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Test LG G3 s (D722) Gold - Die neue Mini-Version im Check

Mit dem LG G3 s reiht sich im Test eine weitere „Mini-Variante“ der aktuellen Flaggschiffe in unsere Praxis-Checks ein. Mini ist hierbei allerdings eher auf die Hardware als die Display-Größe oder den Preis bezogen. Mit einem 5-Zoll großen Bildschirm übertrifft das LG G3 s beispielsweise sogar das neue iPhone 6. Software und Features sind ähnlich wie beim LG G3 gehalten, aber die Hardware bewegt sich auf einem ähnlichen Level wie beim LG G2 Mini, HTC One Mini 2 und Samsung Galaxy S5 Mini.

Einleitung: Auf dem Papier auf einer Stufe mit dem HTC One Mini 2

Wir haben das LG G3 s genau unter die Lupe genommen.Bildquelle: notebookinfo.de
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Das kleine Flaggschiff: Wir haben das LG G3 s genauer unter die Lupe genommen und vergleichen das Smartphone mit der Konkurrenz.

Man muss kein Freund der preiswerteren und deutlich leistungsswächeren Ableger der großen Flaggschiffe sein. Dennoch wollen HTC, Samsung und LG auch weiterhin die Kunden bedienen, die auf den ersten Blick das gleiche Erlebnis des Top-Modells wünschen, aber nur weniger Geld ausgeben wollen oder können. Sony geht einen anderen Weg und bietet einfach die Compact-Version mit fast identischer Hardware an, diese fällt aber auch etwas teurer als die Ableger der Konkurrenz aus. Auch Apple bietet nun verschiedene Modelle und Größen an. Das noch aktuelle iPhone 5s und 5c mit 4-Zoll und ab Ende nächster Woche das iPhone 6 mit 4,7- und iPhone 6 Plus mit 5,5-Zoll Display. Die Hardware ist bei den neuesten Geräten dabei fast identisch, lediglich beim Akku, der Displayauflösung und der Kamera scheint es kleine Unterschiede zu geben.

Es ist dabei in jedem Fall der richtige Schritt, dem Kunden die Wahl zu lassen. Schließlich will und braucht auch nicht jeder den neuesten Quad- oder gar Octa-Core-Prozessor für die anspruchsvollen Games im Handy. Eine Frage muss man sich aber dennoch gefallen lassen als Hersteller und zwar warum man bei der neuen Generation der Mini-Ableger nicht wenigstens auf einen Snapdragon 600 anstelle des doch in die Jahre gekommenen Snapdragon 400 setzt. Natürlich ist der Snapdragon 400 in gewaltiger Stückzahl verfügbar, was sich auch sehr positiv auf den Preis für die Hersteller auswirkt. Dennoch sollte man in einem Smartphone für 350-450 Euro eine Leistungssteigerung gegenüber Modellen aus dem Vorjahr und Einsteiger-Modellen sehen können.

Bei den meisten Händlern werden für das LG G3 s noch rund 349 Euro aufgerufen, allerdings gibt es auch bereits erste Ausnahmen mit einem Preis von 299 Euro. Allgemein liegt das Smartphone damit im Bereich des HTC One Mini 2, welches inzwischen auch rund 100 Euro unter der UVP von 450 Euro liegt. Ähnlich sieht es auch beim Samsung Galaxy S5 Mini aus. Was allerdings häufig gegen die Mini-Varianten spricht ist am Ende das Preisleistungsverhältnis. Denn oftmals ist man besser bedient, wenn man zu Top-Modellen aus dem Vorjahr greift, die inzwischen in ähnlichen Preisregionen zu haben sind, aber teils deutlich mehr Leistung bieten.

Gehäuse: Die Optik vom eigenen Flaggschiff geerbt

Die eigene Designsprache des LG G3 wird nach und nach auch auf andere Produktlinien bei LG übertragen. Die Smartphones der L-Serie etwa ähneln nun ebenfalls dem Flaggschiff und übernehmen die beliebte Taste auf der Rückseite für die Bedienung. Das LG G3 s sieht dabei sogar dem großen Bruder noch ähnlicher als dies etwa beim LG L Bello und LG L Fino der Fall ist. Rund 76% der Front werden vom Display eingenommen, was für einen sehr schmalen Rahmen an den Seiten sorgt. Ein weiterer Vorteil ist auch der, dass auf diese Art und Weise auch große Smartphones noch relativ gut mit einer Hand bedient werden können. Dennoch wird der Rand unterhalb des Bildschirms lediglich von einem LG Logo verziert, Sensortasten sucht man hier also vergebens oder eine Lautsprecherfront wie etwa beim HTC One.

