1. Startseite
  2. Notebook Tests
  3. Test Toshiba Qosmio F750-11U - Überteuerter 3D-Blender

© Copyright by Toshiba. Abbildung kann abweichen.Fotogalerie (3)
Bilder zum Test: Toshiba Qosmio F750-11U - Überteuerter 3D-Blender

Dieser 15,6-Zoller ist äußerst stylisch, ein japanischer Italiener kann man sagen. Das gediegen, abgerundete Hochglanz-Kunststoffchassis erinnert an fesche Sportwagen. Der etwas mollige Displaydeckel hat eine leuchtend rote Außenhaut, in die ein fein geschwungenes Punktmuster eingearbeitet wurde. Der Displayrand im Innern ist schwarz. Da er spiegelt, stören hier Fingerabdrücke und Reflexionen. Die Masse an Hinguckern auf der Arbeitsoberfläche kompensiert vereinzelte Reflexionen. Das mittige Displayscharnier ist in einer geschwungenen Erhöhung verankert, hat einen gut bemessenen Widerstand, lässt aber zu viel Nachwippen zu. Unter dem Scharnier findet sich eine unaufdringliche Lautsprecherleiste mit dem leuchtend weiß umrandeten Netzschalter. Auch die Funktionstasten, die dezenten Statusanzeigen und eine Markierungsleiste über dem Touchpad sind mit hellen, weißen LEDs beleuchtet – bei Bedarf lässt sich die Hintergrundbeleuchtung aber auch abschalten. Die großzügig dimensionierte Floating-Tastatur liegt in einer leichten Vertiefung. Bis auf die Tasten besitzt der Qosmio keine rechten Winkel oder scharfe Ecken. Die Verarbeitung des Gehäuses hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Die Spaltmaße sind gering aber über dem Blu-Ray Laufwerk lässt sich das Chassis zu weit eindrücken. Auch der Displaydeckel wirkt ein wenig wackelig und gibt Verwindungen nach.

Die Eingabegeräte sind recht ordentlich. Obwohl die Tastatur im veralteten Floating Design gefertigt wurde, gestalten der kurze Hub und der deutliche Druckpunkt auch das Schreiben langer Texte angenehm. Die Tasten sind vergleichsweise groß, liegen eng beieinander, lassen sich aber treffsicher finden. Bei aktivierter CAPS Lock-Taste für Großbuchstaben leuchtet eine in die Taste integrierte, grüne LED und auch über dem NUM-Lock findet sich eine solche Anzeige. Der separate Ziffernblock erleichtert zudem die Ausführung von Büroanwendungen. Für unseren Geschmack ist die Enter-Taste zu schmal geraten, das Design verursacht aber keine Tippfehler. Über dem etwas nach links versetztem Touchpad kann dieses durch einen Tastendruck sehr bequem deaktiviert werden. Die angeraute Oberfläche bietet eine tolle Haptik. Multitouch-Gesten werden klar erkannt und sind nach kurzer Einübung intuitiv anwendbar.

An Schnittstellen lässt das Qosmio Multimedia-Notebook nichts vermissen. Von insgesamt vier USB Anschlüssen unterstützt einer USB 3.0. An der linken Seite finden sich HDMI- und VGA- Port neben dem LAN-Anschluss. An der Rückseite besitzt das F750-11U sogar einen Antennenanschluss für eine DVB-T Antenne oder analoges Fernsehen, über welche der integrierte TV-Tuner nutzbar ist. Zudem trägt das Toshiba Qosmio F750-11U eine Kopfhörer- und eine Mikrofonbuchse. Der integrierte Multikartenleser unterstützt neben den Standardformaten SD, MMC, SDHC auch SDXC und sogar Sonys Memory Sticks. Drahtlos können Sie über WLAN 802.11 b/g/n oder Bluetooth 3.0 verfügen.

Auch bei der Softwareausstattung zeigte sich Toshiba befriedigen. Neben einem vorinstalliertem, obligatorischen Windows 7 Home Premium erhält man ein teilweise umfangreiches Programmpaket für Multimedia-Anwendungen. Die Fernbedienung im Zubehör komplettiert das Entertainment Paket.

Technische Daten

Display:15.6"Auflösung:1920 x 1080 (Full HD)
Prozessor:Intel Core i7 2670QM / 2.2 GHzGrafikkarte:NVIDIA GeForce GT 540M
Festplatte500 GB Hybrid -+ 4 GB SSDRAM:8 GB
Laufwerk:k.A.Plattform:Microsoft Windows 7 Home Premium 64-Bit-Edition
Akkulaufzeit:3 Std.Gewicht:2.9 kg
B x H x T:38.4 cm x 3.06 cm - 3.63 cm x 26.3 cmFarbe:Leuchtendes Rot

Auf dem Prüfstand

Der Intel Core i7-2670QM Prozessor rechnet sich, unterstützt von 8 GB Arbeitsspeicher, sehr flott durch unsere Benchmarks. Auch die Nvidia Geforce GT 540M bietet für die Multimedia-Notebook Kategorie eine Leistung, die im oberen Bereich anzusiedeln ist. Die Blu-Ray Wiedergabe in 3D, als anspruchsvollste Multimedia-Anwendung bereitet keine Probleme. An den Stereo Lautsprechern aus dem Hause Harman/Kardon ist nichts auszusetzen. Für ein Stereo System ohne Subwoofer ist der Klang sehr voll und klar. Auch aktuelle Spiele wie The Elder Scrolls 5: Skyrim werden noch mit mittleren Details flüssig dargestellt. Die Hybridfestplatte ist mit 500 GB ausreichend dimensioniert und kann dank 4GB Flashspeicher etwas schnellere Lesegeschwindigkeiten als herkömmliche HDDs vorweisen.

