 3 an, welches das iPad mini Retina ablösen wird. Letzteres wird nun unter dem Namen iPad mini 2 weiterverkauft, auch die erste Generation ohne Retina Display ist weiterhin erhältlich.

Das iPad mini 2 und iPad Air waren fast identisch was die Ausstattung und Hardware betraf, doch bei den jeweiligen Nachfolgern sieht dies ganz anders aus. Der Unterschied der letzten Generation lag im Grunde nur in einen um 100 MHz niedrigeren Takt des Apple A7 Prozessors. Das iPad mini 3 behält überraschenderweise fast alle Merkmale des Vorgängers bei, dies betrifft auch die verbaute Hardware. So schlägt auch in der 3. Generation wieder Apples A7 Prozessor im Herzen des Tablets, den Apple A8 des iPhone 6 oder gar den A8X des iPad Air 2 wird man hier also leider vergeblich suchen.

Etwas ungewöhnlich war und ist dieser Schritt in jedem Fall. Die Hardware das iPad mini 3 ist somit zwar immer noch gut, aber nicht auf dem Level des iPad Air 2. Ein Vorteil dürfte allerdings für viele womöglich die Preissenkung des Vorgängers durch die Veröffentlichung der 3. Generation sein. So gibt es das ehemalige iPad mini Retina nun bereits ab 289 Euro und mit 32 GB Speicher bereits für 339 Euro. Womit das iPad mini 2 mit 32 GB nun 50 Euro billiger ist als die 16 GB Einstiegsvariante des nur geringfügig veränderten iPad mini 3.

Gehäuse: Touch ID im Home Button als einzige Veränderung

Testbedingungen: Das iPad mini 3 musste sich in diversen Kategorien beweisen.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Touch ID: Die einzige Änderung gegenüber dem Vorgängermodell ist der Fingerprintsensor.

Während Apple das Gehäuse des iPad Air 2 noch schlanker gestaltet hat, gibt es beim iPad mini 3 praktisch keine Veränderungen. Die Maße sind identisch und liegen weiterhin bei 200 x 134,7 x 7,5 mm und 331 Gramm in der WiFi-Version bzw. 341 Gramm mit LTE-Modem. Das iPad Air 2 ist somit schlanker und hat obendrein noch einmal etwas an Gewicht verloren und rückt somit noch näher an das kleinere iPad heran. Die einzige echte Veränderung ist die Integration des Fingerabdruckscanners im Home Button, womit die Touch ID-Technologie nun auch ihren Weg ins iPad mini gefunden hat. Der Sensor arbeitet dabei wie schon im iPhone 5s aufwärts und im iPad Air 2 auch hier sehr zuverlässig und präzise. Durch Touch ID lässt sich dabei nicht nur das Tablet mit dem Fingerabdruck entsperren, sondern es können auch Bezahlvorgänge im iTunes und App Store, sowie bei kompatiblen Drittanbieter Apps autorisiert werden. Da Touch ID auch als Passwort-Ersatz dient, kann der Sensor auch in Passwortverwaltungsapps wie 1Password eingesetzt werden.

Am Rest hat sich beim 3. iPad mini nichts verändert. Das Gehäuse ist also weiterhin aus einem Stück Aluminium gefertigt, liegt sehr gut in der Hand und weist keinerlei Spaltmaße oder scharfe Kanten auf. Das Material verhindert außerdem unschöne Ansammlungen von Fingerabdrücken auf der Rückseite. Die Aluminiumrückseite fühlt sich gewohnt hochwertig an, auch wenn sie im Winter aufgrund der Materialwahl eben auch kalt sein kann. Da die meisten ihr Tablet aber doch im inneren von Räumen einsetzen, ist auch dies kein wirklicher Nachteil. Somit bleibt die Gehäusequalität und Verarbeitung trotz der gleichen Bauweise auf höchstem Niveau.

Ausstattung: Neue Speichervarianten und Farben, ansonsten bleibt alles beim Alten

Testbedingungen: Das iPad mini 3 musste sich in diversen Kategorien beweisen.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Keine Kamera-Verbesserungen: Im iPad mini 3 stecken die 5 MP und 1,2 MP Kameras des iPad mini Retina.

Bei den verbauten Komponenten gibt es beim iPad mini 3 keine Neuheiten zu vermelden. Man bekommt somit die gleiche iSight Kamera mit 5 Megapixel Sensor, die auch Videos in FullHD-Qualität aufzeichnen kann. Die Frontkamera bringt es auf bekannte 1,2 MP und reicht für Facetime aus. Für einfachste Schnappschüsse bei günstigen Lichtverhältnissen reicht die Kamera im iPad mini 3 somit aus, ohne dabei an die stark verbesserte 8 MP Variante im iPad Air 2 heranzukommen.

