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Test Motorola Moto E (2nd Gen.) Weiß - Das ideale Smartphone für Einsteiger

Die zweite Generation des Motorola Moto E kommt in die Läden und wir machen den Test. Auch das Moto G und Moto X haben bereits ein Update spendiert bekommen. Während das Moto G im Bereich bis 200 Euro als Bestseller zählt, ist das Moto E das ideale Einsteiger-Modell im Preisbereich bis 100 Euro. Die 2. Generation ist nun allerdings mit 129 Euro etwas teurer, dafür gibt es aber auch einige Verbesserungen. Ob sich der Kauf der 2015er Edition des Moto E auszahlt, erfahrt ihr in unserem Testbericht.

Einleitung: Viele Verbesserungen, aber auch rund 30 Euro Aufpreis

Das Motorola Moto E 2nd Gen hat uns im Test überzeugt.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Fotogalerie (10)
Die zweite Generation: Wir haben das Motorola Moto E 2nd Gen ausführlich in unserer Redaktion getestet.

Mit dem Moto E hat Motorola ein Smartphone für unter 100 Euro auf den Markt gebracht. Doch der geringe Preis hat natürlich auch einige Einschränkungen mit sich gebracht. Da war zum einen der recht schwache Dual-Core Snapdragon 200, der kleine 4 GB Flash-Speicher, die dürftige Kamera ohne Autofokus und Blitzlicht, sowie eine niedrige Display-Auflösung und fehlende LTE-Unterstützung.

Das alles klingt allerdings tragischer als es ist, denn schließlich kann man von einem Smartphone für 99 Euro auch keine Wunder erwarten. Den Preis zieht Motorola nun um 30 Euro auf 129 Euro hoch. Dafür erhält man im Gegenzug aber auch diverse Neuerungen, was das Moto E 2nd Gen. gleich nochmal attraktiver im Gesamtbild dastehen lässt. Aus einem Dual-Core-Prozessor wurde ein Quad-Core-Prozessor, der Flash-Speicher wurde verdoppelt, die Kamera leicht verbessert, die Akkukapazität aufgestockt, ein LTE-Modul hinzugefügt und das Display etwas vergrößert. Ein paar Schwachstellen wie die qHD-Auflösung, das Design und die eher unterdurchschnittliche Kamera-Qualität bleiben aber auch bei der 2. Generation bestehen.

Gehäuse: Wuchtig und klobig, aber auch stabil

Rein optisch hat sich zwischen den beiden Generationen des Motorola Moto E nur wenig verändert. Man bekommt weiterhin ein sehr schlichtes Design geboten. Das Gehäuse ist leicht gewölbt, wodurch das Smartphone sehr sicher und gut in der Hand liegt. Aufgrund des kompakten Aufbaus und kleinen Bildschirms ist eine Bedienung mit einer Hand problemlos möglich. Allerdings ist das Gehäuse auch nicht gerade ein Blickfang und relativ wuchtig. Die Maße liegen bei 129,9 x 66,8 x 5,2-12,3 Millimeter, je nach Stelle der Wölbung. Gewichtsmäßig pendelt sich das Smartphone bei 145 Gramm ein.

Das Display ist von 4,3- auf 4,5-Zoll angewachsen beim Nachfolger.Das Design ist schlicht und unauffällig, aber nicht gerade sehenswert.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Schlichtes Design: Einen Schönheitspreis gewinnt das Smartphone zwar nicht, dennoch liegt es bestens in der Hand und ist äußerst stabil.

Ein Teil des Rahmens lässt sich beim Moto E mit etwas Arbeit abnehmen. Somit kann anschließend eine SIM-Karte und optional auch eine MicroSD-Karte eingesetzt werden. Motorola bietet außerdem weitere Akzentfarbränder als Zubehör an, um das Smartphone etwas farbenfroher gestalten zu können. Die klobige Bauweise hat aber auch Vorteile, denn das Smartphone ist sehr stabil. Auch wenn man viel Druck ausübt, kommt es zu keinen knarzenden Geräuschen oder Wellenbildungen auf dem Display. Weniger gut gefallen hat uns, dass Motorola dem Moto E der 2. Generation keinen Netzstecker beilegt, sondern lediglich ein MicroUSB-Kabel zum Aufladen des Smartphones am PC. Wer also auf eine Steckdose zurückgreifen möchte, der benötigt noch ein extra Stecker.

Ausstattung: Google Android 5.0.2 von Haus aus installiert und auch LTE ist an Bord

Ein Schnappschuss mit der 5 MP Kamera des Moto E.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Ohne LED-Blitz: Die 5 Megapixel Kamera liefert bei ordentlichen Lichtbedingungen noch zufriedenstellende Schnappschussqualität.

