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Test Samsung Galaxy S6 (G920F) - Das aktuell beste Android Smartphone

Am 10. April startet das Samsung Galaxy S6 in Deutschland. Im Testbericht muss sich das neue Flaggschiff Smartphone mit Android 5.0 schon jetzt beweisen. Das Datenblatt protzt gerade so vor Leistungsfähigkeit. Ein Gehäuse aus Metall und Glas, der Exynos 7420 Octa-Core-Prozessor, das hochauflösende 5,1 Zoll Super AMOLED Display und eine neue 16 MP Kamera. Scheinbar hat es das Galaxy S6 faustdick hinter den Ohren. Entsprechend hoch sind unsere Anforderungen.

Einleitung

Es kommt mit mehr Leistung, mehr Pixel, neuem Gehäuse und verbesserter Software.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Fotogalerie (26)
Neuer Look: Mit dem Galaxy S6 will Samsung erneut den Thron der Android-Modell erobern.

Wieder ist ein Jahr vergangen, wieder steht ein neues Samsung Galaxy S Flaggschiff in den Startlöchern. Doch in diesem Jahr bringt Samsung nicht nur mehr Performance, mehr Pixel und mehr Software-Features ins Rennen, sondern auch ein rundum erneuertes Gehäuse. Schlanker und hochwertiger will das Galaxy S6 sein. Ein Kritikpunkt, den sich die Südkoreaner vor allem aus dem Apple-Lager zu oft aufs Brot schmieren lassen mussten. Der Trend hin zu Metall hat sich schon bei der gelungenen Galaxy A-Serie angedeutet. Doch die neue Bauweise bringt auch kleinere Rückschritte mit sich. Dass der Akku ab sofort fest verbaut ist und der MicroSD-Slot fehlt, wird in der Android-Community nicht gut angenommen. Ebenso nimmt man das Downgrade von USB 3.0 auf USB 2.0 in Kauf. Warum wir dennoch das beste Android Smartphone in den Händen halten, verraten euch die nächsten Zeilen unseres ausführlichen Samsung Galaxy S6 Tests.

Gehäuse

„Das beste iPhone was Samsung je gebaut hat“ tönt es von einigen Twitter-Nutzern über das neue Galaxy S6. Und sie haben Recht. Die Kombination von Glas und Metall haben wir bereits beim Apple iPhone 4 und dem Huawei Ascend P7 hoch gelobt. Trotz der vergleichsweise schweren Materialien bleibt das neue Android-Flaggschiff mit 138 Gramm und einer Bauhöhe von 6,8 Millimeter leicht und kompakt. Die Front sowie Rückseite bestehen aus Corning Gorilla Glass 4, das nicht nur für eine gute Stabilität, sondern auch für eine angenehme Haptik und genug Grip sorgt. Der umliegende Metallrahmen aus Aluminium unterstützt das gute Handling mit abgerundeten Ecken sowie einer flachen Einkerbung an den längeren Seitenrändern. Dadurch lassen sich auch die seitlich liegenden Tasten für den On/Off-Status und die Lautstärke gut bedienen und blind ertasten.

Nach bekannter Samsung Galaxy Manier ist die Front leicht wieder zuerkennen.Die neue Rückseite ist mit Corning Gorilla Glass 4 geschützt.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Verbessertes Chassis: Die Front im typischen Galaxy-Look, die Rückseite ebenfalls aus Glas.

Für unseren Geschmack hätte das Metall eine stärkere Bürstung vertragen können und auch die leichte Zierkante ist überflüssig. Doch beim Design muss jeder für sich selbst entscheiden, ob das Samsung Galaxy S6 das Richtige für ihn ist. In Hinsicht auf die Verarbeitung hat Samsung einen perfekten Job gemacht. Das Smartphone ist tadellos verarbeitet, zeigt gleichmäßige Spaltmaße und lässt sich auch bei grober Handhabung nicht aus der Form bringen. Gleichzeitig liegt das Galaxy S6 extrem gut und vor allem sicher in der Hand. Es wirkt stets robust und muss vom Besitzer nicht wie ein rohes Ei behandelt werden. Die Samthandschuhe könnt ihr also getrost zu Hause lassen.

