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Test Wiko Wax LTE 4GB Weiß - Mit Nvidia Tegra 4i im Kampf gegen das Motorola Moto G

Mit dem Wiko WAX betritt ein weiterer Herausforderer den Markt für leistungsfähige Einsteigermodelle bis 200 Euro. Das Wiko WAX ist das erste Smartphone auf dem Markt, welches mit dem NVIDIA Tegra 4i ausgestattet ist. Entsprechend gespannt darf man auf die Performance-Werte des doch recht preiswerten Geräts sein. Da der neue Prozessor von NVIDIA auch ein LTE-Modem besitzt, darf sich das Wiko Smartphone direkt mit dem neuen Moto G LTE messen.

Einleitung: Wiko – Wer steckt eigentlich hinter diesem Namen?

Das erste Smartphone mit Tegra 4i SoC im Test.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Fotogalerie (10)
Newcomer: Konkurrenz zum etablierten Motorola Moto G schickt Wiko mit dem WAX und dem Tegra 4i ins Rennen.

Namen wie HTC, Samsung, Sony, Apple, Nokia, LG und Co. sind weit verbreitet und bestens bekannt. Andere Hersteller haben es hingegen nicht so einfach auf dem Markt Fuß zu fassen. Während man Unternehmen wie ZTE und Huawei nun auch langsam in Deutschland kennt, sieht es da bei Wiko noch ganz anders aus. Hinter Wiko steckt ein Unternehmen, das erst 2011 in Frankreich gegründet wurde, aber auch in Deutschland einen eigenen Standort betreibt. In Frankreich konnte Wiko bereits gute Verkaufszahlen bei Smartphones erzielen und ist inzwischen auch in Deutschland, Spanien, Portugal, Italien, Algerien und in den Benelux Staaten sowie Österreich vertreten.

Wer sich nun fragt, wie denn ein komplett neuer Teilnehmer so schnell den Markt durchdringen konnte, der sollte wissen, dass sich der chinesische Hersteller Tinno als mehrheitlicher Besitzer hinter Wiko verbirgt. Tinno Mobile gehört in China durchaus zu den größeren Herstellern im Smartphone-Bereich. Daher ist es wenig verwunderlich, dass sich Wiko Mobile auch in Europa recht schnell Marktanteile sichern konnte. Die Herstellung der Smartphones läuft dabei über Tinno ab, was dafür sorgt, dass die Smartphones relativ günstig hergestellt und preiswert in Europa verkauft werden können. Bis dato hat Wiko über 20 Millionen Smartphones verkaufen können, mit dem neuen Wiko WAX will man diese Erfolgsgeschichte nun fortsetzen.

Gehäuse: Schickes Design mit durchwachsener Verarbeitungsqualität

Bei der Verarbeitungsqualität des Wiko WAX sollte man keine Wunder erwarten, hier macht sich der recht niedrige Preis von knapp 200 Euro noch am ehesten bemerkbar. Wer das Smartphone etwas kräftiger umklammert, der hört bereits das Knarzen des Kunststoffs recht deutlich. Die abnehmbare Rückseite sitzt zwar fest und ohne Lücken am restlichen Gehäuse, dennoch lässt sich diese leicht verbiegen. Die Mattierung sorgt aber immerhin dafür, dass das Smartphone sicher in der Hand liegt und auch keine sichtbaren Fingerabdrücke ansammelt.

Das erste Smartphone mit Tegra 4i SoC im Test.Das erste Smartphone mit Tegra 4i SoC im Test.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Raum für Verbesserungen: Bei der Verarbeitung kann das Wiko WAX leider nicht viele Pluspunkte sammeln.

Der Rahmen und der untere Part der Front sind in Silber gehalten. Auf diesem extra Rahmen findet allerdings nicht der Lautsprecher Platz, dieser ist mittig im unteren Teil der Rückseite zu finden und bietet lediglich durchschnittlichen Audiogenuss. Allgemein ist das Wiko Smartphone optisch dennoch recht schick anzusehen, nur leider stört besonders das deutliche Knarzen des Kunststoffs sicher den einen oder anderen potenziellen Käufer. Die Rückseite lässt sich komplett und einfach entfernen, so kann auch der Akku, die Micro-SIM-Karte oder eine MicroSD-Karte eingesetzt bzw. ausgewechselt werden. Mit rund 119 Gramm und 8,8 Millimeter Bauhöhe ist das Smartphone angenehm leicht und auch recht schlank.

