1. Startseite
  2. Smartphone Tests
  3. Test LG G Flex 2 Silber - Zweite Generation des Curved Smartphones ist eine runde Sache

Test LG G Flex 2 Silber - Zweite Generation des Curved Smartphones ist eine runde Sache

Mit dem LG G Flex 2 stand uns der Nachfolger des ungewöhnlichen Smartphone-Versuchs zum Test zur Verfügung. Ein gebogenes Smartphone mit selbstheilender Rückseite lieferte LG ab, doch nicht alles war so außergewöhnlich und gleichzeitig gelungen bei der ersten Generation. Das LG G Flex 2 ist günstiger, etwas kleiner und deutlich verbessert. Ob es auch eine echte Kaufempfehlung verdient und Alternative zu den großen Flaggschiffen geworden ist? In unserem Test gehen wir dieser Frage und weiteren Aspekten nach.

Einleitung: LG merzt konsequent die Schwachstellen des Vorgängers aus

Im Test: Das LG G Flex 2 mit seiner gebogenen Bauform.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Fotogalerie (12)
Curved Smartphone: Wir haben das LG G Flex 2 ausführlich in unserer Redaktion testen können.

Das LG G Flex in der ersten Generation konnte uns in unserem Test vor einem Jahr durchaus überzeugen, allerdings gab es auch einige Kritikpunkte. Da war zum einen der zum Launch sehr hohe Preis von rund 700 Euro, dieser fällt bei der 2. Generation nun zumindest kleiner aus und liegt bei 649 Euro. Aber auch diese unverbindliche Preisempfehlung dürfte schon sehr bald von den ersten Händlern unterboten werden.

Die weiteren Aspekte,die uns beim Originalmodell weniger überzeugten, waren der nicht erweiterbare Flashspeicher und die geringe Displayauflösung nach dem kleinen HD 720p Standard bei einem sehr großen 6-Zoll Display. Auch hier hat LG tadellos nachgebessert beim G Flex 2. Zum einen hat man die Displaygröße von 6-Zoll auf 5,5-Zoll reduziert und dabei gleichzeitig die Auflösung auf den FullHD-Standard angehoben. Auch der Flashspeicher kann nun via MicroSD-Karte um theoretisch bis zu 2 TB erhöht werden, allerdings gibt es bisher nur 128 GB Karten auf dem Markt.

Beim Prozessor und Betriebssystem setzt LG erfreulicherweise ebenfalls auf aktuellste Technik und Software. Im Vorfeld gab es allerdings immer wieder Berichte über mögliche Hitzeprobleme mit dem brandneuen leistungsstarken Qualcomm Snapdragon 810 Octa-Core-Prozessor. Diese sollen auch der Grund dafür gewesen sein, warum sich Samsung im Galaxy S6 gegen den Snapdragon Prozessor entschieden haben soll. In unserem Praxischeck prüfen wir daher auch explizit, ob das Gerät tatsächlich zu heiß wird oder ob es sonstige Einschränkungen bei der Performance durch den Power Prozessor gibt.

Gehäuse: Hochglanz Kunststoff mit heilenden Eigenschaften

Bei der Designsprache hat LG nur dezente Änderungen vorgenommen. Das LG G Flex 2 wirkt nicht nur aufgrund des kleineren Displays aber etwas edler, weniger wuchtig und Wertigkeit. Das ist auch den silbernen Elementen am Rahmen zu verdanken. Dennoch besteht das Gehäuse weiterhin fast ausschließlich aus Kunststoff. Auf eine Verarbeitungsqualität und hochwertige Haptik wie beim Galaxy S6, HTC One M9 oder iPhone 6 muss hier also verzichtet werden.

Den besonderen Touch erhält das G Flex 2 durch die gebogene Grundform des Gehäuses und seine Rear Key-Bedienungstasten. Diese wurden gegenüber dem Vorgänger auch optisch überarbeitet. So stehen sie weniger stark hervor und fallen dezenter im Gesamtbild zurück. Die leicht geriffelte Oberfläche sorgt für klare Druckpunkte und guten Bedienkomfort. Die Nutzung der Rear Keys erlaubt es LG auch beim G Flex 2,ein sehr gutes Verhältnis aus Display und Rahmen umzusetzen. Seitlich des Bildschirms ist kaum ein Rand auszumachen und auch ober- und unterhalb des Panels hält sich die Rahmengröße angenehm zurück.

Das geschwungene Smartphone in der Seitenansicht.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Kein Knick in der Optik: Das G Flex ist standardmäßig gebogen und flexibel, es kann sich also wieder in die Ausgangslage zurückbewegen.