Der Klang der Lautsprecher ist gut und aufgrund des etwas breiteren Gehäuses kommt es im Gegensatz zum iPad Air 2 hier auch nicht zu leichten Vibrationen bei höherer Lautstärke. Da das Gehäuse baugleich mit dem Vorgänger ist, findet sich beim iPad mini 3 auch weiterhin ein Schalter am Rand für die Ausrichtungssperre bzw. Stummschaltung. Dieser fehlt dem dünneren iPad Air 2 hingegen und wird dort durchaus vermisst.

Testbedingungen: Das iPad mini 3 musste sich in diversen Kategorien beweisen.Testbedingungen: Das iPad mini 3 musste sich in diversen Kategorien beweisen.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Gute Verarbeitung: Das Gehäuse ist unverändert, aber das ändert nichts an der extrem hohen Verarbeitungsqualität des Aluminium-Gehäuses.

Für unseren Test stand uns die LTE-Variante zur Verfügung, diese erlaubt schnelle Verbindungen ins Mobilfunknetz, hat aber gegenüber dem Vorgänger keine sonstigen Vorteile zu bieten. Das gleiche gilt auch für die restliche Ausstattung. Dementsprechend findet man Bluetooth 4.0 und WLAN 802.11 a/b/g/n im Zweikanal-Modus vor. Auf die erweiterte Unterstützung von mehr LTE-Bändern muss somit ebenso verzichtet werden, wie auf WLAN nach dem ac-Standard.

Neu ist hingegen die Farb- und Speicherauswahl. So gibt es das iPad mini 3 nun neben Silber und Spacegrau auch in Gold. Bei den Speichergrößen stehen wahlweise 16 GB für 389 Euro, 64 GB für 489 Euro oder 128 GB für 589 Euro zu Auswahl. Die LTE-Versionen starten bei 509 Euro und gehen bis 709 Euro hinauf. Für unseren Test stand uns die LTE-Variante mit stolzen 128 GB Flashspeicher zur Verfügung. Eine nachträgliche Erweiterung via MicroSD-Karte ist wie gehabt nicht möglich. Vorinstalliert findet sich iOS 8.1, also die aktuellste Version, bereits auf dem iPad mini 3 wieder.

Technische Daten

Display:7.9" IPS TouchAuflösung:2048 x 1536
Prozessor:Apple A7 / 1.4 GHzGrafikkarte:PowerVR G6430
Festplatte128 GBRAM:1 GB
Plattform:iOS 8.0
Akkulaufzeit:10 Std.Gewicht:0.34 kg
B x H x T:13.47 cm x 20 cm x 0.75 cmFarbe:weiß silber

Leistung: Gute Performance trotz unveränderter Hardware

Testbedingungen: Das iPad mini 3 musste sich in diversen Kategorien beweisen.Testbedingungen: Das iPad mini 3 musste sich in diversen Kategorien beweisen.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Immer noch fix: Die Leistung des Apple A7 reicht für alle Aufgaben weiterhin völlig aus. Dennoch ist die Hardware nicht mehr auf dem neuesten Stand der Dinge, besonders die 1 GB Arbeitsspeicher.

Im Apple iPad mini 3 steckt die Hardware des iPad mini Retina, damit ergeben sich auch keine wirklichen Veränderungen bei der Performance. Während das iPad Air 2 durch seinen neuen leistungsstarken Prozessor mit 3 Kernen, der aktuell besten PowerVR GPU und satten 2 GB RAM auftrumpft, zieht das iPad mini 3 hier deutlich den Kürzeren. Der Apple A7 Dual-Core-Prozessor ist dabei in der 3. Generation des kleinen iPads etwas langsamer getaktet als im iPad Air der 1. Generation. Der Arbeitsspeicher ist zudem mit 1 GB gleich geblieben und auch der Motion Co-Prozessor ist identisch zur letzten Generation.

Das System läuft nichtsdestotrotz weiterhin absolut flüssig und auch die Spiele, sowie Apps stellen die Hardware nicht vor wirkliche Probleme. Der geringe Arbeitsspeicher wirkt sich allerdings beim Surfen im Web aus. Wer also mehrere Programme gleichzeitig offen hat oder mehrere Tabs im Safari Browser, der muss damit leben, dass letztere immer wieder neu bei einem Wechsel nachgeladen werden.

Davon abgesehen schlägt sich das iPad mini 3 aber immer noch sehr gut in den Benchmarks und Alltagstests. Eine Verbesserung der Komponenten hätten wir uns nach einem Jahr aber dennoch gewünscht. Somit ist ein weiterer Grund dafür gefunden, dann doch eher zum günstigeren Vorgängermodell zu greifen oder direkt zum großen Bruder des iPad mini.

