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Test Dell Venue 8 7840 - Spitzenreiter bei den Android Tablets

Das Dell Venue 8 7840 im Test ist ein Kandidat für die Spitzenposition unter den Android-Tablets mittlerer Größe. Seit September letzten Jahres warten wir auf das ungewöhnliche Design. Nun sehen wir uns zudem einem auf den ersten Blick erstklassigen Display gegenüber und dürfen die erste Tiefenkamera in einem Tablet ausprobieren. Finden wir Schwächen beim dünnsten Tablet der Welt im Test oder verdient das Dell Venue 8 wirklich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung?

Einleitung: Ein 8,4-Zoll Emporkömmling

Dell Venue 8 7840 (Bild 1 von 16)Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Fotogalerie (16)
OLED-Display: Eine echte Seltenheit, denn die hochwertige Displaytechnologie findet man nur sehr selten.

Nur 0,1 Millimeter weniger Bauhöhe als beim Apple iPad Air 2 - das reicht für den Titel "dünnstes Tablet der Welt". Dieser Begleitsatz erscheint umso wichtiger, da die etwas klobige Bezeichnung Dell Venue 8 7840 nicht beim ersten Hören gleich wiedergibt, dass es sich hier um einen Premium-Androiden handelt, der bei der Tablet-Suche durchaus mit einbezogen werden sollte. In der Preisklasse des Apple iPad mini 3 angesiedelt und durchaus ebenbürtig vom Featureset kann das 8,4-Zoll Tablet vielleicht im einen oder anderen Haushalt Fuss fassen, auch wenn Dell bei der Aufzählung von Tablet-Herstellern wahrscheinlich nicht an erster Stelle genannt wird.

Das dünnste Tablet der Welt kommt von Dell.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Nur 6mmBauhöhe: Dünnstes Tablet der Welt

Das Dell Venue 8 7840 schickt sich an, das zu ändern. Mit einem knackigen 8,4-Zoll OLED-Display in genauso knackiger Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel, gutem Sound, Top-Verarbeitung und Intel RealSense Snapshot Tiefenkamera liefert es genug Argumente. Wir verteilen hier keine Vorschusslorbeeren, auf der CES 2015 in Las Vegas und einer gesonderten Vorstellung des Tablets in München konnten wir das Dell Venue 8 7840 bereits vorab in Augenschein nehmen.

Gehäuse: Design auf einer Stufe mit den Apple iPads und Platz 1 bei der Verarbeitung

Nur 5mm Rand umgeben das knackige Infinity Display des Dell Venue 8 7000Das Dell Venue 8 7000 zeigt ein ungewöhnliches Industrial-DesignBildquelle: notebookinfo.de | rk
Preisgekönt: Das industrial Design des Dell Venue 8 erhielt den Best of Innovation Award der CES 2015

Imposanter als die geringe Dicke des Dell Venue 8 7840 ist das Infinity Display. Mit "unendlich" übersetzt, beschreibt der Marketingbegriff den vom Dell XPS 13 bekannten, äußerst schmalen Rand (5mm) um den Bildschirm. Nicht mehr nur Apple liefert Premium Designs in Verbindung mit hochwertigem Material, dank durchgefärbtem Aluminium Unibody positioniert sich Dell optisch und haptisch in der gleichen Liga und heimste auf der CES 2015 damit auch einen "Best of Innovation Award" ein.

Man kann natürlich den drei Zentimeter breiten, flächig verklebten Kunststoffstreifen am unteren Gehäuseende kritisieren - wir finden das asymetrische Design jedoch mindestens mutig. Irgendwo muss man das Tablet greifen und irgendwo müssen auch die Antennen und der Stereolautsprecher unterkommen. Hält man das Tablet an eben jenem Streifen aus Polyresin, ein sehr bruchfester Kunststein aus Harzen und Gesteinsmehl, so dämpft man den WLAN-Empfang um circa 10dB. Wir können es aber auch problemlos eine Weile einhändig umgreifen. Im Porträtmodus und im Landscapeformat werden die 313 Gramm auch nicht zu schwer. Wir erleben allerdings eine etwas ungleichmäßige Gewichtsverteilung, der Schwerpunkt liegt abseits der Mitte unter dem Dell Logo.