Die selbstheilende Rückseite erinnert optisch an die des LG G3, besitzt aber eine spezielle Beschichtung. LG hat laut eigenen Aussagen einige Verbesserungen am Material vorgenommen, grundsätzlich soll die Schutzschicht dafür sorgen, dass kleinere und nicht zu tiefe Kratzer mit der Zeit wieder vollständig verschwinden. Dies ist meistens auch der Fall, dennoch sollte man die Beschichtung nicht zum Anlass nehmen, um unvorsichtiger mit seinem teuren Smartphone umzugehen. Ebenso wie Gorilla Glass 3 die Front nur bedingt schützt, ist dies auch bei LG und dem G Flex mit der speziellen Beschichtung der Rückseite der Fall. Tiefere Kratzer oder mehrere Kratzer an derselben Stelle sorgen weiterhin für Schäden, die nicht mehr von alleine weg gehen werden. Man sollte also auch das LG G Flex 2 nicht in die Hosentasche neben den Schlüsselbund packen.

Es gibt nur einen schmalen Rahmen an den Seiten rund um das Display.Die Kamera auf der Rückseite bietet einen optischen Bildstabilisator.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Gehäuse aus Kunststoff: Auf Metall muss beim LG G Flex 2 verzichtet werden, dennoch ist die Verarbeitungsqualität gut.

Die Curved Bauweise des Smartphones bringt noch eine weitere Eigenschaft mit sich und zwar die grundsätzliche Biegsamkeit. So kann man auch mit Druck das Smartphone praktisch gerade biegen und es geht anschließend wieder in die leicht gebogene Ursprungsform zurück. Wer nicht mehr als 100 kg wiegt kann sich sogar auf das Smartphone draufsetzen. Wir raten aber dennoch davon ab, dies auch wirklich auszutesten. Wer das G Flex 2 etwas härter anpackt, der erlebt hier das gleiche wie beim Vorgänger: Es kann hin und wieder kleinere Knarzgeräusche geben. Das ändert aber nichts an der an und für sich hohen Stabilität und auch das Display leidet dabei nicht unter Wellenbildungen. Insgesamt ist das LG G Flex 2 also sehr stabil und kann auch größerem Druck und kleineren Kratzern standhalten. Ein Schutz gegen Staub- und Wasser existiert hingegen auch beim G Flex 2 nicht.

Mit 149,1 x 75,3 x 7,1-9,4 mm bei 152 Gramm fällt die zweite Generation des G Flex um einiges kompakter aus. Im Vergleich zu anderen Phablets bleibt das LG Modell ebenfalls in einem guten Rahmen und fällt kleiner und leichter aus als etwa das Apple iPhone 6 Plus. Das LG G Flex 2 ist dennoch zu groß um es bequem mit nur eine Hand bedienen zu können. Der Mono-Lautsprecher auf der Rückseite ist dem Modell des LG G3 nachempfunden und sorgt für ein sehr solides Klangbild. Zwar sind die Lautsprecher eines HTC One M9 weiterhin deutlich besser einzustufen, aber im Großen und Ganzen liegt das G Flex 2 im oberen Drittel bei der Soundqualität für Smartphones.

Ausstattung: Android 5.0 Lollipop gepaart mit 13 MP Kamera und optischer Bildstabilisierung

Die Kamera kann neben schicken Fotos auch Videos in UHD bzw. 4K Qualität aufzeichnen.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
13 Megapixel: Die Kamera auf der Rückseite hat einen Laser Autofokus sowie einen optischen Bildstabilisator und liefert eine gute Qualität ab.

Der interne Flashspeicher ist mit 16 GB zwar recht klein bemessen, immerhin kann dieser aber per MicroSD-Karte erweitert werden. Wir hätten uns für uns ein Smartphone für 649 Euro, dennoch 32 GB an internem Flashspeicher gewünscht und auch erwartet. International gibt es das LG G Flex 2 wahlweise auch wieder mit 3 GB RAM und 32 GB Flashspeicher, hierzulande wird dieses Modell aber nicht angeboten werden.

Im Speicher lassen sich nicht nur Apps, sondern auch Fotos und Videos der beiden Kameras ablegen. Die Hauptkamera auf der Rückseite arbeitet dabei mit einem 13 Megapixel Sensor mit Laser-Autofokus und optischen Bildstabilisator, sowie Dual-Blitz. Die Aufnahmen gelingen damit in der Regel problemlos und sind für die übliche Nutzung und das Teilen der Fotos via Social Networks wie Facebook, Twitter oder Diensten wie Instagram mehr als ausreichend was die Qualität betrifft. Auch bei etwas ungünstigeren Verhältnissen, liefert die Kamera noch solide Ergebnisse ab. Die Hauptkamera erlaubt es weiterhin Videos nicht nur in FullHD, sondern wahlweise auch in UHD/4K aufzuzeichnen.

