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Test Samsung Galaxy A3 Blau - Hochwertiges Smartphone aber kein Schnäppchen

Mit dem Samsung Galaxy A3 ist der kleinste und preiswerteste Vertreter der A-Reihe durch unser Testlabor geschickt worden. Preiswert ist dabei allerdings relativ, denn die UVP liegt bei stolzen 299 Euro und das für ein Smartphone mit 4,5-Zoll Display ohne HD-Auflösung. Technisch gibt es zwischen dem Galaxy A3 und Galaxy A5 kaum Unterschiede. Die Frage ist nun, ob die Verarbeitungsqualität des Smartphones aus Metall allein den hohen Preis überhaupt rechtfertigen kann. Wir vergleichen in unserem Test das Galaxy A3 mit dem größeren Galaxy A5 und zeigen mögliche Alternativen.

Einleitung: Der preiswerte und kleine Vertreter im Bunde der A-Serie

Wir haben den kleinsten Vertreter der Galaxy A-Reihe getestet.Bildquelle: notebookinfo.de
Fotogalerie (9)
Das kleinste Modell: Wir haben mit dem Galaxy A3 das kleinste Samsung Smartphone der A-Serie unter die Lupe genommen.

Während das Samsung Galaxy A5 bereits von uns ausführlich getestet wurde, ist nun das kleinere und billigere Galaxy A3 an der Reihe. Das größte und leistungsstärkste Modell der Serie, das Galaxy A7, kommt erst in Kürze in Deutschland auf den Markt. Wer allerdings nach einem edlen Smartphone mit einem sehr kompakten Display unter 5-Zoll sucht, der wird am ehesten das neue A3 in die engere Auswahl mit einbeziehen wollen.

Samsung selbst ruft eine unverbindliche Preisempfehlung von 299 Euro für das Galaxy A3 auf, zum Testzeitpunkt ist das Smartphone bei einigen Händlern aber auch bereits für rund 260 Euro zu haben. Zieht man nun die durchschnittliche Hardware und das kleine Display samt schmaler qHD-Auflösung von 960 x 540 heran, so muss man zwangsläufig den hohen Preis in Frage stellen.

Der Markt ist schließlich auch im Segment der Mittelklasse-Modelle förmlich überschwemmt mit Alternativen. Da wäre das eigene Galaxy S5 Mini, welches immerhin eine HD-Auflösung bietet oder aber das Moto G der 2. Generation mit LTE, welches rund 50-100 Euro (je nach Händler) günstiger ausfällt. Aber auch ältere Smartphones sind eine echte Alternative, darunter etwa das LG G2. Wer es kleiner möchte, für den gibt es noch das Sony Xperia Z1 Compact. Hier gibt es ebenfalls eine sehr hohe Verarbeitungsqualität, ein sehenswertes Design und obendrein noch ein hochauflösendes Display und deutlich mehr Leistung unter der Haube.

Gehäuse: Tadellose Verarbeitung mit Aluminium

Die Verarbeitung des Galaxy A3 ist auf einem sehr hohen Niveau. Spaltmaße, wackelnde Knöpfe oder sonstige Macken werden vergeblich gesucht. Das kleine Smartphone mit 130,1 x 65,5 x 6,9 mm bei 110 Gramm ist extrem kompakt, liegt dadurch gut und sicher in der Hand und lässt sich auch problemlos mit nur einer Hand bedienen.

Der Rahmen und die Rückseite sind aus Metall gefertigt, was für optisch und haptisch hohe Qualität sorgt. Der schimmernde Farbton sieht dabei auch bei unserem blauen Testgerät besonders beeindruckend aus. Einen Schutz gegen Wasser, sowie einen austauschbaren Akku gibt es hier allerdings nicht. Eine MicroSD-Karte kann jedoch eingesetzt werden.

Die Verarbeitung des Galaxy A3 ist in der Oberklasse angesiedelt.Das Gehäuse besteht größtenteils aus Metall und nicht länger aus Kunststoff.Bildquelle: notebookinfo.de
Aluminium im Einsatz: Das Unibody-Gehäuse des Galaxy A3 hinterlässt einen extrem hochwertigen Eindruck.

