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Test Motorola Moto G 8GB - Das beste Smartphone unter 200 Euro

Das Motorola Moto G verspricht nicht nur einen extrem günstigen Preis, sondern auch passable Hardware nach Deutschland zu bringen. Wir sprechen von Quad-Core Prozessor, HD-IPS-Display auf 4,5 Zoll und Google Android 4.3 Jelly Bean. Für 169 Euro klingt das nach einem perfekten Angebot für Schnäppchen-Jäger. Wir haben uns das Moto G genauer angesehen und sprechen im ausführlichen Testbericht von der Alltags-Leistung, Benchmarks, Kamera und Co.

Einleitung: Ein Neuanfang in Europa

Motorola Moto G im Test und Praxis-CheckBildquelle: notebookinfo | st
Fotogalerie (24)
Ab sofot im Handel: Das Motorola Moto G kommt als günstiges 4,5 Zoll Smartphone nach Deutschland und findet Gefallen in der Redaktion.

Vor allem Intel und seine TV-Kampagne haben dafür gesorgt, dass das Motorola RAZR i im letzten Jahr deutschlandweit an Bekanntheit gewonnen hat. Danach ist es still geworden um den US-amerikanischen Konzern, der die für Smartphones zuständige Motorola Mobility Abteilung im Jahr 2012 an Google verkauft hat. In den letzten Monaten startete Motorola mit einem neuen Image durch und brachte mit dem Moto X ein Smartphone auf den Markt, das sich als erstes Gerät noch vor dem Kauf personalisieren ließ. Farbe, Material, Hintergrundbild und sogar das Google Konto konnte in einem Konfigurator ausgewählt werden. Leider nur in den USA. Für Europa soll nun das Motorola Moto G durchstarten. Das Motto lautet: „Außergewöhnliches Smartphone. Außergewöhnlicher Preis.“ – Und damit hat der Hersteller genau den richtigen Nerv der Deutschen getroffen. Schauen wir auf die technischen Daten, könnten wir so ein Preis-Leistungs-Verhältnis fast nur von Medion und Aldi erwarten. Noch vor dem Verkaufsstart am 21. November 2013 konnten wir uns umfangreich mit dem Moto G beschäftigen.

Gehäuse: Solide trotz Kunststoff

Die Vorderseite des Motorola Moto G ähnelt der von Mitbewerbern. Front-Kamera, Ohrmuschel und ein klassisch verglastes Displays sieht man an jedem zweiten Gerät. Die Rückseite hingegen überzeugt vor allem durch die wechselbaren Cover und die dadurch wandelbare Oberflächen-Struktur. Während die normalen Schalen in schwarz und rot mattiert und leicht gummiert sind, kommt das Flip-Cover zum gleichzeitigen Schutz des Display mit einer gröberen und griffigen Struktur. Aber egal welches Cover man nun wählt, das Moto G ist stets ein Handschmeichler. Das verdankt das Smartphone seinem rundlichen Look und der durchweg guten Verarbeitungsqualität. Selbst bei grober Handhabung haben wir nie das Gefühl, als würde das Moto G nicht standhalten. Solche Modelle erinnern schon fast an die unverwüstlichen Zeiten der Nokia-Handys (z.B. 3210, 3310).

Motorola Moto GMotorola Moto GBildquelle: notebookinfo | st
Keine Kompromisse: Trotz Kunststoff zeigt sich eine gute Verarbeitung und Haptik.

Was die physischen Tasten angeht, befinden sich der Power-Button und die Lautstärke-Wippe an der rechten Seite des Moto G. Die Linke Seite bleibt komplett von Tasten befreit, während an der Oberseite der Anschluss für ein 3,5 Millimeter Klinke-Headset und an der Unterseite der bekannte MicroUSB-Port (OTG- und MHL-fähig) zu finden ist. Das komplette Smartphone samt einfachem Cover bringt knapp 143 Gramm auf die Waage und zeigt eine Bauhöhe von maximal 11,6 Millimeter. Subjektiv gesehen fühlt sich das Moto G leicht und kompakt an, obwohl die Abmessungen und das Gewicht die Angaben anderer Hersteller überschreiten.

Ausstattung: Was braucht man mehr?