Die Tasten zur Steuerung sind auf der Rückseite angebracht und gut erreichbar.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Simpel aber praktisch: Das Bedienkonzept mit den Rear Key Tasten erlaubt eine komfortable Steuerung.

Ein Ersatz für eine gute Kamera oder Videokamera ist das LG G Flex 2 deswegen aber noch lange nicht. Die Frontkamera fällt hingegen stärker ab, bietet diese doch nur einen 2,1 MP Sensor für einfache Selfies oder Videotelefonate. Bei der Aufnahme der beliebten Selfies helfen die Rear Keys, sowie die Gestensteuerung des LG Smartphones. Wer die Hand öffnet und ballt, kann so etwa den Timer für den Selbstauslöser bequem starten.

Der schnelle Mobilfunkstandard LTE Cat. 9 (max. 450 Mbit/s) wird vom G Flex 2 unterstützt, auch NFC, Blutooth 4.1 und ein Infrarot-Port sind mit dabei. Das Smartphone kann also auch als Universal Fernbedienung genutzt werden. WLAN 802.11 a/b/g/n/ac steht für zuverlässige und fixe Verbindungen außerhalb des Mobilfunknetzes zur Verfügung. Die Navigation ist präzise dank Assisted GPS Modul. Weitere Gesten erleichtern die Systembedienung des Smartphones zusätzlich, auch der bekannte Doppel Tab mit dem Finger auf den Bildschirm ist wieder mit dabei, um das Smartphone so schnell und bequem aus dem Schlafmodus zu erwecken. Auch eine Benachrichtigungs LED fehlt dem LG G Flex 2 nicht. Vorinstalliert ist bereits Google Android 5.0.1 Lollipop, womit auch der 64-Bit fähige Prozessor vollständig genutzt werden kann.

Technische Daten

Display:5.5"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:Qualcomm Snapdragon 810 (MSM 8994) / 2 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 430
Festplatte16 GBRAM:2 GB
Plattform:Android 5.0 Lollipop
Akkulaufzeit:10,75 Std.Gewicht:152 g
B x H x T:7.53 cm x 14.91 cm x 0.94 cmFarbe:silber

Leistung: Starke Leistung durch Snapdragon 810 Octa-Core-Prozessor

Starke Benchmarkwerte durch den Snapdragon 810 Octa-Core-Prozessor.Starke Benchmarkwerte durch den Snapdragon 810 Octa-Core-Prozessor.Starke Benchmarkwerte durch den Snapdragon 810 Octa-Core-Prozessor.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Benchmark: Die Ergebnisse im Test mit verschiedenen Benchmarks schwankt zum Teil, da die Leistung je nach Temperatur/Last gedrosselt wird. Dennoch ist die Performance als sehr gut einzustufen.

Im inneren des LG G Flex 2 steckt der neue Flaggschiff Prozessor von Qualcomm. Der Snapdragon 810 besitzt satte acht Kerne mit 2,0 GHz Taktfrequenz und 64-Bit Architektur. Zudem ist die Adreno 430 GPU integriert worden, die auch bei Spielen noch einmal für einen zusätzlichen Leistungsschub sorgen soll und weitere Reserven für die Zukunft bereithält.

Wenig überraschend bewältigt die CPU, zusammen mit der GPU und 2 GB RAM sämtliche Alltagsaufgaben ohne Probleme. Auch die Systembedienung gestaltet sich in fast immer sehr flüssig, was auch nicht anders zu erwarten war. Die Änderungen an der Oberfläche seitens LG sorgen aber zumindest dafür, dass es hin und wieder zu minimalen Verzögerungen kommen kann. Die integrierte Dual Window-Option lässt sich obendrein nutzen, um mehrere Apps nebeneinander laufen zu lassen.

Die vorhandenen Spiele stellen das LG G Flex 2 ebenfalls vor keine echte Herausforderung. Auch wenn man ein Asphalt 8 für längere Zeit am Stück in der höchsten Detailstufe genießt, kommt es zu keinerlei Einbrüchen der Framerate. Auf das Thema Drosselung und Temperaturentwicklung gehen wir noch gesondert im Testunterpunkt für Emissionen ein.

