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Test ASUS ZenFone 5 LTE (A500KL) Schwarz - Dürftige Rückkehr in die Welt der Smartphones

Mit seiner ZenFone-Reihe will ASUS wieder Fuß im Bereich der reinen Smartphones fassen. Das ASUS ZenFone 5 mit LTE ist dabei der einzige Vertreter mit Snapdragon Prozessor, alle anderen Seriengeräte setzen auf Intel Atom Prozessoren. Wie sich das Mittelklasse-Modell für 259 Euro geschlagen hat, erfahrt ihr in unserem Test.

Einleitung: Kein Hybrid sondern ein waschechtes Smartphone

Mittelklasse wie sie im Buche steht: Das ASUS ZenFone 5 mit LTE.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Fotogalerie (9)
Die Mittelklasse: ASUS bietet mit dem ZenFone 5 ein wirklich durchschnittliches Smartphone auf.

In der jüngeren Vergangenheit gab es bei ASUS keine reinen Smartphones, immer musste man sich mit Hybriden aus Tablet und Smartphone oder Smartphone und Tablet-Dock begnügen. Die ZenFone-Serie ändert dies allerdings und bringt ASUS zurück in die Anbieterriege für Smartphones. ASUS bietet verschiedene Modelle an, mit 4- bis 6-Zoll Display und unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen hat man einiges in Petto. Die meisten Geräte verzichten dabei auf LTE-Unterstützung und setzen obendrein auf Intel Prozessoren. Ganz anders ist dies aber bei der LTE-Variante des ASUS ZenFone 5. Die kleinste Variante spart beim Arbeitsspeicher und Flashspeicher, setzt dafür aber LTE-Funktionalität und einen Snapdragon-Prozessor ein.

Das Design hat zwar einen Red Dot Award gewonnen, kann aber dennoch als sehr unauffällig bezeichnet werden. Optisch ist das ASUS ZenFone 5 LTE zumindest unserer Meinung nach kein echter Leckerbissen. Wer also auf besondere Gestaltung wert legt, der wird mit dem dezenten Design des ZenFone nicht unbedingt glücklich werden. Immerhin gibt es aber die Möglichkeit das Backcover auszutauschen und so auf eine auffälligere Farbe als Schwarz oder Weiß zu setzen.

Gehäuse: Schlicht aber solide

Wer einen Blick auf das ZenFone 5 wirft, der könnte dessen Design zumindest von der Front auch mit einem von hundert anderen Smartphones verwechseln. Einerseits kann man bei der Gestaltung nur wenig individuelle Elemente einbringen, dennoch unterscheidet sich ein Smartphone von HTC, Samsung oder Apple auch auf den ersten Blick von vorne relativ stark. Bei den neuen Smartphones von ASUS sieht dies aber anders aus. Wer das ZenFone 5 etwa neben eines der unzähligen Modelle von Wiko legt wird nur wenig Unterschiede ausmachen können. Das Design ist also höchstens als unauffällig und schlicht zu bezeichnen. Auch die Rückseite fällt hier nicht aus dem Rahmen. ASUS setzt auf eine leicht gewölbte Variante und matte Farben. Die schwarze Version unseres Testgeräts ist obendrein sehr anfällig für unschöne Ansammlungen von Fingerabdrücken. Immerhin stimmt dafür aber die Verarbeitungsqualität und Stabilität.

Schlichte Präsentation beim ZenFone.Die matte Rückseite ist anfällig für Fingerabdrücke.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Unauffällig: Das Design ist eher einfach und etwas langweilig gewählt beim ZenFone 5.

Mit 148,2 x 72,8 x 10,34 mm bei 145 Gramm ist das Smartphone immer noch handlich mit seinem 5-Zoll großen Display. Das Backcover lässt sich problemlos entfernen und austauschen. ASUS bietet verschiedene Farbvarianten für jeweils 19 Euro, darunter auch Rot und Gold an. Nachdem man das Backcover entfernt hat, kann auch eine MicroSD-Karte, sowie eine microSIM-Karte eingelegt werden. Der Lautsprecher sitzt ebenfalls auf der Rückseite und liefert ein durchschnittliches Ergebnis ab. Die Sounds klingen dabei ordentlich, ohne positiv oder negativ aufzufallen. Spaltmaße oder Ränder in denen sich viel Staub ansammeln kann sind nicht auszumachen, auch die Tasten sind fest verbaut und gut erreichbar. Die Kamera steht nicht aus dem Gehäuse heraus, aufgrund der gebogenen Rückseite liegt das ZenFone allerdings dennoch nicht eben auf dem Tisch auf.