Ausstattung: Pures Android und solide Kameraqualität

Große Hoffnungen auf die stets neueste Android-Version sollte man beim Wiko WAX eher nicht hegen. Hier liegt Motorola mit dem Moto G deutlich vorne, wurde doch bereits die Auslieferung von Android L möglichst zeitnah nach der Veröffentlichung durch Google versprochen. Das Wiko Smartphone kommt mit Google Android 4.3 Jelly Bean daher. Ob es später noch ein Update auf KitKat geben wird ist aktuell nicht bekannt. An der Oberfläche selbst wurden keine größeren Änderungen vorgenommen, man bekommt also praktisch ein Vanilla Android System geliefert. Entsprechend ist das System auch nicht mit unnötigen Apps bestückt, die meistens sowieso wieder entfernt werden. Dennoch fällt der interne Speicher mit 4 GB sehr klein aus. Dieser kann aber glücklicherweise via MicroSD-Karte um bis zu 32 GB vergrößert werden. Apps lassen sich dabei problemlos auf die SD-Karte verschieben. Zum eigentlichen Kaufpreis des Smartphones sollte man also auch dringendst eine MicroSD-Karte zusätzlich mit einberechnen.

Das erste Smartphone mit Tegra 4i SoC im Test.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Solide Schnappschussqualität: Die Kamera im Wiko WAX bietet einen Autofokus, HDR, LED-Blitz und eine 8 Megapixel-Auflösung.

Die Hauptkamera auf der Rückseite löst mit 8 Megapixel auf, bietet einen LED-Blitz, Gesichtserkennung, HDR und einen Autofokus. Die Bildqualität ist auf einem durchschnittlichen Niveau, womit die Kamera für einfache Schnappschüsse unter günstigen Lichtbedingungen als ausreichend einzustufen ist. Lediglich der recht langsame Autofokus fiel bei den Testaufnahmen etwas negativ auf. Die Frontkamera löst mit 5 Megapixel auf und kann für Selfies oder Videocalls genutzt werden.

Das Wiko WAX bietet ein integriertes LTE-Modem und unterstützt LTE der Kategorie 3, womit relativ fixe Download- und Uploadraten im mobilen Funknetz ermöglicht werden. Für die Navigation gibt es ein GPS Modul mit Assisted GPS Support und für den Datenaustausch stehen außerdem Bluetooth 4.0 und WLAN nach den Standards 802.11 b/g/n zur Verfügung. Der MicroUSB 2.0-Anschluss ist obendrein OTG fähig, ein entsprechender Adapter muss hingegen separat erworben werden und gehört nicht zum Lieferumfang dazu.

Das erste Smartphone mit Tegra 4i SoC im Test.Das erste Smartphone mit Tegra 4i SoC im Test.Bildquelle: notebookinfo.de | st
LTE-Support: Für knapp 200 Euro ist es nicht selbstverständlich, dass ein Smartphone LTE-Unterstützung bietet.

Technische Daten

Display:4.7"Auflösung:1280 x 720
Prozessor:NVIDIA Tegra 4i / 1.7 GHzGrafikkarte:Grafik onboard
Festplatte4 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 4.3
Akkulaufzeit:14,8 Std.Gewicht:119 g
B x H x T:6.75 cm x 14.01 cm x 0.88 cmFarbe:weiß

Leistung: Erster Einsatz des NVIDIA Tegra 4i in einem Smartphone

Eine echte Neuheit ist der verbaute System-on-a-Chip (SoC) im Wiko WAX. So ist das Smartphone das erste seiner Art mit dem NVIDIA Tegra 4i, welcher über ein integriertes LTE-Modem verfügt. Während der Tegra 4 klassischerweise in Tablets verbaut wird, eignet sich der Tegra 4i auch für Smartphones. Einige Unterschiede sind zwischen beiden Chips vorhanden. So basiert der Tegra 4 auf 4+1 Cortex A15 Kernen, während sich der Tegra 4i auf 4+1 Cortex A9 Kerne stützt. Die Anzahl der Recheneinheiten ist mit 60 gegenüber 72 beim Tegra 4 bei der GPU ebenfalls reduziert worden. Der Tegra 4i unterstützt außerdem maximal eine FullHD-Auflösung, während der Tegra 4 auch 4K-Support bietet. Wiko setzt auf den Tegra 4i SL 440 mit einer Taktrate von 1,7 GHz, welcher aber trotz schwächeren Werten auf dem Papier eine ziemlich gute Leistung in der angepeilten Preisklasse abzuliefern weiß.

