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Test HTC Desire 300 Weiß - Gutes Konkurrenzmodell zum Moto G

Im Einstiegsbereich bis 200 Euro hat das Motorola Moto G uns alle positiv überrascht. Nun will auch HTC mit dem Desire 300 in diesem Preissegment bei der potenziell großen Käuferschicht Punkte sammeln. Wir haben das Low-Budget-Smartphone unter die Lupe genommen und klären in unserem ausführlichen Testbericht die Vor- und Nachteile des Android-Phones.

Einleitung: Ansprechendes Design und Qualität auch beim HTC Desire 300?

Das HTC Desire 300 im ausführlichen PraxischeckBildquelle: notebookinfo | st
Fotogalerie (9)
Alternative zum Moto G: HTC will mit dem Desire 300 in Konkurrenz zu Motorola treten.

Wenn HTC für eines bekannt ist, dann für die gute Qualität in Sachen Verarbeitung und das Design seiner Smartphones. Das HTC One, One Max und One Mini gehören definitiv zu den hübschesten Vertretern der Android-Smartphones auf dem Markt. Dazu tragen auch das lückenlose Design und die Verwendung von Aluminium anstelle von Kunststoff bei den Top-Modellen bei. Die spezielle Oberfläche mit HTC Sense und BlinkFeed ist dabei eher Geschmackssache. Den einen gefällt die angepasste Android-UI, den anderen eher weniger. Die Frage ist nun, wieviel von diesen speziellen Eigenschaften lassen sich überhaupt bei einem Smartphone im Preisbereich von rund 175-199 Euro unterbringen? Wie schlägt sich das Einsteiger-Smartphone von HTC gegen den neuen König in diesem Bereich, dem Moto G von Motorola?

Gehäuse: Kein Aluminium, aber dennoch eine hohe Qualität für die Preisklasse.

Kann man bei einem Preis von unter 200 Euro eine Qualität wie beim Top-Modell - dem HTC One - erwarten? Sicherlich nicht. Doch HTC bietet beim Desire 300 ein hochwertiges Kunststoff-Gehäuse an. Wahlweise mit schwarzer oder weißer Rückseite ausgestattet, liegt das HTC Desire 300 gut in der Hand sieht dabei auch noch ebenso gut aus. Größere Spaltmaße, Knarzen oder andere unschöne Aspekte sucht man also vergeblich. Die Rückseite ist in einem komplett matten Material und Farbton gehalten, um Fingerabdrücke muss man sich also ebenfalls keine Sorgen machen.

Das HTC Desire 300 im TestDas HTC Desire 300 im TestBildquelle: notebookinfo | st
Qualität zum kleinen Preis: Das Gehäuse und die Verarbeitung überzeugt beim Desire 300.

Kopfhörer und / oder Headsets lassen sich via 3,5mm Klinkenstecker an der oberen Gehäuseseite anbringen und dort findet sich auch der Taster zum Ein- und Ausschalten des Smartphones. Die Lautstärkeregler finden sich an der rechten Gehäuseseite. Alle Tasten lassen sich dabei relativ gut erfühlen und bequem bedienen und erreichen. Gewichtstechnisch bekommt man es lediglich mit 120 Gramm zu tun, man muss also keine Gewichte vor dem Kauf Stämmen, um das HTC Desire 300 auch über Stunden hinweg mit einer Hand bedienen und halten zu können. Der Akku lässt sich zudem problemlos austauschen, was bei vielen Smartphones heutzutage nicht mehr alltäglich ist.

Ausstattung: Kleiner interner Speicher, aber MicroSD-Erweiterung

Das Gute vorweg, im Gegensatz zum Moto G von Motorola lässt sich das HTC Desire 300 mit einer microSD-Karte um bis zu 64 GB Flash-Speicher erwarten. Die weniger gute Nachricht ist, dass dies auch dringend notwendig ist. Denn HTC verbaut lediglich 4 GB, wovon nur rund 1,78 GB nach der Ersteinrichtung zur freien Verfügung übrig bleiben. Somit lassen sich also nicht einmal viele Apps, geschweige denn Filme, TV-Folgen oder gar größere Spiele im internen Speicher unterbringen. Beim Kauf des Desire 300 sollte man also auch direkt eine Speicherkarte mitnehmen. Die Micro-SIM und microSD-Karten kann man übrigens erst wechseln oder einstecken, nachdem man vorsichtig die Rückseite vom vorderen Gehäuseteil abgetrennt hat.