Die Bauhöhe beträgt nur noch 6,8 Millimeter bei 138 Gramm Gewicht.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Flache Bauweise: Das neue Samsung-Smartphone ist nur 6,8 mm dünn.

Trotz all der Veränderungen hat Samsung seine Galaxy-S-Designsprache nicht vergessen. Vor allem die Front zeigt aufgrund des physischen Home-Buttons und den im Rahmen verbauten Menü-Touchfeldern einen Wiedererkennungswert. An der Rückseite sorgt dafür vor allem der LED-Blitz mit integriertem Herzfrequenzmesser. Die neue 16 Megapixel Kamera steht circa 1 Millimeter aus dem Gehäuse heraus, was nicht jedem Nutzer gefallen dürfte. Vor allem beim Ablegen des Galaxy S6 könnte hier der Rahmen rund um den Sensor zu schnell zerkratzen. In unserem knapp zweiwöchigen Praxistest blieb das allerdings aus. Hier müssen wir also auf erstes Nutzerfeedback aus dem Langzeittest warten.

Ausstattung

Das Samsung Galaxy S6 ist vollgepackt mit neuester Technologie. Vor allem mit 4G LTE Cat.6 und dem dadurch möglichen Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 300 Mbit/s über das Mobilfunknetz ist das neue Flaggschiff Smartphone bestens für die Zukunft gerüstet. Ebenso sprechen Bluetooth 4.1 und WLAN-ac samt MIMO (2x2) Technik, NFC und Infrarot-Sender für eine zeitgemäße Technik im Bereich der kabellosen Übertragungsmöglichkeiten. Im Vergleich zum Samsung Galaxy S5 wurde auch der Fingerabdruck-Sensor deutlich verbessert. Er erkennt euren einzigartigen Abdruck nun durch reines Auflegen auf den Home-Button. Und das mit einer Präzision, die wir bisher nur im Apple iPhone und beim Huawei Ascend Mate 7 kennengelernt haben. Einen Rückschritt müssen Samsung-Fans beim Micro-USB-Anschluss hinnehmen, der nur noch mit dem 2.0 Standard anstelle des vom Galaxy S5 bekannten USB 3.0 arbeitet. Ebenso vermissen wir den MicroSD-Slot zur Erweiterung des Speichers und die Möglichkeit den Akku auszutauschen. Vorteile, die Samsung aufgrund der neuen Bauform ebenso aus dem Portfolio genommen hat, wie den Gehäuseschutz vor Staub und Wasser.

Das Aufladen via Micro-USB 2.0 geht extrem schnell. 10 Minuten laden = 3-4 Stunden Laufzeit.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Unterseite: Neben dem Audio-Port sitzen der Micro-USB-Anschluss und Lautsprecher.

Dafür kann das Galaxy S6 ab sofort ohne Zubehör kabellos aufgeladen werden. Dabei unterstützt Samsung den WPC und PMA Standard und somit auch gängige Qi-Ladegeräte. Im Test mit dem WoodPuck Bambus-Ladegerät funktionierte diese Technik ohne Probleme. Ebenso großen Gefallen fanden wir an der neuen, optimierten TouchWiz Oberfläche des Smartphones, die über dem Google Android 5.0.2 Lollipop Betriebssystem liegt. Diese wurde deutlich entschlackt und läuft extrem flüssig. Viele für Laien unbekannte Symbole wurden durch Klartext ersetzt und ermöglichen es nun Funktionen viel einfacher zu erkennen. Mit dieser gut gelungenen Aktualisierung der Oberfläche können wir nun getrost auf viele Drittanbieter Apps verzichten.