Display: Hochauflösend und Farbenfroh

Das 7,9-Zoll Display bietet die Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixeln, womit 326 ppi erzielt werden. Die gewohnte 4:3 Auflösung wird also beibehalten und die Pixeldichte fällt aufgrund des kleineren Displays gegenüber dem iPad Air weiterhin etwas höher aus. Die Technik ist identisch zum Vorgänger, es handelt sich also hier nicht um ein vollständig laminiertes Display wie etwa beim iPad Air 2. Mit 325 bis 350 Candela ist der Bildschirm hell genug, ohne allerdings Top-Werte zu erreichen. Das Kontrastverhältnis liegt bei 813:1 und der Schwarzwert ist etwas überdurchschnittlich. Das Display zählt weiterhin zu den besten Vertretern auf den Markt, da vor allem die Blickwinkelstabilität und Farbtreue als sehr gut einzustufen ist.

Emissionen: Problemlos über mehrere Tage hinweg mit einer Ladung nutzbar

Da das Gehäuse nicht dünner gemacht wurde, konnte auch erneut derselbe Akku im iPad mini 3 Platz finden. Dieser sorgt für sehr gute Laufzeitergebnisse, womit unter Last rund 5 stunden erzielt werden, ein absoluter Top-Wert. Auch bei normaler Verwendung kann man sich auf über 12 Stunden einstellen und dabei sogar je nach Nutzungsverhalten mit rund 13-15 Stunden rechnen. Wer allerdings LTE, WLAN und Bluetooth sowie viele regelmäßige Benachrichtigungen einsetzt, der muss mit einigen Abstrichen leben. Die Akkulaufzeit des iPad mini 3 ist durchweg über alle Zweifel erhaben und zählt mit zu den längsten die man bei einem Tablet zu sehen bekommt.

Das Gehäuse aus Aluminium bleibt dabei stets in angenehmen Temperaturbereichen. Im Alltag rangieren die Werte zwischen 26 und 29 Grad und selbst bei stundenlanger Last klettern die Temperaturen nur auf rund 32 bis 36 Grad hinauf.

In der Praxis: Ein sehr gutes Tablet, allerdings mit zu geringen Veränderungen gegenüber dem Vorgänger

Testbedingungen: Das iPad mini 3 musste sich in diversen Kategorien beweisen.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Minimalismus: Gegenüber dem iPad mini Retina hat sich bis auf Touch ID rein gar nichts geändert. Daher raten wir zum Kauf des 100 Euro günstigeren Vorgängers.

Ohne jeden Zweifel ist das iPad mini 3 ein sehr gutes Tablet und das im Grunde auch mit der Hardware des Vorgängermodells. Touch ID ist ein nützliches Feature das im Alltag auch sehr viel von uns benutzt wurde. Dabei ist es egal ob es nur um das schnelle und unkomplizierte entsperren des Tables oder um bequeme Bezahlvorgänge geht. Abgesehen von diesem Feature ist das iPad mini 3 aber im Grunde identisch zum Vorjahresmodell geblieben. Das Gehäuse und die Ausmaße sind gleich, auch das Display, die Hardware und Kameras sind gleich geblieben. Wir hätten uns einen A8 wie im iPhone 6 oder einen niedriger getakteten A8X gewünscht und vor allem auch hier 2 GB Arbeitsspeicher, die beim iPad Air 2 einen echten Mehrwert darstellen.

Die Leistung, das Display, die Verarbeitung und Akkulaufzeit des iPad mini 3 bleiben dennoch sehr gut und sorgen dafür, dass wir eine Kaufempfehlung aussprechen, allerdings mit einer Einschränkung. Wer nämlich auf Touch ID verzichten kann, der sollte zum iPad mini 2 greifen, dass je nach Ausstattungsvariante 50-100 Euro günstiger zu haben ist. Da man hier die gleiche Hardware geboten bekommt, ist der Vorgänger die bessere Wahl und das nun zu einem sehr attraktiven Preis von unter 300 Euro.

Fazit

Das iPad mini 3 ist und bleibt ein fantastisches Tablet mit sehr gutem Display, hoher Auflösung, tadelloser Verarbeitung, guter Leistung und sehr langer Akkulaufzeit. Allerdings hat sich bis auf den Fingerabdruckscanner mit Touch ID nichts gegenüber dem Vorjahr verändert. Weshalb man als Käufer doch eher zum iPad mini 2 greifen sollte und damit 50 bis 100 Euro am Ende sparen kann.

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von Amazon.de | Händlerangabe: 30.06.16 10:09

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  8. Verarbeitung1,0 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)2,0 (Gut)
  11. Leistung (Anwendungen)2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V87082 Pkt.Max. 10241 Pkt.
Sunspider438.6 msMin. 285.6 ms
Geekbench 3 Single-Core1378 Pkt.Max. 2495 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core2471 Pkt.Max. 4887 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile2100 Pkt.Max. 8229 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited14666 Pkt.Max. 33046 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen28.5 fpsMax. 49.7 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen22.7 fpsMax. 40.6 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Onscreen8.9 fpsMax. 22.2 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Offscreen13.2 fpsMax. 29.8 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast5 Std. 30 Min.Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal25 Std. 0 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis15 Std. 17 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
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