Für den Ladevorgang- bzw. Datenaustausch kann wie üblich ein Micro-USB-Kabel genutzt werden. Bluetooth 4.0 und WLAN 802.11 b/g/n sind ebenfalls dabei. Für die Navigation unterwegs stehen GPS und Assisted GPS zur Verfügung. Für die mobile Datenverbindung ist 2G und 3G-Funktionalität (UMTS mit HSDPA) geboten, Daten lassen sich mit maximal 7,2 Mbps übertragen. NFC oder WLAN nach ac-Standard gibt es nicht, dies sollte man aber von einem Smartphone von unter 200 Euro auch nicht erwarten. Als Kamera setzt HTC auf eine 5 Megapixel-Variante mit Autofokus. Es gibt allerdings keinen Blitz, womit man also relativ eingeschränkt ist, wenn es einmal etwas dunkler draußen ist oder die Lichtverhältnisse nicht ideal sind. Die Frontkamera bietet lediglich VGA-Auflösung an. Für Fotos und Videokonferenzen eignet sich das HTC Desire 300 also eher nicht. Für den Klang sorgt ein Mono-Lautsprecher der auf der Gehäuserückseite angebracht ist. Die Klangqualität geht für ein einfaches Smartphone dabei in Ordnung. Wer besseren Klang möchte nutzt Kopfhörer, HTC legt übrigens eben solche dem Desire 300 bei.

Das HTC Desire 300 im TestDas HTC Desire 300 im TestBildquelle: notebookinfo | st
Wechselbar: Der Akku im HTC Desire 300 lässt sich problemlos austauschen.

HTC typisch findet man auf dem Smartphone kein reines Android als Betriebssystem vor, sondern die mit HTC Sense versehene Oberfläche in der Version 5.0. Google Android ist in der Version 4.1.2 vorinstalliert. Ob es Updates auf Version 4.2, 4.3 oder gar Android 4.4 KitKat geben wird, steht noch in den Sternen. Das Konkurrenzmodell Moto G hingegen hat bereits das Update auf Android 4.4 KitKat erhalten.

Technische Daten

Display:4.3"Auflösung:800 x 480
Prozessor:Qualcomm Snapdragon S4 Play (MSM8225) / 1 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 203
Festplatte4 GBRAM:512 MB
Plattform:Android 4.1 Jelly Bean
Akkulaufzeit:11 Std.Gewicht:120 g
B x H x T:6.62 cm x 13.18 cm x 1.01 cmFarbe:weiß

Leistung: Einschränkungen durch niedrig getaktete CPU und 512 MB RAM

Als SoC nutzt das HTC Desire 300 den Qualcomm Snapdragon S4, welcher auf dem ARM Cortex A5 basiert und als GPU-Einheit die Qualcomm Adreno 203 nutzt. Getaktet ist die Dual-Core-CPU mit lediglich 1 GHz. In Sachen Hauptspeicher kommt das Desire 300 ebenfalls sehr schwachbrüstig daher, werden doch gerade einmal 512 MB RAM verbaut. Dementsprechend sollte man in Sachen Performance auch keine Wunder erwarten. Bereits das Wechseln zwischen mehreren Apps zieht deutliche Verzögerungen nach sich. Die relativ überladene HTC Sense-Oberfläche und BlinkFeed helfen übrigens auch nicht dabei, die Performance im Alltag angenehmer zu gestalten.

Das HTC Desire 300 im TestDas HTC Desire 300 im TestDas HTC Desire 300 im TestBildquelle: notebookinfo | st
Arm an RAM: Der mit 512 MB klein bemessene RAM wirkt sich negativ auf die Performance aus.

Wer im Web unterwegs ist und Internetseiten mit vielen Bildern aufruft, muss sich ebenso darauf einstellen, dass der Text und die Bilder nachgeladen werden müssen und kleinere Ruckler an der Tagesordnung sind. Bei einem Test auf Spiegel.de war es uns nicht einmal möglich Videos, die in die Webseite eingebunden sind, überhaupt zum Abspielen zu bekommen. Reine YouTube-Videos liefen hingegen problemlos auf dem günstigen Smartphone. Wie man sich denken kann, reicht die gebotene Leistung natürlich auch für moderne Spiele nicht aus. Einfache Titel wie Angry Birds und Cut the Rope kann man aber auch auf dem HTC Desire 300 spielen. Für Zocker ist das Smartphone aber definitiv nicht die erste Wahl.

Display: Niedrige Auflösung, aber gute Ausleuchtung und Kontrastwerte

Das Display im HTC Desire 300 bietet eine Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten. Entsprechend können keine Inhalte in HD-Qualität auf dem 4,3 Zoll großen Display genossen werden. Immerhin stimmen dafür Ausleuchtung, Blickwinkel-Unabhängigkeit und der Kontrast. Mit einem maximalen Wert von 1379:1 lässt sich über das Kontrastverhältnis wirklich nicht meckern, die Ausleuchtung liegt mit Werten von rund 380 cd/m² im Schnitt ebenfalls gut im Rennen. Aufgrund der niedrigen Auflösung lassen sich kleinere Schriftarten nicht sehr gut auf dem Display ablesen, man kann aber dennoch ordentlich mit dem Desire 300 im Web zurechtkommen, längere Lese-Sessions sind aber nicht zu empfehlen.