Das erste Smartphone mit Tegra 4i SoC im Test.Das erste Smartphone mit Tegra 4i SoC im Test.Das erste Smartphone mit Tegra 4i SoC im Test.Bildquelle: notebookinfo.de | st
NVIDIA Power: Der Tegra 4i bietet für ein Einsteiger-Smartphone jede Menge Leistung.

Vorinstalliert ist neben dem Google Play Store auch die Tegra Zone. Hier werden neue Apps, die für die Tegra Chips optimiert wurden, gesondert beworben und vorgestellt. Der Download der App selbst erfolgt aber klassisch über den Google Play Store. Games die auf die Verwendung mit einem NVIDIA Tegra Chip hin optimiert wurden, weisen oftmals zusätzliche grafische Effekte auf und laufen obendrein noch eine Ecke flüssiger über den Bildschirm. Überhaupt schlägt sich das Wiko WAX im Spiele-Bereich sehr gut, egal ob es sich um Dead Trigger 2 mit sehr hohen Einstellungen handelt oder aber um ein Real Racing 3. Beide Titel laufen tadellos auf dem preiswerten Smartphone. Anders sieht es da bei Asphalt 8 aus, welches es nicht ermöglichte die Grafikeinstellungen auf eine höhere Stufe als Niedrig einzustellen. Doch das ist eher eine Software-Geschichte der Entwickler des Spiels.

Die Navigation im Netz und das Scrollen durch die Benutzeroberfläche klappen angenehm flüssig. Der 1 GB große Arbeitsspeicher sorgt hier also nicht für größere Einschränkungen. Somit liefert der NVIDIA Tegra 4i gute Ergebnisse ab und schlägt die oftmals bei der Konkurrenz verbaute Kombination aus Qualcomm Snapdragon 400 CPU und Adreno 305 GPU zum Teil recht deutlich.

Display: HD-Auflösung und solide Helligkeitswerte

Wiko stattet sein Smartphone mit einem 4,7-Zoll Display mit IPS-Panel aus, welches eine HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixel bietet. Geschützt wird das Display von Corning Gorilla Glass 2, womit eine Schutzfolie im Grunde überflüssig wird. Aus der Displaygröße und Auflösung ergibt sich eine Pixeldichte von 315 ppi. Somit ist sichergestellt, dass die Auflösung für die Displaygröße hoch genug ausfällt. Texte und Bilder lassen sich klar und deutlich erkennen bzw. ablesen, auch bei einem schrägen Blickwinkel bleibt die Farbtreue größtenteils erhalten.

Die Helligkeitswerte pendeln im Bereich zwischen 320 und 350 Candela ein, womit sich das Wiko WAX im guten Durchschnitt bewegt. Das Moto G als größter Konkurrent im Preisbereich bis 200 Euro weist dieselbe Auflösung auf, hat aber mit 4,5-Zoll ein etwas kleineres Display, was in einer etwas höheren Pixeldichte resultiert. Die Helligkeitswerte liegen beim Moto G mit rund 400 Candela ebenfalls etwas höher. Dennoch reicht die Helligkeit des Wiko WAX in den meisten Situationen aus, auch der Kontrastwert von 1060:1 ist mehr als zufriedenstellend.

Emissionen: Tegra 4i frisst an der Laufzeit

Einen Nachteil des ziemlich leistungsstarken NVIDIA Tegra 4i liegt wie so oft bei den Tegra Chips im Stromverbrauch. Wer die Akkuwerte des Moto G und Wiko WAX auf dem Datenblatt vergleicht, der stellt fest das 2.070 mAh den 2.000 mAh Akku im Wiko WAX gegenüber stehen. Das Wiko Smartphone bietet allerdings eine Ecke mehr an Leistungsfähigkeit und muss ein etwas größeres Display mit Strom versorgen. Das sorgt dafür, dass man bei der Laufzeit deutlich kürzere Ergebnisse gegenüber dem Moto G in Kauf nehmen muss. Das Motorola Smartphone hält in der Praxis rund 5-7 Stunden länger durch. Durchschnittlich muss das Wiko WAX nach rund 8 Stunden wieder an den Strom angedockt werden, womit man also am Ende des Tages auch dieses Smartphone erneut aufladen muss.