Minimaler Rand: Rund um das Display sind nur minimale Ränder zu sehen.Hochwertig verarbeitet: An der Qualität kann man nichts aussetzen.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Mutiges Design: Dell verpasst dem Venue 8 7840 ein frisches Äußeres, welches aber auch durch die hochwertigen Materialien zu überzeugen weiß.

Das industrielle Design besticht durch nahezu nicht vorhandene Materialübergänge. Auf der Rückseite des schwarzen Streifens hätte Dell statt dem Glaspanel besser mal zur mattierten, schwarzen Oberfläche gegriffen, die auch auf der Front zu finden ist. Fingerabdrücke halten sich dort leider wirklich sehr hartnäckig.

Hinsichtlich der Verarbeitung setzt Dell mit dem Venue 8 7000 neue Maßstäbe. Eine bessere Qualität ist uns bisher noch nicht untergekommen. Trotz der geringen Dicke lässt das Unibody-Gehäuse nur minimale Verwindungen zu. Der Übergang zum Polyresin markiert durch eine stabile Verklebung keine potentielle Bruchstelle und das Dell Venue 8 7000 ist das erste Tablet, bei dem wir weder durch Druck auf die Rückseite noch auf das Displayglas eine Wellenbildung auf dem Bildschirm hervorrufen können. Es handelt nicht um Gorilla Glass 3, soviel konnte uns Dell sagen. Auf jeden Fall leistet der Materialmix ganze Arbeit, mit dem Dell Venue 8 7000 kauft man sowohl haptisch als auch optisch die Crème de la Crème. Selbst die Lautstärkewippe und der Powerbutton tragen Premium-Charakter.

Ausstattung: Die erste Tiefenkamera im Tablet

Noch spaltet Tablet-Fotografie die Gemüter. Auf jeden Fall mehr als bei Schnappschüssen mit dem Smartphone, wo in der Regel auch bessere Kameras verbaut werden. Vor Jahren noch belächelt, schmuggeln sich beidhändig fürs Foto hochgehaltene Tablets zunehmend in die Riege der Allgemein akzeptierten Verhaltensweisen. Urlaubsfotos, Barcodes scannen, Foodfotoquickie... hier hat die Marktdurchdringung der Apple iPads die neue Geräteklasse immer weiter mit der heutigen, schnelllebigen Schnappschuss-Kultur verbunden. Grund genug für Dell, die Intel RealSense Tiefenkamera im Venue 8 7000 als eines der Schlüsselfeatures zu positionieren. Auch die Dell Gallery Begleitsoftware verhilft der Fotofunktion des Tablets zu einer gesonderten Stellung. Doch zuerst zur Hardware:

Bei günstigen Lichtverhältnissen liefert die Kamera durchaus ordentliche Ergebnisse ab.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Gute Lichtverhältnisse - gute Fotoqualität: Wenn das Licht mitspielt, kann sich die Qualität der Aufnahmen durch die Hauptkamera durchaus sehen lassen.

Die 8 Megapixel Hauptkamera von Intel, welche aufgrund der erforderten Bauhöhe im schwarzen Polyresin-Anhängsel unterkommt, erhält von Dell zwei kleinere Kameras zur Seite gestellt. Diese verstecken sich in dem schmalen schwarzen Streifen unter dem Intel Logo auf der Rückseite. Schon länger wildert der Chiphersteller im Umfeld von User Experience und zeigt auf jeder Messe neue Versionen von Gesten oder Sprachsteuerung. Die Intel RealSense Snapshot Kamera ermöglicht es dem Tablet, Tiefeninformationen für die Fotos zu speichern. Dafür fangen die beiden zusätzliche Bilder ein und errechnen durch die Verschiebung und Kontraste eine Karte für Tiefeninformationen. Für ein solches Foto braucht die Kamera-App eine ganze Weile länger. Mit den Tiefeninformationen können dann Hintergründe weichgezeichnet werden, Farbeffekte kann man für eine bestimmte Distanz platzieren oder aber man kann über die Wahl von mehreren Messpunkten Längen und Flächen im Foto bestimmen. Dell nennt den Kauf von Möbeln oder Farbe als Anwendungsbeispiel.

