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  3. Lenovo Moto Z im Test - Smartphone mit modularen Moto Mods

Hochwertig, schlank und ausbaufähig

Motorola Moto Z 32GB Schwarz/Grau (Bild 1 von 15)Bildquelle: Lenovo
Fotogalerie (15)
Leistungsstark und modular: Das Moto Z will nicht nur mit Performance überzeugen sondern auch mit dem Zubehör-Paket.

Seit wenigen Tagen dürfen wir das Lenovo Moto Z auch in Deutschland begrüßen. Das Smartphone gehört mit zu den neuesten Modellen, die auf einen Claim des einstigen Herstellers Motorola verzichten und nur noch unter der Marke Moto auftreten. Auf den ersten Blick überzeugt vor allem das extrem schlanke Design. Die Bauhöhe beträgt nur 5,2 Millimeter. Zudem weiß das 136 Gramm leichte Google Android 6.0.1 Marshmallow Gerät in Sachen Verarbeitung und Haptik zu gefallen. Die Kombination aus Aluminium- und Glas-Oberflächen konnten bereits an vielen Smartphones einen guten Eindruck hinterlassen, so auch beim Moto Z. Dabei ist das Handy durch eine spezielle Nanobeschichtung vor Spritzwasser geschützt. Einen Tauchgang überlebt das neue High-End-Modell allerdings nicht. Es ist lediglich wasserabweisend, nicht wasserfest.

Obwohl Geschmäcker verschieden sind: Der Fingerabdrucksensor an der unteren Front wirkt leicht deplatziert. Vor allem weil das 5,5 Zoll Modell auf kapazitive Menütasten im Display-Rahmen verzichtet und stattdessen eine virtuelle Onscreen-Steuerung voraussetzt. Ebenso könnten wir uns über die deutlich hervorstehende Kamera und die auf Dauer anfälligen Pogo-Pins an der Rückseite beschweren. Doch diese beiden Mankos werden durch das Kernfeature des Moto Z gut kaschiert - den Moto Mods.

Motorola Moto Z 32GB Schwarz/Grau (Bild 6 von 15)Motorola Moto Z 32GB Schwarz/Grau (Bild 5 von 15)Bildquelle: Lenovo

Einen modularen Smartphone-Aufbau kennen wir bereits vom LG G5. Dort allerdings ist ein Anbringen des Zubehörs immer mit einem Akku-Wechsel verbunden. Lenovo und Motorola verzichten beim Moto Z auf diesen unnötig komplizierten Weg, indem die rückseitig positionierten Pogo-Pins als Schnittstelle für sämtliche Module herhalten. Zum Start bietet der Hersteller vier so genannte Moto Mods an. Einen JBL SoundBoost Lautsprecher für einen deutlich besseren Klang mit integriertem Kickstand, den Moto Insta-Share Projector als mobilen Beamer, die Hasselblad True Zoom Kamera mit 10fach optischem Zoom und das Incipio offGRID Power Pack mit zusätzlichen 2.220 mAh Akkukapazität. Letzterer wird zudem in einer Wireless Charging Variante angeboten, der das kabellose Aufladen via Qi- und PMA-Standard ermöglicht.

Wirklich günstig sind die Moto Mods allerdings nicht. Während der Zusatzakku noch mit 89 Euro zu Buche schlägt, werden für die JBL Speaker 99 Euro, für die Kamera 299 Euro und für den Beamer sogar 349 Euro fällig. Dennoch sind die Mods für den einen oder anderen Nutzer sicher sehr interessant. Im Test konnten wir uns vor allem mit dem JBL Lautsprecher anfreunden und auch der Beamer zeigt gutes Potenzial für unterwegs. In jedem Fall sind die Mods einfach in der Installation und trotz einem gewissen Eigengewicht hält die magnetische Lösung an der Rückseite des Moto Z die Mods gut im Griff. Ein versehentliches Abfallen der teuren Zusatzhardware wird also in den seltensten Fällen vorkommen.