Der Homescreen mit TouchWiz Oberfläche des Galaxy S6Der Smart Manager gibt Auskunft über den Systemstatus von Akku, RAM und Co.Auch die S Health App wurde aufgefrischt und zeigt ein klareres Design.Bildquelle: notebookinfo.de | st
TouchWiz: Die Samsung Oberfläche erstrahl in neuem Glanz. Jetzt noch einfacher.

Der neue Smart Manager gibt uns als App und Widget Auskunft über die Speicherbelastung und den Akkuzustand und lässt uns mit einem Klick das System optimieren. Flipboard wurde erneut als Nachrichten-Tool auf die linke Homescreen-Seite verfrachtet und S Health – Samsungs Fitness-App – ist durch ein Design-Refresh nochmals attraktiver geworden. Außerdem ist das Galaxy S6 vorbereitet für den kabellosen Samsung Pay Bezahldienst, das Knox Tool trennt private von beruflichen Daten und auch die Multi-Window-Funktion ist wieder mit an Bord. Man hat das Gefühl als würde man ein komplett neues Betriebssystem erforschen, ohne den bisherigen Frustfaktor.

Die 16 MP Kamera bietet einen f/1.9 Sensor und viele Aufnahme-Modi.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Kamera-Optionen: Neben Pro-Modus auch Zeitlupe und Zeitraffer möglich.

Ordentlich aufgebohrt wurde auch die 16 Megapixel Kamera, die nun mit einem f/1.9 Objektiv arbeitet und somit mehr Licht einfängt als die Smartphones der Konkurrenz. Bei guten Bedingungen macht sich die neue Technik klar bemerkbar und liefert eine herausragende Qualität, Helligkeit und Farbtreue. Mit dem Samsung Galaxy S6 gelingen uns deutlich bessere Aufnahmen als mit dem HTC One M9 und auch das Apple iPhone 6 Plus muss sich beim Detailgrad hinten anstellen. Gemeinsam haben alle Kameras die Probleme im Low Light Szenario. Zu schnell stellt sich hier das Bildrauschen ein und auch der True Tone Blitz via LED hilft in den meisten Situationen nicht viel. Im Großen und Ganzen ist die Foto-Funktion des Galaxy S6 aber als sehr gut und überdurchschnittlich einzustufen. Gleiches gilt für die Video-Qualität, solange man sich im klassischen Full-HD-Modus befindet. Will man die Auflösung nämlich auf QHD oder 4K UHD erhöhen, fallen die Features des Videostabilisators, HDR-Funktion, Verfolgungs-Fokus und die parallele Foto-Aufnahme aus dem Portfolio heraus. Der maximale Funktionsumfang bei Videos wird also nur mit 1.920 x 1.080 Pixel erreicht. Dann aber auch mit einer entsprechend guten Qualität.

Testbild mit dem Samsung Galaxy S6 in unserer Berliner Redaktion.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Nahaufnahme: Die Kamera fängt Farben naturgetreu ein, auch im Makro-Modus.

Testbild mit dem Samsung Galaxy S6 in unserer Berliner Redaktion.Testbild mit dem Samsung Galaxy S6 in unserer Berliner Redaktion.Testbild mit dem Samsung Galaxy S6 in unserer Berliner Redaktion.Bildquelle: notebookinfo.de | st
Hohe Auflösung: Die 16 MP lassen sogar noch Platz zum Reinzoomen.

An der Front sitzt für Selfies ein 5 Megapixel-Sensor, der auch nur für eben diese Selbstfotografien oder kurze Videotelefonate herhält. Die Qualität ist hier nicht herausragend. Dafür lassen sich Fotos einfach erstellen, in dem man mit dem Finger den rückseitigen Herzfrequenzsensor berührt. Somit gehen auch ruckelfreie Selfies leicht von der Hand. Für das schnelle Handling kann die Kamera-App optional mit einem Doppelklick auf den Home-Button geöffnet werden. Innerhalb von 0,7 Sekunden (Hersteller-Angabe) ist die Kamera einsatzbereit.