Von der Bildqualität her bietet die Intel RealSense Kamera nur unteres Mittelmaß. Deaktiviert man die Tiefenfunktion, so erhält man hellere und detailreichere Fotos mit einer wesentlich besseren Qualität. Ohne RealSense siedelt sich die Kamera unter den Top-Tablet Linsen an, das Feature sollte also nicht standardmäßig aktiviert sein zumal es sehr viel Rechenzeit fordert. Die 2 Megapixel Frontkamera ordnet sich qualitativ eher leicht unterdurchschnittlich ein, reicht aber für Skype-Anrufe locker aus. Einen LED-Blitz für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen finden wir nicht. Wir wollen die Fotofunktion des Tablets, auch wenn sie wie in diesem Fall wesentliche Neuerungen bereithält, nicht überbewerten. Interessant ist die erwähnte Dell Gallery App als Foto-Zentrale. Die Bilder aus Facebook, Picasa und Dropbox können zeitlich, räumlich oder nach Quellkonto sehr übersichtlich geordnet werden. Das stellt auf einem Tablet, auf dem sicher in vielen Familien und Haushalten gemeinsam Fotos betrachtet werden, in unseren Augen einen praktischen Ansatz dar.

Der Klang des Dell Venue 8 7840 kann sich hören lassen.Tiefenbilder: Dank der Intel Technologie und mehreren Kameras ist dies möglich.Bildquelle: notebookinfo.de | rk
Zwei extra Kameras: Intel und Dell setzen auf neue Technologien, um auch Fotos mit Tiefeninformationen mit dem Venue 8 Tablet anfertigen zu können.

Ab 379 Euro ist das Dell Venue 8 7840 derzeit in der WIFI only Variante mit 16 GB Speicher zu haben. Über einen microSD Slot können bis zu 512 GB ergänzt werden. Vorinstalliert ist ein bis auf die Gallery, Polaris Office und weitere kleine Ergänzungen weitestgehend unbehandeltes Google Android 4.4.4 KitKat. Ein Menupunkt für den Dell Cast HDMI Stick wurde hinzugefügt und die My Dell App bietet Zugang zu Systeminformationen, Systemtests sowie zum Dell Service. Ansonsten finden wir ein Stock Android vor. Die nächste Iteration Android 5.0 Lollipop wird definitv bald auf das Venue 8 7000 kommen. Dell arbeitet mit Hochdruck an dem Update und wir versprechen uns eine leicht gesteigerte Performance.

An Funkstandards bietet das verbaute Intel 7260 Modul WLAN-ac und Bluetooth 4.0. Wir vermissen allerdings NFC, zumal Dells Bluetooth Speaker aus dem optionalen Zubehör einen solchen Nahfunkchip zur Kopplung bereithält. GPS für präzise Standortermittlung und Geotagging in der Dell Gallery ist verbaut. Eine LTE Variante wird es vermutlich ab April oder Mai für 100 Euro Aufpreis geben. Über microUSB wird das Tablet geladen oder mit dem PC verbunden. An der Headsetbuchse hängen laut Dell hochwertige Digitalwandler, zumindest mit der MaxxAudio Equalizer App meinen wir, einen etwas klareren Klang zu vernehmen. Die Unterschiede zu unserem Sony Xperia Z3 Smartphone sind allerdings marginal und könnten auch aus der Höhenbetonung des Softwarepresets "Musik" resultieren. Der Stereolautsprecher liefert einen kraftvollen Klang und komplettiert die Multimedia-Tauglichkeit des Geräts. Der Stereoeffekt ist leider nur im Porträtmodus gegeben, eine tatsächliche Verschlechterung des Klangs im Landscape durch Verdeckung erfahren wir nicht.

Besonderes Augenmerk legt Dell auch auf den internen Speicher, der eMMC Flashspeicher arbeitet mit Leseraten zwischen 150 MB/s und 160 MB/s und trägt damit zur allgemeinen Performance bei. Kommen wir nun zur Leistung.

Technische Daten

Display:8.4" TouchAuflösung:2560 x 1600
Prozessor:Intel Atom Z3580 / 2.3 GHzGrafikkarte:PowerVR G6430
Festplatte16 GBRAM:2 GB
Plattform:Android 4.4 KitKat
Akkulaufzeit:k.A.Gewicht:0.31 kg
B x H x T:12.44 cm x 21.58 cm x 0.6 cmFarbe:schwarz silber

Leistung: High-End, wenn auch nicht Platz 1

Leistung auf dem Level eines Snapdragon 801.Starke Ergebnisse im Web Benchmark.Der Intel Prozessor zeigt seine Leistung im AnTuTu Benchmark.Bildquelle: notebookinfo.de | cw
Top Performance: Alltagstests und Benchmarkwerte machen klar, dass der verbaute Intel Prozessor für eine mehr als flüssige Bedienbarkeit sorgen kann.