Wir haben das LG G3 s genau unter die Lupe genommen.Wir haben das LG G3 s genau unter die Lupe genommen.Bildquelle: notebookinfo.de
Designspache wie beim LG G3: Die Verarbeitung und Optik befindet sich auf hohem Niveau.

Die gewölbte Rückseite beherbergt stattdessen einen einzelnen Lautsprecher, wie schon beim LG G3. Auch der kleinere Ableger schafft es dabei einen satten Klang zu produzieren. Wer das LG G3 s in der Hand hält oder betrachtet, der wird das elegante Design mit der Metallic-Optik der Rückseite schätzen lernen. Es gibt kein Knarzen, keine Lücken im Gehäuse oder sonstige Makel an der Verarbeitung. Auch Fingerabdrücke sind zumindest in der weißen und golden Version kaum auszumachen.

Dick ist das LG G3 s trotz der gewölbten Rückseite nicht wirklich, denn mit 10,3 mm liegt man hier in einem guten Bereich. Beim Gewicht ist man mit 133 Gramm noch einmal deutlich leichter geworden. Das LG G3 s liegt jederzeit angenehm, sicher und gut in der Hand. Auch die Bedienung der Lautstärke und des Rear-Key klappt gut, da sich alle Tasten gut ertasten lassen.

Ausstattung: Software a la LG G3, mit kleineren Einschränkungen bei den Features

Wir haben das LG G3 s genau unter die Lupe genommen.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Schneller Autofokus: Die Software-Features sind praktisch identisch mit denen des G3, allerdings ist die Kamera mit einem schlechteren Sensor ausgestattet.

Wer gerne Fotos macht, der wird auch mit dem LG G3 s noch relativ glücklich werden können. Zum einen reagiert der Autofokus auch hier extrem flott und zum anderen können etwa die beliebten Selfies problemlos und schnell aufgenommen werden. Denn auch die Gestensteuerung ist beim kleineren Smartphone von LG enthalten. Ein LED-Blitz ist bei der 8 Megapixel-Kamera ein fester Bestandteil, die Aufnahmen sind bei guten Lichtverhältnissen als ordentlich zu bezeichnen. Kommen allerdings nicht an die Qualität des LG G3 heran, gleiches gilt auch für die Videos, die nur noch in Full HD-Qualität aufgezeichnet werden können. QHD findet sich also weder bei der Aufzeichnung von den Videos noch bei der Display-Auflösung wieder. Die vollen 8 Megapixel gibt es obendrein nur im 4:3 Modus, wer im 16:9 Modus knipsen will der bekommt nur 6 Megapixel Aufnahmen geliefert.

Der Flashspeicher wurde ebenfalls reduziert von 32 bzw. 16 GB je nach Modell auf 8 GB. Damit wird der Kauf einer optional nutzbaren MicroSD-Karte schon fast zum Muss. Die Oberfläche und Software selbst ist fast 1:1 vom G3 übernommen worden. Somit wird Android 4.4.2 KitKat auch hier von der Optimus UI in der Version 3.0 überzogen. Knock Code, Smart Cleaning und andere Features gibt es also auch hier. Letzteres ist ein Hilfsmittel, mit dem man temporäre Dateien oder länger nicht mehr genutzte Apps einfach, schnell und unkompliziert entfernen kann. Mehr über die Besonderheiten der Oberfläche, wie etwa dem Smart Keyboard, können in unserem Test zum LG G3 nachgelesen werden.

Wir haben das LG G3 s genau unter die Lupe genommen.Wir haben das LG G3 s genau unter die Lupe genommen.Bildquelle: notebookinfo.de
Austauschbar: Der Akku lässt sich problemlos wechseln und auch eine MicroSD-Karte findet im Smartphone seinen Platz.

