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Erschwinglicher Luxus für Digital Natives

Huawei Honor 7 Silber (Bild 1 von 15)Bildquelle: notebookinfo.de | rk
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Honor 7: Mehr Power, Ausstattung und Design wird sich in der Preisklasse schwer finden lassen

Den Geräte-Mischmasch von Huawei und der Tochtermarke Honor zu differenzieren, funktioniert am ehesten bei eingehender Betrachtung des Marketings. Bei der Huawei Mate S Vorstellung zur IFA 2015 gab es eine Modenschau, beim Honor 7 wurde in einer Industriehalle geskatet. Das eine Gerät will als edles Accessoire verstanden werden, das andere als trendige Sportskanone. Reicht das für den enormen Preisunterschied von bis 350 Euro bei weitestgehend gleichem Innenleben?

Das Honor 7 trägt ein leicht kleineres 5,2 Zoll FullHD-IPS-Display in einem gut verarbeiteten Aluminiumchassis, es läuft mit dem gleichen Kirin 935 Octa-Core Prozessor und Android 5.0 Software samt Emotion UI 3.1 (anstelle 5.1.1 beim Mate S). Es beherrscht neben LTE zudem sogar WLAN-ac, es hat DualSIM Funktion und ist per microSD unter Verzicht auf die zweite SIM Karte aufrüstbar. Es hat den gleichen Fingerabdruckscanner und die gleiche 8 Megapixel Frontkamera samt Selfie-Blitz. Ja, es hat sogar einen größeren 3.100 mAh Akku und eine separate, frei belegbare Hardwaretaste.

Huawei Honor 7 Silber (Bild 2 von 15)Huawei Honor 7 Silber (Bild 3 von 15)Bildquelle: notebookinfo.de | rk

In unserem Mate S Test fanden wir genug Rechtfertigung für den Kaufpreis von 650 Euro – Die Maxiversionen von Samsungs Galaxy S6 Edge und Apple iPhone 6S, mit denen es sich messen will, greifen jeweils noch einmal tiefer in die Tasche, speziell wenn man nicht mit 16 beziehungsweise 32 GB zufrieden ist. Ein Preisproblem bekommt das Mate S, wenn es als 5,5-Zoller mit 5- oder 5,2-Zoll Geräten verglichen wird. Nun dafür gibt’s ja das Honor 7. In China konnte das Honor 7 innerhalb von nur einer Woche satte 9 Millionen Vorbestellungen verzeichnen. Für Europa kündigt sich ein ähnlicher Erfolg an. Den offiziellen Werbetrailer zum Honor 7 haben wir nur auf chinesisch gefunden:

Griffig, robust und gut verarbeitet

Das Honor 7 erinnert stark an Huaweis Ascend Mate 7. Man braucht keinen Vaterschaftstest, um die Verwandtschaft festzustellen. Das sandgestrahlte Aluminium Unibodygehäuse zeigt abgeschliffene Kanten und wird oben und unten von Kunststoffteilen für verbesserten Empfang flankiert. Unter der 20 Megapixel Kamera und dem Fingerabdrucksensor wurde der honor Schriftzug in trendiger Kleinschreibung platziert. Das Gorilla Glass 3 sitzt wie beim Honor 6 Plus auch in einem schmalen weißen Rahmen und ab Werk finden wir schon eine sorgfältig angebrachte Displayschutzfolie auf dem Honor 7. Da wir dem Gorilla Glass vertrauen, empfehlen wir, die Folie für eine bessere Sichtbarkeit zu entfernen. Mit leichten Rückständen und Fingerabdrücken schafft man sich sonst eine Art Vergrößerungsschicht und stört das Bild mit der Reflexion der Pixelmatrix auf der Folie. Die Spaltmaße am Gehäuse zeugen von einer sorgfältigen Verarbeitung. Der Barren ist verwindungssteif und die Tasten bieten saubere Druckpunkte.

Mit einer Dicke von 8,5 Millimetern und einem Gewicht von 157 Gramm ist das Honor 7 recht wuchtig im Vergleich zum Huawei Mate S, packt dafür jedoch auch 3.100 mAh in den Akku und sticht im Mittelklasse-Smartphone-Markt mit dieser Bauhöhe nicht sonderlich hervor.

Huawei Honor 7 Silber (Bild 11 von 15)Bildquelle: notebookinfo.de | rk

Bedienkomfort dank Fingerabdrucksensor und Smart Key

Der Fingerabdrucksensor lässt sich nicht nur schnell einrichten, er reagiert auch extrem flott. Honor spricht von Lernfähigkeit, der Sensor soll sich durch die Nutzung also noch verbessern. Ob das Entsperren dadurch mit der Zeit noch zuverlässiger und schneller funktioniert, können wir noch nicht sagen. Es gibt jedoch kaum mehr Luft nach oben. Der Sensor lässt sich wie beim Mate S auch als Touchpad einsetzen, um beispielsweise die Benachrichtigungsleiste mit einem Wisch nach unten zu ziehen oder, bei seitlicher Wischgeste, durch Fotos zu scrollen. Zusätzlich bietet es mit „Zurück“ (Klick), „Home“ (Halten) und Recent App (Wisch nach oben) noch drei sehr praktische Funktionen, die wir beim Mate S vermissen.