Im Dell Venue 8 7840 arbeitet ein Quad-Core Prozessor von Intel mit 64-Bit Architektur. Der Intel Atom Z3580 kann im Burst-Modus Taktraten von bis zu 2,33 Ghz erreichen und sorgt gemeinsam mit 2 GB Arbeitsspeicher dafür, dass das Dell Tablet alle Alltagsaufgaben mit Bravur meistert. Die Bedienung der Systemoberfläche erfolgt ohne Verzögerungen und das System reagiert präzise und schnell auf Nutzereingaben. Auch mehrere offene Tabs im Chrome Browser, sowie mehrere offene Apps bringen das Tablet nicht zum ruckeln.

Für Grafikberechnungen ist die PowerVR G6430 GPU zuständig. Dieser Chip findet sich auch im iPad mini der 2. und 3. Generation und im iPhone 5s wieder. Allerdings ist die Taktrate der GPU im Dell Tablet deutlich höher angelegt als im iPhone 5s. Die CPU Leistung liegt in etwa zwischen dem Snapdragon 801 und Snapdragon 805, die GPU muss sich allerdings den neueren Generationen wie der Adreno 420 deutlich geschlagen geben. Betrachtet man die komplette Leistungsbandbreite ist ein Nexus 9 und ein iPad Air 2 eine deutliche Stufe darüber angesiedelt.

Dennoch bewegt sich das Dell Venue 8 7840 Tablet auf einem Top-Niveau und muss sich vor kaum einem anderen Modell auf dem Markt verstecken. Auch Gamer können ihren Spaß mit dem Gerät haben, denn praktisch alle Spiele laufen auch in hohen Detailstufen flüssig über den grandiosen OLED-Bildschirm.

Display: Knackig, hochauflösend, kontrastreich - Wow!

Der Intel Atom Z3580 rechnet performant, hat aber gelegentlich SchluckaufBildquelle: notebookinfo.de | rk
Knackig: Niedrige Helligkeit gleich das OLED-Display mit exzellentem Kontrast aus

"Wir verbauen derzeit das beste Tablet-Display in diesem Format", bewirbt Dell das 8,4-Zoll OLED-Panel aus dem Hause Samsung. Der Touchscreen des Dell Venue 8 7000 liefert durch die Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel in der Tat eine äußerst scharfe Darstellung (361 ppi) und erreicht dank OLED-Technologie eine bisher unterreichte Farbbrillianz. Auf dem Bildschirm springen dem Nutzer saturierte Farben regelrecht entgegen. Da schwarze Pixel nicht durch eine Hintergrundbeleuchtung durchstrahlt werden müssen, spart die Panel-Technologie nicht nur Strom, sondern liefert auch einen wirklich schwarzen Pixel. Der resultierende sehr hohe Kontrast lässt die nur mittelmäßige Helligkeit des Displays von 211 Candela pro Quadratmeter tatsächlich verschmerzen. Das 16:10 Format eignet sich sowohl zum Lesen, auch hier ist der Kontrast sehr angenehm für die Augen, als auch für Spiele oder Filme im Landschaftsmodus. Film- und Serienfans dürfen also ruhig mal einen Blick auf das Dell Venue 8 werfen, dank tadelloser Blickwinkelstabilität muss dieser Blick auch nicht lotrecht aufs Panel fallen. Wir können auf jeden Fall sagen, dass Dells Venue 8 7000 eines der besten Displays bietet.

Emissionen: Gute Akkulaufzeit bei angenehmen Temperaturen

Fest verbaut findet sich ein 5.900 mAh starker Akku im Dell Venue 8 7000 Tablet wieder. Dieser kann bei exzessiver Nutzung, wie etwa dem dauerhaften Zocken von 3D-Spielen rund 2,5 Stunden lang für die nötige Power sorgen. Das ist allerdings auch gleichzeitig der Extremfall und nicht der Alltag bei der Verwendung. Wer nur hin und wieder eine Runde zockt, der kann auch deutlich länger mit einer Ladung zurecht kommen.