Motorola Moto Z 32GB Schwarz/Grau (Bild 11 von 15)Bildquelle: Lenovo

Ebenso einfach wie der Wechsel der technischen Moto Mods funktionieren die Moto Style Shells. Die wechselbaren Rückseiten-Cover werden in verschiedenen Farben, Materialien und Texturen angeboten. Sogar echte Stoffe kommen zum Einsatz, so wie beim mitgelieferten Style Shell in Schwarz. Diese Cover sehen nicht nur toll aus und fühlen sich großartig an, sie gleichen auch den Höhenunterschied der herausstehenden Kamera aus. Ein gutes Prinzip der Personalisierung, genau nach unserem Geschmack. Der Kostenpunkt dafür liegt derzeit zwischen 20 und 27 Euro.

Wie eingangs erwähnt, braucht sich das Lenovo Moto Z auch in Hinsicht auf seine technischen Daten nicht vor der Konkurrenz verstecken. Unter der Haube werkeln ein aktueller Qualcomm Snapdragon 820 Quad Core Prozessor mit 1,8 GHz, 4 GB DDR4 Arbeitsspeicher und die Adreno 530 Grafikeinheit. Hinzu kommen per microSD erweiterbare 32 GB Flash-Speicher und der Einsatz von Nano-SIM-Karten. Gefunkt wird über 4G LTE, WLAN bis hin zu 802.11ac Standard und Bluetooth 4.1 LE. Ebenso sind A-GPS, NFC und ein USB-C Anschluss zum Aufladen via Quick Charge vorhanden, von Lenovo TurboPower genannt. Benchmarks des High-End-Gespanns findet ihr im unteren Bereich dieses Testberichts.

Motorola Moto Z 32GB Schwarz/Grau (Bild 2 von 15)Motorola Moto Z 32GB Schwarz/Grau (Bild 4 von 15)Bildquelle: Lenovo

Einen 3,5 Millimeter Klinke-Stecker werdet ihr am Moto Z nicht mehr anschließen können. Die Schnittstelle wurde aus dem Portfolio gestrichen. Dem Lieferumfang liegt jedoch ein USB-C auf Klinke Adapter bei. Vor allem seit der Vorstellung des Apple iPhone 7 und iPhone 7 Plus stößt dieses Manko auf harte Kritik. Doch auch Lenovo und Motorola sehen die Zukunft in kabellosen Kopfhörern.

An der Rückseite des Moto Z platziert sich eine 13 Megapixel Kamera mit einer Blende von f/1.8. Somit fängt der Sensor auch in dunklen Szenerien genügend Licht ein, um halbwegs gute Aufnahmen zu ermöglichen. Eine sehr gute Qualität wird bei normalen Tageslicht erreicht. Hier profitiert die Kamera von einem schnellen Laser-Autofokus, dem optischen Bildstabilisator und Funktionen wie HDR, Panorama, Profi-Modus und dem Dual-LED-Blitz. Anhand unserer Beispiel-Fotos bekommt ihr einen ersten Eindruck über die Foto-Qualität des Moto Z, die im Test überzeugen konnte. Im Laufe des morgigen Tages werden wir noch weitere Fotos zur Verfügung stellen.

Motorola Moto Z 32GB Schwarz/Grau (Bild 12 von 15)Motorola Moto Z 32GB Schwarz/Grau (Bild 13 von 15)Bildquelle: notebookinfo.de

Video-Fans werden mit 4K Videos in 30 fps und mit bis zu 60 fps im 1.080p Format auf ihre Kosten kommen. Auch bei Bewegtbild bietet die Kamera eine Videostabilisierung an. Ebenso sind HDR-Videos und Zeitlupenaufnahmen möglich. Für ein Selfie wechselt ihr auf die 5 Megapixel Front-Kamera mit f/2.2 Blende, LED-Blitz und Weitwinkelobjektiv. Unterm Strich treffen wir auf solide Kameras, die vor allem bei Tageslicht mit sehr guten Aufnahmen überzeugen können. Weniger haben wir allerdings auch nicht erwartet in einem fast 700 Euro teuren Smartphone.

Auf 5,5 Zoll zeigt das Lenovo / Motorola Moto Z Smartphone eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel. Das so genannte Quad-HD-Format bietet somit eine Pixeldichte von sehr guten 535 ppi. Durch die verwendete AMOLED-Technik ergibt sich zudem ein echtes Schwarz und ein nahezu unendlicher Kontrast. Dafür hat das Moto Z mit einer Ausleuchtung von nur 330 cd/m2 und dem spiegelnden Corning Gorilla Glass Probleme bei starker Sonneneinstrahlung. Bildschirme mit IPS-Technik schneiden im Bereich der Lesbarkeit besser ab. Allgemein fehlt es unserem Testmodell an Leuchtstärke. Ein Display mit über 400 cd/m2 hätten dieser Preiskategorie besser gestanden.