Display: Volle HD-Auflösung mit gutem P-OLED Panel

Das 5,5-Zoll P-OLED Display löst mit dem FullHD-Standard von 1.920 x 1.080 auf und bringt es somit auf 403 ppi. Eine scharfe und klare Darstellung ist somit sichergestellt. Auch die Farben bleiben stabil, selbst bei einem sehr schrägen Blickwinkel. Die maximale Helligkeit ist OLED typisch etwas geringer und liegt bei durchschnittlich 291 Candela. Dennoch wirkt alles klar und ausreichend hell, auch bei Sonnenschein lässt sich das Display problemlos ablesen. Dank des OLED Panels sind Kontrast- und Schwarzwerte absolut großartig und die Farbwiedergabe ist ebenfalls sehr homogen. Vom geringen Grundwert der Helligkeit sollte man sich dabei nicht täuschen lassen, denn das Bild wirkt heller als dies bei den meisten LCD-Panels der Fall ist.

Emissionen: Drosselung und die Problematik der Hitzeentwicklung

LG verbaut einen 3.000 mAh Akku im G Flex 2, welcher unter voller Last knapp 3 Stunden an Laufzeit bietet. Bei einer alltäglichen Verwendung mit höherer Helligkeit und WLAN/Netznutzung kommt man in etwa auf 9,8 Stunden, für einen Tag bietet das Smartphone also ausreichend Akkukapazität. Das ist am Ende nur Mittelmaß, einige der Top Modelle auf dem Markt erlauben hier durchausmehr Laufzeit. Der Akku lässt sich in rund 40 Minuten aber auch bereits wieder zur Hälfte aufladen, womit das Smartphone recht fix wieder Einsatzbereit wird.

In der Tat scheint der neue Snapdragon 810 nicht gänzlich verschont zu sein, von den im Vorfeld angesprochenen Temperaturproblemen. Das LG G Flex 2 regelt bei Last die maximale Displayhelligkeit herunter, erst auf 90%, dann auf 80% und hinab bis zur 70% Marke. Dieses Phänomen tritt dabei nicht etwa nur auf, wenn man Benchmarks ausführen lässt oder bei anspruchsvollen 3D Spielen. Bereits bei der normalen Installation von Apps regelt das Smartphone die Displayhelligkeit herunter. Ein manuelles Hochstellen war erst wieder möglich, nachdem sich das System abgekühlt hatte. Warum LG hier nicht den Prozessor beschneidet und einen temporären Energiesparmodus verordnet, können wir nicht nachvollziehen.

Dabei liegen die Temperaturwerte des Geräts selbst nicht einmal ungewöhnlich hoch. So hatten wir im Normalbetrieb nur Werte von durchschnittlich 30 Grad Celsius festgestellt und selbst bei voller Last über rund 1,5 Stunden lagen die Werte im Schnitt zwischen 35 und 40 Grad. Lediglich an zwei Stellen kletterte die Temperatur über 42 Grad hinaus, was aber ebenfalls nicht ungewöhnlich ist.

Während der Installation von Apps lag die Temperatur des Geräts bei 40-44 Grad. Beim ausführlichen Test mit dem Rennspiel Asphalt 8 konnten wir allerdings keinerlei spürbare Drosselung feststellen. Der Spielablauf war auch bei längerer Dauer stets absolut flüssig. Bei Benchmarks konnten aber je nach Zeitpunkt des Tests unterschiedliche Ergebnisse festgestellt werden. Der Prozessor und die Displayhelligkeit werden also in jedem Fall heruntergeschraubt, wenn die Temperaturentwicklung droht zu stark anzusteigen.

Auswirkungen in der Praxis hat dies aktuell aber kaum bis gar nicht. Spiele laufen weiterhin flüssig, ebenso wie die grundsätzliche Systembedienung, lediglich die reduzierte Displayhelligkeit fällt etwas negativ ins Gewicht.

In der Praxis: Das LG G Flex mausert sich in der zweiten Generation zur Kaufempfehlung

Scharfe Sache: Das P-OLED Panel sorgt für klare Farben und super Kontrast- und Schwarzwerte.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Stark verbessert: LG hat die Schwachstellen beim Nachfolger des G Flex ausgemerzt und liefert ein fast rundum gelungenes Smartphone mit dem G Flex 2 ab.