Wer hingegen Filme schaut, Foren und Social Networks besucht, Mails checkt und hin und wieder eine Runde Candy Crush Saga einwirft, der kann mit rund 11-13 Stunden an Akkulaufzeit rechnen. Einige Tablets bieten zwar noch rund 1-3 Stunden mehr an Laufzeit, insgesamt betrachtet liegt das Dell Tablet aber in einem guten Bereich und macht nicht zu schnell schlapp. Allerdings benötigt man viele Stunden an Zeit, um den Akku, wenn er einmal fast ganz leer ist, auch wieder vollständig aufzuladen. Man kann also nicht nach 1-3 Stunden wieder loslegen, sondern sollte das Tablet am besten über die Nacht ans Stromnetz hängen.

Die Materialwahl im Zusammenspiel mit der verbauten Hardware sorgt für eine sehr angenehme Temperatur des Geräts. Im Durchschnitt liegen die Werte zwischen 28-30 Grad Celsius. Bei intensiver Verwendung klettert die Werte nur auf 32-36 Grad hinauf und lediglich an zwei Stellen des Gehäuses werden überhaupt Werte von über 40 Grad bei längeren Gaming-Sessions erzielt.

In der Praxis: Hauchdünn, stabil und schnell, mit frischen Ansätzen - So präsentiert sich das neue Dell Tablet

Mit nur 211 Candela Helligkeit ist das Venue 8 bei lotrechtem Blick trotzdem gut ablesbarBildquelle: notebookinfo.de | rk
Das dünnste Tablet der Welt: Mit dem Venue 8 7840 liefert Dell ein sehr schmales, aber dennoch ungemein stabiles Tablet ab.

Wer hätte gedacht das Dell noch vor dem MWC 2015 in Barcelona mit einem solch grandiosen Tablet auf den Markt kommen würde? Bereits auf den ersten Blick und nach dem ersten Hands-On hinterließ das Dell Venue 8 7840 einen fantastischen Eindruck. Das Tablet sieht gut aus, ist sehr dünn, leicht und dennoch absolut stabil, hochwertig verarbeitet und blitzschnell. Der dünne Rahmen, die eingesetzten Materialien und das OLED-Display mit hoher Auflösung sorgen für ein optisches und haptisches Erlebnis erster Güteklasse.

Egal ob man längere Zeit auf Webseiten unterwegs ist oder aber Filme und Spiele genießen möchte, das ist dank des verbauten Panels eine wahre Freude. Die Performance liegt auf hohem Niveau, womit auch hier keine Spaßbremse entstehen kann. Leider trifft man die fantastische OLED-Technologie nur sehr selten an, auch aus Preisgründen. Wer noch eine PlayStation Vita der ersten Generation besitzt, der weiß auch als Gamer, dass ein OLED-Panel das Spieleerlebnis noch einmal aufwerten kann. Die neuen Modelle des Handhelds nutzen leider ein günstigeres LCD-Panel, welches zwar ebenfalls gut ist, aber nicht an das hochwertige OLED-Modell heranreicht. Gleiches kann man auch im Tablet Markt behauptet, denn trotz geringerer Helligkeit ist der Bildschirm des Dell Tablets absolute Spitze.

Die zusätzlichen Kameras für Tiefenaufnahmen sind ein nettes Gimmick und zeigen den Mut zu etwas neuem bei Dell. Im Alltag werden diese zwar eher selten genutzt werden, aber immerhin schwimmt man nicht in der breiten Masse mit. Gleiches gilt auch für das Design, welches hochwertig ist, aber dennoch innovativ und eigenständig. Man hat eben nicht einfach nur die Optik und das Material eines iPads kopiert, wie es schon so viele andere versucht hatten.

Fazit: Wir sind schwer beeindruckt

Das Dell Venue 8 7840 überzeugt auf ganzer Linie. Uns begegnet das derzeit dünnste Tablet mit der gleichzeitig besten Verarbeitung. Der 8,4-Zoll Bildschirm glänzt wortwörtlich mit satten Farben, super Kontrastwerten, Blickwinkelstabilität und nicht zuletzt irre scharfer Darstellung. Die vergleichsweise geringe Helligkeit wirkt sich aufgrund der OLED-Technologie nur unwesentlich auf die Lesbarkeit im Freien aus. Zu den weiteren Vorzügen des Dell Venue 8 7840 zählen die gute Performance des Intel Atom Z3580 Prozessors und des eMMC Speichers, der satte Sound, die gute Akkulaufzeit und die von Dell betonten Kamera-Features. Intels Tiefenkamera würden wir allerdings nur aktivieren, wenn tatsächlich was vermessen wird oder man sich künstlerisch betätigen will.