Die Kamera auf der Rückseite steht dabei leicht aus dem Gehäuse heraus, was der geringen Tiefe des Smartphones geschuldet ist. Der kleine Lautsprecher ist für ein einfaches Smartphone ausreichend, kann es allerdings nicht im Geringsten mit den BoomSound-Lautsprechern eines HTC One aufnehmen. Bei höherer Lautstärke hinterlässt der einfache Speaker auch einen leicht blechernen Ton.

Ausstattung: Kein Dualband für das WLAN und fehlender MultiWindow-Mode gegenüber dem Galaxy A5

Die Bildqualität des 8 MP Kamera des Galaxy A3 geht bei guten Lichtbedingungen in Ordnung.Bildquelle: notebookinfo.de
Reduzierte MP Anzahl: Der Sensor des Galaxy A3 löst nur mit 8 MP auf, beim Galaxy A5 gab es noch einen 13 Megapixel Sensor für die Hauptkamera.

Das Design fällt beim Galaxy A5 und Galaxy A3 identisch aus, doch bei der Ausstattung gibt es einige Unterschiede. Angefangen bei der Hauptkamera: Löste der Sensor im A5 noch mit 13 Megapixel auf, sind es beim Galaxy A3 nur noch 8 MP. Dennoch gibt es einen Autofokus und einen LED-Blitz. Die Frontkamera arbeitet mit einem 5 MP Sensor. Die Bildqualität der Aufnahmen ist als solide einzustufen, in der Mittelklasse gibt es allerdings Smartphones die bereits bessere Ergebnisse abliefern können. Bei idealen Bedingungen sind die abgelieferten Fotos aber allemal gut genug für Facebook, Instagram und Konsorten. Bilder und Videos können in den 16 GB großen internen Flashspeicher abgelegt werden, davon stehen rund 11,2 GB zur freien Verfügung. MicroSD-Karten mit maximal 64 GB Kapazität können seitlich über einen Schacht nachgerüstet werden.

Für die Datenübertragung steht der schnelle Mobilfunkstandard LTE cat 4 bereit. WLAN-Verbindungen können über den 802.11 a/b/g/n Standard aufgebaut werden, auf Dualband-Unterstützung wie beim Galaxy A5 muss hier hingegen verzichtet werden. NFC und Bluetooth 4.0 sind aber ebenso vorhanden, wie Assisted GPS, GLONASS und Beidou Support für die präzise Navigation mit dem Smartphone.

Die Kamera auf der Rückseite steht leicht aus dem Gehäuse heraus.Bildquelle: notebookinfo.de
Herausragend: Ist nicht die Qualität der Kamera, auch wenn diese aus dem Gehäuse heraussteht.

Google Android 4.4.4 KitKat ist vorinstalliert, auf das Update mit Android 5.0 Lollipop muss hingegen weiterhin gewartet werden. Über Android wird die bekannte Samsung TouchWiz-Oberfläche gestülpt. Diese trägt nicht gerade zur Performance-Verbesserung bei. So kommt es zumindest beim Einsatz der Magazin-Oberfläche mit Flipboard zu spürbaren Verzögerungen. Der MutliWindow-Mode des Galaxy A5 und Galaxy A7 fällt beim kleinen Galaxy A3 ebenfalls weg. Angesichts des kleinen 4,5-Zoll Displays mit niedriger qHD-Auflösung wäre dieser Modus mit mehreren offenen Apps gleichzeitig auf dem Homescreen wohl auch kaum vernünftig einsetzbar gewesen.

Technische Daten

Display:4.5"Auflösung:540 x 960
Prozessor:Qualcomm Snapdragon 410 (MSM8916) / 1.2 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 306
Festplatte16 GBRAM:1,5 GB
Plattform:Android 4.4.2 KitKat
Akkulaufzeit:8,5 Std.Gewicht:110 g
B x H x T:6.55 cm x 13.01 cm x 0.69 cmFarbe:blau

Leistung: Abstriche beim RAM gegenüber dem Galaxy A5 – Hardware auf Mittelklasse-Niveau

Der Snapdragon 410 des Galaxy A3 im Benchmark.Der Snapdragon 410 des Galaxy A3 im Benchmark.Der Snapdragon 410 des Galaxy A3 im Benchmark.Bildquelle: notebookinfo.de
Mittelklasse: Der Snapdragon 410 und 1,5 GB RAM sorgen im Alltag für eine meist ausreichend flotte Performance des Smartphones.