Huawei Honor 7 Silber (Bild 9 von 15)Bildquelle: notebookinfo.de | rk

Eine weitere Auffälligkeit ist eine Hardwaretaste an der linken Gehäuseseite. Dieser Smart Key bietet mit einem Druck, doppeltem Drücken und gedrückt halten insgesamt drei Funktionen und ist für viele Smartphone-Nutzer ein klasse Feature. Sinnvoll erschien uns die Ultra-Schnappschuss-Funktion bei einmaligem Drücken, so macht das Honor 7 blitzschnell aus dem Standby heraus ein Foto. Dass das nur etwas mehr als eine Sekunde dauert, muss Honor nach unserem Geschmack nicht unbedingt immer anzeigen. Auf zweifachen Druck hin aktiviert sich die Taschenlampe und gedrückt halten öffnet in unserem Fall Google Maps. Hier kann man aber auch einfach seine drei Lieblingsspiele hinterlegen oder andere häufig gebrauchte Apps.

Display, Performance und Ausstattung

Huawei Honor 7 Silber (Bild 8 von 15)Bildquelle: notebookinfo.de | rk

Verarbeitung und Handling des Honor 7 überzeugen, doch wie sieht es mit den inneren Werten aus? Das IPS-NEO Display mit der Diagonale von 5,2 Zoll löst mit 1.920 x 1.080 Pixel sehr scharf auf, ist mit 380 Candela pro Quadratmeter recht hell und bietet stabile Blickwinkel. Das maximale Kontrastverhältnis liegt bei 1.500:1 und wir bekommen ein angenehm tiefes Schwarz. Wer mag, kann die Farbtemperatur des Displays anpassen, man gewöhnt sich jedoch schnell an die Standardeinstellung.

Technische Daten

Display:5.2"Auflösung:1920 x 1080
Prozessor:HiSilicon Kirin 935 / 2.2 GHzGrafikkarte:ARM Mali-T628 MP4
Festplatte16 GBRAM:3 GB
Plattform:Android 5.0 Lollipop
Akkulaufzeit:8,25 Std.Gewicht:157 g
B x H x T:7.19 cm x 14.32 cm x 0.85 cmFarbe:schwarz silber

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Als Antrieb dient dem Honor 7 ein HiSilicon Kirin 935 Octacore Prozessor aus eigenem Hause. Es arbeiten hier insgesamt 8 Cortex-A53 Kerne zusammen, deren Leistung sich nur durch die Taktraten von 4x 2,2 GHz und 4x 1,5 GHz unterscheidet. In Verbindung mit der Mali-T628 MP4 Grafikeinheit und 3 GB Arbeitsspeicher siedelt sich der Prozessor in der gehobenen Mittelklasse an. Betriebssystem und Apps können die Hardware kaum überfordern, anspruchsvolle Spiele dagegen schon. Real Racing 3 läuft flüssig, Asphalt 8 ruckelt in der höchsten Einstellung. In den meisten Anwendungsszenarien erhalten Nutzer allerdings genug Rechenpower.

Die 16 GB interner Speicher können bei Verzicht auf die DualSIM Funktion via microSD Karten um bis zu 128 GB erweitert werden. Der satte 3.100 mAh Akku muss wohl bei den meisten Nutzern jeden Abend wieder aufgeladen werden, zwei Stunden sollte man dafür einplanen. Dafür macht das Honor 7 eine Menge mit und reicht bei eher moderater Nutzung auch einen zweiten Tag. Je nach Displayhelligkeit darf für bis zu 10 Stunden gesurft oder Video geschaut werden. Im Alltag nutzten wir überwiegend den Smart Modus mit gedrosselter Hardware, im Ultra Stromsparmodus kann man sich auf die Grundlagen wie Telefon und SMS beschränken, um aus wenigen Minuten doch noch eine Stunde oder mehr Laufzeit zu machen. Zahlreiche Software Optionen wie Verbrauchswarnungen und Berechtigungen für Apps helfen bei der Optimierung der sehr guten Akkulaufzeit.