Uns fehlt ein NFC Chip und wir hätten auf der Rückseite kein Glaspanel eingesetzt. Das war es auch schon mit der Krittelei und wir sind schwer beeindruckt von Dells neuestem Consumer Tablet. Apropos... Haben wir den Business Service erwähnt? App-Management, Remote-Löschung, Unfallschutz - Dell bietet auch Unternehmenskunden auf Wunsch ein interessantes Paket aus Sicherheitsfeatures und Verwaltungsfunktionen.

Die 380 Euro Einstiegspreis sind nicht zuviel verlangt und der im Marktsegment eher unbedeutende Hersteller Dell hat mit dem Venue 8 7840 eine ernstzunehmende Alternative zum Branchenprimus Apple im Angebot. Als Allrounder, sofern auch ein vielseitiger Einsatz geplant ist, schlägt das Venue 8 Spezialisten wie das Nvidia Shield für Gaming oder das Amazon Fire HDX 8.9 für Multimedia. Das Gesamtpaket gefällt uns auch besser als das langsamere Samsungs Galaxy Tab S 8.4 mit schlechterer Verarbeitung, kurzum ist das Dell Venue 8 7840 für uns aktuell das beste Android-Tablet.

Ab 319,00 EUR sind Geräte aus der Serie verfügbar - Jetzt anzeigen

Testergebnisse im Detail
Die Einzelbewertungen im Überblick
  1. Erster Eindruck1,0 (Sehr gut)
  2. Display1,0 (Sehr gut)
  3. Eingabegeräte1,0 (Sehr gut)
  4. Temperatur2,5 (Gut)
  5. Lautsprecher1,0 (Sehr gut)
  6. Akku und Energieverbrauch1,5 (Sehr gut)
  7. Software und Zubehör2,0 (Gut)
  8. Verarbeitung1,0 (Sehr gut)
  9. Anschlüsse2,0 (Gut)
  10. Leistung (Spiele)1,5 (Sehr gut)
  11. Leistung (Anwendungen)1,5 (Sehr gut)
Benchmark
BenchmarksErzielter MesswertBestwert aller Tests
Google V88183 Pkt.Max. 10241 Pkt.
Sunspider606.4 msMin. 285.6 ms
Smartbench 20129866 Pkt.Max. 9866 Pkt.
Linpack (Android)620098 MFLOPSMax. 1014670 MFLOPS
Geekbench 3 Single-Core936 Pkt.Max. 2495 Pkt.
Geekbench 3 Multi-Core2897 Pkt.Max. 4887 Pkt.
PassMark Performance Test Mobile6812 Pkt.Max. 8229 Pkt.
3DMark Ice Storm Unlimited20387 Pkt.Max. 33046 Pkt.
Basemark ES 2.055.07 fpsMax. 59.98 fps
Basemark X Medium19442 Pkt.Max. 38175 Pkt.
Basemark X High11785 Pkt.Max. 28087 Pkt.
Antutu45390 Pkt.Max. 54306 Pkt.
Vellamo HTML52964 Pkt.Max. 5893 Pkt.
Vellamo Metal1310 Pkt.Max. 2704 Pkt.
Quadrant23945 Pkt.Max. 23945 Pkt.
Octane v17788 Pkt.Max. 9113 Pkt.
GFXBench 2.7 T-Rex HD Offscreen31 fpsMax. 49.7 fps
GFXBench 2.7 T-Red HD Onscreen20 fpsMax. 40.6 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Onscreen7 fpsMax. 22.2 fps
GFXBench 3.0 Manhatten Offscreen12 fpsMax. 29.8 fps
niedriger ist besserhöher ist besser
Akkulaufzeit
AuslastungErzielter MesswertBestwert aller Tests
Vollast2 Std. 37 Min.Max. 12 Std. 30 Min.
Maximal23 Std. 17 Min.Max. 50 Std. 59 Min.
Praxis12 Std. 50 Min.Max. 19 Std. 40 Min.
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