Emissionen: Kühl aber keine lange Ausdauer

Das HTC Desire 300 hält im Idealfall rund 14,5 Stunden durch, bevor es erneut in Richtung Steckdose getragen werden möchte. Wer WLAN, GPS, Bluetooth nutzt und gleichzeitig die CPU einer starken, andauernden Last aussetzt, kann mit rund 3,5 Stunden an Laufzeit rechnen. Im Alltagsgebrauch kommt man durchschnittlich auf etwa 9 Stunden, was in Ordnung geht, aber sicherlich nicht zur Top-Klasse im Smartphone-Bereich zählt. Von den Temperaturen her bleibt das Einsteiger-Smartphone stets angenehm kühl. Wer lediglich Texte im Browser lesen will, bekommt es durchschnittlich mit 28 Grad zu tun, aber auch unter längerer Volllast dringt die Temperatur lediglich in Bereiche von 30 bis 33,5 Grad vor.

In der Praxis: Das Moto G sticht das Desire 300 in fast allen Bereichen aus

Das HTC Desire 300 im TestBildquelle: notebookinfo | st
Kein HD: Das HTC Desire bietet lediglich eine Auflösung von 800 x 480 Pixel.

HTC hätte mit dem Desire 300 wohl eine ordentliche Chance auf dem Markt der Android-Smartphones im Bereich von 150-200 Euro gehabt, wäre da nicht gerade das Motorola Moto G erschienen. Akkulaufzeit, Display-Auflösung, RAM, Flash-Speicher, Leistungsstärke, Betriebssystem-Updates. Es gibt fast keinen Punkt in dem das Moto G trotz günstigerem Preis nicht besser abgeschnitten hätte. Wirklich positiv beim HTC Desire 300 ist am Ende der austauschbare Akku, die Erweiterbarkeit durch microSD-Karte und das gelungen Design des Einsteiger-Smartphones.

Die Mischung aus dem mit 1 GHz getakteten Dual-Core Prozessor und den 512 MB RAM ergibt im Alltag keine sonderlich runde Performance beim Surfen im Web und der Bedienung der HTC Sense-Oberfläche. Ja, Einsteiger kommen dennoch damit klar. Aber mit der günstigeren und leistungsstärkeren Alternative Moto G fällt es einfach schwer das HTC Desire 300 zu empfehlen.

Fazit: Einsteiger-Smartphone mit Schwächen in der Hardware-Leistung

Das Leben von HTC hätte deutlich einfacher sein können, wäre da nicht gerade das Moto G von Motorola auf den Markt geschossen worden. Somit bleibt für das HTC Desire 300 maximal der 2. Platz im Preisbereich von 150-200 Euro für Einsteiger-Smartphones übrig, allerdings mit deutlichen Abstand. Wem die HTC Sense Oberfläche und Features wie BlinkFeed gefallen und wer mit einer etwas hakeligen Bedienung sowie Einbußen beim Surfvergnügen leben kann, der bekommt mit dem HTC Desire 300 ein Smartphone was in Sachen Design auch den Top-Modellen nur geringfügig nachsteht. Der kleine interne Speicher von 4 GB enttäuscht dafür aber auf ganzer Linie, ein Kauf einer zusätzlichen SD-Karte ist also absolute Pflicht, wodurch zusätzliche Kosten entstehen.

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher3,0 (Befriedigend)
  6. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung1,5 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse2,5 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)4,0 (Ausreichend)
  11. Leistung (Anwendungen)3,5 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V81324 Pkt.Max. 12723 Pkt.
Sunspider2226.5 msMin. 324 ms
Smartbench 20122245 Pkt.Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android)76182 MFLOPSMax. 1143896 MFLOPS
3DMark Ice Storm2478 Pkt.Max. 14137 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile1423 Pkt.Max. 9539 Pkt.
NenaMark 235 fpsMax. 62 fps
Basemark ES 2.019.51 fpsMax. 61.76 fps
Antutu7808 Pkt.Max. 136834 Pkt.
Vellamo HTML51480 Pkt.Max. 6120 Pkt.
Vellamo Metal347 Pkt.Max. 3712 Pkt.
Quadrant3137 Pkt.Max. 42181 Pkt.
Octane v11740 Pkt.Max. 8260 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen1.5 fpsMax. 87 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen3.8 fpsMax. 59 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 28 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal14 Std. 34 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis8 Std. 57 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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