Technische Daten

Display:5.1"Auflösung:2560 x 1440
Prozessor:Samsung Exynos 7 7420 Octa / 2.1 GHzGrafikkarte:ARM Mali-T760 MP8
Festplatte32 GBRAM:3 GB
Plattform:Android 5.0.2 Lollipop
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:138 g
B x H x T:7.05 cm x 14.34 cm x 0.68 cmFarbe:schwarz

Leistung

Im Inneren des Samsung Galaxy S6 sitzt der neue, hauseigene Exynos 7420 Prozessor. Ein 64-Bit Chip mit integrierter ARM Mali T760 Grafikeinheit. Er setzt auf acht Rechenkerne (Octa Core). Vier davon arbeiten mit 2,1 GHz (Cortex A57) und vier weitere mit 1,5 GHz (Cortex A53). Im Vergleich zum Snapdragon 810 wird der Exynos 7420 bereits im 14nm-Verfahren produziert, während Qualcomm noch mit 20nm auskommt. In bekannten Benchmarks liegt die Leistung ähnlich hoch wie beim Chip-Konkurrenten aus dem HTC One M9 und kann in den meisten Fällen ein paar Punkte mehr rausholen. Je nachdem welchen Benchmark man zu Rate zieht, könnte die Grafikleistung etwas zulegen. Der Apple A8 Chip des iPhone 6 erreicht bei einigen Testprogrammen einen besseren 3D-Wert.

Benchmark Tests mit 3DMarkBenchmark Tests mit AnTuTuBenchmark Tests mit Geekbench 3Bildquelle: notebookinfo.de | st
Test-Software: Auszug bekannter Benchmarks. Mehr im unteren Teil des Tests.

Großen Profit zieht das Samsung Galaxy S6 aus dem neuen UFS 2.0 Speicher, von dem in unserem Testgerät 32 GB vorhanden sind. Dieser bringt deutlich höhere Übertragungsraten zustande als der sonst oft verwendete eMMC-Speicher und nähert sich langsam dem Leistungs-Bereich vollwertiger SSDs. Mit 3 GB LPDDR4 RAM sorgt Samsung auch für das notwendige Multitasking vor und ist im Bereich des Arbeitsspeichers sehr gut abgesichert. So viel Kapazität braucht das Galaxy S6 auch. In unserem Test sind stets 65 Prozent des RAMs belegt, in den meisten Fällen sogar über 80 Prozent.

Unterm Strich nehmen sich der Snapdragon 810 und der Exynos 7420 aktuell nicht viel. Allerdings scheint das Galaxy S6 ein besseres Energiemanagement als das HTC One M9 zu besitzen. Das Samsung Smartphone wird nicht so warm und bringt eine längere Akkulaufzeit mit. Doch dazu später mehr.

Display

Der Bildschirm kommt mit einer Quad HD Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Sehr gut: Das Galaxy S6 Display kommt mit gutem Kontrast und viel Helligkeit.

Mit der Quad HD Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel auf 5,1 Zoll hat das Galaxy S6 mal wieder den Pixel-Vogel abgeschossen. Bei einer Pixeldichte von 557 ppi können einzelne Bildpunkte mit dem bloßen Auge nicht mehr ausgemacht werden. Schriften und Symbole wirken somit extrem scharf und lassen sich selbst bei maximaler Zoomstufe verlustfrei ablesen. Außerdem hat Samsung an den Farben des Super AMOLED Displays gearbeitet. Mit entsprechenden Voreinstellungen im Display-Menü könnt ihr eine nahezu naturgetreue Farbwiedergabe erreichen. Wem also die Farben der AMOLED Touchscreens früher zu knallig wirkten, kann nun manuell besser nachhelfen und justieren.