Beim Mobilfunkstandard kann man sich freuen, denn LTE-Support bietet auch das abgespeckte Modell von LG an. Beim WLAN erhält man die gängigen Standards 802.11 a/b/g/n, auch ein GPS-Modul ist verbaut. Bluetooth 4.0 und NFC runden die gute Ausstattung ab. Auf einen Downloadbooster, wie etwa in Samsungs Endgeräten oder einen extra Energiesparmodus wie bei HTC und Samsung muss hingegen verzichtet werden.

Technische Daten

Display:5" IPSAuflösung:1280 x 720
Prozessor:Qualcomm Snapdragon 400 (MSM8926) / 1.2 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 305
Festplatte8 GBRAM:1 GB
Plattform:Android 4.4 KitKat
Akkulaufzeit:27 Std.Gewicht:134 g
B x H x T:6.96 cm x 13.77 cm x 1.03 cmFarbe:Gold

Leistung: Hardware unterdurchschnittlich für den verlangten Preis

Wer gehofft hatte, dass wenigstens LG bei seinem Ableger des Flaggschiffs auf etwas mehr Leistung setzt, der wird enttäuscht sein. Denn man findet hier lediglich einen Qualcomm Snapdragon 400 mit 1,2 GHz vor. Vier Kerne hin oder her, gemeinsam mit lediglich 1 GB RAM und der Adreno 305 GPU ist die verbaute Hardware zu schwach für einen Preis von etwa 350 Euro. Diese Kombination macht sich auch negativ im Vergleich zum LG G3 bemerkbar. Ein Snapdragon 801 und 2 oder gar 3 GB RAM je nach Modell sorgten noch für eine gute Bedienbarkeit des Systems. Die Hardware des G3 s ist allerdings deutlich schwächer auf der Brust. Dadurch ergeben sich bei der Bedienung durchaus kleinere Ruckler und Verzögerungen mit denen man in diesem Fall leider leben muss.

Wir haben das LG G3 s genau unter die Lupe genommen.Wir haben das LG G3 s genau unter die Lupe genommen.Wir haben das LG G3 s genau unter die Lupe genommen.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Schwache Performance: Die Leistung des LG G3 s liegt eher auf dem Niveau von Einstiegsmodellen.

Auch bei Spielen müssen aufgrund der Hardware deutliche Einschränkungen in Kauf genommen werden. In der Regel müssen moderne Titel beim Detailgrad auf die mittlere Stufe heruntergeregelt werden. Vielleicht hätte es an dieser Stelle auch schon geholfen, wenn LG ähnlich wie Samsung bei seinem Galaxy S5 Mini zumindest auf 1,5 anstelle von 1 GB RAM gesetzt hätte. Dies hätte zumindest der Reaktionsgeschwindigkeit des Systems gut getan.

Display: Leuchtstarkes HD-Display mit Displayschutz

Das Display im LG G3 s mag zwar kein absolutes Highlight sein, denn mit einer QHD-Auflösung kann man hier nicht rechnen. Das ändert aber nichts daran, dass ein gutes IPS-Panel mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixel seinen Dienst im 5-Zoll Smartphone verrichtet. Obendrein wird der Bildschirm von Corning Gorilla Glass 3 geschützt. Die Leuchtkraft des Displays konnte dabei im Test überzeugen. Die Werte lagen zwischen 360 und 400 Candela, womit sogar die Leuchtkraft des großen Bruders übertroffen wurde. Der Schwarzwert ist etwas weniger beeindruckend, aber immer noch ausreichend. Der Kontrastwert liegt bei guten 1052:1.

Emissionen: Genügend Saft für einen Tag

Schwächere Hardware, kleineres Display, geringere Auflösung, da hat man dann auch bei LG entschieden den Akku kleiner zu gestalten. Statt 3.000 mAh gibt es beim LG G3 s einen 2.540 mAh Akku, der aber ebenfalls austauschbar ist. Unter dauerhafter Last nahe der maximalen Stufe bringt es das Smartphone auf etwas über 3,3 Stunden. Dieser Wert ist also beim fast ununterbrochenen Spielen zu erwarten. Im Durchschnitt schafft man es hingegen auf etwa 10 Stunden. Damit liegt man noch etwa im Mittelfeld, was für ein Smartphone dieser Preisklasse in Ordnung geht.