Gefunkt wird bei Motorola Moto G per WLAN 802.11 b/g/n, Bluetooth 4.0 und GPS. Das Mobilfunkmodul kann parallel dazu mit den Standards HSPA+ sowie vielen UMTS- und GSM-Frequenzen umgehen. Der Download ist so mit maximal mit 21,1 Mbit/s und der Upload mit maximal 5,76 Mbit/s möglich. Features wie Near Field Communication (NFC) und LTE können wir in dieser Preisklasse einfach nicht erwarten. Und die meisten Käufer werden wohl sowieso nicht über entsprechend teure Optionen bei ihren Netzanbietern verfügen. Ansonsten bietet das Moto G eine 5 Megapixel Hauptkamera an der Rückseite und eine 1,3 Megapixel Front-Webcam. Die Qualität der beiden Kameras ist unserer Meinung nach anständig und für den Preis von 169 Euro für den einen oder anderen Schnappschuss gut zu gebrauchen.

Motorola Moto GMotorola Moto GBildquelle: notebookinfo | st
Wenig Anschlüsse: Leider kann man das Moto G nicht groß erweitern.

Als Betriebssystem ist Google Android 4.3 Jelly Bean vorinstalliert. Werbe-Apps – so genannte Bloatware – findet man nicht. Das Betriebssystem kommt in der von Nexus-Geräten bekannten Einfachheit. Bereits zum Launch hat Motorola bestätigt, dass in absehbarer Zeit ein Update auf Android 4.4 KitKat erfolgen soll.

Test der Motorola Moto G KameraTest der Motorola Moto G KameraTest der Motorola Moto G KameraBildquelle: notebookinfo | st
Check: Eine Auswahl an Probebildern mit der 5 Megapixel Kamera.

Technische Daten

Display:4.5" IPSAuflösung:1280 x 720
Prozessor:Qualcomm Snapdragon 400 (8926) / 1.2 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 305
Festplatte8 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 4.3
Akkulaufzeit:15 Std.Gewicht:143 g
B x H x T:6.59 cm x 12.99 cm x 1.16 cmFarbe:schwarz

Leistung: Für den Alltag ausreichend

Im Inneren des Motorola Moto G arbeitet ein Qualcomm Snapdragon 400 mit der Modellnummer MSM8926. Dieser Chip basiert auf der ARM Cortex A7 Architektur und bietet insgesamt vier Rechenkerne mit einer Performance von jeweils 1,2 GHz. Dem Quad-Core SoC stehen zudem die Adreno 305 Grafikeinheit und 1 GB Arbeitsspeicher zur Seite. Der wahlweise mit 8 GB oder 16 GB auftretende Flash-Speicher kann nicht erweitert werden. Somit schließt sich Motorola der Google Nexus Philosophie an.

Motorola Moto G im Benchmark-TestMotorola Moto G im Benchmark-TestMotorola Moto G im Benchmark-TestBildquelle: notebookinfo | st
Benchmarks: In aktuellen Tests liegt die Leistung sogar über dem des Nexus 4.

Die Leistung des genannten Gespanns aus CPU, GPU und RAM reicht für alle aktuellen Anwendungen und Spiele vollkommen aus. Nur bei High-End-Games wie Asphalt 8 oder Dead Trigger 2 muss man Qualitäts- und FPS-Einbuße hinnehmen. Außerdem sollten nicht so viele Programme parallel geöffnet werden. Ist man allerdings eh öfter mit dem Browser im Internet unterwegs, schaut Filme oder teilt Meldungen mit Freunden in sozialen Netzwerken, dann wird die geringere Leistung im Vergleich zu einem Qualcomm Snapdragon 600 oder Snapdragon 800 kaum auffallen.

Display: Heller als erwartet

Der Bildschirm des Motorola Moto G kommt bei einer Größe von 4,5 Zoll auf eine Auflösung von 1.280 x 720 Pixel. Daraus resultiert eine Pixeldichte von 329 ppi. Das sind sogar mehr Bildpunkte als auf dem Apple iPhone 5S. Daraus folgt, dass auch bei einem günstigen Gerät unter 200 Euro einzelne Pixel mit dem bloßen Auge nicht mehr zu erkennen sind. Der große Vorteil liegt dabei vor allem beim Lesen von Schriften in eBooks und Webseiten. Früher erkannte man an diesen Stellen eine deutliche Treppchenbildung, die nun gänzlich verschwunden ist. Zudem ist das Display des Moto G mit der IPS-Technik ausgestattet, die eine bessere Blickwinkelstabilität bietet als herkömmliche TN-Panels in diesem Preisbereich. Überzeugt haben uns vor allem die Ausleuchtung von 400 Candela pro Quadratmeter im Schnitt und der Kontrast von maximal 1152:1. Das hätten wir für 169 Euro wirklich nicht erwartet. Das Moto G können wir so also problemlos auch bei direkter Sonneneinstrahlung nutzen und weiterhin den Bildschirminhalt erkennen. Alle Spiegelungen können aufgrund der glänzenden Display-Oberfläche natürlich nicht vermieden werden. Unterm Strich sind wir sehr zufrieden mit der hier vorliegenden Qualität in Sachen Bildschirm.