Ausstattung: Android 4.4 mit ZenUI trifft auf LTE und WLAN nach n-Standard

Dass es sich beim ASUS ZenFone 5 um ein Mitteklasse-Modell handelt wird an vielen Aspekten deutlich. Nicht nur das unscheinbare Äußere und der Preis von 259 Euro wären hier zu nennen. ASUS setzt auf Google Android 4.4.2 KitKat, damit bekommt man leider nicht die aktuelle Version geboten. Über Android gestülpt wird wie gewohnt die eigene ZenUI. ASUS ergänzt die klassische Oberfläche um einige wenige Elemente. Diese ermöglichen den schnelleren Zugriff auf Smartphone-Funktionen und Apps und zeigen direkt die anstehenden Termine und Ereignisse, wie etwa Geburtstage der nächsten Tage auf dem Homescreen an. Die Änderungen halten sich insgesamt aber in Grenzen, auch wenn das Erscheinungsbild sich beim Design der Icons vom klassischen Android abhebt. Die Gestaltung fällt flacher aus und erinnert so etwas mehr an Android 5.0 oder auch andere modifizierte Oberflächen wie etwa die Emotion UI von Huawei.

Die Kamera steht beim ZenFone nicht aus dem Gehäuse heraus.Soft-Touch Button kommen beim ZenFone 5 zum Einsatz.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
LED-Blitz: Die 8 Megapixel Kamera bietet neben Autofokus auch einen LED-Blitz an.

Für kleine Schnappschüsse zwischendurch reicht die verbaute Kamera mit 8 Megapixel aus. Autofokus und ein LED-Blitz sind als Features vorhanden. Die Frontkamera löst mit 2 MP auf und genügt kaum für brauchbare Selfies. Fotos und Videos können anschließend in den 8 GB kleinen internen Flashspeicher abgelegt werden. Dieser kann über eine MicroSD-Karte um maximal 64 GB erweitert werden. Da relativ viele zusätzliche Apps von ASUS direkt vorinstalliert werden, stehen dem Nutzer nur noch rund 4 GB zur freien Verfügung. Der Kauf einer MicroSD-Karte kann also praktisch als Pflicht angesehen werden.

Wer das Smartphone als Navi nutzen will, der kann sich über GPS, Assisted GPS und GLONASS-Unterstützung freuen. Somit steht einer präzisen Navigation praktisch nichts im Wege. Wer zusätzliche Apps beziehen möchte, der kann dafür auf das integrierte LTE-Modem zurückgreifen oder alternativ nach WLAN-Standard 802.11 b/g/n eine Verbindung herstellen. Dualband-Unterstützung gibt es aber ebenso wenig wie NFC. Externes Zubehör kann aber via Bluetooth 4.0 gekoppelt werden.

Technische Daten

Display:5" IPSAuflösung:1280 x 720
Prozessor:Qualcomm Snapdragon 400 (MSM8926) / 1.2 GHzGrafikkarte:Qualcomm Adreno 305
Festplatte16 GBRAM:2 GB
Plattform:Android 4.4 KitKat
Akkulaufzeit:20,6 Std.Gewicht:140 g
B x H x T:7.28 cm x 14.82 cm x 1.03 cmFarbe:schwarz

Leistung: Mitteklasse pur durch Snapdragon 400

Durchschnittliche Ergebnisse auch in den Benchmarks.Durchschnittliche Ergebnisse auch in den Benchmarks.Durchschnittliche Ergebnisse auch in den Benchmarks.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Kein Performance-Wunder: Mit 1 GB RAM und Snapdragon 400 CPU sollte man keine Wunder von der Leistung des Smartphones erwarten.

ASUS setzt bei fast allen ZenFones auf Intel Atom Chips, anders sieht dies beim ZenFone 5 LTE aus. Denn hier kommt ein Qualcomm LTE-Modem, sowie ein Qualcomm Snapdragon 400 Quad-Core-Prozessor mit 1,2 GHz zum Einsatz. Diesem steht die Adreno 305 GPU und 1 GB Arbeitsspeicher zur Seite. Der Snapdragon 400 ist der Prozessor schlechthin wenn es um die Mitteklasse geht, denn durchschnittlicher geht es in Sachen Leistung kaum. Besuche im Internet, Social Networks und die Systembedienung laufen meist flüssig ab. Wer hingegen aufwändigere 3D Spiele genießen will, schaut in die Röhre. Auch Webseiten mit vielen Bildern oder mehrere offene Apps bzw. Tabs im Browser sorgen schnell für eingeschränkte Performance bzw. leichte Ruckler bei der Bedienung. Dies liegt aber eher am knapp bemessenen Arbeitsspeicher als an der Snapdragon CPU.

Display: HD-Display mit Gorilla Glass 3

Beim Bildschirm gibt es ebenfalls keine großen Überraschungen. So löst das 5-Zoll Display mit 1.280 x 720 Pixel auf, was 294 ppi entspricht. Die Auflösung ist hoch genug für einen Bildschirm dieser Größe. Das IPS-Panel sorgt für Blickwinkelstabilität und die Anti Fingerprint-Beschichtung hilft etwas dabei um weniger Fingerabdrücke auf dem Display anzusammeln. Obendrein wird der Screen von Corning Gorilla Glass 3 geschützt, was zumindest etwas besseren Schutz gegen kleinere Kratzer im Alltag bedeutet.

Die Displayhelligkeit bewegt sich maximal zwischen 340 und 370 Candela, was einen für die Klasse guten Wert darstellt. Dieser sorgt dafür, dass man auch bei Sonnenschein noch Texte vom Display ablesen kann. Auch der Schwarzwert kann sich sehen lassen, gleiches gilt für den Kontrast von rund 1000:1.