Samsung verbaut auch im kleineren Galaxy A3 den Qualcomm Snapdragon 410 mit 64-Bit Architektur, vier Kernen und 1,2 GHz Taktfrequenz. Teil des System-on-a-Chip (SoC) ist die Adreno 306 GPU, während der Prozessor auf ARM Cortex A53 Kernen basiert. Die Leistung ist dabei für die meisten Apps und Aufgabengebiete ausreichend schnell.

Wer hauptsächlich Messenger wie Whats App, Social Media Services wie Facebook, Twitter und Instagram nutzt und obendrein noch Mails abrufen will und hin und wieder im Netz eine Webseite betrachtet, der wird keinerlei Probleme mit der Performance bekommen. Bei Games sieht die Geschichte etwas anders aus, aber auch moderne 3D-Spiele lassen sich auf mittlerer Stufe noch gut genug spielen. Nur für die höchsten Settings bei Spielen wie Asphalt 8 reicht die Leistung am Ende dann doch nicht aus.

Den Arbeitsspeicher hat Samsung kurzerhand leicht gekürzt gegenüber dem größeren Galaxy A5. Im Samsung Galaxy A3 finden sich somit nur 1,5 GB RAM wieder, was allerdings auf die Gesamtperformance fast keine Auswirkungen hat. Dies hängt auch mit dem kleineren und weniger hoch auflösenden Bildschirm des Galaxy A3 zusammen.

Display: Keine HD-Auflösung beim 4,5-Zoll Bildschirm

Richtig scharf wird das Erlebnis mit dem Galaxy A3 für die meisten Anwender nicht werden. Das kleine 4,5-Zoll Display mit Super AMOLED Technologie bietet zwar kräftige Farben, die Auflösung lässt dafür aber zu wünschen übrig.

Diese entspricht nur dem qHD-Standard und somit 540 x 960 Pixeln. Dies macht sich besonders dann bemerkbar, wenn man kleine Texte auf nicht optimierten Webseiten lesen möchte, was ohne Zoom somit völlig unmöglich wird. Die normale Systemoberfläche und die meisten Apps sind allerdings problemlos bedienbar, auch bei der nicht HD tauglichen Auflösung des Smartphones. Dennoch kann und muss man von einem Smartphone für knapp 300 Euro erwarten, dass der Bildschirm den kleinen 720p HD-Standard erfüllt.

Die Helligkeitswerte sind hingegen sehr ordentlich und liegen bei Durchschnittlich 332,5 Candela. Größere Schwankungen sind beim Messverfahren nicht aufgedrehten, wodurch eine recht gleichmäßige Ausleuchtung bei unserem Testgerät festgestellt werden konnte. Kontrast- und Schwarzwert sind aufgrund der AMOLED-Technologie entsprechend als sehr gut einzustufen.

Emissionen: Gute Werte für die Akkulaufzeit

Der kleine 1.900 mAh Akku im Galaxy A3 lässt sich nicht vom Nutzer manuell austauschen. Dieser verrichtet allerdings einen tadellosen Job. Die durchschnittliche Laufzeit liegt, wie beim Galaxy A5, bei gut 14 Stunden. Man kommt also problemlos durch einen sehr langen Arbeitstag mit einer Ladung des Smartphones. Wer es etwas ruhiger angehen lässt, der kann auch gut 1,5 Tage aus dem Akku herausquetschen, dazu bietet Samsung noch zusätzliche Stromsparmodi für den Notfall an. Wer hingegen leistungshungrige 3D Games ohne Pause zwischendurch ausführt, der muss nach etwa 3 Stunden die nächste Ladegelegenheit ergreifen.