Motorola hat bei seinen Kameras nur geringfügige Verbesserungen durchgeführt. So beherrscht das Moto E der 2. Generation nun auch Autofokus. Der Sensor löst weiterhin mit 5 Megapixel auf und ein LED-Blitz sucht man immer noch vergeblich. Die Aufnahmequalität geht bei guten Lichtverhältnissen in der Regel in Ordnung. Hier gibt es nur geringes Rauschen und bei einfachen Schnappschüssen für die sozialen Medien reicht es meist aus. Anders sieht hingegen aus, wenn es dunkler wird oder man Fotos in Innenräumen anfertigen will. Hier muss man mit deutlichen Abstrichen bei der Qualität rechnen. Die Frontkamera mit 0,3 MP reicht maximal für notdürftige Video-Calls - etwa via Skype - aus. Selfies sollte man damit besser gar nicht erst aufnehmen.

Beim Flash-Speicher gab es ein Upgrade von 4 GB auf 8 GB. Davon stehen nach der kompletten Ersteinrichtung allerdings auch nur noch rund 4,4 GB zur freien Verfügung. Im Rahmen des Smartphones kann bei Bedarf eine MicroSD-Karte mit maximal 32 GB Kapazität eingesetzt werden.

Die 5 MP Hauptkamera verfügt nicht über einen LED-Blitz.Der gestrichelte Rand markiert den abnehmbaren Rahmen des Gehäuses.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Erweiterbar und austauschbar: Wer den Rand abtrennt, kann diesen durch ein farbiges Gegenstück von Motorola ersetzen. Außerdem lassen sich nach Entfernung auch MicroSD- und SIM-Karte einsetzen.

Neu bei der 2. Generation des Moto E ist die Unterstützung des schnellen Mobilfunkstandards 4G LTE. Das erste Moto E bot nur 3G UMTS Support an. Bluetooth 4.0 LE, WLAN nach 802.11 b/g/n und GPS, Assisted GPS sowie GLONASS für die Navigation gehören bei der Ausstattung mit zum neuen Feature-Paket. Motorola liefert das Moto E 2nd Gen direkt mit Google Android 5.0.2 Lollipop aus, die Oberfläche selbst bleibt dabei praktisch unverändert.

Technische Daten

Display:4.5" IPSAuflösung:540 x 960
Prozessor:Qualcomm Snapdragon 410 (MSM8916) / 1.2 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 306
Festplatte8 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 5.0 Lollipop
Akkulaufzeit:12 Std.Gewicht:145 g
B x H x T:6.68 cm x 12.99 cm x 1.23 cmFarbe:weiß

Leistung: Upgrade vom Dual-Core auf Quad-Core Prozessor

Bei der Hardware wurde eine kräftige Aufstockung vorgenommen. So findet sich im Moto E 2nd Gen nun der Qualcomm Snapdragon 410 Quad-Core Prozessor mit 1,2 GHz und 64-Bit Architektur wieder. Im ersten Moto E war noch ein einfacher Snapdragon 200 mit zwei Kernen verbaut. Für Grafikberechnungen gibt es die integrierte Adreno 306 GPU und für die flotte Bedienung verbaut Motorola 1 GB Arbeitsspeicher..

Benchmarkwerte des Moto E der 2. Generation.Benchmarkwerte des Moto E der 2. Generation.Benchmarkwerte des Moto E der 2. Generation.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Verbesserte Leistung: Gegenüber dem Vorgängermodell kommt nun ein Quad-Core-Prozessor von Qualcomm zum Einsatz, der deutlich mehr Power bietet.

Trotz der recht potenten Hardware konnten wir im Test ab und an kleine Verzögerungen und Ruckler bei der Bedienung der Oberfläche ausmachen. Das sorgt zwar nicht wirklich für Frust, sollte aber eigentlich eher nicht vorkommen. Neulinge im Smartphone-Markt werden sich daran aber wohl kaum ernsthaft stören.

Einfache Spiele bewältigt das Moto E ebenfalls problemlos. Wer allerdings aktuelle 3D Titel wie Asphalt 8 genießen will, der muss die Details zumindest auf die mittlere Stufe herabsetzen. Aber auch dann gibt es noch hin und wieder kleinere Einbrüche der Framerate. Für den normalen Kunden reicht die gebotene Performance aber allemal aus, womöglich wird es mit zukünftigen Firmware-Updates hier auch noch ein paar nachträgliche Verbesserungen geben.

Display: Gewachsene Displaygröße, aber weiterhin nur eine qHD-Auflösung

Der Bildschirm des neuen Moto E fällt minimal größer aus als beim Vorgängermodell. So bekommt man nun 4,5-Zoll anstelle von 4,3-Zoll Displaydiagonale geboten. Am Handling, der Bedienung und Auflösung hat sich hingegen nichts verändert. Das Smartphone ist weiterhin sehr kompakt und klein und löst mit 540 x 960 Pixel (qHD) auf. Der Bildschirm wird von Corning Gorilla Glass 3 geschützt und hat eine Pixeldichte von 245 ppi.

Trotz IPS-Panel gibt es bei einem schrägeren Blickwinkel leichte Abweichungen bei der Farbdarstellung zu beobachten. Aus einem Weiß wird so recht schnell eher ein Grauton. Für die Bedienung von Apps und Social Networks reicht die Auflösung des Displays völlig aus. Lediglich bei kleineren Texten muss auf die manuelle Zoom-Funktion zurückgegriffen werden.