Emissionen: Ausreichend Kapazität für einen Tag

Der 2.110 mAh Akku im ASUS ZenFone 5 lässt sich vom Besitzer nicht nachträglich austauschen. Mit dem fest verbauten Akku hält das Smartphone in etwa einen Tag lang durch, bevor es erneut aufgeladen werden muss. Wer die Stromsparmodi des ZenFone nutzt, kann rund 13 Stunden aus dem Smartphone herauskitzeln. Wer hingegen ausgiebig Spiele genießt, der kann nur mit rund 2 Stunden an Laufzeit rechnen. Trotz der durchschnittlichen Hardware kann man sich somit leider nicht über eine lange Zeit an seinem Handy erfreuen.

Bei den Temperaturen kann sich das Smartphone dafür bei längerer Last recht stark erwärmen. So werden an 3 Punkten rund 45 Grad erzielt. Da das ASUS ZenFone 5 aber kein Smartphone für Zocker ist, werden diese Werte eher selten im Alltag erreicht werden. Bei normaler Nutzung bewegen sich die Temperaturen im angenehmeren Bereich von ca. 30-38 Grad Celsius.

In der Praxis: Kein Highlight, sondern ein Mittelklasse-Modell mit dürftiger Speicherausstattung

Mittelklasse wie sie im Buche steht: Das ASUS ZenFone 5 mit LTE.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Kein Highlight: Nur ein weiteres Smartphone unter vielen in der Mitteklasse.

Eigentlich sollte man denken dass es inzwischen mehr als genug Mittelklasse-Modelle bei den Smartphones gibt. Aber dem ist scheinbar nicht so, dass zumindest muss man sich bei ASUS gedacht haben. Anders kann man sich das austauschbare ASUS ZenFone 5 kaum erklären. Klar ist, dass ASUS praktisch keine eigenständen Smartphones mehr im Angebot hatte und die zweite Generation womöglich etwas auffälliger sein dürfte. Dennoch waren wir vom ZenFone etwas enttäuscht. Denn von einem Smartphone für rund 260 Euro darf man doch etwas mehr erwarten als nur 4 GB freien Flashspeicher, einen fest verbauten Akku, ein unauffälliges Design und 1 GB Arbeitsspeicher.

Ansonsten hat das ZenFone keine gravierenden Schwächen, aber auch nichts was es positiv von der Masse abheben könnte. Die eigene ZenUI ist zwar ganz nett, aber für sich genommen kein Grund um unbedingt zum ZenFone anstelle eines anderen Modells zu greifen. Wer aber dennoch ein Auge auf das Modell von ASUS geworfen hat, der sollte in jedem Fall 20 Euro mehr investieren und das ZenFone 5 mit doppelten Arbeits- und Flashspeicher erwerben.

Fazit

Man könnte das ASUS ZenFone praktisch als Beispiel neben dem Eintrag „Smartphone der Mittelklasse“ abbilden. Eine Laufzeit von einem Tag, relativ ordentliche Performance, ein akzeptabler Preis und ohne echte Highlights oder gar Alleinstellungsmerkmale. Das einzig wirklich positive dürfte wohl die in der Preisklasse nicht immer vorhandene LTE-Funktionalität sein. Abseits davon ist das ZenFone 5 einfach nur eines von sehr vielen Mittelklasse Smartphone auf dem Markt.

Ab 199,00 EUR sind Geräte aus der Serie verfügbar - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display2,0 (Gut)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur3,0 (Befriedigend)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Akku und Energieverbrauch3,0 (Befriedigend)
  7. Software und Zubehör2,5 (Gut)
  8. Verarbeitung2,5 (Gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)3,0 (Befriedigend)
  11. Leistung (Anwendungen)3,0 (Befriedigend)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V82053 Pkt.Max. 12723 Pkt.
Sunspider1632.1 msMin. 324 ms
Smartbench 20125219 Pkt.Max. 10254 Pkt.
Linpack (Android)234259 MFLOPSMax. 1143896 MFLOPS
Geekbench 3 Single-Core345 Pkt.Max. 2550 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core1139 Pkt.Max. 6501 Pkt.
3DMark Ice Storm5651 Pkt.Max. 14137 Pkt.
3DMark Ice Storm Extreme2870 Pkt.Max. 11312 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited4694 Pkt.Max. 29037 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile2439 Pkt.Max. 9539 Pkt.
NenaMark 256.2 fpsMax. 62 fps
Basemark ES 2.028.11 fpsMax. 61.76 fps
Basemark X Medium4204 Pkt.Max. 38199 Pkt.
Antutu17966 Pkt.Max. 136834 Pkt.
Vellamo HTML51745 Pkt.Max. 6120 Pkt.
Vellamo Metal765 Pkt.Max. 3712 Pkt.
Quadrant8575 Pkt.Max. 42181 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen5.9 fpsMax. 87 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen10.7 fpsMax. 59 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 8 Min.Max. 6 Std. 40 Min.
Maximal25 Std. 0 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis13 Std. 33 Min.Max. 33 Std. 10 Min.
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