Wer die Helligkeit des Bildschirms herunterregelt und keine Spiele ausführt, der kann rund 12 Stunden aus dem Akku herausholen. Wer hingegen dauerhaft am Stück Games genießt, der kann nur mit rund 3,5 Stunden rechnen. Die Temperaturwerte liegen beim normalen Gebrauch bei rund 25-28 Grad, unter längerer Volllast klettern die Werte auf 35-40 Grad. Damit bewegt man sich etwas oberhalb des Durchschnitts, die Höchstwerte werden allerdings nur an 1-2 Stellen des Smartphones erreicht.

In der Praxis: Mehr Leistung, aber kürzere Laufzeit gegenüber dem Motorola Moto G

Das erste Smartphone mit Tegra 4i SoC im Test.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Kraftpaket: In Sachen Leistung hängt das Wiko WAX die Konkurrenz ab, es lässt dafür aber auch deutlich Federn im Bereich der Akkulaufzeit.

Wiko macht mit dem WAX vieles richtig. Die Display-Größe ist mit 4,7-Zoll sehr angenehm, der Bildschirm wird von Gorilla Glass 2 geschützt und das IPS-Panel sorgt für stabile und klare Bilder mit soliden Helligkeitswerten. Die HD-Auflösung reicht für gute Bilder und scharfe Texte und die Leistung des NVIDIA Tegra 4i liegt zum Teil deutlich über der des typischen Konkurrenzgespanns im Motorola Moto G oder LG G2 Mini. Wer gerne und viel spielt, der erhält mit dem Wiko WAX also ein leistungsfähiges Smartphone für unter 200 Euro. Legt man hingegen Wert auf die stets aktuellste Android Version und eine lange Akkulaufzeit, so sollte man besser zum Motorola Moto G mit LTE greifen, welches für denselben Preis zu haben ist. Etwas enttäuschend ist auch die Verarbeitungsqualität. Hier merkt man dann doch recht deutlich, dass am Material gespart wurde. So lässt sich der Kunststoff eindrücken und auch das Knarzen ist deutlich hörbar wenn man das Smartphone etwas kräftiger anpackt.

Fazit

Das Wiko WAX tritt in direkte Konkurrenz zum gerade neu erschienenen Moto G mit LTE und erweiterbarem Speicher. Beide gibt es für 199 Euro (UVP) im Handel. Das Wiko Smartphone hat bei der Leistung und für Gamer eindeutig die Nase vorn, auch ist das Display mit 4,7 zu 4,5-Zoll etwas größer. Dafür punktet das Moto G mit einer aktuellen Android-Version und wird auch in Zukunft noch sehr schnell mit der kommenden Android L Fassung ausgestattet werden. Auch bei der Akkulaufzeit steht das Moto G deutlich besser da. Das Wiko WAX ist für 199 Euro ein überdurchschnittliches Smartphone, welches vor allem in Sachen Leistungsstärke an der Konkurrenz vorbei zieht.

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch3,5 (Befriedigend)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung3,0 (Befriedigend)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)2,0 (Gut)
  11. Leistung (Anwendungen)2,0 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V83893 Pkt.Max. 12723 Pkt.
Sunspider882.8 msMin. 194.3 ms
Smartbench 20127354 Pkt.Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android)352724 MFLOPSMax. 1143896 MFLOPS
3DMark Ice Storm Extreme6550 Pkt.Max. 11312 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited9750 Pkt.Max. 37812 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile3163 Pkt.Max. 9575 Pkt.
NenaMark 260 fpsMax. 62 fps
Basemark ES 2.059.93 fpsMax. 61.76 fps
Basemark X Medium10376 Pkt.Max. 38199 Pkt.
Basemark X High4991 Pkt.Max. 30276 Pkt.
Antutu25930 Pkt.Max. 167253 Pkt.
Vellamo HTML52510 Pkt.Max. 6120 Pkt.
Vellamo Metal770 Pkt.Max. 3712 Pkt.
Quadrant10173 Pkt.Max. 42181 Pkt.
Octane v13750 Pkt.Max. 8260 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen11.4 fpsMax. 92.11 fps
GFXBench 2.7 T-Rex HD Onscreen18.4 fpsMax. 59.24 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 32 Min.Max. 11 Std. 5 Min.
Maximal12 Std. 30 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis8 Std. 2 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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