Interessant wird es bei der Ausleuchtung des Galaxy S6 Bildschirms. Regeln wir die Display-Helligkeit manuell auf ihr Maximum und deaktivieren den Auto-Helligkeits-Sensor, erreichen wir je nach Messbereich zwischen 330 und 360 cd/m². Samsung selbst verspricht allerdings einen Helligkeitswert von 600 cd/m². Und siehe da: Lassen wir das Smartphone mit aktiviertem Auto-Sensor ein paar Sekunden in der prallen Sonne liegen, springt das Galaxy S6 in eine Art Outdoor-Modus und liefert satte 550 cd/m². Nah dran am versprochenen Wert des Herstellers. Natürlich ist uns klar, dass bei einer solch hohen Ausleuchtung der Akku schneller verbraucht wird. Allerdings hätten wir uns bei der manuellen Steuerung einen etwas größeren Spielraum gewünscht. Nichts desto trotz können wir sagen, dass der Helligkeit-Sensor im Galaxy S6 in den meisten Fällen einen soliden Job macht.

Im Vergleich zur Edge-Variante kommt das Galaxy S6 mit klassichen Display-Rändern.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Der Vergleich: Samsung Galaxy S6 (links) vs. Samsung Galaxy S6 Edge (rechts).

Greifen alle Funktionen des Quad HD Super AMOLED Bildschirms zusammen, treffen wir auf einen extrem hoch aufgelösten sowie scharfen Touchscreen mit realistischer Farbwiedergabe, hoher Ausleuchtung und optimalem Kontrast. Wer es exotisch mag, der kann sich auch das Samsung Galaxy S6 Edge genauer ansehen, das mit seitlich abgerundeten Curved-Displays ausgestattet ist. Ich persönlich sehe hier durch die schmaleren Seitenränder zwar ein geringes Handling-Problem, doch Kollege Robert Kern konnte das ausgefallene Smartphone im Test überzeugen. Sobald sein ausführlicher Testbericht erscheint, werden wir ihn an dieser Stelle verlinken.

Emissionen

Anfangs hatte das One M9 und sein Qualcomm Snapdragon 810 Prozessor mit einer starken Hitzeentwicklung zu kämpfen. Unter hoher Auslastung stiegen die Temperaturen schnell auf über 50 Grad Celsius. Nach einem Firmware Update konnte HTC diesen Wert auf 40 Grad reduzieren. Das Samsung Galaxy S6 mit Exynos 7420 Prozessor liegt in gleichen Benchmark-Szenarien bei 37-38 Grad Celsius und bleibt somit etwas kühler als die Konkurrenz. In der Praxis liegen die Temperaturen allerdings nur bei circa 32 Grad. Auch erwärmt sich unser Testgerät eher im Bereich der Kamera, einer Stelle die man nur selten mit dem Finger berührt. Da man auf eine Metall-Rückseite verzichtet, breitet sich die Hitze zudem nicht so schnell aus wie zum Beispiel beim HTC One M9 oder dem Apple iPhone 6.

Vergleichen wir das Samsung Galaxy S6 mit dem Galaxy S5, schrumpft die Akkukapazität von 2.800 mAh auf nur noch 2.550 mAh. Trotz der Einbuße von knapp 10 Prozent liegt die Laufzeit des Smartphones immer noch in einem guten Bereich. Im Leerlauf (Idle) konnte das Galaxy S6 mit 25 Stunden und 40 Minuten sogar länger durchhalten als sein Vorgänger. Bei maximaler Auslastung ist die Batterie in knapp 2,5 Stunden allerdings schneller leer. In einem praxisnahen Szenario und Mittelwert bleiben also in etwa 14 Stunden übrig. Bei gleicher Berechnung kam das Galaxy S5 im letzten Jahr auf 15,5 Stunden. Ein in Anbetracht der Neuerungen und Gehäuseverbesserungen des Galaxy S6 vertretbarer Rückschritt. Hier bleibt jedoch erneut zu erwähnen, dass der Akku jetzt fest verbaut ist und nur noch mit hohem, technischem Aufwand gewechselt werden kann.

Dafür kann das Galaxy S6 über den MicroUSB-Anschluss vergleichsweise schnell geladen werden. Mit einer Ladedauer von 10 Minuten erreichen wir eine Akkulaufzeit von 3-4 Stunden. Für eine komplette Ladung der Batterie werden nicht einmal 2 Stunden benötigt.