Bei den Temperaturen gibt es kaum Unterschiede zum Flaggschiff. Im normalen Betrieb liegen die Werte zwischen 29 und 31 Grad und unter langer Volllast können Temperaturen im Bereich von 31 bis 42 Grad erreicht werden. Wirklich unangenehm heiß wird das LG G3 s aber fast nie, die Höchstwerte treten ohnehin nur an zwei Stellen des Gehäuses auf. Der restliche Teil bewegt sich eher im Rahmen von 32 bis 37 Grad.

In der Praxis

Wir haben das LG G3 s genau unter die Lupe genommen.Bildquelle: notebookinfo.de
Auf Augenhöhe: Zumindest mit den Ablegern der Konkurrenz, denn auch das Samsung Galaxy S5 Mini und HTC One Mini 2 konnten nicht mehr überzeugen.

Auch das LG G3 s setzt die Reihe der recht enttäuschenden Flaggschiff-Ableger weiter fort. Keines dieser Mini-Modelle kann sich wirklich positiv vom anderen abgeheben. So haben die Modelle in verschiedenen Bereichen nur kleine Unterschiede aufzuweisen, mal ist der Arbeitsspeicher etwas größer dimensioniert oder das Display etwas leuchtstärker.

Wer den aktuellen Preis von meistens noch 350 Euro in Betracht zieht muss sich auch hier wieder überlegen, ob man nicht besser zu einem Flaggschiff aus dem Jahr 2013 greift. Dort gibt es in der Regel die deutlich bessere Leistung und das gesamte Preisleistungsverhältnis sieht gleich viel freundlicher aus. Das LG G3 s ist davon ab sehr gut verarbeitet, bietet ein leuchtstarkes HD-Display, eine brauchbare Kamera für einfache Schnappschüsse und eine gelungene Software. Schwächelt allerdings wie die Konkurrenz von HTC und Samsung in Sachen Leistung deutlich.

Fazit

Rund 70 bis 80 Euro mehr werden aktuell fällig, wenn man sich für das LG G3 anstelle das LG G3 s entscheidet. Die Unterschiede zwischen beiden Smartphones sind allerdings sehr groß, besonders im Bereich der Display-Auflösung, Kamera und der Hardwarepower. Auch gemessen an Smartphones wie dem Galaxy S4, LG G2, Nexus 5 oder HTC One (M7) ist das LG G3 s einfach zu teuer. Wer nur zwischendurch zockt, der bekommt mit dem LG G3 s ein optisch ansprechendes Smartphone mit sehr gutem Display geboten. Allerdings schränkt die recht schwache Hardware auch die Bedienung bzw. den Komfort etwas ein. Eine flüssigere Bedienung wie beim Flaggschiff von LG sollte man beim Ableger also nicht erwarten.

Ab 124,00 EUR sind Geräte aus der Serie verfügbar - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,5 (Sehr gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch2,5 (Gut)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung1,5 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)3,0 (Befriedigend)
  11. Leistung (Anwendungen)3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V82198 Pkt.Max. 12557 Pkt.
Sunspider1532.5 msMin. 324 ms
Smartbench 20124997 Pkt.Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android)215686 MFLOPSMax. 1143896 MFLOPS
Geekbench 3 Single-Core340 Pkt.Max. 2550 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core1119 Pkt.Max. 6501 Pkt.
3DMark Ice Storm5605 Pkt.Max. 14137 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme2821 Pkt.Max. 11312 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited4662 Pkt.Max. 28912 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile2299 Pkt.Max. 9539 Pkt.
NenaMark 257.6 fpsMax. 62 fps
Basemark ES 2.029.7 fpsMax. 61.76 fps
Basemark X Medium4167 Pkt.Max. 38199 Pkt.
Antutu17749 Pkt.Max. 134612 Pkt.
Vellamo HTML51671 Pkt.Max. 5917 Pkt.
Vellamo Metal743 Pkt.Max. 3712 Pkt.
Quadrant8862 Pkt.Max. 42160 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 16 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal16 Std. 35 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis10 Std. 0 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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