Mit durchschnittlich 305 cd/m² ist die Helligkeit in der Regel ausreichen hoch. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann es aber zu leichten Problemen mit dem Ablesen des Bildschirminhalts kommen. Schwarzwert und Kontrast sind ebenfalls ausbaufähig. Letzterer liegt in unseren Messungen bei 700:1.

Emissionen: Größerer Akku mit über 12 Stunden Laufzeit

Nicht nur die Hardware hat Motorola beim 2. Moto E verbessert, auch der Akku ist etwas angewachsen. So gibt es nun 2.390 mAh anstelle von 1.980 mAh. Austauschbar ist der Akku aber immer noch nicht. Die Laufzeit des Smartphones kann sich dabei durchaus sehen lassen, kamen wir im Durchschnitt doch auf rund 14 Stunden. Wer intensiv zockt, der bekommt etwa 3 Stunden und wer in den Flugmodus wechselt und obendrein die Helligkeit minimiert kann bis zu 25 Stunden aus dem Akku herausholen. Im Alltag dürfte die Laufzeit für die meisten Nutzer also zwischen 11-13 Stunden liegen.

Die Temperatur liegt bei normaler Verwendung in etwa bei 30 Grad. Wer die Hardware voll auslastet, der erreicht Werte von 40 Grad und mehr an einigen Stellen. Unangenehm heiß ist das Moto E 2nd Gen aber auch nach 2 Stunden Volllast nicht wirklich geworden.

In der Praxis: Ein Upgrade das sich lohnt – Für 129 Euro gibt es ein gutes Smartphone für Einsteiger

Die Tasten des Moto E sind gut erreichbar und solide verarbeitet.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Gutes Gesamtbild: Für 129 Euro bekommt man ein Smartphone mit solider Performance, Android 5.0 und langer Akkulaufzeit.

Motorola hat dem Moto E ein gehöriges Update spendiert, auch wenn der Preis dadurch um 30 Euro gestiegen ist. Der Aufpreis bringt aber auch ein leicht vergrößertes Display mit sich, prominenter fallen aber der verdoppelte Flashspeicher, LTE-Unterstützung und der flottere Prozessor ins Gewicht.

Das Moto E 2nd Gen verfügt in großen Teilen über Hardware der Mittelklasse, kostet allerdings nur 129 Euro. Dabei muss man auch nicht auf erweiterbaren Speicher oder den schnellen Mobilfunkstandard verzichten. Erst kürzlich hatten wir das Samsung Galaxy A3 getestet, welches in der unverbindlichen Preisempfehlung mit 299 Euro zu Buche schlägt und die gleiche Displayauflösung und Prozessorleistung mit sich bringt. Das Galaxy A3 hat zwar immer noch ein paar Vorteile, darunter die Kamera und das deutlich hochwertigere und schickere Design, dies rechtfertigt aber nicht den enormen Preisunterschied.

Fazit

Das Motorola Moto E 2nd Gen hat diverse Verbesserungen erhalten und kostet dabei nur 30 Euro mehr als der Vorgänger. Für Einsteiger lohnt sich die Anschaffung des neuen Moto E für 129 Euro in jedem Fall. Wer aber nach einem Smartphone mit ordentlicher Kamera sucht, muss zu einem anderen Modell greifen. Akkulaufzeit, Performance, sowie LTE-Unterstützung und die aktuelle Google Android 5.0 Lollipop Version machen das Moto E 2nd Gen aber zusammen mit dem niedrigen Preis zu einem idealen Smartphone für Einsteiger.

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von Amazon.de | Händlerangabe: 30.06.16 04:44

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,5 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung2,0 (Gut)
  9. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung (Spiele)2,5 (Gut)
  11. Leistung (Anwendungen)2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V82906 Pkt.Max. 12557 Pkt.
Sunspider1300.2 msMin. 324 ms
Smartbench 20124014 Pkt.Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android)218197 MFLOPSMax. 1143896 MFLOPS
Geekbench 3 Single-Core483 Pkt.Max. 2550 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core1440 Pkt.Max. 6501 Pkt.
3DMark Ice Storm5313 Pkt.Max. 14137 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme2518 Pkt.Max. 11312 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited4532 Pkt.Max. 28912 Pkt.
Basemark ES 2.040.88 fpsMax. 61.76 fps
Basemark X Medium3932 Pkt.Max. 38199 Pkt.
Basemark X High1852 Pkt.Max. 27386 Pkt.
Antutu22171 Pkt.Max. 134612 Pkt.
Vellamo HTML52023 Pkt.Max. 5917 Pkt.
Vellamo Metal773 Pkt.Max. 3712 Pkt.
Quadrant12905 Pkt.Max. 42160 Pkt.
Octane v12813 Pkt.Max. 8260 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen5.3 fpsMax. 85 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen13 fpsMax. 53 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Onscreen6.4 fpsMax. 30.9 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Offscreen1.8 fpsMax. 41 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 2 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal25 Std. 0 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis14 Std. 0 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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