Es ist schon erstaunlich, wie konsequent LG die Schwachstellen des Vorgängermodells ausgemerzt hat. Praktisch sämtliche Kritikpunkte die wir hatten, wurden beim LG G Flex 2 angegangen. Der Preis fällt etwas niedriger aus, der Flashspeicher ist nun erweiterbar und obendrein bekommt man ein höher aufgelöstes und kompakteres Display präsentiert. Auflösung, Technik und Featurepaket können sich sehen lassen und sind auf dem aktuellen Stand der Dinge. Auch Softwareseitig wird ein gutes Bild abgeliefert, die Anpassungen der Oberfläche, die Gestensteuerung zusammen mit der Rear Key Bedienung und Android 5.0 Lollipop passen bestens zusammen.

Die Kamera liefert sehr ordentliche Fotos ab, Videos können sogar in 4K/UHD aufgezeichnet werden. Für Gamer ist mehr als genug Leistung inklusive einigen Reserven für die Zukunft vorhanden und das ungewöhnliche Design mit der gebogenen Bauform hinterlässt auch bei anderen einen bleibenden Eindruck. Echte Vorteile bringt das Curved Design aber fast nur beim Betrachten von Filmen auf dem 5,5-Zoll P-OLED Display ein, denn diese wirken noch plastischer.

Das LG G Flex 2 und LG G Flex (rechts) nebeneinander.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Generationswechsel: Links ist das neue LG G Flex 2 zu sehen, welches deutlich kompakter als die erste Generation mit dem noch größeren 6-Zoll Display ausfällt.

Die Akkulaufzeit geht in Ordnung, ohne positiv oder negativ aus dem Rahmen zu fallen. Bei den eingesetzten Materialien findet man größtenteils klassischen Kunststoff wieder, edler wirken also definitiv die aktuellen Unibody Top-Modelle von HTC, Samsung und Apple im direkten Vergleich.

Ein echter Kritikpunkt ist hingegen die Drosselung der Leistung zusammen mit der Reduzierung der maximalen Displayhelligkeit unter Last. Last heißt dabei sogar, dass die Installation von mehreren Apps hintereinander dazu führt, dass die maximale Helligkeit auf 90-70% herabgeregelt wird. Auf die Performance selbst hat dies aber bisher keine Auswirkungen gehabt, denn selbst anspruchsvolle 3D Games liefen nach längeren Gaming Sessions immer noch absolut flüssig über den Bildschirm.

Fazit

LG hat die Schwächen des ersten G Flex beim Nachfolger ausgebügelt. Das LG G Flex 2 ist kompakter, hat ein höher aufgelöstes Display OLED-Display und erlaubt die zusätzliche Erweiterung des Speichers. Die gebogene Bauart ist noch immer ein echtes Highlight, bringt im Alltag aber kaum echte Vorteile mit sich. Geschwindigkeit und Verarbeitungsqualität sind auf einem hohen Niveau angesiedelt, ohne aber das edle Erscheinungsbildung der Konkurrenz von Apple, HTC und Samsung mit ihren neuen Flaggschiffen zu erreichen.

Bester Preis14,10 EUR (6%) günstiger
ab 234,90 EUR*zzgl. 5,99€ Versand
von Alternate.de | Händlerangabe: 09.12.16 17:58

Zum Anbieter
3 Angebote im Preisvergleich (234.90 - 249.00 EUR)

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,5 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,0 (Gut)
  5. Lautsprecher1,5 (Sehr gut)
  6. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  7. Software und Zubehör1,0 (Sehr gut)
  8. Verarbeitung2,5 (Gut)
  9. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung (Spiele)1,0 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen)1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V85620 Pkt.Max. 12723 Pkt.
Sunspider1357.2 msMin. 194.3 ms
Smartbench 20126194 Pkt.Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android)664042 MFLOPSMax. 1143896 MFLOPS
Geekbench 3 Single-Core1030 Pkt.Max. 2550 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core2720 Pkt.Max. 6501 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited23656 Pkt.Max. 37812 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile5997 Pkt.Max. 9575 Pkt.
Basemark ES 2.054.36 fpsMax. 61.76 fps
Basemark X Medium29470 Pkt.Max. 38199 Pkt.
Basemark X High18602 Pkt.Max. 30276 Pkt.
Antutu45398 Pkt.Max. 167253 Pkt.
Vellamo HTML53861 Pkt.Max. 6120 Pkt.
Vellamo Metal1838 Pkt.Max. 3712 Pkt.
Quadrant20115 Pkt.Max. 42181 Pkt.
Octane v16974 Pkt.Max. 8260 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen41 fpsMax. 92.11 fps
GFXBench 2.7 T-Rex HD Onscreen42 fpsMax. 59.24 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Onscreen22 fpsMax. 55.31 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Offscreen20 fpsMax. 58.53 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 55 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal16 Std. 37 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis9 Std. 51 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.