Emissionen: Kühl und lange haltbar

Dank der stromsparenden Eigenschaften des Qualcomm Snapdragon 400 Prozessors kommen wir nicht nur auf eine lange Akkulaufzeit, sondern auch auf eine nur geringe Wärmeentwicklung. Im Durschnitt liegen die Temperaturen des Moto G bei 30 Grad Celsius in der Praxis. Bei einem normalen Gebrauch wird das Smartphone also nicht einmal handwarm. Die Laufzeit des 2.070 mAh Akkus – der übrigens trotz wechselbarer Rückseite nicht austauschbar ist – liegt bei maximal 28 Stunden. Somit kann Motorola das Versprechen von „All-Day-Battery“ halten. Im praktischen Betrieb sinkt die Laufzeit auf immer noch sehr gute 15,5 Stunden. Auf dem gleichen Niveau liegen auch das LG G2 und das Samsung Galaxy Note 3, die mit weitaus kapazitätsstärkeren Akkus daherkommen. Weniger Leistung bei gutem Energiemanagement hat also auch seine Vorteile.

In der Praxis: Wer nicht spielt gewinnt!

Obwohl wir uns als High-End-Nutzer outen, hat uns das Motorola Moto G gut gefallen. Schließlich findet man sonst im Preisbereich unter 200 Euro entweder nur alte oder minderwertige Geräte. Das aktuelle Aldi-Smartphone von Medion einmal ausgenommen. Vor allem die Haptik und Verarbeitung traf in der Redaktion auf positive Fürsprecher. Bei Gaming-Fans von Asphalt 8 allerdings auch auf Kritiker. Allein die Seltenheit, dass bei so einem günstigen Smartphone Display und Akkulaufzeit sowie die Personalisierung gut unter einem Dach vereint werden, beeindruckt uns dennoch. Wer also ein neues Smartphone für unter 200 Euro sucht, der wird mit dem Motorola Moto G wirklich glücklich. Auch wenn man an der ein oder anderen Stelle in Sachen Spiele zurückstecken muss.

Fazit: Viel Smartphone für wenig Geld

Das Motorola Moto G überzeugt mit einer guten Leistung, der langen Akkulaufzeit und einem hellen IPS-Display. Vor allem dem stromsparenden Qualcomm Snapdragon 400 Quad-Core Prozessor ist hier zu danken, dass auch eine vergleichsweise kleine Batterie und ein smartes Energiemanagement eine solche Langlebigkeit an den Tag legen. Gleichzeitig wird das 4,5 Zoll Smartphone kaum wärmer als die eigene Hand und Verarbeitung sowie Wertigkeit beim Gehäuse spielen auf hohem Niveau. Für 169 Euro werden unsere Ansprüche an ein Low-Budget-Smartphone voll und ganz erfüllt. Fans von High-End-Spielen sollten sich allerdings in einer anderen Preisklasse umsehen. Surfer, Video- und Musik-Enthusiasten sowie Anhänger von Facebook, Twitter, Google+ und Co. sollten hier zugreifen.

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von Amazon.de | Händlerangabe: 27.06.16 23:43

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch1,0 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung2,0 (Gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)3,5 (Befriedigend)
  11. Leistung (Anwendungen)2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V81682 Pkt.Max. 12557 Pkt.
Sunspider1381.9 msMin. 324 ms
Smartbench 20125343 Pkt.Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android)273813 MFLOPSMax. 1143896 MFLOPS
Geekbench 21304 Pkt.Max. 4180 Pkt.
3DMark Ice Storm5512 Pkt.Max. 14137 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile2347 Pkt.Max. 9539 Pkt.
Basemark ES 2.030.06 fpsMax. 61.76 fps
Antutu17390 Pkt.Max. 134612 Pkt.
Vellamo HTML51974 Pkt.Max. 5917 Pkt.
Vellamo Metal535 Pkt.Max. 3712 Pkt.
Quadrant8927 Pkt.Max. 42160 Pkt.
Octane v11740 Pkt.Max. 8260 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen5.6 fpsMax. 85 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen11 fpsMax. 53 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 49 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal27 Std. 54 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis15 Std. 37 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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