Motorola Moto Z 32GB Schwarz/Grau (Bild 10 von 15)Bildquelle: Lenovo

Mit an Bord des Smartphones befindet sich ein 2.600 mAh Akku, der fest im Gehäuse integriert ist. Im Leerlauf, bei gedimmter Display-Helligkeit und deaktivierten Funkverbindungen, erreichen wir im Test des Moto Z über 22 Stunden mit einer Ladung. Bei extremer Belastung in Benchmarks sinkt dieser Wert auf etwas über 3 Stunden. Nehmen wir den Mittelwert dieser beiden Szenarien als Mischbetrieb im Alltag, kommen wir auf realistische 12 bis 13 Stunden. Unserer Erfahrung nach solltet ihr mit dem Lenovo Moto Z also problemlos über einen, wenn nicht sogar zwei normale Tage kommen. Mit dem optionalen Moto Mods Akku-Pack könnt ihr diese Zeit nahezu verdoppeln.

Fazit

Wenn ihr auf der Suche nach einem neuen High-End Smartphone mit innovativen Features seid, dann solltet ihr euch das Moto Z genauer ansehen. Lenovo und Motorola haben mit den Moto Mods ein interessantes, modulares System geschaffen. Beamer, Zoom-Kamera, Lautsprecher, Akkus und Cover können einfach und schnell mit dem Smartphone verbunden werden. Wir sind gespannt, welche Module in Zukunft noch entwickelt werden. Unserer Meinung nach eine gute Mischung aus Spielerei und Erleichterung im produktiven Alltag. Allerdings nicht ganz billig. Mit bis zu 350 Euro teuren Modulen entsteht schnell ein deutliches Loch im Geldbeutel.

Abgesehen von den Moto Mods bietet das Moto Z zeitgemäße, schnelle Hardware. Mit dem Snapdragon 820 Prozessor sind sogar Gamer bestens versorgt. Hinzu kommt ein hochauflösendes und kontraststarkes 5,5 Zoll AMOLED-Display, eine gute 13 Megapixel Kamera und eine Vielzahl an Funkverbindungen. Dem Bildschirm fehlt es jedoch an einem Helligkeits-Boost und der integrierte Fingerprint-Sensor fügt sich mehr schlecht als recht in das sonst so stylische und gut verarbeitete Moto Z Smartphone ein. Zudem gehört der Androide zu den wenigen Modellen, die auf einen 3,5 Millimeter Klinke-Anschluss verzichten.

Grobe Schnitzer konnten wir im Test nicht feststellen. Nun liegt es an euren persönlichen Anforderungen an ein 700 Euro Smartphone. Wenn euch die Moto Mods zusagen, könnt ihr über die wenigen Mankos hinwegsehen. Dafür erhaltet ihr ein schnelles, personalisierbares und zukunftstaugliches Smartphone.

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von Notebook.de | Händlerangabe: 09.12.16 18:13

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch2,0 (Gut)
  7. Software und Zubehör1,0 (Sehr gut)
  8. Verarbeitung1,5 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  10. Leistung (Spiele)1,0 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen)1,0 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Geekbench 4 Single-Core1524 Pkt.Max. 3481 Pkt.
Geekbench 4 Multi-Core4054 Pkt.Max. 5647 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited25273 Pkt.Max. 37812 Pkt.
3DMark Sling Shot2184 Pkt.Max. 3056 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile8895 Pkt.Max. 9575 Pkt.
Antutu124023 Pkt.Max. 167253 Pkt.
Vellamo HTML55343 Pkt.Max. 6120 Pkt.
Vellamo Metal3525 Pkt.Max. 3712 Pkt.
Quadrant41912 Pkt.Max. 42181 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen73 fpsMax. 92.11 fps
GFXBench 2.7 T-Rex HD Onscreen49 fpsMax. 59.24 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Onscreen25 fpsMax. 55.31 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Offscreen33 fpsMax. 58.53 fps
GFXBench 3.1 Car Chase Onscreen9.7 fpsMax. 11 fps
GFXBench 3.1 Car Chase Offscreen16 fpsMax. 19 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 21 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal22 Std. 25 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis12 Std. 50 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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