Huawei Honor 7 Silber (Bild 6 von 15)Huawei Honor 7 Silber (Bild 7 von 15)Bildquelle: notebookinfo.de | rk

Kameras, Multimedia und EMUI 3.1

Das Honor 7 möchte gerade im Hinblick auf die Digital Natives als Zielgruppe mit guten Kameras punkten und macht seine Sache da auch ordentlich. Die Hauptkamera sitzt hinter kratzfestem Saphirglas, bietet 20,7 Megapixel Auflösung und wird von einem DualLED Blitz unterstützt. In schlechten Lichtsituationen zeigen sich Unschärfe und Bildrauschen, bei Tageslicht erreicht die Honor 7 Kamera sehr detailreiche und scharfe Aufnahmen. Für Videochats und Selbstporträts integriert Honor eine Frontkamera, die nicht nur satte 8 Megapixel Auflösung bietet, sondern ebenso einen warmen LED Blitz besitzt. Auch softwareseitig unterstreicht Honor die Affinität zu Fotos: Unter den Kameramodi finden sich zahlreiche Funktionen speziell für die Verschönerung von Selfies, Essensfotografie und Lichtmalerei. Dass für HDR Aufnahmen extra ein Programm gewählt werden muss, ist nur ein kleiner Kritikpunkt bei den ansonsten in Hard- und Software soliden Kameras.

Huawei Honor 7 Silber (Bild 12 von 15)Bildquelle: notebookinfo.de | rk

Bei der Telefonfunktion bietet das Honor 7 einen leicht blechernen Klang, welcher uns auch schon beim Mate S aufgefallen ist. Ebenso verhält es sich mit der Musikwiedergabe – allerdings nur, bei voll aufgedrehter Lautstärke. Die Maximallautstärke ist durchaus beachtlich und der Lautsprecher kraftvoll, bei 80 Prozent erhält man dann auch ein ausgewogenes Klangbild.

Huawei Honor 7 Silber (Bild 13 von 15)Huawei Honor 7 Silber (Bild 14 von 15)Huawei Honor 7 Silber (Bild 15 von 15)Bildquelle: notebookinfo.de | rk
EMUI 3.1: Huaweis Google Android 5.0 Lollipop Anpassungen errninnern stark an Apples iOS

Viele Softwarefeatures der Emotion UI 3.1 haben wir ja schon genannt. Die Bedienung des Honor 7 gestaltet sich durch das Fingerabdruck Touchpad, Knuckle Screenshot, den Smartkey und die Voice Control Features sehr vielseitig. Umso übersichtlicher kommt die EMUI Variante von Google Android 5.0 daher. Es gibt keinen App-Launcher mehr und man bekommt als Nutzer wie bei iOS alle Apps auf die Homescreens verteilt. Dadurch erreicht man in den meisten Fällen schneller das Ziel. Auf die erste Seite ordnen wir uns die wichtigsten Funktionen, rechts und links daneben dann jeweils auch nach Relevanz geordnet den Rest. Mit einem Wisch nach unten gelangt man in die App Suche, welche bei diesem Schema und mit der Smartkey Funktion eigentlich nur sehr selten gebraucht wird.

Huawei Honor 7 Silber (Bild 5 von 15)Huawei Honor 7 Silber (Bild 4 von 15)Bildquelle: notebookinfo.de | rk

Uns gefallen die Anpassungsmöglichkeiten, in Bezug auf Designs und Energiesparen erlaubt die Huawei Oberfläche eine ähnliche Vielfalt wie bei der Bedienung. Haben wir die Infrarot-Fernbedienung mit Smart Controller App eigentlich schon erwähnt? Die Lupe oder den Spiegel? Huawei bietet eine große Anzahl von Funktionen, alle komplizierteren Untermenüs und Anwendungen werden mit simplen Tutorials verständlich erklärt.

Fazit

Mit dem Honor 7 bekommt man äußerst viel Smartphone für sein Geld. Das FullHD IPS-Display, Bedienkonzept und die inneren Werte können überzeugen. Unter der hochwertig verarbeiteten Metallhülle verbirgt sich performante Hardware. DualSIM, Fingerabdruckscanner, separate Hardwaretaste sowie zwei LED-Blitze findet man in der Preisklasse sonst nicht so schnell. Wer das Honor 7 zum Sonderpreis von 300 Euro ergattern konnte, hat ein starkes Schnäppchen geschlagen. Auch für 350 Euro würden wir das Gerät jedem empfehlen.

Die Fotoqualität könnte noch besser ausfallen, ist aber insbesondere bei den Selfies recht ordentlich. Mit dem satten 3.100 mAh Akku kommt man locker über einen Tag, Gesprächs- und Displayzeiten liegen in einem sehr guten Bereich. Einziger Kritikpunkt unsererseits: Wir vermissen NFC, das wir zum Koppeln schon sehr häufig einsetzen.

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von Cyberport.de | Händlerangabe: 30.09.16 18:39

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Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte1,5 (Sehr gut)
  4. Temperatur1,5 (Sehr gut)
  5. Lautsprecher2,0 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör1,5 (Sehr gut)
  8. Verarbeitung1,5 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse2,5 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)1,5 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen)1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Geekbench 3 Single-Core931 Pkt.Max. 2550 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core3413 Pkt.Max. 6501 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme8072 Pkt.Max. 11312 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited12170 Pkt.Max. 29037 Pkt.
Antutu50609 Pkt.Max. 136834 Pkt.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast3 Std. 34 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal15 Std. 13 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis10 Std. 26 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
Kommentare (4)
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