Bei der Temperatur gibt es ebenfalls keinen Grund zur Beanstandung. Die Werte liegen im Alltag bei rund 26-27 Grad Celsius und selbst unter dauerhafter Volllast erreichen die Temperaturen nur Werte von rund 36-38 Grad. Das Aluminium bleibt also auch in extremen Situationen noch in einem sehr angenehmen Bereich.

In der Praxis: Optisch ein Blickfang gepaart mit einem zu hohen Preis und gleichzeitig geringer Displayauflösung

Der sehr hohe Preis wird nicht gerechtfertigt.Bildquelle: notebookinfo.de
Zu teuer: Der Preis fällt insgesamt zu hoch aus für die gebotene Leistung und das nur mit qHD auflösende 4,5-Zoll Display. des Galaxy A3.

Ohne jeden Zweifel ist das Samsung Galaxy A3 absolut top verarbeitet und macht optisch einiges her. Dank des kompakten Gehäuses und schmalen Displays ist auch eine Einhandbedienung des 4,5-Zoll Smartphones problemlos möglich. Die Bedienung macht dabei trotz mittelmäßiger Hardware in der Regel durchaus Spaß und es kommt nur selten zu Verzögerungen. Für die meisten Nutzer reicht die Leistung des verbauten Snapdragon 410 ebenso aus und auch die Akkulaufzeit überzeugt.

Weniger positiv ist allerdings die geringe Displayauflösung gepaart mit kleineren Abstrichen bei der WLAN-Technologie und der Kamera im Vergleich zum Galaxy A5. Der aufgerufene Preis von 299 Euro seitens Samsung ist ohne jeden Zweifel zu hoch angesetzt. Auch wenn es das Galaxy A3 inzwischen schon etwas preiswerter im Online-Handel gibt, so ist auch dieser Preispunkt in unseren Augen immer noch zu hoch.

Wenn das Galaxy A3 in einen Preisbereich um die 200 Euro fällt, wird es zumindest um einiges interessanter. Bis dahin ist man besser damit beraten zum preiswerteren Moto G der 2. Generation mit LTE zu greifen oder sich das Sony Xperia Z1 Compact mit HD-Display und deutlich besserer Leistung zu schnappen. Alternativ lässt sich auch mit einem HTC Desire 510 viel Geld sparen, wenn man auf dafür auf das Aluminium-Gehäuse verzichtet.

Fazit

Das Samsung Galaxy A3 ist ein hochwertiges Smartphone mit guter Akkulaufzeit und solider Hardwareleistung. Der zu hohe Preis und die zu geringe Displayauflösung verhindern allerdings eine direkte Kaufempfehlung. Dafür gibt es zu viele Alternativen die günstiger und dabei oftmals sogar noch leistungsstärker sind.

Ab 229,90 EUR sind Geräte aus der Serie verfügbar - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  8. Verarbeitung1,0 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung (Spiele)2,5 (Gut)
  11. Leistung (Anwendungen)2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V82840 Pkt.Max. 12723 Pkt.
Sunspider1330.7 msMin. 324 ms
Smartbench 20125821 Pkt.Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android)243386 MFLOPSMax. 1143896 MFLOPS
Geekbench 3 Single-Core474 Pkt.Max. 2550 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core1433 Pkt.Max. 6501 Pkt.
3DMark Ice Storm5388 Pkt.Max. 14137 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme2653 Pkt.Max. 11312 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited4548 Pkt.Max. 29037 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile2741 Pkt.Max. 9539 Pkt.
Basemark ES 2.039.38 fpsMax. 61.76 fps
Basemark X Medium4120 Pkt.Max. 38199 Pkt.
Basemark X High1609 Pkt.Max. 30276 Pkt.
Antutu20601 Pkt.Max. 136834 Pkt.
Vellamo HTML51952 Pkt.Max. 6120 Pkt.
Vellamo Metal883 Pkt.Max. 3712 Pkt.
Quadrant12381 Pkt.Max. 42181 Pkt.
Octane v12737 Pkt.Max. 8260 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen5.3 fpsMax. 87 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen13 fpsMax. 59 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Onscreen6.4 fpsMax. 30.9 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Offscreen1.8 fpsMax. 41 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 5 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal25 Std. 0 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis14 Std. 0 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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