In der Praxis

Das Design ist vergleichbar mit dem Apple iPhone 4 und iPhone 4S.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Komplettpaket überzeugt: Verarbeitung, Qualität, Display und Software.

Durch die Bank weg hat uns das Samsung Galaxy S6 vor allem eines gebracht – Freude. Die beim Galaxy S5 noch eher fehlerbehaftete TouchWiz Oberfläche hat sich positiv entwickelt, ist für Laien einfacher verständlich und bringt neue, nützliche Features mit. Vor allem aber ist der Schritt weg vom Plastik-Gehäuse hoch anzurechnen. Mit der Kombination von Gorilla Glass 4 und einem Aluminium-Rahmen setzt Samsung unserer Meinung nach genau auf das richtige Pferd. Das Smartphone liegt gut in der Hand, die Verarbeitung ist herausragend und das Display sowie die 16 MP Kamera gehören zu den Besten am Markt. Das Komplettpaket tröstet schnell darüber hinweg, dass wir den Speicher nicht mehr mit einer MicroSD-Karte aufstocken können und auch den Wechsel des Akkus haben wir beim Galaxy S5 kaum wahrgenommen. Etwas schade ist, dass die IP-Zertifizierung und damit der umfangreiche Schutz gegen Staub und Wasser wegfallen. Doch dafür hat Samsung sicher bald ein Galaxy S6 Active in petto.

Fazit

Mit dem Galaxy S6 ist Samsung der perfekte Wurf gelungen. Wer das nötige Kleingeld aufbringen kann und das beste Android-Smartphone sucht, der ist mit dem 5,1 Zoll Modell bestens beraten. Im Test konnte vor allem das neue Gehäuse mit einer starken Glas-Metall-Kombi, der kompakten Bauweise und überdurchschnittlicher Verarbeitungsqualität punkten. Ebenso herausragend ist auch das Super AMOLED Display mit seinem sonnentauglichen Outdoor-Modus und der hohen Quad-HD-Auflösung. Das alles, gepaart mit einer hohe Leistungsfähigkeit und zeitgemäßen Funkverbindungen, lassen das Samsung Galaxy S6 zum aktuell besten Smartphone mit Android 5.0 Lollipop Betriebssystem aufsteigen.

Wer zwingend seinen Speicher per MicroSD-Karte erweitern will, der muss zum HTC One M9 bzw. Sony Xperia Z3 greifen oder auf das Xperia Z4 warten. Das Samsung auf die Wechselmöglichkeit des Akkus verzichtet ist zwar in einigen Situationen ein Nachteil, doch auch die Südkoreaner richten sich nach der Marktsituation. Somit verzichtet nun auch der letzte Hersteller von High-End-Smartphones im Android-Bereich auf dieses Feature, was scheinbar von Käufern selten genutzt und kaum nachgefragt wird.

429,00 EUR*inkl. Versandkosten
von Notebook.de | Händlerangabe: 26.09.16 00:08

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,0 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  7. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  8. Verarbeitung1,0 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)1,0 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen)1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V86389 Pkt.Max. 12723 Pkt.
Sunspider1124.8 msMin. 324 ms
Geekbench 3 Single-Core1497 Pkt.Max. 2550 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core5282 Pkt.Max. 6501 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited21901 Pkt.Max. 29037 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile8299 Pkt.Max. 9539 Pkt.
NenaMark 262 fpsMax. 62 fps
Basemark X Medium38199 Pkt.Max. 38199 Pkt.
Basemark X High23104 Pkt.Max. 30276 Pkt.
Antutu69844 Pkt.Max. 136834 Pkt.
Vellamo Metal2565 Pkt.Max. 3712 Pkt.
Quadrant37438 Pkt.Max. 42181 Pkt.
Octane v16323 Pkt.Max. 8260 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen46 fpsMax. 87 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Offscreen24 fpsMax. 41 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 14 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal25 Std. 40 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis14 Std. 1 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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