Das 3D-Feature ohne Brille sieht nur auf dem Papier gut aus. Die Darstellung von Tiefe ist zwar beeindruckend, aber das Toshiba Qosmio F750-11U hat mit den für Technologie typischen Problemen wie Crosstalk und Ghosting zu kämpfen. So beeindruckend der Ansatz von Toshiba scheint, per Webcam die Distanz des Nutzers festzustellen – gegenüber den vergleichsweise verträglichen Polarisations- und selbst den Shutter-Techniken, welche eine 3D-Brille voraussetzen, hat der Qosmio das Nachsehen. Schnell schmerzen die Augen und unscharfe Linien sowie die erwähnten Geisterbilder werden zu anstrengend. Das Feature ist nur für eine Person gedacht und diese sollte den Kopf möglichst still und innerhalb eines eng begrenzten Abstands zum Panel halten.

Toshiba hätte auf das 3D Feature verzichten sollen. Das spiegelnde FullHD-Display bietet mit 250 Candela pro Quadratmeter zwar eine akzeptable Helligkeit und liefert mit 535:1 einen guten Kontrastwert - doch leidet auch die 2D Anwendung unter dem 3D Feature. Bei näherer Betrachtung erkennt man eine Art Textilstruktur der Flüssigkristallfolie, welche die Darstellung trübt beziehungsweise verwäscht.

Die Emissionen und der Stromverbrauch halten sich im Rahmen. Mit maximal 46 Dezibel unter Volllast ist der Qosmio kein Leisetreter, minimale 31 Dezibel im Idle sind akzeptabel. Bei der Filmwiedergabe ist ein Wert von 38 Dezibel vertretbar. Im praktischen Betrieb zieht der Qosmio 50 Watt aus der Steckdose, im Leerlauf sind es 23 Watt und unter Volllast bis zu 148 Watt. Der Akku lädt und entlädt sehr schnell: Wir ermittelten eine Laufzeit von 1,5 Stunden in der Praxis. Das spiegelnde Display ist nicht für den Einsatz an sonnigen Stellen geeignet und somit ist der Qosmio F750-11U trotz des 15 Zoll Formats nicht wirklich mobil. Unter Volllast hielt der Akku ganze 11 Minuten durch.

Zusammenfassung

Die Hardware ist mit dem leistungsstarken Intel Core i7-2670QM, der Nvidia Geforce GT 540M Grafikkarte und dem Blu-ray Laufwerk bereit für alltägliche Multimedia-Aufgaben. Das brillenlose 3D Feature bietet allerdings mehr Nach- als Vorteile und der stattliche Preis ist angesichts der eingeschränkten, realen Nutzbarkeit nicht gerechtfertigt. Das Toshiba Qosmio bleibt wegen dem Glare-Finish zudem am liebsten Zuhause oder aufgrund des Verkaufspreises von rund 1.500 Euro gleich ganz im Ladenregal. Für eine vergleichbare Leistung ohne das 3D Feature müssen Sie weit weniger tief in die Tasche greifen.


Andere Notebooks von Toshiba - Jetzt anzeigen

Andere Notebooks von Toshiba - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck2,0 (Gut)
  2. Display3,0 (Befriedigend)
  3. Eingabegeräte2,0 (Gut)
  4. Temperatur2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher2,5 (Gut)
  6. Betriebsgeräusche3,0 (Befriedigend)
  7. Anschlüsse1,5 (Sehr gut)
  8. Akku und Energieverbrauch5,0 (Mangelhaft)
  9. Software und Zubehör3,0 (Befriedigend)
  10. Leistung2,5 (Gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
3DMark068261 Pkt.Max. 28871 Pkt.
3DMark111024 Pkt.Max. 15311 Pkt.
3DMarkVantage4496 Pkt.Max. 47497 Pkt.
PCMark73078 Pkt.Max. 6666 Pkt.
PCMarkVantage8878 Pkt.Max. 31224 Pkt.
PassMark Performance Test 7.01572 Pkt.Max. 19706 Pkt.
PassMark Performance Test (HDD Read)91.3 MB/sMax. 941.5 MB/s
PassMark Performance Test (HDD Write)52.5 MB/sMax. 781 MB/s
Everest RAM Read15551 MB/sMax. 20490 MB/s
Everest RAM Write15675 MB/sMax. 28089 MB/s
Everest RAM Latenz57.0 nsMin. 27.6 ns
Everest HDD Random Read82.7 MB/sMax. 1013.7 MB/s
Everest CPU Queen34613 Pkt.Max. 50362 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Single)4947 Pkt.Max. 7529 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (Multi)18225 Pkt.Max. 27150 Pkt.
Cinebench R10 64 Bit (OpenGL)4457 Pkt.Max. 8798 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Single)3932 Pkt.Max. 5704 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (Multi)14881 Pkt.Max. 21307 Pkt.
Cinebench R10 32 Bit (OpenGL)4119 Pkt.Max. 9005 Pkt.
Videokonvertierung50 Sek.Min. 32 Sek.
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast0 Std. 11 Min.Max. 5 Std. 15 Min.
Maximal2 Std. 50 Min.Max. 24 Std. 53 Min.
Praxis1 Std. 30 Min.Max. 13 Std. 36 Min.
Durchschnittlicher Energieverbrauch

50 Watt
Stromkosten im Jahr bei der durchschnittlichen Verwendung von 6 Stunden täglich bei 24,00 Cent pro kWh: 6 Stunden x 365 Tage x 0,050 kWh x 24,00 Cent = 26,28 EUR

Kommentieren
Mit dem Absenden erklären Sie Ihr Einverständnis mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung.